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Dokumentenidentifikation DE3516166A1 13.02.1986
Titel Verfahren zur Herstellung verschweißter Kettenglieder
Anmelder VEB Kombinat Wälzlager und Normteile, DDR 9022 Karl-Marx-Stadt, DD
Erfinder Gerth, Achim, Dipl.-Ing.;
Liebe, Wolfgang;
Schneider, Werner, DDR 4850 Weißenfels, DD;
Schmidt, Jürgen, Dipl.-Ing., DDR 4200 Merseburg, DD
DE-Anmeldedatum 06.05.1985
DE-Aktenzeichen 3516166
Offenlegungstag 13.02.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.1986
IPC-Hauptklasse B21L 3/00

Beschreibung[de]

Verfahren zwn Herstellen verschweißter Kettenglieder

Die -Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen verschweißter Kettenglieder durch Überlapptschweißen von schräggeschnittenen Pinnenenden eines berlapptgebogenen Kettengliedes.

Bekannt ist, daß Kettenglieder in Kettenbiegemaschinen durch Abschneiden zu Drahtpinnen als C-förmige Teile gebogen werden und anscnließend das zuvor fertiggebogene Kettenglied in dieses Teil eingeführt und ebenfalls fertig#gebogen wird. Die Kettenglieder besitzen eine dachförmige gebogene Form, wobei die Enden des zu verschweißenden Schenkels senkrechte Schnittflächen oder durch Kerbeinrichtungen pyramidenstumpfförmige, kegelstumpfförmige oder ähnlich geformte Pinnenenden aufweisen.

Diese gebogenen Kettenglieder werden, wie in der DD-ÅP 132 054 oder DD-AP 140 342 beschrieben, an der offenen Stelle nach dem Preßstumpfschweißverfahren in einer Kettenschweißmaschine verschweißt. Zwei an den beiden Itundungen des zu verschweißenden Kettengliedes angreiwende Stauchwerkzeuge, die relativ zueinander in einander entgegengesetzten Richtungen bewegbar sind, stauchen nach einem festgelegten Preßstumpfschweißprogramm nach einem mechanisch und/oder mechanischwhydraulischen System das Kettenglied soweit, daß nach Möglichkeit, wie in dem DD-WP 137 545 beschrieben, eine vollständige Ausstauchung der schmelzflüssigen Phase erfolgt.

Die Kinematik dieser Kettenschweißmaschinen ermöglicht es, daß an der Schweißstoßstelle der plastische Werkstoff umgeformt und ringförmig ausgestaucht wird und somit die geometrische Form des geschweißten Kettengliedes entsteht. Nach dem Stauchprozeß muß der ausgestauchte Werkstoff mit Entgratwerkzeugen an der Schweißstelle entfernt werden. Der Aufwand dieses Herstellungsverfahren zu realisieren, ist sehr hoch und der Leistungssteigerung sind Grenzen gesetzt.

Bekannt ist weiterhin, daß es ein Verfahren zum Überlapptbiegen von Ketten gibt, wobei durch spanloses Schrägschnittschneiden der Drahtpinnen eine Schrägschnittfläche mit einem bestimmten Winkel zur Drahtlängsachse entsteht und daraus das fertiggebogene Kettenglied entsteht, welches in der Mitte und in der Längsrichtung eines Kettengliedschenkels eine zu verschweißende Uberlapptstelle aufweist.

Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zum Herstellen von geschweißten Kettengliedern aus überlapptgebogenen Kettengliedern mit Verringerung des Werkstoffeinsatzes und der Schweißenergie sowie Erhöhung der Schweißleistung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein auf diesem Anwendungsgebiet liegendes Verfahren zum Herstellen von überlapptverschweißten Kettengliedern zu schaffen, bei dem übliche standardisierte Kettenglieder als endloser Kettenstiang in eine Kettenschweißmaschine transportiert und positioniert und anschließend überlapptgebogene Kettenglieder mittels Elektroden an der Überlapptstelle verschweißt werden. Die Mängel der bekannten, auf dem Anwendungsgebiet liegenden Verfahren -erforderliche Stauchwerkzeuge am Kettenglied während des Widerstandspreßschweißprozesses und geometrische Veränderung vom gebogenen zum verschweißten Kettenglied - werden beseitigt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß sich die zu verschweißenden überlapptstellen in der Mitte und in Längsrichtung der Kettengliedschenkel befinden. Die Transporteinrichtung der Maschine des erfindungsgemäßen Verfahrens sorgt dafür, daß die zu verschweißenden Überlapptstellen der Kettenglieder in eine und/oder mehrere Schweißpositionen gebracht werden.

Mit der elektronischen Synchronsteuerung wird der gesamte Arbeitsablauf, wie Transport, Elektroden senken, Verzögerungszeit, Schweißzeit, Nachhaltezeit, Elektroden heben, Transport dieser hydraulisch und/oder mechanisch betätigten Kettenschweißmaschine hinsichtlich der Anforderungen an die Arbeitsgeschwindigkeit und der Reproduzierbarkeit der einzelnen, geforderten Parameter, gesteuert.

Beim Verschweißen sitzen eine Unterelektrode und eine Oberelektrode mit einem festgelegten Schweißdruck an der Überlapptstelle auf. Nach einer Verzögerungszeit von wenigen Perioden wird der Schweißstrom zuge schalten. In der Schweißphase wird der Werkstoff aufgeschmolzen und der mit der plastischen Umformung verbundene Volumenverlust ermöglicht in der folgenden Stauchphase senkrecht zur Längsrichtung des Kettengliedschenkels ein Nachsetzen der Elektroden mit gleichzeitigem Überlapptschweißen.

