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Dokumentenidentifikation DE3509190A1 18.09.1986
Titel Segmentkäfig für Rollenlager
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Knappe, Bernhard, 8722 Obereuerheim, DE
DE-Anmeldedatum 14.03.1985
DE-Aktenzeichen 3509190
Offenlegungstag 18.09.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.09.1986
IPC-Hauptklasse F16C 33/46

Beschreibung[de]

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Segmentkäfig für Rollenlager nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE-OS 3245332 ist ein solcher Segmentkäfig bekannt. Nachteilig bei einer derartigen Ausführung ist, daß die Segmente sich zwar für Axiallager mit unterschiedlichen Durchmessern eignen, aber nicht für Schräg- und Radiallager unterschiedlichen Durchmessers verwendet werden können. Die noppenartige Vorsprünge ergeben keine optimalen schmiertechnischen Bedingungen. Eine Vierpunktabstützung der Käfigsegmente ermöglicht bei Radiallagern keine durchmesserunabhängigen Käfigteile.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen Segmentkäfig der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß die aufgezeigten Nachteile vermieden werden, also die Käfigsegmente auch bei Schräg- oder Radiallagern mit unterschiedlichem Durchmesser verwendet werden können und die Schmierverhältnisse verbessert werden, ohne daß die unterschiedlichen Krümmungen der Laufringe und unterschiedlichen Druckwinkel der Rollen eine Anpassung der Käfigsegmente erfordern.

Die Lösung der Aufgabe ist aus dem Kennzeichen des Anspruchs 1 ersichtlich. Vorteilhafte Ausgestaltungen enthalten die Ansprüche 2 bis 4.

Durch die Abrundung der Segmentseitenteile wird nicht nur die Bildung eines Schmierfilms erleichtert (Keilspalt), sondern auch eine günstige Dreipunktabstützung erreicht, so daß auch bei unterschiedlichen Lagerdurchmessern keine individuelle Anpassung des Käfigsegments erforderlich wird. Die konvex gewölbten Außenflächen der Stege, welche durch zwei verschiedene, orthogonal zueinander liegende Krümmungen gebildet werden, ermöglichen die Verwendung für Schräg-und Radiallager mit unterschiedlichen Durchmessern.

Diese tonnenrollenförmigen Stegflächen bewirken mit den ebenso ausgebildeten Stegflächen des benachbarten Segments eine punktförmige verkantungsfreie Anlage und eine klemmkräftearme Wälzkörperführung.

Die Käfigsegmente mit den genannten Merkmalen sind in Schrägzylinderrollenlagern, Kegelrollenlagern, Pendelrollenlagern und Tonnenrollenlagern verwendbar. Die Ausführung nach Anspruch 2 ergibt eine Erleichterung beim Zusammenbau des Lagers. Die Ausbildung der Käfigsegmente nach Anspruch 3 hat den Vorteil, daß z. B. bei Pendelrollenlager die Rollen mit den Käfigsegmenten auch bei ausgeschwenktem Außenring nicht herausfallen können.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigt Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Käfigsegment für Zylinderrollen in drei Ansichten.

Fig. 2 ein zweireihiges Schrägrollenlager mit erfindungsgemäßen Käfigsegmenten nach Fig. 1.

Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Käfigsegment für Pendel- bzw. Tonnenrollenlager in drei Ansichten.

Fig. 4 ein zweireihiges Pendelrollenlager mit erfindungsgemäßen Käfigsegmenten.

Fig. 5 ein Pendelrollenlager mit erfindungsgemäßen Käfigsegmenten in der Seitenansicht.

Fig. 6 ein Tonnenrollenlager mit erfindungsgemäßen Käfigsegmenten.

