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Gerät zur quantitativen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen - Dokument DE3502358A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3502358A1 31.07.1986
Titel Gerät zur quantitativen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen
Anmelder Merck Patent GmbH, 6100 Darmstadt, DE
Erfinder Ripphahn, Johannes, Dr., 6109 Mühltal, DE;
Sielaff, Günter, Dipl.-Phys. Dr., 6140 Bensheim, DE
DE-Anmeldedatum 25.01.1985
DE-Aktenzeichen 3502358
Offenlegungstag 31.07.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.1986
IPC-Hauptklasse G01N 30/90

Beschreibung[de]

Gerät zur quantitativen Auswertung von

Dünnschichtchromatogrammen Gerät zur quantitativen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen Die Erfindung betrifft ein Gerät zur quantitativen automatischen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen (DC).

Die quantitative Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen erfolgt heute im wesentlichen nach 3 verschiedenen Methoden.

Die gebräuchlichste Methode besteht darin, daß ein Lichtspalt relativ zur DC-Platte so bewegt wird, daß eine Folge von DC-Flecken möglichst zentral, d. h. mit dem Schwerpunkt ihrer Konzentrationsprofile in der Mitte des projizierten Spaltes, erfaßt werden. Die bei der Messung des von der spaltförmigen Meßfläche emittierten Lichtes erhaltenen Signale werden in Korrelation zu Substanzkonzentrationen gebracht.

Diese Methode hat eine Reihe von Nachteilen, die insbesondere damit zusammenhängen, daß innerhalb der vermessenen Chromatographiebahn Substanz flächen der unterschiedlichsten Formen und Größen existieren, die es nicht zulassen, daß Spaltlänge (die nach den Abmessungen des größten Substanzflecks gewählt werden muß) und Spaltbreite optimal auf alle Substanzflecke eingestellt werden können. Da zwangsläufig entlang der Spaltlänge ein in der Regel nicht lineares Konzentrationsprofil des DC-Flecks auftritt, hängt das densitometrische Signal nicht in mathematisch definierter Weise von der Substanzkonzentration im DC-Fleck ab, so daß zur quantitativen Auswertung Eichkurven aufgestellt werden müssen, die dann rechnerisch linearisiert werden müssen. Dies ist jeweils nur in relativ kleinen Konzentrationsbereichen möglich. Eine an sich notwendige Optimierung der Spaltgröße und Sp-altposition bezüglich jedes zu vermessenden Substanz fleckes ist extrem zeitaufwendig und apparativ schwierig zu lösen.

Eine wesentliche Verbesserung dieser Methode hinsichtlich Auflösung und Genauigkeit der Konzentrationserfassung bringt ein Gerät gemäß der deutschen Offenlegungsschrift DE-OS 3247355. Hierin wird jeder DC-Fleck eines Chromatogramms in an sich bekannter Weise mit einem Lichtspalt abgetastet, das remittierte Licht wird jedoch mittels einer Vielzahl optischer Sensoren in einer Ortskoordinate so erfaßt, daß innerhalb des Abtastbereiches eines einzelnen Sensors das densitometrische Profil als linear angenommen werden kann, so daß eine erste-Integration durch jeden einzelnen Sensor mit der äußersten erforderlichen Ortsauflösung ausgeführt werden kann. Das an jedem Sensor zur Verfügung stehende Ausgangssignal kann dann in an sich bekannter Weise mit Hilfe eines Rechners in eine substanzmengenproportionale Größe gewandelt werden, die in einem Datenspeicher abgelegt und nach erfolgtem Abtasten des gesamten DC-Flecks zu einem Endwert summiert werden kann.

Einige der Nachteile von Geräten mit einem Spaltscan lassen sich auch durch einen Lichtpunktscanner vermeiden.

Dabei wird die Fläche der DC-Platte mäander- oder zickzackförmig mit einem Lichtpunkt abgetastet. Da die Fläche des Lichtpunktes nur sehr klein im Vergleich zu den Substanzflecken sein darf, erfordert das vollständige Abtasten der DC-Platte einen erheblichen Zeitaufwand. Da der Lichtpunkt äußerst exakt geführt werden muß, ergeben sich erhebliche mechanische und steuerungstechnische Probleme. Da eine Basislinienbestimmung nur an jedem Umkehrpunkt der Mäander- oder Zickzackbewegung erfolgen kann, werden Änderungen der Basislinie entlang des Lichtpunktweges nicht erfaßt, was zu erheblichen Fehlern bei der quantitativen Auswertung führen kann.

