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Dokumentenidentifikation DE3446675A1 26.06.1986
Titel Bürsten-Feuchtwerk für Offset-Druckmaschinen
Anmelder Miller-Johannisberg Druckmaschinen GmbH, 6200 Wiesbaden, DE
Erfinder Weiß, Rüdiger, 6718 Grünstadt, DE;
Laubscher, Hans-Jörg, Dipl.-Ing., 6710 Frankenthal, DE
Vertreter Roever, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 6800 Mannheim
DE-Anmeldedatum 21.12.1984
DE-Aktenzeichen 3446675
Offenlegungstag 26.06.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.1986
IPC-Hauptklasse B41F 7/28

Beschreibung[de]

Bürsten-Feuchtwerk für Offset-Druckmaschinen

Die Erfindung betrifft ein Bürsten-Feuchtwerk für Offset-Druckmaschinen. Solche Bürsten-Feuchtwerke bestehen aus einer in einen Feuchtflüssigkeitsbehälter eintauchenden Tauchwalteß einer das Feuchtmittel von dieser übernehmenden Bürstenwalze und einer die Feuchtfltissigkeit von der Bürstenwalze übernehmenden und auf eine Fei:chtmittel -Auftragwal ze übertragenden Reibwalze, wobei das Feuchtmittel anschließend von der Feuchtmittel-Auftragwalze auf den Druckplattenzylinder iibertragen wird.

Bei allen Feuchtwerken für Offset-Druckmaschinen, also auch bei Bürsten-Feuchtwerken, ist eine Dosierung der Wassermenge erforderlich. Es wurde beispielsweise schon versucht die Borsten der Biirstenwal ze mittels eines Einstellblechs nehr oder weniger stark abzubiegen um auf diese Weise eine mehr oder weniger starke Wasserabgabe zu erreichen. Auch ist schor bekanntgeworden, die Wassermenge durch kammartig ausgebildete Schieber zwischen Duktor- und Bürstenwalze zu beeinflussen.

Jedoch führte auch der Finsatz dieser Mittel nicht zu der gewünschten Genauigkeit, und aus diesem Grunde können derartige Bürsten-Feuchtwerke bis heute noch nicht in den sogPnanntpn Akzidenz-Druckmaschinen verwendet werden.

Bei letzteren wie aber auch hei Rollen-Üffset-Zeitungs-Druckmaschinen, stellt sich auch noch die Aufgabe, daß bei bestinriten Druckaufträgen nicht die gesamte Arbeitsbreite der Maschine ausgenutzt werden soll sondern nur ein Teil derselben, und dann darf natürlich in dem unbenutzten Rereich der Druckmaschine keine Feuchtflüssigkeit vom Feuchtwprk abgegeben werden. Deshalb :t man zur Deschränkung der Breite des Arbeitsbereichs des Feuchtwerks auch schon Abdeckschieber verwendet, mittels derer das von der Bürstenwalze berangebrachte Feuchtmittel in der.5PnigPn Breitenbereichen in denen knin Feuchtmittel benöt<gt wird, wieder in den Feuchtmittel -Vorratsbehälter zurückgeleitet wird. In ähnlicher Weise, d.h also mittels verstellbarer Abdeckhauben oder Bleche, hat man auch schon versucht, das Feuchtwerk den unterschiedlichen Feuchtflüssigkeitsbedürfnissen der einzelnen Breitenzonen des Bogen- oder Rollendrucks anzupassen, der sich unter anderem aus dem unterschiedlichen Feuchtmittelbedarf für verschiedene Farben in den einzelnen Breitenzonen, Verwendung von Snotfarben in den einzelnen Breitenbereichen usw. ergibt. Das trifft speziell auf Offset-Zeitungs-Rotaticns-Druckmaschinen zu und auch auf Akzidenz-Druckmaschinen.

Diese Lösung ist aber nicht nur konstruktiv recht aufwendig sondern auch für viele Anwendungsfälle einfach nicht genau genug.

Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bürsten-Feuchtwerk für Offset-Druckmaschinen zu schaffen bei dem die Versorgung einzelner Breitenzonen des Druckerzeugnisses mit Feuchtmittel in einfacher Weise, aber sehr genau, den jeweiligen Anforderungen entsprechend eingestellt werden kann, so daß man Bürsten-Feuchtwerke auch speziell für Zei tungs- oder Akzidenz-Offset-Druckmaschinen optimal verwenden kann.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daX ri?ie tauchwalze in zwei oder mehr Abschnitte aufgeteilt ist, di mit völlig voneinander getrennten Antriebsvorrichtungen unabhängig voneinander mit unterschiedlichen Drehzahlen, die Drehzahl null eingeschlossen, antreibbar sind. - Dadurch ist es rnöjlich, die verschiedenen Breitenzonen durch entsprechende Wahl der Drehzahl des zugehörigen Tauchwalzen-Abschnitts mit der jeweils gerade richtigen Feuchtmittelmenge zu versorgen. Durch Abschaltung des Antriebs einzelner Tauchwalzen- Abschnitte, also Drehzahl null ist es auch möglich, beim Bedrucken von Papierformaten, deren Breite geringer ist als die Gesamtbreite der Maschine, die Feuchtmittelversorgung in den nichtdruckenden Bereichen äzlich abzuschalten Konstruktiv kann diese Lösung in der Weise besonders praktisch verwirklicht werden, indem der Antrieb der verschiedenen Tauchwalzen-Abschnitte von beiden Enden der Tauchwalze her erfolgt. Dies genügt, wenn die Tauchwalze nur in 7wei Abschnitte aufgeteilt ist. In der Praxis wird dies aber in den meisten Fällen nicht ausreichend sein, sondern man wird die Tauchwalze in vier oder noch mehr Abschnitte aufteilen.

Dann werden in weiterer Ausbildung der Erfindung zwei Tauchwalzen-Abschnitte durch mittige Wellen und die restlichen Tauchwalzen-Abschnitte durch diese mittigen Wellen umgebende Hohlwellen angetrieben.

In der Zeichnung ist ein Ausführunnsheispiel der Erfindunn daraestellt.

Fig. 1 zeigt den im Zusammenhang mit der Erfindung interessierenden Teil eines Bürsten-Feuchtwerks in perspktivisckr'r Darstellung.

Fig. 2 zeigt eine nur teilweise neschnittene Seitenansicht des in Fig. 1 darcTestellten Teils zinns Feuchtwerks.

Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch die Tauchwalze und durch die Antriebselemente für ihre einzelnen Abschnitte. Fs sind hier, aber natirlich lediglich beispelsweise, vier Einzelabschnitte dargestellt, dim aus darstellungstechnischen Gründen mit Bruchlin en verkürzt gezeigt sind.

In den Fig. 1 und 2 ist, weitgehend schematiciert der mit der Erfindung in Zusar9nenhang stehende erste Teil des Biirsteife;chtwerkr dargestellt. Dieser besteht in üblicher Weise aus dem Feuchtmittelbehälter 1, der in diesen eintauchenden Taurhwalze 2, der Biirstenwalze 3, dem Reihzylinder 4 und der Feuchtmittel-Auftragwalze 5, von der das Feuchtmittel dann auf den Plattenzylinder 6 übertragen wird.

Fig. 1 läßt bereits erkennen, daß die Tauchwalze in (bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel) vier Einzelahschnitte aufgeteilt ist, die, was nachstehend anhand von Fig. 3 der Zeichnung noch im einzelnen beschrieben werden soll mit vö11ig voneinander getrennten und unabhängigen Antri ebsvorrichtungen unabhangig voneinander mit unterschiedlichen Drehzahlen (einschließlich Drehzahl null) antreibbar sind. Bereits Fig. 1 läßt erkennen, daß der Antrieb eines der rechts liegenden Tauchwalzenabschnitte, die mit 2c, 2d bezeichnet sind, durch eine mittige Welle 7 von einem Getriebemotor 8 alis und der Antrieb eines anderen, ebenfalls in der rechten Hälfte liegenden Tauchwalzen-Abschnitts Uber eine die mittige Welle 7 umgebende Hohlwelle 9 von einem anderen Getriebemotor lo aus erfolgt. Genau die gleiche Antriebsvorrichtung befindt sich in Fig. 1 nochmals auf der linken Seite, ist aber nicht dargestellt. Der Antrieb der einzelnen Tauchwalzen-Abschnitte erfolgt also von beiden Enden der Tauchwalze her.