Ein Käfigsegment 1 nach Fig. list kästchenartig aufgebaut und nimmt in seiner Tasche einen Wälzkörper 2 auf. Die Segmentseitenteile erstrecken sich mit noppenartigen Vorsprüngen 3 nach innen. Nach außen erstrekken sich Vorsprünge 4, welche stärker abgerundet sind als die Krümmung der Laufbahn. Dadurch kann sich in Folge der Keilwirkung ein Schmierfilm aufbauen. Da die Stegaußenflächen 1' an den Berührstellen mit den benachbarten Segmenten 1 tonnenrollenförmig ausgebildet sind, können diese für unterschiedliche Lagerdurchmesser und bei verschiedenen Rollendruckwinkeln verwendet werden, solange gleiche Rollen 2 eingesetzt werden. Haltevorsprünge 5 verhindern ein Herausfallen der Rolle 2 aus dem Segment 1 während der Montage.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, stützen sich die Käfigsegmente 1 mit ihren noppenartigen Vorsprüngen 3 auf dem Innenring 6 ab. die Wälzkörper 2 (Zylinderrollen) sind in dem mit Borden versehenen Außenring 7 geführt, wobei die abgerundeten Segmentseitenteile 4 sich auf den Borden des Außenrings 7 abstützen.

Die Segmente 1 mit den Wälzkörpern 2 werden in bekannter Weise durch eine Einfüllöffnung 8 zwischen Innenring 6 und Außenring 7 gebracht.

Ein Käfigsegment 1 nach Fig. 3 weist radiale elastische Laschen 9 auf, die mit Haltenasen 10 versehen sind damit diese in den Hinterstichen der Innenringborde einschnappen können. Die Vorsprünge 3 und 4 sind mit Radien 3' und 4' versehen. Haltevorsprünge verhindern ein Herausfallen der Rolle 2 aus dem Segment 1 welches wiederum mit den elastischen Laschen 9 und Haltenasen 10 am Innenring 6 gehalten wird, so daß eine einfache Montage erreicht wird.

Fig. 4 und 5 zeigen am Beispiel eines zweireihigen Pendelrollenlagers die Anwendung eines Käfigsegments 1 nach Fig. 3. Zwischen Innenring 6 und Außenring 7 sind die Wälzkörper 2 angeordnet, die von je einem Käfigsegment 1 umgeben sind, dessen radiale Vorsprünge 3 der Segmentseitenteile sich auf den Borden des Innenrings 6 abstützen. Die zum Außenring 7 hin abgerundeten Vorsprünge 4 der Segmentseitenteile gleiten auf der Laufbahn des Außenrings 7. Die Haltenasen 10 der radialen elastischen Laschen 9 sind in die Hinterstiche 11 eingeschnappt und halten die Käfigsegmente 1 am Innenring 6, auch wenn der Außenring 7 ausgeschwenkt ist, wobei die Wälzkörper 2 über Haltevorsprünge 5 am Herausfallen gehindert werden.

Fig. 6 zeigt die Anwendung bei einm Tonnenrollenlager.

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Anspruch[de]

Patentansprüche 1. Segmentkäfig für Rollenlager, bei dem jeder Wälzkörper von einem kästchenartigen Käfigsegment umfaßt ist, dessen beide in Umfangsrichtung liegende konvex gekrümmten Stege im wesentlichen gleiche Wandstärke aufweisen, wobei zwischen Wälzkörper und Steg in der Mitte Spiel besteht, während an den Enden der Wälzkörper an dem Käfigsegment anliegt und das Käfigsegment mit noppenartigen sich bis zum Innenring erstrekkenden Vorsprüngen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegfläche die dem benachbarten Käfigsegment (1) gegenüber steht in Rollenlängsrichtung und in Rollenumfangsrichtung konvex tonnenrollenförmig gekrümmt ist und daß die Segmentseitenteile, die der Rollenstirnfläche gegenüber stehen, sich vom Innenring bis zum Außenring erstrecken, wobei diese zum Außenring hin stärker abgerundet sind als der Außenring gekrümmt ist und am Innenring zwei abgerundete Vorsprünge (3) aufweisen.

2. Segmentkäfig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Taschen der Käfigsegmente (1) mit Haltevorsprüngen (5) für die Wälzkörper (2) versehen sind.

3. Segmentkäfig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Käfigsegmente (1) mit radialen, elastischen Vorsprüngen (9) und Haltenasen (10) versehen sind, die in am Innenring (6) angeordnete Nuten (11) einschnappen.

4. Segmentkäfig nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Außenkontur der Segmentseitenteile abgerundet ist.







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