In neuerer Zeit sind auch Geräte entwickelt worden, die durch Benutzung einer Video-Kamera eine simultane Darstellung der gesamte DC-Platte auf einem Bildschirm gestatten. Eine exakte quantitative Auswertung stößt jedoch auch hier auf Schwierigkeiten. So ist eine homogene, vollflächige Ausleuchtung der DC-Platte sehr schwierig und mit monochromatischem Licht praktisch überhaupt nicht möglich. Die hohe Ortsauflösung in beiden Dimensionen würde zwar prinzipiell gestatten, die wahre densitometrische Verteilung innerhalb eines DC-Flecks zu ermitteln; wegen der Datenrate des Videosignals wäre hierfür jedoch ein extrem schneller Analog-Digitalwandler mit einer Zeitauflösung < 100 ns und ein extrem großer Arbeitsspeicher, der bei 8 bit Auflösung mehr als 500 kByte benötigt, erforderlich, was mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre.

Diese bekannten Methoden haben noch weitere Nachteile, etwa den mechanischen Transport der Chromatographieplatte bzw. die Bewegung des Spaltscans über diese hinweg, was einen hohen technischen Aufwand erfordert und beim Meßvorgang nicht unerhebliche Zeit in Anspruch nimmt. Der relativ lange Lichtweg über Optiken und Spiegel ist ebenfalls mit hohem apparativem Aufwand und gleichzeitig mit Lichtverlust verbunden. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, daß beim Messen, im sichtbaren Bereich meistens und im Bereich praktisch ausnahmslos, nur ein sehr kleiner Raumwinkel des emittierten Streulichts von der Platte ausgenutzt wird und damit ein großer Lichtverlust auftritt. Der gleiche Verlust tritt auch bei der Fluoreszenzmessung des von der Platte emittierten Fluoreszenzlichtes auf. Schließlich treten beim Vermessen von an Dünnschichtplatten remittiertem Streulicht komplizierte, bisher nicht genau erforschte Phänomene auf, die einen Zusammenhang zwischen Meßsignal und Substanzkonzentration nur über Näherungsalgorithmen zulassen.

Es bestand daher die Aufgabe, ein Gerät zur quantitativen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen zu finden, das es gestattet, die Auswertung sehr schnell, mit erhöhter Genauigkeit und weitestgehend automatisierbar aber bei wesentlich geringerem technischen Aufwand durchzuführen.

Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe dadurch gelöst werden kann, daß man zunächst die chromatographische Trennung der vorzugsweise strichförmig aufgetragenen Substanzen in an sich bekannter Weise durchführt, dann aber die transparente oder transpa- rent gemachte Chromatographieplatte mit einer Lichtquelle durchstrahlt und das transmittierte oder emittierte Licht mit einer in direkten Kontakt mit der Platte gebrachten optischen Empfangseinheit erfaßt, wobei diese eine Vielzahl von optischen Sensoren enthält, durch die eine ausreichende Ortsauflösung gewährleistet wird und wobei deren Dimension so gewählt ist, daß der gesamte auszuwertende Bereich des Chromatogramms in Chromatographierichtung überdeckt wird. Die von den Sensoren erhaltenen Signale können dann in bekannter Weise, etwa mit Hilfe eines Rechners, zu den jeweiligen Fächenelementen entsprechende substanzmengenproprotionale Größen gewandelt werden und die erhaltenen Daten den jeweiligen Substanzflecken des Chromatogramms zugeordnet und zu den Substanzmengen in den jeweiligen Dünnschichtflecken entsprechende Werte zusammengefaßt werden.

