Verfahren zwn Herstellen verschweißter Kettenglieder
Die -Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen verschweißter
Kettenglieder durch Überlapptschweißen von schräggeschnittenen Pinnenenden eines
berlapptgebogenen Kettengliedes.
Bekannt ist, daß Kettenglieder in Kettenbiegemaschinen durch Abschneiden
zu Drahtpinnen als C-förmige Teile gebogen werden und anscnließend das zuvor fertiggebogene
Kettenglied in dieses Teil eingeführt und ebenfalls fertig#gebogen wird. Die Kettenglieder
besitzen eine dachförmige gebogene Form, wobei die Enden des zu verschweißenden
Schenkels senkrechte Schnittflächen oder durch Kerbeinrichtungen pyramidenstumpfförmige,
kegelstumpfförmige oder ähnlich geformte Pinnenenden aufweisen.
Diese gebogenen Kettenglieder werden, wie in der DD-ÅP 132 054 oder
DD-AP 140 342 beschrieben, an der offenen Stelle nach dem Preßstumpfschweißverfahren
in einer Kettenschweißmaschine verschweißt. Zwei an den beiden Itundungen des zu
verschweißenden Kettengliedes angreiwende Stauchwerkzeuge, die relativ zueinander
in einander entgegengesetzten Richtungen bewegbar sind,
stauchen
nach einem festgelegten Preßstumpfschweißprogramm nach einem mechanisch und/oder
mechanischwhydraulischen System das Kettenglied soweit, daß nach Möglichkeit, wie
in dem DD-WP 137 545 beschrieben, eine vollständige Ausstauchung der schmelzflüssigen
Phase erfolgt.
Die Kinematik dieser Kettenschweißmaschinen ermöglicht es, daß an
der Schweißstoßstelle der plastische Werkstoff umgeformt und ringförmig ausgestaucht
wird und somit die geometrische Form des geschweißten Kettengliedes entsteht. Nach
dem Stauchprozeß muß der ausgestauchte Werkstoff mit Entgratwerkzeugen an der Schweißstelle
entfernt werden. Der Aufwand dieses Herstellungsverfahren zu realisieren, ist sehr
hoch und der Leistungssteigerung sind Grenzen gesetzt.
Bekannt ist weiterhin, daß es ein Verfahren zum Überlapptbiegen von
Ketten gibt, wobei durch spanloses Schrägschnittschneiden der Drahtpinnen eine Schrägschnittfläche
mit einem bestimmten Winkel zur Drahtlängsachse entsteht und daraus das fertiggebogene
Kettenglied entsteht, welches in der Mitte und in der Längsrichtung eines Kettengliedschenkels
eine zu verschweißende Uberlapptstelle aufweist.
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zum
Herstellen von geschweißten Kettengliedern aus überlapptgebogenen Kettengliedern
mit Verringerung des Werkstoffeinsatzes und der Schweißenergie sowie Erhöhung der
Schweißleistung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein auf diesem Anwendungsgebiet
liegendes Verfahren zum Herstellen von überlapptverschweißten Kettengliedern zu
schaffen, bei dem übliche standardisierte Kettenglieder als
endloser
Kettenstiang in eine Kettenschweißmaschine transportiert und positioniert und anschließend
überlapptgebogene Kettenglieder mittels Elektroden an der Überlapptstelle verschweißt
werden. Die Mängel der bekannten, auf dem Anwendungsgebiet liegenden Verfahren -erforderliche
Stauchwerkzeuge am Kettenglied während des Widerstandspreßschweißprozesses und geometrische
Veränderung vom gebogenen zum verschweißten Kettenglied - werden beseitigt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß sich die zu verschweißenden
überlapptstellen in der Mitte und in Längsrichtung der Kettengliedschenkel befinden.
Die Transporteinrichtung der Maschine des erfindungsgemäßen Verfahrens sorgt dafür,
daß die zu verschweißenden Überlapptstellen der Kettenglieder in eine und/oder mehrere
Schweißpositionen gebracht werden.
Mit der elektronischen Synchronsteuerung wird der gesamte Arbeitsablauf,
wie Transport, Elektroden senken, Verzögerungszeit, Schweißzeit, Nachhaltezeit,
Elektroden heben, Transport dieser hydraulisch und/oder mechanisch betätigten Kettenschweißmaschine
hinsichtlich der Anforderungen an die Arbeitsgeschwindigkeit und der Reproduzierbarkeit
der einzelnen, geforderten Parameter, gesteuert.