Während der gesamten Schweißstromzeit liegt ein Elektrodendruck an. Die mechanische Druckspannung auf der Überlapptstelle ist so abgestimmt, daß die geometrische Form des überlapptgeschweißten Kettengliedes beibehalten wird.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sind keine Stauchvorgänge in Längsrichtung des zu verschweißenden Kettengliedschenkels erforderlich, ao daß die Voraussetzung ~ für eine Mehrpunktschweißung von überlapptgebogenen Kettengliedern einer endlosen Kette möglich#ist.

In den meisten Pollen ist ein Entgraten der Schweißstelle nicht erforderlich.

Die Erfindung wird im folgenden an Hand der beigefüg ten Zeichnungen näher dargestellt.

Figur 1 Prinzipdarstellung überlapptgebogener Kette, positionierte Schweißelektroden und überlapptgeschweißte Kettenglieder.

Figur 2 Anordnung der Elektroden vor dem Aufsetzen auf die Überlapptstelle (teilweise) Figur 3 Entsprechend Figur 2 die Elektrodenkopfform in Lmgsrichtung des Kettengliedschenkels Figur 4 Bewegungs- und Zeitablauf zum Herstellen von überlappt geschweißten Kettengliedern In den Figuren 1 - 4 werden für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet.

Nach Figur 1 wurden die überlapptgebogenen Kettenglieder 1 in der Schweißmaschine so positioniert> daß sich zwei horizontale Glieder über den Unterelektroden 2 und 3 befinden und die Oberelektrode 4 die überlapptgebogenen Schenkel des Kettengliedes berühren, während mit der Oberelektrode 5 der Stauchvorgang, senkrecht zur Längs richtung des Kettengliedschenkels, abgeschlossen ist.

Die bberlapptstelle 7 des überlapptgebogenen Kettengliedes besitzt eine Stärke von dü = 1,25 x d. Die Schweißteilung ts der Kettenglieder entspricht nach diesem Verfahren gleich der Biegeteiltmg tg, Figur 2 zeigt, daß die Elektroden 2 und 4 in einer Achse über bzw. unter der Überlapptstelle 7 liegen, wobei nur die Oberelektrode 4 gehoben bzw. gesenkt wird. Die Anlege- und Stauchdruckspannung, die senkrecht auf die Stoßfläche wirkt, beträgt 30 EPa. Die Elektrodendtirchmesser D sind abgestimmt auf die Kettengliedstärke d mit 1)3 x d.

Figur 3 zeigt die Elektroden 2 und 4 nach Figur 2 in der Seitenansicht. Der Elektrodenkopf ist der Kettenglied stärke d angepaßt, wo bei Rundstahlkettengliedern ein Radius von r = d mit einer Tiefe von h = 0,25 x d eingearbeitet ist.

Figur 4 zeigt das Wirkprinzip des Verfahrens zum Herstel len eines überlapptgeschweißten Kettengliedes.

Die Oberelektrode senkt sich und die Anlegespaiinung baut sich auf. Die Verzögerungszeit, wahlweise 1 bis 99 Perioden einstellbar, gleicht Druckschwankungen aus und schaltet den Schweißstrom mit einer festgelegten Höhe über wenige Perioden zu, wobei die Oberelektrode in der Stauchphase eine t)berlapptschvweißverbindung erzeugt. Wahlweise von 1 - 99 Perioden wirkt anschließend eine Nachhaltezeit.

Danach hebt sich die Oberelektrode und gleichzeitig hebt der Transport 2 das horizontale Kettenglied aus der Unterelektrode. Sind beide Bewegungsabläufe beendet, wird die endlose Kette mit den horizontalverschweißten Kettengliedern mit dem Transport 1 über mindestens 2 Glieder bei Einpunktschweißmaschinen oder über 4,6 und mehrere Glieder bei Mehrpunktschweißniaschinen transportiert.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 - überlapptgebogenes Kettenglied 2 und ~ Unterelektrode 3 4 und - Oberelektrode 5 6 - Überlapptgeschweißter Kettengliedschenkel 7 - Überlapptstelle d - Kettengliedstärke D - Elektrodendurchmesser r - Radius h - Radiustiefe du - Stärke der Überlapptstelle tB - Biege teilung ts - Schweißteilung


Anspruch[de]

Patentanspruch 1. Verfahren zum Herstellen von verschweißten Kettengliedern aus schräg abgeschnittenen und durch anschließendes Biegen der Drahtpinne zum überlapptgebogenen Kettenglied mit einer Überlapptstelle in der Mitte und in Längsrichtung eines Kettenglied schenkels, dadurch gekennzeichnet, daß das Kettenglied über der Unterelektrode (2) liegt und nach Anlegen der Oberelektrode (4) und Druckaufbaues die Schweißphase mit nachfolgender Stauchphase mittels Elektroden senkrecht zur Längsrichtung des Kettengliedschenkels (6) die Schweißverbindung des Kettengliedes erzeugt wird.

2. Verfahren nach aspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der eingestellten Anlege- und Stauchdruckspannung die Stärke der Ü-berlapptstelle (7) nach dem Äufschmelzen und Umformen der Kettengliedstärke entspricht und die Schweißteilung gleich der Biegeteilung ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Transporteinrichtung mindestens zwei überlapptgebogene Kettenglieder (1) bei Einpunktschweißmaschinen und/oder vier, sechs und mehrere Glieder bei Mehrpunktschweißmaschinen transportiert schweißpositioniert und verschweißt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verschweißte Uberlapptstelle (7) nicht entgratet wird.







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