Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von ovalen
Kettengliedern aus Runddraht, bei welchem ein gerades
Drahtende oder -stück, die Längsachse eines zylindrischen
Biegedornes mit einer diese Achse in einer senkrechten Ebene
umfahrenden Ringnut zur Aufnahme des Drahtstückes senkrecht
kreuzend, in Höhe der Nut im seitlichen Abstand zum Dorn an
diesen herangeführt wird, bei welchem die den Gliedrücken
bildende Mitte des Drahtendes oder -stückes in eine
Ausnehmung des Dornes auf dessen Zuführseite und in Höhe seiner
Nut bewegt wird und bei welchem das vom Draht abgetrennte
Drahtende oder das Drahtstück außerhalb der Dornausnehmung
in die Nut hineingebogen wird, bis die Längsachse des
Drahtstückes dem Nutverlauf folgt;
sowie eine Vorrichtung zum
Durchführen des Verfahrens mit einem Biegedorn, der zur
Aufnahme des äußerlich konkav gebogenen Rückenabschnittes
des ungeschweißten Kettengliedes eine auf der
Drahtzuführseite des Dorns liegende Ausnehmung aufweist, deren Mitte
ein senkrecht zur Längsachse des Dorns vor- und
zurückschiebbarer Festhalter eines Drahtendes oder Drahtstückes
gegenübersteht, mit zwei seitlich von Dorn und Festhalter
symmetrisch angeordneten Draht-Biegewerkzeugen, die in einer
die Verschieberichtung enthaltenden Querebene, auf der die
Dornachse senkrecht steht, gegen die beiden Enden des
zwischen Dorn und Festhalter positionierten Drahtendes oder
-stückes vorgehend von der Festhalterseite des Dorns auf
dessen dem Festhalter abgewandte Seite bewegbar sind und
mit einer Einrichtung zum Positionieren des Drahtendes
oder -stückes zwischen Dorn und Festhalter, welche eine
mit einem der beiden Werkzeuge bewegbare oder eine
stationäre Drahtzuführbuchse und einen dieser axial
gegenüberstehenden Anschlagkörper für das vorauslaufende freie
Ende des Drahtendes oder -stückes aufweist, wobei die
Draht-Biegewerkzeuge senkrecht zur Drahtzuführrichtung
sowie parallel zur Verschieberichtung des Festhalters
gegen die beiden Enden des positionierten Drahtendes oder
-stückes über den Dorn hinaus vorschiebbar und
zurückschiebbar sind.
Bei einer aus der DE-AS 15 27 505 bekannten Vorrichtung
der zuvor genannten Gattung, mit welcher ein Verfahren
der eingangs genannten Art durchführbar ist, werden
Drahtstücke, sogenannte Pinnen, bestimmter gleicher Länge
verarbeitet, die zunächst von einem intermittierend um die
Pinnlänge durch die Zuführbuchse (Messerbuchse 11) bis zum
Anschlag an dem plattenförmigen Anschlagkörper (
Anschlagplatte 21) vorgeschobenen Drahtende in der Ebene der der
parallelen Anschlagfläche (29) der Anschlagplatte (21)
zugewandten Stirnfläche (28) der Zuführbuchse (11) mittels
eines Messers (12) abgetrennt werden, welches parallel zu
den zwei Biegewerkzeugen (Biegestähle 14) und gemeinsam
mit diesen bewegbar ist. Dem dem abzuschneidenden
Pinnende zugeordneten Messer (12) an der Zuführbuchse (11)
entspricht ein dem mit dem jeweiligen vorauslaufenden
freien Ende des Drahtendes identischen freien Pinnende
zugeordneter Schiebestahl (24) an der Anschlagplatte (21),
welcher gleichgerichtet und simultan mit den beiden
Biegewerkzeugen (14) die Anschlagfläche (29) entlang bewegbar
ist, so daß die Stirnfläche (18) des freien Pinnendes, bei
welcher es sich um eine Schnittfläche handelt, während der
ausschließlich mittels des gegen den Biegedorn (16)
vorgeschobenen Festhalters (27) bewirkten Umgestaltung des