Gegenstand der Erfindung ist somit ein Gerät zur quantitativen automatischen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen durch densitometrische Erfassung des von einer entwickelten Dünnschichtplatte transmittierten oder emittierten Lichtes sowie Umwandlung, Speicherung und Auswertung der erhaltenen lichtmengenspezifischen Analogsignale in substanzmengenproportionale Größen, enthaltend eine die transparente oder transparent gemachte Dünnschichtplatte durchstrahlende Lichtquelle, eine optische Empfangseinheit zur Erfassung des von der Dünnschichtplatte transmittierten oder emittierten Lichtes sowie Vorrichtungen zur Umwandlung, Speicherung und Auswertung der erhaltenen Daten, wobei die optische Empfangseinheit eine Vielzahl von optischen Sensoren enthält, durch die eine ausreichende Ortsauflösung gewährleistet wird und deren Dimension so gewählt ist, daß von den optischen Sensoren der gesamte auszuwertende Bereich des Chromatogramms in Chromatographierichtung überdeckt wird.

Hierbei ist weiterhin vorgesehen, die von den optischen Sensoren erhaltenen Signale zu den jeweiligen Flächenelementen entsprechende substanzmengenproportionale -Größen zu wandeln, die erhaltenen Daten den jeweiligen Substanz flecken des Chromatogramms zuzuordnen und zu den Substanzmengen in den jeweiligen Dünnschichtflecken entsprechende Werte zusammenzufassen.

Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Verfahren zur quantitativen automatischen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen durch densitometrische Erfassung des von einer entwickelten Dünnschichtplatte transmittierten oder emittierten Lichtes, wobei ein Gerät gemäß der Erfindung verwendet wird.

Wesentliches Teil des erfindungsgemäßen Gerätes ist die als Multielement-Fotoempfänger ausgestaltete optische Empfangseinheit, die bei der Messung in direkten Kontakt mit der DC-Platte gebracht wird. Diese ist so dimensioniert, daß der gesamte auszuwertende Bereich des Chromatogramms in Chromatographierichtung erfaßt wird.

Um das Konzentrationsprofil einer Substanzzone in Trennrichtung fotometrisch bzw. fluorimetrisch ohne Scannen erfassen zu können, sind in dem Multielement-Fotoempfänger mindestens 7 Fotosensoren pro Substanzzone erforderlich.

Senkrecht zur Trennrichtung ist wegen der strichförmigen Auftragung der Substanz zumindest im zentralen Bereich der einzelnen Substanzzonen eine homogene Verteilung gewährleistet, so daß keine Notwendigkeit für eine Ortsauflösung in dieser Richtung besteht. Eine ausreichende Ortsauflösung in Trennrichtung ist gewährleistet, wenn das von einem Sensor betrachtete Flächenelement eine Kantenlänge von etwa 0,015 bis 0,8 mm, vorzugsweise von etwa 0,05 bis 0,2 mm besitzt. Die Fotosensoren zur Erfassung des durch die Dünnschichtplatte transmittierten bzw. von dieser emittierten Lichtes sind in dem Multielement-Fotoempfänger vorzugsweise in Zeilenform angeordnet, wobei die Zeile parallel zur Chromatographierichtung ausgerichtet ist. Dabei sollte die Zeile zur wirksamen Auflösung des Chromatogramms aus mindestens 50 Einzelsensoren bestehen. Eine hinreichend genaue Konzentrationserfassung ist gewährleistet, wenn in dem Multielement-Fotoempfänger etwa 50 bis 5000 Einzelsensoren in einer Zeile angeordnet sind. Besonders geeignet sind für diesen Zweck selbstscannende Zeilenarrays, wie z. B. Fotodiodenarrays oder ladungsgekoppelte Bildsensoren (CCD-Arrays). Vorzugsweise werden Zeilenarrays mit 62 bis 4096, insbesondere mit 1024 Elementen, verwendet.

In einer anderen Ausgestaltungsform läßt sich der Multielement-Fotoempfänger des erfindungsgemäßen Gerätes auch durch zeilenförmig angeordnete Lichtleiter realisieren, die jeweils mit einem diskreten Fotosensor verbunden sind. Für eine ausreichende Auflösung sollten hier in der optischen Empfangseinheit ebenfalls etwa 50 bis 5000 Lichtleiter in einer Zeile angeordnet sein.

Als diskrete optische Sensoren eignen sich fotovoltaische und fotokonduktive Siliciumdioden oder PIN-Fotodioden.

Als Lichtleiter können im Prinzip alle gängigen Lichtleitfasern verwendet werden, die aus Quarz-, Glas-oder Kunststoffmaterialien hergestellt sein können.

