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Dokumentenidentifikation DE3440830A1 15.05.1986
Titel Überwachungseinrichtung
Anmelder A. J. Tröster GmbH & Co KG, 6308 Butzbach, DE
Erfinder Knoblauch, Stefan;
Link, Alfred, 6308 Butzbach, DE
Vertreter Schlagwein, U., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Ruppert, K., Rechtsanw., 6350 Bad Nauheim
DE-Anmeldedatum 08.11.1984
DE-Aktenzeichen 3440830
Offenlegungstag 15.05.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1986
IPC-Hauptklasse A01C 9/00
IPC-Nebenklasse A01C 9/02   B65G 43/08   

Beschreibung[de]

Uberwachungseinrichtung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungseinrichtung zum Feststellen von Leerstellen auf Legebechern eines Becherbandes einer Kartoffellegemaschine, welche einen quer zum Weg der Legebecher ausgerichteten Strahlgeber und auf der gegenüberliegenden Seite einen Strahlempfänger hat. Eine solche überwachungseinrichtung ist in der DE-OS 15 82 048 beschrieben.

Ein Problem einer mit einem Prüfstrahl arbeitenden Überwachungseinrichtung bei Kartoffellegemaschinen liegt darin, daß der Strahlgeber nicht nur durch das zu überwachende Gut periodisch abgedeckt wird, sondern auch durch die das Gut fördernden Legebecher. Aus der Prüfstrahlunterbrechung eines ständig ausgesendeten Prüfstrahls läßt sich deshalb noch nicht schließen, ob diese Unterbrechung durch einen gefüllten oder einen leeren Legebecher erfolgt. Zur Lösung dieser Problematik lehrt die genannte DE-OS 15 82 048, den Prüfstrahl jeweils nur kurz vor dem Passieren eines Schöpfbechers auszusenden, so daß dieser nur durch eine auf dem Schöpfbecher liegende Kartoffel unterbrochen sein kann. Verwirklicht werden soll dieser Gedanke insbesondere durch eine Strahlunterbrecherscheibe, die synchron mit dem Becherband umläuft. Die vorbekannte Überwachungseinrichtung erfordert eine relativ aufwendige Auswertelektronik, da aus dem Nichtvorhandensein eines Prüfstrahls allein noch nicht auf das Vorhandensein einer Kartoffel auf dem überprüften Schöpfbecher geschlossen werden kann. Es muß immer zugleich der Zeitfaktor mit berücksichtigt werden, da der Prü fstrahl nur zu bestimmten Zeitpunkten ausgesendet wird. Ein weiterer Nachteil der vorbekannten Überwachungseinrichtung liegt darin, daß ein Zählen von Kartoffeln nur schwer möglich ist und die genannte aufwendige Auswertelektronik erfordert. Zur Erzeugung des Synchronlaufs des Becherbandes mit der Scheibe ist eine formschlüssige Verbindung, beispielsweise eine Kette notwendig, was den Bauaufwand der Maschine vergrößert.

Hiervon abgesehen, kann das Stehenbleiben des Becherbandes durch einen Fehler in der Maschine nicht von der Überwachungseinrichtung angezeigt werden, da die Synchronscheibe beispielsweise den Prüfstrahl verdecken könnte.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überwachungseinrichtung der eingangs genannten Art zu entwickeln, die besonders einfach im Aufbau ist, jedoch zuverlässig das Vorhandensein einer Kartoffel zu erfassen vermag.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zusätzlich zumindest ein weiterer Strahigeber und zum in dest ein weiterer Strahlempfänger derart in Bezug auf den ersten Strahlgeber und Strahlempfänger angeordnet sind, daß durch einen leeren Legebec,her jeweils nur ein Strahlgeber, durch einen eine Kartoffel fördernden Legebecher jedoch jeweils kurzfristig beide Strahlgeber abgedeckt sind.

Bei einer solchen Uberwachungseinrichtung ist die gleichzeitige Unterbrechung beider Prüfstrahlen ein eindeutiges Indiz dafür, daß ein Legebecher mit einer Kartoffel die Prüfstrahlen passiert, da ein leerer Legebecher immer nur die Prüfstrahlen nacheinander, niemals aber beide Prüfstrahlen gleichzeitig zu unterbrechen vermag.

Durch diese Anordnung zweier Strahisender und Strahlempfänger wird die Auswertelektronik sehr einfach. Außerdem benötigen die Strahisender keine Steuerung, da sie ständig einen Prüfstrahl aussenden können.

Konstruktiv besonders einfach gestaltet sich die Überwachungseinrichtung, wenn der zusätzliche Strahlgeber und Strahlempfänger parallel zum ersten Strahigeber und Strahlempfänger in einem geringeren Abstand zueinander angeordnet sind, als es der Höhe eines Legebechers mit einer Kartoffel entspricht. Eine solche Überwachungseinrichtung ist einfach an einer Kartoffellegemaschine anzubringen und benötigt ausschließlich Bauteile, die für andere Überwachungseinrichtungen bereits gebräuchlich sind.