Beim Verschweißen sitzen eine Unterelektrode und eine Oberelektrode
mit einem festgelegten Schweißdruck an der Überlapptstelle auf. Nach einer Verzögerungszeit
von wenigen Perioden wird der Schweißstrom zuge schalten. In der Schweißphase wird
der Werkstoff aufgeschmolzen und der mit der plastischen Umformung verbundene Volumenverlust
ermöglicht in der folgenden Stauchphase senkrecht zur Längsrichtung des Kettengliedschenkels
ein Nachsetzen der Elektroden mit gleichzeitigem Überlapptschweißen.
Während der gesamten Schweißstromzeit liegt ein Elektrodendruck an.
Die mechanische Druckspannung auf der Überlapptstelle ist so abgestimmt, daß die
geometrische Form des überlapptgeschweißten Kettengliedes beibehalten wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sind keine Stauchvorgänge in Längsrichtung
des zu verschweißenden Kettengliedschenkels erforderlich, ao daß die Voraussetzung
~ für eine Mehrpunktschweißung von überlapptgebogenen Kettengliedern einer endlosen
Kette möglich#ist.
In den meisten Pollen ist ein Entgraten der Schweißstelle nicht erforderlich.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der beigefüg ten Zeichnungen
näher dargestellt.
Figur 1 Prinzipdarstellung überlapptgebogener Kette, positionierte
Schweißelektroden und überlapptgeschweißte Kettenglieder.
Figur 2 Anordnung der Elektroden vor dem Aufsetzen auf die Überlapptstelle
(teilweise) Figur 3 Entsprechend Figur 2 die Elektrodenkopfform in Lmgsrichtung
des Kettengliedschenkels Figur 4 Bewegungs- und Zeitablauf zum Herstellen von überlappt
geschweißten Kettengliedern In den Figuren 1 - 4 werden für gleiche Teile gleiche
Bezugszeichen verwendet.
Nach Figur 1 wurden die überlapptgebogenen Kettenglieder 1 in der
Schweißmaschine so positioniert> daß sich
zwei horizontale Glieder
über den Unterelektroden 2 und 3 befinden und die Oberelektrode 4 die überlapptgebogenen
Schenkel des Kettengliedes berühren, während mit der Oberelektrode 5 der Stauchvorgang,
senkrecht zur Längs richtung des Kettengliedschenkels, abgeschlossen ist.
Die bberlapptstelle 7 des überlapptgebogenen Kettengliedes besitzt
eine Stärke von dü = 1,25 x d. Die Schweißteilung ts der Kettenglieder entspricht
nach diesem Verfahren gleich der Biegeteiltmg tg, Figur 2 zeigt, daß die Elektroden
2 und 4 in einer Achse über bzw. unter der Überlapptstelle 7 liegen, wobei nur die
Oberelektrode 4 gehoben bzw. gesenkt wird. Die Anlege- und Stauchdruckspannung,
die senkrecht auf die Stoßfläche wirkt, beträgt 30 EPa. Die Elektrodendtirchmesser
D sind abgestimmt auf die Kettengliedstärke d mit 1)3 x d.
Figur 3 zeigt die Elektroden 2 und 4 nach Figur 2 in der Seitenansicht.
Der Elektrodenkopf ist der Kettenglied stärke d angepaßt, wo bei Rundstahlkettengliedern
ein Radius von r = d mit einer Tiefe von h = 0,25 x d eingearbeitet ist.
Figur 4 zeigt das Wirkprinzip des Verfahrens zum Herstel len eines
überlapptgeschweißten Kettengliedes.
Die Oberelektrode senkt sich und die Anlegespaiinung baut sich auf.
Die Verzögerungszeit, wahlweise 1 bis 99 Perioden einstellbar, gleicht Druckschwankungen
aus und schaltet den Schweißstrom mit einer festgelegten Höhe über wenige Perioden
zu, wobei die Oberelektrode in der Stauchphase eine t)berlapptschvweißverbindung
erzeugt. Wahlweise von 1 - 99 Perioden wirkt anschließend eine Nachhaltezeit.
Danach hebt sich die Oberelektrode und gleichzeitig hebt der Transport
2 das horizontale Kettenglied aus der Unterelektrode. Sind beide Bewegungsabläufe
beendet, wird die endlose Kette mit den horizontalverschweißten Kettengliedern mit
dem Transport 1 über mindestens 2 Glieder bei Einpunktschweißmaschinen oder über
4,6 und mehrere Glieder bei Mehrpunktschweißniaschinen transportiert.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 - überlapptgebogenes Kettenglied
2 und ~ Unterelektrode 3 4 und - Oberelektrode 5 6 - Überlapptgeschweißter Kettengliedschenkel
7 - Überlapptstelle d - Kettengliedstärke D - Elektrodendurchmesser r - Radius h
- Radiustiefe du - Stärke der Überlapptstelle tB - Biege teilung ts - Schweißteilung