Die Beleuchtung der DC-Platte bei der densitometrischen Auswertung erfolgt durch eine Lichtquelle, die auf der der optischen Empfangseinheit gegenüberliegenden Seite der DC-Platte angeordnet ist und die die Platte durchstrahlt. Man verwendet eine Lampe, die kontinuierlich strahlendes oder gepulstes Licht im sichtbaren oder Bereich homogen auf die Platte abgibt. Wegen der extrem kurzen Lichtwege - die Messung soll bei direktem Berührungskontakt der optischen Empfangseinheit mit der DC-Platte erfolgen - und der entsprechend optimalen Ausnutzung des Raumwinkels kann die Lichtleistung der Lampe relativ schwach sein.

In weiteren Ausgestaltungsformen des erfindungsgemäßen Gerätes können jeweils zwischen Lampe und Chromatographieplatte und zwischen dieser und der optischen Empfangseinheit Kantenfilter oder Interferrenzfilter angeordnet werden. Auf der Lampenseite wird man vorzugsweise Interferrenzfilter verwenden, um bei Absorptions- und Fluoreszenzmessungen Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich einzustrahlen. Auf der Fotosensorseite wird man vorzugsweise Kantenfilter verwenden, um bei Fluoreszenzmessungen das Anregungslicht zu absorbieren und nur das Fluoreszenzlicht durchzulassen. In dem Lichtweg können weiterhin noch Masken angeordnet werden, die gewährleisten, daß das Licht nur im unmittelbaren Bereich der Sensoren eingestrahlt bzw.

transmittiert oder emittiert wird. Geeignete Lichtquellen, die auch einen Monochromator beinhalten können, sowie die Filter und Masken sind dem Fachmann bekannt und brauchen nicht weiter erläutert zu werden.

In Abbildung 1 ist schematisch das Prinzip der Meßanordnung sowie das Meßergebnis wiedergegeben.

Im unteren Teil der Abbildung ist die densitometrische Anordnung schematisch dargestellt. Die mit zwei Substanzzone beladene Sorbensschicht 1 auf dem transparenten Schichtträger 2 wird von einem Lichtbündel 5, das von der Lichtquelle 4 stammt und ein optisches Filter 3 durchstrahlt hat, beleuchtet; die in der Sorbensschicht enthaltene densitometrische Information wird auf den Multielement-Fotoempfänger 6 abgebildet. Im oberen Teil der Abbildung sind die Signale jedes einzelnen Fotoempfängers gegen die Trennrichtung x aufgetragen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur quantitativen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen mit Hilfe eines derartigen Gerätes erfolgt nun in der Weise, daß man zunächst in an sich bekannter Weise die dünnschichtchromatographische Trennung durchführt, wobei vorzugsweise die heute üblichen optimierten Auftragstechniken, wie strichförmiges Auftragen und/oder Vorkonzentrieren in einer auf der DC-Platte der eigentlichen Trennzone vorgeschalteten Konzentrierungszone, angewendet werden sollten. Falls erforderlich, kann das Dünnschichtchromatogramm nach üblichen Techniken entwickelt werden.

Für die Auswertung mit dem erfindungsgemäßen Gerät ist es erforderlich, daß die DC-Platte, das heißt Träger-und Sorbensschicht, völlig oder weitgehend transparent und möglichst nichtstreuend für das eingestrahlte bzw.

transmittierte oder emittierte Licht ist. Entsprechende geeignete Trägermaterialien für derartige DC-Platten sind bekannt, etwa Glas-, Quarz- oder Kunststoffplatten bzw. -folien, die aus entsprechend durchlässigen Kunststoffmaterialien wie etwa Polyethylen oder Polypropylen bestehen.

Die üblichen Sorbensmaterialien sind im allgemeinen ausreichend transparent. Lichtabsorptionen von nichttransparenten Sorbentien sowie die durch die feinteilige Partikelstruktur bedingte Lichtstreuung lassen sich weitgehend eliminieren durch Tränken der Sorbensschicht mit indifferenten Flüssigkeiten möglichst gleichen Brechungsindexes, wie etwa höhere Kohlenwasserstoffe, Paraffinöl, höhere aliphatische Alkohole, Glyzerin oder ähnliche Substanzen.