geraden Pinns in ein Drahtstück mit Rückendurchbiegung des
entstehenden Kettengliedes nicht verzerrt wird. Die
Umformung des vogelschwingenähnlichen Drahtstückes in ein
C-förmiges Drahtstück erfolgt danach mittels der beiden
Biegewerkzeuge (14), denen das Messer (12) und der Schiebestahl (24)
wirkungslos folgen. Anschließend bewirken zwei in der Ebene,
auf der die Dornachse senkrecht steht, gegeneinander und
auseinander bewegbare zusätzliche Biegewerkzeuge (Biegestähle 30)
eine Umgestaltung der C-Form des Drahtstückes in eine O-Form,
die natürlich die Rückenrundung des nun fertigen ungeschweißten
Kettengliedes aufweist. Der seitliche Abstand des Pinns zum
Dorn (16) beträgt nach Abb. 2 der DE-AS 15 27 505 knapp
einen Drahtdurchmesser; dem entspricht ein senkrechter Abstand
der Längsachse der Zuführbuchse (11) zu der den Dorn (16)
tangierenden Sehne von knapp anderthalb Drahtdurchmessern.
Diesem Abstand wurde keine Beachtung zuteil, was darauf
zurückgeführt werden kann, daß bei dem bekannten Verfahren das
Vor- und Fertigbiegen in ein- und derselben Biegestation
stattfinden, so daß jedenfalls auf die Fertigstellung jedes
ungeschweißten Kettengliedes gewartet werden muß, bevor der
nächste Pinn in einem ersten Schritt seiner Umgestaltung in
die O-Form mit Rückenrundung die Rückendurchbiegung erhält.
An der bekannten Vorrichtung, deren Betriebsweise dem
mit ihr durchführbaren Verfahren entspricht, erscheint
nachteilig, daß mit dem Nachschieben des Drahtendes in die einzige
(oder erste) Biegestation immer so lange gewartet werden muß,
bis das gebogene Drahtstück seine O-Form (bzw. C-Form)
erlangt hat, denn vorher nimmt der Gliedrücken des zu
erzeugenden ungeschweißten Kettengliedes den Raum zwischen Dorn
und Festhalter wenigstens teilweise ein, so daß das Drahtende
beim Vorschieben durch diesen Gliedrücken am Erreichen des
Anschlagkörpers gehindert würde. Infolgedessen ist der
Maschinenausstoß an ungeschweißten Kettengliedern nicht so
hoch wie er sein könnte, wenn die genannte Behinderung nicht
bestünde.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren
zum Erzeugen von ovalen Kettengliedern aus Runddraht und eine
gattungsgemäße Vorrichtung zum Durchführen eines solchen Verfahrens so
einzurichten, daß sich eine relativ hohe Produktivität (
gemessen in fertiggebogenen, ungeschweißten Kettengliedern pro
Zeiteinheit) erreichen läßt.
Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Drahtende oder
-stück am Dorn zuerst in eine stumpfwinklige V-Form
erstgebogen wird (wie es schon die DE-AS 21 23 561 lehrt), daß
außer dem nachlaufenden Ende des Drahtendendes oder -stückes
auch dessen vorauslaufendes, freies Ende während des
gleichzeitigen Erstbiegens des Drahtendes oder -stückes und
Hineinbewegens seiner Mitte in die Dornausnehmung daran
gehindert wird, sich senkrecht zur Längs- und Zuführrichtung
des geraden Drahtendes oder -stückes wesentlich zu bewegen,
daß bei dem in einer ersten Station durchgeführten
Vorbiegen eines Drahtstückes in eine C-Form, die in einer
zweiten Station zum Fertigbiegen des Drahtstückes zur O-Form
geschlossen wird, ein senkrechter Abstand des geraden
Drahtendes oder -stückes von den zwei nächstgelegenen Punkten
des Nutgrundes von mindestens einem Drahtdurchmesser
eingehalten wird und daß nach dem Vorbiegen des Drahtstückes
in C-Form das neue Drahtende oder nächste Drahtstück neben
den Dorn der Vorbiegestation transportiert wird.
