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Dokumentenidentifikation DE3604736A1 17.07.1986
Titel Fräswand
Anmelder Andert, Kurt, Dipl.-Ing., 2900 Oldenburg, DE
DE-Anmeldedatum 14.02.1986
DE-Aktenzeichen 3604736
Offenlegungstag 17.07.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.07.1986
IPC-Hauptklasse E02D 5/18
IPC-Nebenklasse E02F 5/06   E02F 5/12   

Beschreibung[de]

Fräswand

Die Erfindung betrifft eine Ortbetonwand im Grundbau.

Der Grabenaushub und die Betonierung erfolgt in einem Arbeitsgang. Infolge der Stützwirkung des Betons auf die Grabenwände sind keine zusätzlichen Maßnahmen bei der Herstellung der Fräswand erforderlich.

Ein Fräsvorsatz (1) mit rechteckigem Querschnitt wird mit der Fräskette horizontal in eine Richtung geführt.

Durch abdichtende Gummilaschen (3) am unteren Ende und an dem aufgehenden Fräsvorsatz, die beidseitig angebracht sind, wird das Vordringen des Betons, dessen Konsistenz breiig ist, während des Fräsvorganges bis zur Fräskette verhindert. Durch eine Öffnung (4) am vorderen Fußende des hohlen Fräsvorsatzes und einem Rohranschluß (5) kann über eine Betonpumpe die Grabenverfüllung mit Beton vorgenommen werden.

Der Fräsvorsatz ist parallel zur Fräskette heb-und senkbar.

Der mit zunehmender Grabentiefe ansteigende Betondruck (p =< h) wird durch einen Steg (6) zwischen den Frässchaufeln auf die Fräseinrichtung übertragen.

Es ist bekannt, Ortbetonwände im Grundbau herzustellen. Dies erfolgt abschnittsweise in vertikaler Bauweise.

Bei den bisherigen Herstellungsverfahren wird der Aushub des Grabens bei Schlitzwänden im Schutze einer Stützflüssigkeit (z.B. Betonit-Suspension) bzw. bei Bohrpfahlwänden mit Verrohrung ausgeführt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Ausführung durch eine horizontale Bauweise zu vereinfachen und ohne zusätzliche stützende Maßnahmen auszukommen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mit Hilfe einer Fräse der Grabenaushub auf ganzer Tiefe erfolgt. Mit dem Kettenantrieb des Gerätes wird der Graben auf die gewünschte Länge vergrößert.

Die erforderlich Stützwirkung auf die Grabenwände wird von dem Beton, der ständig auf die erforderliche Höhe nachgefüllt wird, übernommen.

Der Fräsvorsatz verhindert das Vordringen des Betons zur Fräskette. Ein störungsfreies Arbeiten der Fräse ist damit sichergestellt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß stützende Maßnahmen, die das Einfallen des Grabens verhindern, bei der Herstellung einer Fräswand entfallen. Weitere Vorteile liegen in der kurzen Bauzeit und den geringen Baukosten.

Die Fräswand läßt sich ausführen bei Tiefgründungen, Unterfangungen, Baugrubensicherungen, Frostschutzschürzen und bei Grundwassersperren bzw. Grundwasserstaustufen.

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Anspruch[de]

Patentansprüche: 1. Fräswand aus Ortbeton im Grundbau, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräswand mit Hilfe einer Fräse (z.B. Patent DE 25 50 735 C 2) o.ä. bei gleichzeitiger Betonierung hergestellt wird.

2. Fräsvorsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Fräsvorsatz (1) ein Vordringen des Betons zur umlaufenden Fräskette (2) im ausgehobenen Graben verhindert.







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