Die für den jeweiligen Fall geeignete Methode der Transparentmachung läßt sich leicht durch einfaches Ausprobieren ermitteln.

Zur eigentlichen Messung wird nun die optische Empfangseinheit des erfindungsgemäßen Gerätes in direkten Kontakt mit der DC-Platte gebracht und über der zu vermessenden Chromatographiebahn plaziert, wobei die Sensoren innerhalb von Millisekunden das transmittierte bzw. emittierte Licht erfassen (siehe Abb. 1). Bei dieser Methode ist es weitgehend unerheblich, ob die Trägerseite der DC-Platte der Lichtquelle und die Sorbensschicht dem Fotosensor zugewandt ist oder umgekehrt.

Erfahrungsgemäß sind aber die Meßergebnisse bei Plazierung des Multielement-Fotoempfängers auf der Sorbensschicht aufgrund der kürzeren Lichtwege von Sorbensschicht zu Fotosensor und der dadurch geringeren Einflüsse durch Lichtstreuung in der Sorbensschicht genauer.

Sind auf der auszuwertenden DC-Platte mehrere nebeneinander verlaufende Trennungen erfolgt, so können die parallelen Chromatographiebahnen nacheinander mit der optischen Empfangseinheit des erfindungsgemäßen Gerätes abgetastet werden.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können zur gleichzeitigen Erfassung mehrer paralleler Chromatographiebahnen auf einer DC-Platte mehrere zeilenförmige Multielement-Fotoempfänger nebeneinander angeordnet sein. Vorteilhaft für eine derartige Auswertung mehrerer Chromatographiebahnen ist auch die Verwendung eines Multielement-Fotoempfängers, in dem die optischen Sensoren zweidimensional angeordnet sind, wie sie etwa in Form von Matrixarrays vorliegen.

Die Umwandlung der erhaltenen Analogsignale in digitale Meßwerte, deren Speicherung, Darstellung und Auswertung, kann mit an sich bekannten Methoden und Hilfsmitteln erfolgen. Dazu werden ein Analog-Digitalwandler oder ein Zeilenarray bzw. Matrixarray mit rechnerkompatiblem Ausgang, ein Rechner mit Datenspeicher, eine Ausgabeeinheit und die entsprechende Software benötigt. Entsprechende Hilfsmittel stehen dem Fachmann zur Verfügung.

Hierbei werden die von den optischen Sensoren erhaltenen Signale zu den jeweiligen Flächenelementen entsprechende substanzmengenproportionale Größen gewandelt, die erhaltenen Daten, den jeweiligen Substanzflecken des Chromatogramms zugeordnet und zu den Substanzmengen in den jeweiligen Dünnschichtflecken entsprechende Werte zusammengefaßt. Die Ausgabe der Meßergebnisse kann nun in der jeweiligen erwünschten Form erfolgen, beispielsweise auf einem Bildschirm und/oder in gezeichneter oder gedruckter Form.

Wesentliche Vorteile des erfindungsgemäßen Gerätes bestehen darin, daß es nun möglich ist, sehr schnell, praktisch augenblicklich, ein oder mehrere Dünnschichtchromatogramme darzustellen und auszuwerten. Hierbei kommt das erfindungsgemäße Gerät ohne die seither notwendigen mechanisch und steuerungstechnisch aufwendigen Einrichtungen zum Transport der Dünnschichtplatte bzw.

zum Abtasten derselben mit Hilfe eines Scanners aus.

Durch die Messung durch direkten Kontakt der optischen Empfangseinheit mit der DC-Platte kann auch auf die bislang erforderlichen, kompliziert gebauten und justierungs- und wartungsintensiven abbildenden Optiken verzichtet werden. Die extrem kurzen Lichtwege im erfindungsgemäßen Gerät und die bessere Ausnutzung des Raumwinkels lassen eine wesentlich geringere Lichtenergie zu, was den technischen Aufwand weiter verringert und die Substanzen in den auszuwertenden Chromatogrammen schont. Durch den geringen Abstand und die geringe Längenausdehnung der einzelnen Fotosensoren ist eine gegenüber dem heutigen Stand der Technik sehr große Steigerung der Auflösung gewährleistet, so daß die bei optimierter Auftragtechnik mögliche hohe Trenneffizienz der Dünnschichtplatte besser denn je genutzt werden kann. Die densitometrische Messung wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren durch die Transmissions- oder Fluoreszenzemissions- und nicht wie seither durch die Remissionsmethode vorgenommen. Da Transmission und Fluoreszenzemission eindeutigen physikalisch-mathematischen Gesetzen gehorchen, lassen sich hiermit die schwierigen und unzuverlässigen Transformationsalgorithmen umgehen, die bei der Remissionsmessung notwendig sind, um die Meßgröße in eine substanzmengenproportionale Größe umzuwandeln.