Dadurch wird vorteilhafterweise erreicht, daß nach dem
Umwandeln der V- in die C-Form des Drahtendes oder -stückes
der Weg von der Zuführbuchse zum Anschlagkörper für das
nächste Drahtende oder -stück freigemacht werden kann, so
daß die Leistungsfähigkeit der Maschine verhältnismäßig
steigerbar ist, wobei die erstrebte Erhöhung der
Produktivität tatsächlich eintritt, wenn das neue Drahtende oder
nächste Drahtstück während des Transportes des
vorausgegangenen C-förmigen Drahtstückes von der ersten zur
zweiten Station in die erste Station geschoben und in die V-
Form erstgebogen wird, nachdem der Dorn frei ist.
Bei einer bevorzugten Durchführungsweise des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß das nachlaufende
Ende des Drahtendes in einer vor der Vorbiegestation
angeordneten Kerbstation durch Einkerben vom Draht zum Teil
getrennt wird und daß das partiell abgetrennte Drahtende
in der Vorbiegestation vollständig abgetrennt wird, nachdem
es in V-Form gebogen wurde und während oder bevor seine V-
Form in eine C-Form umgestaltet wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende vorstehend genannte Aufgabe
ist bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Gattung
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Längsachse der
Drahtzuführbuchse in deren Führungslage und die über die Ausnehmung
des Dorns gespannte, diesen tangierende Sehne parallel zur
Buchsenachse einen senkrechten Abstand voneinander haben, der
mindestens so groß ist wie der anderthalbfache
Drahtdurchmesser, daß der Anschlagkörper eine die Buchsenachse
flankierende Stützfläche für das freie Ende des Drahtendes oder
Drahtstückes aufweist, welche diesem freien Ende für eine
ungehinderte Umformung der V-Form des Drahtendes oder
-stückes in dessen C-Form ausweichend bewegbar angeordnet
ist, und daß die Stützfläche des Anschlagkörpers quer zur
Verschieberichtung der Werkzeuge angeordnet und von dem
freien Ende des Drahtendes oder -stückes für eine
ungehinderte Umformung der V-Form desselben in dessen C-Form
entfernbar ist.
Mittels dieses geringen Aufwandes, der
fast nur in einer einfachen Gestaltung des Anschlagkörpers
und in einem Beweglichmachen desselben besteht, läßt sich
das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft durchführen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist vorgesehen, daß die Stützfläche des
Anschlagkörpers mittels dessen Drehlagerung an einer Achse
vom freien Ende des Drahtendes entfernbar ist, welche
parallel zur Dornachse angeordnet ist, und daß der
Anschlagkörper in seiner Entfernungsdrehrichtung sperrbar in seiner
wirksamen Stellung festlegbar ist, in der er als Anschlag
und Stütze bereitgedreht ist. Zur Freigabe des
vorauslaufenden freien Endes des Drahtendes nach dem
Erstbiegen in die V-Form braucht nur die Sperrung des
Anschlagkörpers aufgehoben zu werden, worauf dieser dem von einem
Biegewerkzeug beaufschlagten Drahtende ausweichen und von
diesem mitgeschleppt werden kann.
Die bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich durch eine
am Anschlagkörper ein Drehmoment erzeugende Feder und
einen mit dieser zusammenwirkenden Stopper aus, an dem
der Anschlagkörper in seiner Bereitstellung unter
Federkrafteinwirkung anliegt. Damit entfällt eine aufwendige
programmgesteuerte Rückdrehung des Anschlagkörpers nach
dessen Verdrängung durch das von einem Biegewerkzeug
beaufschlagte, vorauslaufende freie Ende des Drahtendes.