Bei Verwendung unterschiedlicher Bechereinsätze, die sich in der Höhe unterscheiden, für große und kleine Kartoffeln, muß der Abstand der durch die Überwachungseinrichtung gebildeten Schranken unterschiedlich sein.

Das kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht werden, daß der Abstand zwischen den Strahiqebern und zwischen den Strahlempfäng e r n verstellbar ist.

Eine andere Möglichkeit der Anpassung an unterschiedliche Bechereinsätze besteht darin, daß parallel zueinander zumindest drei Strahlgeber und Strahlempfänger angeordnet sind. Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung können jeweils diejenigen Strahigeber und Strahlempfänger eingeschaltet werden, deren Abstand für die verwendeten Bechereinsätze bzw. für die Kartoffelgröße richtig ist.

Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon schematisch in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die Zeichnung zeigt einen Blick auf einen Teilbereich eines zweireihigen Becherbandes mit der erfindungsgemäßen Überwachungseinrichtung.

In der Zeichnung ist schematisch ein Teilbereich eines Becherbandes 1 zu sehen, auf dem in zwei Reihen Legebecher, zum Beispiel Legebecher 2, 3, 4, angeordnet sind. Diese Legebecher 2, 3, 4 dienen jeweils dazu, eine Kartoffel, wie zum Beispiel die Kartoffel 5 zu schöpfen, zunächst nach oben und dann bis zur Abwurfstelle zu transportieren. Eine Überwachungseinrichtung 6 hat übereinander in geringem Abstand an einer Seite des Becherbandes 1 zwei Strahigeber 7, 8 und auf der anderen Seite des Becherbandes 1 zwei Strahlempfänger 9, 10. Die Überwachungseinrichtung 6 kann mit Lichtstrahlen, aber auch mit Elektronenstrahlen oder elektromagnetischen Strahlen arbeiten.

In der dargestellten Position deckt die Kartoffel 5 beide Strahigeber 7, 8 ab, so daß die Strahlempfänger 9, 10 kein Signal erhalten. Durch die Umlaufbewegung des Becherbandes wird immer zunächst der untere Strahlgeber 7 und dann zusätzlich der obere Strahlgeber 8 abgedeckt.

Danach wird zunächst der untere Strahigeber 7 und anschließend der obere Strahigeber 8 freigegeben. Ein leerer Legebecher 2, 3, 4 vermag auf Grund des Abstandes beider Strahlgeber 7, 8 niemals beide Strahlgeber 7, 8 gleichzeitig abzudecken.

Nicht dargestellt ist, daß der Abstand der Strahlgeber 7, 8 zueinander und entsprechend auch der gegenseitige Abstand der Strahlempfänger 9, 10 verstellbar sein kann, damit eine Anpassung an die Höhe unterschiedlicher Legebecher für große und kleine Kartoffeln möglich ist.

Alternativ kann die Überwachungseinrichtung auch mit mehr als zwei Prüfstrahlen arbeiten. Man kann dann durch einfaches Umschalten wahlweise die enger oder weiter zusammenliegenden Prüfstrahlen benutzen und ermöglicht dadurch ebenfalls eine Anpassung an die Höhe der Legebecher.

Auflistung der verwendeten Bezuqszeichen 1 Becherband 2 Legebecher 3 Legebecher 4 Legebecher 5 Kartoffel 6 Überwachungseinrichtung 7 Strahigeber 8 Strahigeber 9 Strahlempfänger 10 Strahlempfänger - Leerseite -


Anspruch[de]

Ansprüche 1. Überwachungseinrichtung zum Feststellen von Leerstellen auf Legebechern eines Becherbandes einer Kartoffellegemaschine, welche einen quer zum Weg der Legebecher ausgerichteten Strahigeber und auf der gegenüberliegenden Seite einen Strahlempfänger hat, dadurch qekennzeichnet, daß zusätzlich zumindest ein weiterer Strahlgeber (8) und zumindest ein weiterer Strahlempfänger (10) derart in Bezug auf den ersten Strahlgeber (7) und Strahlempfänger (9) angeordnet sind, daß durch einen leeren Legebecher (2) jeweils nur ein Strahlgeber (7, 8), durch einen eine Kartoffel (5) fördernden Legebecher (3, 4) jedoch jeweils kurzfristig beide Strahlgeber (7, 8) abgedeckt sind.

2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Strahlgeber (8) und Strahlempfänger (10) parallel zum ersten Strahlgeber (7) und Strahlempfänger (9) in einem geringeren Abstand zueinander angeordnet sind, als es der Höhe eines Legebechers (3, 4) mit einer Kartoffel (5) entspricht.

3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Strahlgebern (7, 8) und zwischen den Strahlempfängern verstellbar ist.

4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zueinander zumindest drei Strahlgeber (7, 8) und Strahlempfänger (9, 10) angeordnet sind.







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