Das erfindungsgemäße Gerät macht es somit erstmals möglich, Dünnschichtchromatogramme mit höchster Auflösung Geschwindigkeit und Genauigkeit bei minimalem instrumentellen Aufwand auszuwerten.


Anspruch[de]

Gerät zur quantitativen Auswertung von Dünns chi chtchromato grammen Patentansprüche 1. Gerät zur quantitativen automatischen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen durch densitometrische Erfassung des von einer entwickelten Dünnschichtplatte transmittierten oder emittierten Lichtes sowie Umwandlung, Speicherung und Auswertung der erhaltenen lichtmengenspezifischen Analogsignale in substanzmengenproportionale Größen, enthaltend eine die transparente oder transparent gemachte Dünnschichtplatte durchstrahlende Lichtquelle, eine optische Empfangseinheit zur Erfassung des von der Dünnschichtplatte transmittierten oder emittierten Lichtes sowie Vorrichtungen zur Umwandlung, Speicherung und Auswertung der erhaltenen Daten, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Empfangseinheit eine Vielzahl von optischen Sensoren enthält, durch die eine ausreichende Ortsauflösung gewährleistet wird und deren Dimension so gewählt ist, daß von den optischen Sensoren der gesamte auszuwertende Bereich des Chromatogramms in Chromatographierichtung überdeckt wird.

2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Empfangseinheit ein Multielement-Fotoempfänger ist, in dem die optischen Sensoren in Zeilenform parallel zu der Chromatographierichtung auf der Dünnschichtplatte angeordnet sind.

3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Multielement-Fotoempfänger pro zu erfassenden Substanzfleck mindestens 7 Einzelsensoren zur Verfügung stehen.

4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Multielement-Fotoempfänger etwa 50 bis 5 000 Einzelsensoren in einer Zeile angeordnet sind.

5. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Multielement-Fotoempfänger etwa 50 bis 5 000 Lichtleiter in einer Zeile angeordnet sind, die jeweils mit einem diskreten Fotosensor verbunden sind.

6. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Multielement-Fotoempfänger mit zeilenförmig angeordneten Fotosensoren nebeneinander plaziert sind.

7. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Empfangseinheit ein Multielement-Fotoempfänger ist, in dem die optischen Sensoren zweidimensional angeordnet sind.

8. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seite der Dünnschichtplatte die Lichtquelle und auf der anderen Seite die optische Empfangseinheit angeordnet ist, und sowohl Dünnschichtplatte als auch optische Empfangseinheit bei der Vermessung der auszuwertenden Chromatographiebahn fest positioniert sind.

9. Verfahren zur quantitativen automatischen Auswertung von Dünnschichtchromatogrammen durch densitometrische Erfassung des von einer Dünnschichtplatte transmittierten oder emittierten Lichtes dadurch gekennzeichnet, daß die transparente oder transparent gemachte Dünnschichtplatte von einer Lichtquelle durchstrahlt wird und das transmittierte oder emittierte Licht von einer optischen Empfangseinheit erfaßt wird, die eine Vielzahl von optischen Sensoren enthält, durch die eine ausreichende Ortsauflösung gewährleistet wird und deren Dimension so gewählt ist, daß von den optischen Sensoren der gesamte auszuwertende Bereich des Chromatogramms in Chromatographierichtung überdeckt wird, und wobei die von den optischen Sensoren erhaltenen Signale zu den jeweiligen Flächenelementen entsprechenden substanzmengenproportionalen Größen gewandelt, die erhaltenen Daten den jeweiligen Substanzflecken des Chromatogramms zugeordnet und zu den Substanzmengen in den jeweiligen Dünnschichtflecken entsprechende Werte zusammengefaßt werden.







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