Nähere Einzelheiter des Antriebs der einzelnen Tauchwalzen-A5)schnitte sind aus Fig. 3 ersichtlich, in der gleiche Teile mit dnn gleichen Bezu3sziffern bezeichnet sind wie in den Fig. 1 und 2 Die auf der rechten Seite liegende mittige Welle 7, die vom Getriehemotor 8 aus angetrieben wird, treibt den Tauchwalzen-Abschnitt 2c an. Der Tauchwalzen-Abschnitt 2d wird von einer die mittige Welle 7 umgebenden Hohlwelle 9 von einem Getriebemotor lo aus angetrioben. In ähnlicher Weise erfolt im linken Teil der Tauchwalze der Antrieb des Tauchwalzen -Abschnitts 2h über eine mittige Welle 11 vom Getriebemotor 19 aus, der Antrieb des Tauch alven-Abschnitts 2a erfolgt iber eine die mittige Welle l1 umgebt'ndn Hohlwelle 13 von dem Getriebemotor 14 aus.

Die mittigen Wellen 7 und 11 bilden zusammen mit den Tauchwalzen-Abschnitten 2b und 2c zwei durchgehende Wellen die in den Lagern 16 im Gestell 15 des Feuchtwerkes und in den Lagern 19 auf der Mittenabstützung 20 zueinander zentrisch drehbar gelagert sind. Die Tauchwalzen-Abschnitte 2a und 2d sind ihrerseits mit den Lagern 17 und lS auf den ellen 7 und 11 drehbar gelagert. Die erforderlichen Dichtungen sind sämtlich mit 21 bezeichnet.

liste der verwendeten Bezugsziffern 1 Feuchtmittelbehzlter 2 Tauchwalze 2a - 2d Tauchwalzen-Abschnitte 3 Bürstenwalze 4 Zylinder 5 Feuchtmittel-Auftragwalze 6 Plattenzylinder 7 rechte mittige Welle Getriebemotor fiir 7 9 rechte Hohlwelle lo Getriebemotor für 9 11 linke mittige Welle 12 Getriebemotor fiir 11 13 linke Hohlwelle 14 Getriebemotor fUr 13 15 Gestell des Feuchtwerks Lager in 15 für 7 und 13 17 Lager für 7 und 13 in 2d bzw. 2a Lager fir 7 und 13 in 9d hzw. 2a 19 Lager für 2h und 2c 20 Mittenabstützung zwischen 2b und 2c (Zwischenlagerung) 21 Dichtungen - Leerseite -


Anspruch[de]

PatentansprUche 1. Bürsten-Feuchtwerk für Offset-Druckmaschinen, insbesondere für Rolleneffset-Zeitungs- oder Akzidenz-Druckmaschinen, bestehend aus einer in einen Feuchtflüssigkeitsbehälter eintauchenden Tauchwalze, einer das Feuchtmittel von dieser übernehmenden Bürstenwalze und einer die Feuchtflüssickeit von der Bürstenwalze übernehmienden und auf eine Foucntmittelauftragwalze übertranenden Reibwalze, wobei das Feuchtmittel anschließend von der Feuchtmi ttel-AuftrafS alze auf den Druckplattenzylinder übertrafen wird, dadurch qekennzeichnet, daß die Tauchwalze (2) in zwei oder mehr Ahschritte (2a-2d) aufgeteilt ist. die mit völlig voneinander cetrennten und unabhängigen Antriebsvorrichtungen unabhängid voneinander mit unterschiedlichen Drehzahlen (einschlieM-lich Drehzahl null) antreibbar sind.

2. Bürsten-Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch aekennzeichnet, daß der Antrieb der Tauchwalzen-Abschnitte (2a-2d) von beiden Enden der Tauchwalze (2) her erfolot.

3. F;U rsten-Feuchtwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch aekennzichnet, daß zwei Tauchwalzenabschnitte (2b, 2c) durch mittige Wcllen (11), 7) und die restlichen Tauchwalzen-Abschnitte (2a, 2d) durch diese mittiaen Wellen umgebende Hohlwellen (13, 9) anaetrieben werden.







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