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Dokumentenidentifikation DE3512594C1 18.09.1986
Titel Spannvorrichtung für einen Kratzboden von Transportfahrzeugen
Anmelder Karl Mengele & Söhne Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH & Co, 8870 Günzburg, DE
Erfinder Lenzer, Xaver, 8871 Kötz, DE
DE-Anmeldedatum 06.04.1985
DE-Aktenzeichen 3512594
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.09.1986
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.09.1986
IPC-Hauptklasse B60P 1/38
IPC-Nebenklasse A01D 90/12   

Beschreibung[de]

Patentansprüche: 1. Spannvorrichtung für einen wenigstens zwei Kratzerketten aufweisenden Kratzboden von Transportfahrzeugen, im wesentlichen bestehend aus wenigstens zwei von einer Zufgfeder belasteten Keilgetrieben, an deren Abtriebsgliedern jeweils eine Umlenkkettennuß längsverschieblich gelagert ist und deren Keile in an den Abtriebsgliedern vorgesehenen Gleitführungen quer verschiebbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß alle Keile (8a; 8b) durch eine Schub- oder Zugstange (10) in gleicher Antriebsrichtung ausgerichtet miteinander verbunden sind und der Antrieb an einer Wagenseite erfolgt.

2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Spitze eines Keiles ein mit einer ortsfesten Zugfeder verbundenes, über Rollen geführtes Zugseil angreift.

3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Spitze eines der Keile (8a) der Lastarm (1 ia) eines Hebels (11) angeschlossen ist, an dessen Kraftarm (11b)die parallel zu der Zugstange (10) angeordnete Zugfeder (13) angreift.

4. Spannvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Ende der Zugfeder (13) über ein Spannschloß (12) ortsfest gelagert ist.

5. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schub- bzw. Zugstange (10) mit einer Längenausgleichvorrichtung, wie einem Spannschloß (9) oder dgl., versehen ist.

Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Durch die DE-OS 32 47 625 ist eine derartige Spannvorrichtung für einen Kratzboden bekannt. Der Antrieb erfolgt hier durch eine an den Spitzen der von hieraus nach außen ansteigenden Steigungsflächen zwischen den antreibenden Keilen eingespannte Zugfeder. Die Keile durchdringen quer zu den Abtriebsgliedern deren Führungen. Durch die hierbei je nach den Betriebszuständen der Ketten auf beide Keile ggf. auch ungleichmäßig einwirkenden Spannkräfte können die Verschiebewege ungleich groß sein, so daß die an den Kratzerketten geführten Kratzleisten in eine Schieflage zur Vorschubrichtung gelangen und Beschädigungen beim Überschieben an den Umkehrenden verursachen.

Hierbei können die mit kleinen Kräften große Widerstände am Abtriebsglied überwindenden Keilgetriebe auch in unerwünschter Weise zu einer ungleichen Kettenlängung beitragen bzw. eine solche verstärken.

Dieses kann auch bei durch Verwindungen des Fahrzeugrahmens hervorgerufenen Fluchtfehlern der Achsen und Klemmen eines der Abtriebsglieder durch das dabei mit der doppelten Antriebskraft beaufschlagte Abtriebsglied bewirkt werden.

Außerdem ist ein Vorspannen - auch wenn dieses vorgesehen wäre - bzw. Auswechseln der zwischen den Trumen der Kratzerketten gelegenen Feder umständlich; ebenso umständlich und dazu noch aufwendig ist, daß man zum Zurückziehen der Keile zwecks Montage an jeder Seite an den Wagenträgern angeordnete Verschraubungen benötigt. Ferner ist bei der bekannten Vorrichtung eine Nachstellung der Spannkraft nicht möglich.

Die Aufgabe der Erfindung besteht demzufolge darin, eine Spannvorrichtung zu schaffen, durch welche eine gleichmäßige, weniger störanfällige und ggf. leicht nachstellbare Kettenspannung bei allen Betriebszuständen erreicht wird und durch welche Aufwand eingespart sowie eine leichtere Montage ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird bei einer Spannvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß alle Keile durch eine Schub- oder Zugstange in gleicher Antriebsrichtung ausgerichtet miteinander verbunden sind und der Antrieb an einer Wagenseite erfolgt.

Dadurch, daß die Keile miteinander verbunden sind und in der gleichen Richtung angetrieben werden, lassen sich ungleichmäßige Verschiebungen der Kratzerketten ebenso vermeiden wie eine einseitige, eine der Ketten ungünstig belastende Wirkung der Gesamtspannkräfte.

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 - 5 aufgeführt.

Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Draufsicht auf das Vorderteil eines landwirtschaftlichen Transportfahrzeuges; Fig. 2 eine Seitenansicht zu Fig. 1.

In der Zeichnung ist mit 1 der gewöhnlich aus Holz bestehende Kratzboden bezeichnet. In diesem sind Längsrillen 2 vorgesehen, in denen zwei Rundgliederketten 3 um Nüsse 4 umlaufen. Die Nüsse 4 sind mit ihren Achsen 5 frei drehbar an vorne an Abtriebsgliedern 6 vorgesehenen Gabeln 6a gelagert. Die Abtriebsglieder 6 selbst sind in einem Führungsgehäuse 7 gleitverschieblich gelagert, an dessen Seitenwänden 7a Gleitführungen aufweisende Fenster 7b durchdringende Keile 8 quer hierzu verschiebbar gelagert sind.

Die beiden Keile 8a und 8b sind durch eine in der Mitte mit einem Spannschloß 9 versehene Zugstange 10 miteinander verbunden und mit ihren Steigflächen 8c und 8din der gleichen Richtung ausgerichtet.

Das Ende des Keiles 8a ist am Arm 11a eines Hebels 11 gelagert, an dessen Arm 11 b eine mit einem Spannschloß 12 an der anderen Wagenseite gelagerte Zugfeder 13 vorgespannt ist.


Anspruch[de]

Wie man unschwer feststellen kann, werden bei der dargestellten Spannvorrichtung ungleichmäßige Nachspannbewegungen mit Sicherheit vermieden und man kann in einfacher Weise auch die Eingriffs lage der Keile zueinander den Bedürfnissen entsprechend einstellen und alle Teile sind leicht zugänglich und überprüfbar.







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