Die Stützfläche des Anschlagkörers kann wahlweise durch
eine Verschiebung desselben in Drahtzuführrichtung vom
freien Ende des Drahtendes entfernt werden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform sind ferner die
Zuführbuchse und die Anschlagfläche des Anschlagkörpers
als die zwei Hälften eines elektrischen Schaltkontaktes
vorgesehen, welcher Teil einer elektrischen Anlage zur
Folgesteuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sein
kann und gegebenenfalls vor Maschinenschaden bewahrt, der
dadurch entstehen kann, daß ein nicht bis zum Anschlag
vorgeschobenes Drahtende gebogen wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der durch die
Zeichnung beispielhaft dargestellten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung im einzelnen erläutert: Die einzige
Figur der Zeichnung zeigt schematisch eine Ansicht dieser
bevorzugten Ausführungsform mit zwei Stationen zum Vor- bzw.
Fertigbiegen.
Die bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
eine Zweidorn-Biegemaschine zum Durchführen des
herkömmlichen Zweifach-Biegeverfahrens (vgl. z. B. CH-PS 3 19 664), bei dem der Biegevorgang
auf zwei Stationen verteilt wird, die in der Zeichnung übereinander
dargestellt sind, wo ein Drahtstück in der ersten Station, der
Vorbiegestation, ungefähr in C-Form gebogen bzw. das C-förmige
Drahtstück in der zweiten Station, der Fertigbiegestation, ungefähr in O-Form
gebogen wird. Das Vorbiegen erfolgt dabei so, daß jeweils das
mittels einer nicht dargestellten Kerbeinrichtung vom
vorauslaufenden Drahtende partiell abgetrennte, gerade Drahtstück
zunächst in eine stumpfwinklige V-Form erstgebogen wird, um die
zum Schweißen des aus dem Drahtstück hergestellten Kettengliedes
gewünschte Rückenrundung zu erzeugen, die mittig gegen die
Schweißstelle des ungeschweißten Kettengliedes vorspringt.
In ihrer in der Zeichnung oben dargestellten Vorbiegestation weist die
Ausführungsform einen sich mit seiner Längsachse senkrecht
zur Zeichnungsebene erstreckenden, im wesentlich zylindrischen
Biegedorn 10 auf, der mit einer in der Zeichnungsebene umlaufenden,
in der Zeichnung zur Hälfte sichtbaren Ringnut 12 versehen ist, deren
kreiszylindrisches Profil dem Durchmesser des zu verarbeitenden
Runddrahtes angepaßt ist. Der Verlauf der Ringnut 12 folgt
ungefähr dem Umriß einer Bohne, so daß sich zur Aufnahme des äußerlich
konkav gebogenen Rückenabschnittes des herzustellenden
ungeschweißten Kettengliedes eine auf der Drahtzuführseite des Dornes 10
liegende Ausnehmung 14 des Dornes befindet, deren Mitte ein
senkrecht zur Dornachse in der Zeichnungsebene vor- und
zurückschiebbarer Festhalter 16 zum Festlegen eines Drahtstückes in
der Dornausnehmung 14 gegenübersteht. Parallel zum Festhalter
16 sind in der Zeichnungsebene zwei auf verschiedenen Seiten
des Festhalters angeordnete Vorbiegestähle 18 und 20 vor- und
zurückschiebbar. Bei ihrer Bewegung relativ zum Dorn 10 halten
die zwei Vorbiegestähle 18 und 20 seitlichen Abstand von den
Schmalseiten des Biegedorns. Mit dem dem nachlaufenden Ende eines
Drahtstückes zugeordneten Vorbiegestahl 18 ist ein Schneidstahl
22 fest verbunden, der auf der dem Festhalter 16 abgewandten
Seite des Vorbiegestahles 18 in der Nähe der Stirnfläche 24
einer Draht-Zuführbuchse 26 angeordnet ist, deren Längsachse
in der Zeichnungsebene liegt und die Bewegungsrichtung des
Schneidstahles 22 (und damit auch die Bewegungsrichtungen der
