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Dokumentenidentifikation DE3440884A1 15.05.1986
Titel Modulator für ein Satelliten-Basisband
Anmelder Robert Bosch GmbH, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Oberländer, Dietmar, Ing.(grad.), 1000 Berlin, DE
Vertreter Schmidt, H., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 1000 Berlin
DE-Anmeldedatum 09.11.1984
DE-Aktenzeichen 3440884
Offenlegungstag 15.05.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1986
IPC-Hauptklasse H04N 9/00

Beschreibung[de]

Modulator für ein Satelliten-Basisband

Stand der Technik Die Erfindung geht von einem Modulator nach der Gattung des Anspruchs 1 aus.

Es ist schon bekannt, beim Empfang von Signalen eines TV-Satelliten zunächst das NF-Basisband von zum Beispiel 0 bis 15 kHz zurückzugewinnen und anschließend zu remodulieren. Dieses Verfahren ist sehr aufwendig. Weiterhin liegt ein Vorschlag des Deutschen Instituts für Rundfunktechnik vor, das Satelliten-Basisband, welches aus dem FBAS-Signal und zwei Unterträgern besteht, komplett zu remodulieren.

Dieses vereinfachte Verfahren hat jedoch erhebliche Nachteile; vgl.

Fig. 1. Die beiden Unterträger TT1 und TT2 (= Stereoton-Trägerfrequenzen von zum Beispiel 5,5 MHz und 5,74 MHz) weisen nach der Remodulation gleiche Pegel auf. Geht man davon aus, daß der Bildträger BT einen Pegel von 0 dB habe, dann betrüge der Pegel für die beiden Tonträger r ZFTT1, ZFTTl, ZFTT2 je -23 dB. Der Farbträger FT würde nach diesem Beispiel -16 dB aufweisen. Die Folge eines derartigen Verfahrens wäre, daß sich ein nicht normgemäßes Hochfrequenz-TV-Kanalspektrum ergäbe, das zahlreiche durch Intermodulation hervorgerufene Störprodukte ST enthielte.

Vorteile der Erfindung Der erfindungsgemäße Modulator für ein Satelliten-Basisband mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß sich nach der Remodulation des Satelliten-Basisbandes die Unterträger mit den normgemäßen unterschiedlichen Pegeln ergeben und daß die unerwünschten Störprodukte entfallen; vgl. Fig. 2. Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Modulators möglich. Besonders vorteilhaft ist ein erfindungsgemäßer Modulator nach dem Nebenanspruch, bei dem bei einer von der deutschen TV-Norm abweichenden Norm, bei der mindestens ein Unterträger eine um einen bestimmten Betrag unterschiedliche Frequenz hat, ein weiterer Oszillator vorgesehen ist, der anstatt des Oszillators eingeschaltet wird und eine um den Betrag höhere oder tiefere Oszillatorfrequenz an den Mischer liefert. Dadurch wird ein Modulator geschaffen, der auf besonders einfache Weise für eine von der deutschen Norm abweichende Unterträger-Norm einsetzbar ist.

Zeichnung Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand mehrerer Figuren dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein TV-Kanal-Spektrum eines in bekannter Weise remodul ierten Satelliten-Basisbandes, Fig. 2 ein TV-Kanal-Spektrum eines mit dem erfindungsgemäßen Modulator remodulierten Satelliten-Basisbandes und Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Modulators gemäß der Erfindung.

Beschreibung der Erfindung Ein erfindungsgemäßer Modulator für ein TV-Satelliten-Basisband weist nach dem Blockschaltbild in Fig. 3 einen Eingang 10 auf, der über einen ersten Pegelsteller 11 mit einem ersten Trennverstärker 12 verbunden ist. Am Ausgang des ersten Trennverstärkers findet eine Signalaufteilung in drei Zweige 13, 14, 15 statt. Der erste Zweig 13 enthält eine Reihenschaltung aus einem ersten Widerstand 16, einer ersten Falle 17 für den ersten Unterträger TT1, einer zweiten Falle 18 für den zweiten Unterträger TT2, einem zweiten Trennverstärker 19, einer Klemmschaltung 20, einer Modulatorstufe 21, einem einstellbaren Dämpfungsglied 22, einem Verstärker 23 und einem ersten Bandpaßfilter 24.

Der zweite Zweig 14 umfaßt eine Reihenschaltung aus einem zweiten Widerstand 26, einem zweiten Bandpaßfilter 27 für den ersten Unterträger TT1 und einem zweiten Pegelsteller 28 und der dritte Zweig 15 eine Reihenschaltung aus einem dritten Widerstand 29, einem dritten Bandpaßfilter 30 für den zweiten Unterträger TT2 und einem dritten Pegelsteller 31. Die Abgriffe des zweiten und dritten Pegelstellers 28 und 31 sind gemeinsam mit einem ersten Eingang 32 eines Mischers 33 verbunden, an den sich ein viertes Bandpaßfilter 34 anschließt. Auf das vierte Bandpaßfilter folgt ein Verstärker 35. Ein Ausgang des ersten Bandpaßfilters 24 und ein Ausgang des Verstärkers 35 sind mit je einem Eingang 36, 37 eines Kopplers 38 verbunden, dessen Ausgang 39 den Ausgang des Modulators nach Fig. 3 bildet.

Ein quarzstabilisierter Oszillator 40 ist mit einem Eingang 41 der Modulatorstufe 21 sowie mit einem Eingang 42 des Mischers 33 verbunden. Ein gegebenenfalls vorgesehener Umschalter 43 verbindet wahlweise den Oszillator 40 oder einen gegebenenfalls vorhandenen weiteren Oszillator 44 mit dem Eingang 42 des Mischers 33.

Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Schaltung des erfindungsgemäßen Modulators ist folgende: Eine am Eingang 10 liegende Basisband-Signalspannung (FBAS + TT1 + TT2), die zum Beispiel einen vorgegebenen Pegel von 1 Vss *3 dB aufweist, gelangt über den ersten Pegelsteller 11, den ersten Trennverstärker 12 und den ersten Widerstand 16 an die beiden Fallen 17 und 18. Mit diesen Fallen werden die beiden Unterträger TT1 und TT2 von zum Beispiel 5,5 MHz und 5,74 MHz des Basisbandes unterdrückt, so daß an dem Eingang des zweiten Trennverstärkers 19 nur noch das FBAS-Signal liegt. Die Ausgangssignalspannung des Trennverstärkers 19 wird über die Klemmschaltung 20 der Modulatorstufe 21 zugeführt, an deren Eingang 41 eine Oszillatorfrequenz von zum Beispiel 38,9 MHz des Oszillators 40 liegt. Das modulierte FBAS-Signal gelangt über das Dämpfungsglied 22, den Verstärker 23 und das auf die Bildträgerzwischenfrequenz von 38,9 MHz abgestimmte Bandpaßfilter 24 an den ersten Eingang 36 des Kopplers 38. Getrennt davon werden über den zweiten und dritten Zweig 14 und 15 die Unterträger TT1 und TT2 aus dem Basisband über die Widerstände 26 und 29 und die Bandpaßfilter 27 und 30, das sind vorzugsweise Keramikfilter, die auf je einen der Unterträger abgestimmt sind, ausgekoppelt. Mittels der Pegelsteller 28 und 31 können die Pegel der beiden Unterträger derart eingestellt werden, daß sich am Ausgang 39 des Modulators nach Fig. 3 die gewünschten Pegelabstände zum Bildträger BT von -13 dB bzw. -20 dB ergeben; vgl. Fig. 2.

In dem sich an die Pegelsteller 28 und 31 anschließenden Mischer 33 findet eine Mischung der Unterträgerfrequenzen mit der Oszillatorfrequenz von zum Beispiel 38,9 MHz des Oszillators 40 statt. Mit dem vierten Bandpaßfilter 34, das im wesentlichen nur Frequenzen von 33,16 ... 33,40 MHz durchläßt, werden die Tonträger-Zwischenfrequenzen ZFTT ausgefiltert.

Nach einer anschließenden Verstärkung mittels des Verstärkers 35 gelangen die Tonträger-Zwischenfrequenzen an den zweiten Eingang 37 des Kopplers 38.

Mit dem Koppler 38 werden die am ersten Eingang 36 liegende Bildträger-Zwischenfrequenz und die am zweiten Eingang 37 liegenden Tonträger-Zwischenfrequenzen passiv gekoppelt, so daß am Ausgang 39 eine Zwischenfrequenz ZFBT + ZFTT1 + ZFTT2 entsteht. Eine passive Kopplung ist deshalb vorgesehen, weil dann Intermodulationsstörungen, die durch aktive Bauelemente hervorgerufen werden könnten, vermieden werden.

Der in Fig. 3 gestrichelt eingezeichnete quarzstabilisierte Oszillator 44 wird mittels des Umschalters 43 dann wirksam, wenn der Modulator bei einer von der deutschen Norm abweichenden TV-Norm mit einem Unterträger von zum Beispiel 6,5 MHz anstatt von 5,5 MHz eingesetzt werden soll. Dann wird dem Eingang 42 des Mischers 33 die Oszillatorfrequenz 39,9 MHz des Oszillators 44 zugeführt, so daß mit dem vierten Bandpaßfilter 34 wieder die gleichen Tonträger-Zwischenfrequenzen ausgefiltert werden können.


Anspruch[de]

Ansprüche 1. Modulator für ein Satelliten-Basisband, das ein FBAS-Signal und zwei Unterträger verschiedenen Pegels umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß FBAS-Signal und Unterträger (TT1, TT2) getrennt in die Zwischenfrequenzebene übergeführt und passiv gekoppelt werden.

2. Modulator für ein Satelliten-Basisband, das ein FBAS-Signal und zwei Unterträger verschiedenen Pegels umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß FBAS-Signal und Unterträger (TT1, TT2) getrennt in die Zwischenfrequenzebene übergeführt und passiv gekoppelt werden und daß bei einer von der deutschen TV-Norm abweichenden Norm, bei der mindestens ein Unterträger (TT1) eine um einen bestimmten Betrag unterschiedliche Frequenz hat, ein weiterer Oszillator (44) vorgesehen ist, der anstatt des Oszillators (40) eingeschaltet wird und eine um den Betrag höhere oder tiefere Oszillatorfrequenz an den Mischer (33) liefert.

3. Modulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterträger (TT1, TT2) aus dem Basisband mittels je eines Bandpaßfilters (27, 30) getrennt ausgefiltert und mittels je eines Pegelstellers (28, 31) in ihrem Pegelabstand zum Bildträger (BT) eingestellt werden.

4. Modulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das FBAS-Signal aus dem Basisband durch Unterdrückung der Unterträger (TT1, TT2) mittels zweier auf die Frequenz der Unterträger abgestimmter Fallen (17, 18) ausgefiltert wird.

5. Modulator nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das FBAS-Signal mittels einer Modulatorstufe (21) und die Unterträger (TT1, TT2) mittels eines Mischers (33) in die Zwischenfrequenzebene übergeführt werden.

6. Modulator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulatorstufe (21) und dem Mischer (33) als Oszillatorfrequenz ein und dieselbe Frequenz eines quarzstabilisierten Oszillators (40) zugeführt wird.







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