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Dokumentenidentifikation DE3430702A1 06.03.1986
Titel Auslaufschacht für feinkörnige, klebrige Materialien
Anmelder Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln, DE
Erfinder Michalski, Lothar, 5276 Bielstein, DE
Vertreter Beisner, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5204 Lohmar
DE-Anmeldedatum 21.08.1984
DE-Aktenzeichen 3430702
Offenlegungstag 06.03.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.03.1986
IPC-Hauptklasse B65G 47/18
IPC-Nebenklasse B65D 88/64   B65G 65/46   B01D 35/30   B01J 4/00   

Beschreibung[de]

Auslaufschacht für feinkörnige, klebrige Materialien

Die Erfindung bezieht sich auf einen Auslaufschacht für feinkörnige, klebrige Materialien, insbesondere für aen Austrag von thixotropen Schlämmen aus einem Behälter oder einer Feststoff-Flüssigkeits-Trenneinrichtung, mit daran angeschlossener Fördereinrichtung.

Es ist bekannt, daß die Auslaufschächte bei Behältern oder Feststoff-Flüssigkeits-Trenneinrichtungen im Querschnitt nach unten hin konisch zusammenlaufend ausgebildet sind.

Diese bekannte Ausbildung des Auslaufschachtes kann insbesondere dann sehr nachteilig sein, wenn es sich um den Austrag von klebrigen Materialien oder thixotropen Schlämmen aus einem Behälter oder einer Feststoff-Flüssigkeits-Trenneinrichtung handelt, da es insbesondere im engsten Querschnittsbereich des Auslaufschachtes sehr leicht zu einer Brückenbildung und Verstopfung des Auslaufschachtes kommen kann. Die Beseitigung einer derartigen Auslaufschachtverstopfung durch klebrige Materialien ist jedoch mit einem hohen Arbeits-, Zeit- und Kostenaufwand verbunden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Verstopfung des Auslaufschachtes durch feinkörnige, klebrige Materialien zu vermeiden.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Auslaufschacht nach unten hin im Querschnitt gleich groß oder größer werdend ausgebildet ist. Durch diese im Querschnitt nach unten hin gleich große oder größer werdende Ausbildung des Auslaufschachtes werden Stauungen und Brückenbildungen im Schacht mit Sicherheit ausgeschlossen und ein kontinuierlicher Austrag der klebrigen Materialien aus einem Behälter oder einer Feststoff-Flüssigkeits-Trenneinrichtung gewährleistet.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist bei Verwendung einer als Förderschnecke ausgebildeten Fördereinrichtung, die an den Auslaufschacht angeschlossen ist, der Einlaufbereich der Förderschnecke dem Auslaufschachtquerschnitt angepaßt. Auf diese Weise wird ein sicherer Abtransport der aus dem Auslaufschacht nach unten hin austretenden klebrigen Materialien erreicht.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Erläuterung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsóeispiels.

Es zeigen: Fig. 1 einen Auslaufschacht einer Schneckenzentrifuge mit daran angeschlossener Förderschnecke, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie g in Fig. 1, Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, ist der Auslaufschacht 1 einer Schneckenzentrifuge 2 nach unten hin im Querschnitt größer werdend ausgebildet und an den Einlauf 3 einer Förderschnecke 4 angeschlossen. Die Förderschnecke 4 ist hierbei sehr vorteilhaft im Einlaufbereich dem Querschnitt des Auslaufschachtes angepaßt. Auf diese Weise werden sehr vorteilhaft die aus der Schneckenzentrifuge 2 über den Auslaufschacht 1 nach unten abfließenden klebrigen Materialien, zum Beispiel die thixotropen Schlämme von der Förderschnecke 4 mit Sicherheit erfaßt und abtransportiert, ohne daß es hierbei zu Stauungen zwischen dem Auslaufschacht 1 und dem Einlauf 3 der Förderschnecke 4 kommt. Von der Förderschnecke 4 wird auf aiese Weise die gesamte aus der Schneckenzentrifuge 2 ausgetragene Menge der thixotropen Schlämme mit Sicherheit erfaßt und abtransportiert. Der Schneckengang der Förderschnecke 4 kann im Austragbereich 5 entsprechend der jeweils anfallenden Schlammenge kleiner und mit eventuell größeren Steigungen der Schneckenwendel ausgebildet werden. Dies bringt wiederum sehr vorteilhaft eine Einsparung an Materialkosten mit sich.

Ferner kann es, wie insbesondere die Fig. 2 zeigt, besonders zweckmäßig sein, den Querschnitt des Auslaufschachtes so zu wählen, daß das Seitenverhältnis der Länge 6 zur Breite 7 etwa 2 : 1 beträgt. Durch diese Ausbildung des Auslaufschachtquerschnittes gemäß der Erfindung werden Brückenbildungen und die damit verbundenen Stauungen und Verstopfungen sowohl im Auslaufschacht als auch in der daran angeschlossenen Förderschnecke 4 mit Sicherheit vermieden. Auf aiese Weise wird somit sehr vorteilhaft ein sicherer Austrag und Abtransport von klebrigen Materialien aus einem Behälter, insbesondere von thixotropen Schlämmen aus einer Schneckenzentrifuge gewährleistet.

Der Gegenstand der Erfindung ist nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.

So kann je nach Fließfähigkeit der aus einem Behälter oder Zentrifuge auszutragenden Materialien der Auslaufschacht gemäß der Erfindung im Querschnitt nach unten hin gleich groß oder auch bedeutend größer werdend ausgebildet sein als in der Zeichnung dargestellt. Auch kann der Auslaufschacht gemäß der Erfindung überall dort mit Vorteil angewandt werden, wo klebrige Materialien, insbesondere thixotrope Schlämme von einem Behälter in einen anderen Behälter überführt, oder von einer Feststoff-Flüssigkeits-Trenneinrichtung einem Nachbehandlungsaggregat oder einer beliebigen anderen Fördereinrichtung aufgegeben werden.

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Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Auslaufschacht für feinkörnige, klebrige Materialien, insbesondere für den Austrag von thixotropen Schlämmen aus einem Behälter oder einer Feststoff-Flüssigkeits-Trenneinrichtung, mit daran angeschlossener Fördereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaufschacht (1) nach unten im Querschnitt gleich groß oder größer werdend ausgebildet ist.

2. Auslaufschacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer als Förderschnecke (4) ausgebildeten Fördereinrichtung, die an den Auslaufschacht (1) angeschlossen ist, der Einlaufbereich der Förderschnecke (4) dem Auslaufscha#cht (1) angepaßt ist.

3. Auslaufschacht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Seitenverhältnis der Länge (6) zur Breite (7) des Auslaufschachtquerschnittes etwa 2 : 1 beträgt.







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