Vorbiegestähle 18 und 20 sowie des Festhalters 16) einerseits
und die Längsachse des Biegedorns 10 andererseits senkrecht
kreuzt. Bezüglich der verlängerten Längsachse der Zuführbuchse
26 befinden sich die beiden Vorbiegestähle 18 und 20 sowie der
Festhalter 16, wenn sie vom Biegedorn 10 zurückgezogen sind,
auf der einen Seite dieser Verlängerung, während sich der Dorn 10
ständig auf deren anderer Seite befindet. In
Drahtzuführungsrichtung liegt der Zuführbuchse 26 ein Anschlagkörper 28 so weit
entfernt gegenüber, daß sich in dem Zwischenraum einerseits die
beiden Vorbiegestähle 18 und 20 sowie der Festhalter 16 und
andererseits der Biegedorn 10 befinden. Der Anschlagkörper 28
weist eine der Stirnfläche 24 der Zuführbuchse 26 in seiner
gezeichneten Bereitstellung axial gegenüberliegende
Anschlagfläche 30 und eine im rechten Winkel daran anschließende
Stützfläche 32 mit Kantenabschrägung auf, welche dem zurückgezogenen
Vorbiegestahl 20 zu- und dem Biegedorn 10 abgewandt ist. Der
Anschlagkörper 28 ist um eine zur Längsachse des Dornes 10
parallele Drehachse 34 schwenkbar, welche die
Drahtzuführungsrichtung senkrecht schneidet. Der Anschlagkörper 28 ist ein
hebelartiges Gebilde, dessen einer Arm die Flächen 30 und 32
aufweist und dessen anderer Arm mittels einer Feder 36 in der
Weise beaufschlagt ist, daß der Anschlagkörper normalerweise
in seine gezeichnete Bereitstellung gedreht ist, in der er an
einem Stopper 38 anliegt.
In ihrer in der Zeichnung unten dargestellten Fertigbiegestation
weist die Ausführungsform einen zweiten Biegedorn 40 auf,
der in einer Ausnehmung 42 das jeweils zuvor hergestellte
ungeschweißte Kettenglied aufnimmt und mit zwei seitlichen
Fertigbiegestählen 44 und 46 zusammenwirkt, die beim
Gegeneinanderfahren relativ zum Biegedorn 40 nicht nur einem im wesentlichen
O-förmigen, ungeschweißten Kettenglied Gestalt geben, sondern
auch gleichzeitig das in der Vorbiegestation in eine C-Vorform
gebrachte Drahtstück 52&min;&min; an seinen zwei freien Enden erfassen und in eine
aufgeklappte Ovalform 52&min;&min;&min; bringen, in der zwischen den einander
anzunähernden, zu verschweißenden freien Drahtenden eine Lücke klafft,
durch die der Draht des zuvor fertig gebogenen Kettengliedes
in das als nächstes fertigzubiegende Kettenglied eingeführt wird.
Den Transport jedes vorgebogenen Kettengliedes aus der ersten
Station in die Fertigbiegestation übernimmt eine Zange 48, deren
zwei Hälften 48.1 und 48.2 an den halbkreisförmigen Rundungen
des vorgebogenen Kettengliedes angreifen.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren übereinstimmende
Wirkungsweise der im übrigen beliebig ausgestaltbaren
Ausführungsform ist folgende:
Ausgegangen sei von dem in der Zeichnung dargestellten Zustand, in dem
ein durch eine Kerbstelle 50 am vorauslaufenden Drahtende
partiell vom Draht abgetrenntes, gerades Drahtstück 52 zwischen der
Stirnfläche 24, der Zuführbuchse 26 und der Anschlagfläche 30
des bereitgestellten, im Ausführungsbeispiel bereitgedrehten
Anschlagkörpers 28 liegt, wobei das vorauslaufende freie
Ende des Drahtstückes 52 die als elektrische Kontaktfläche
verwendbare Anschlagfläche 30 des Anschlagkörpers 28 sowie
dessen Stützfläche 32 berührt und wobei sich die
Kerbstelle 50 gerade außerhalb der Zuführbuchse 26 am Schnittpunkt
der Buchsenachse und der Wirklinie des Schneidstahls 22 befindet.
Das Wichtigste an diesem Ausgangszustand ist nun, daß der lichte
senkrechte Abstand des Drahtstückes 52 vom Grund der Ringnut
12 an den zwei Enden der Ausnehmung 14 des ersten Biegedorns 10
größer ist als der Durchmesser des Drahtstückes 52.
Dementsprechend weit muß der Dorn 10 von der verlängerten Buchsenachse
seitlich abgerückt sein. Noch sind der Festhalter 16 sowie die
beiden Vorbiegestähle 18 und 20 vom Drahtstück 52 entfernt
auf dessen dem Biegedorn 10 abgewandter Seite bereitgestellt.
Wenn nun als erstes der Festhalter 16 gegen den Biegedorn 10
vorbewegt wird und dabei gegen die Mitte des Drahtstückes 52
stößt, gibt diese bei genügendem Kraftaufwand nach, und es weicht
diese Mitte zum Dorn 10 hin aus, bis der Festhalter 16 die Mitte
des Drahtstückes 52 an die Dornausnehmung 14 angeformt hat. Da
hierbei das vorauslaufende freie Ende des Drahtstückes 52 von
der Stützfläche 32 und dessen nachlaufendes Ende an der
Kerbstelle 50 von dem in der Zuführbuchse 26 befindlichen nächsten
Drahtstück daran gehindert werden, dem Druck des Festhalters 16
auf das Drahtstück 52 quer zur Drahtzuführungsrichtung
auszuweichen, ergibt sich eine mehr oder weniger stumpfwinklige
V-Form des Drahtstückes 52 bei diesem Erstbiegen. Die Kräfte-
und Abmessungsverhältnisse müssen natürlich so gewählt sein,
daß das Vorrücken des Festhalters 16 gegen den Biegedorn 10
weder zu einem Drahtriß an der Kerbstelle 50 noch zu einer
Überwindung der Feder 36 führt.
Nach dem Erstbiegen des Drahtstückes 52 wird dieses weiterhin
vom Festhalter 16 am Biegedorn 10 festgehalten, während jetzt
die beiden Vorbiegestähle 18 und 20 zusammen mit dem Schneidstahl
22 vorgeschoben werden, wobei der Draht an der Kerbstelle 50
durch Abscheren vollständig durchtrennt wird und die
Vorbiegestähle die zwei geraden Enden des V-förmigen Drahtstückes 52&min;
um den Biegedorn 10 herumschlagen, bis sie parallel liegen und
damit die C-Vorform 52&min;&min; des Kettengliedes erreicht ist. Dabei muß
die Kraft des Vorbiegestahles 20 ausreichen, um das
vorauslaufende freie Ende des Drahtstahles 52 den die Stützfläche 32
aufweisenden Hebelarm des Anschlagkörpers 28 gegen die
Rückstellkraft der Feder 36 verdrängen zu lassen, so daß die nachgebende
Stützfläche 32 dem anliegenden Drahtstückende seinen
Schwenkweg freigibt, indem sich der gedrehte Anschlagkörper 28
vorübergehend vom Stopper 38 löst, um nach dem Passieren des
vorauslaufenden Endes des Drahtstückes 52 sofort in seine
Bereitstellung zurückzukehren, in der seine Anschlagfläche 30 wieder der
Stirnfläche 24 der Zuführbuchse 26 axial gegenübersteht. Es kann
deshalb, solange das C-förmige Drahtstück 52&min;&min;&min; von der Zange 48
in die zweite Station zum Fertigbiegen tranportiert wird, das
nächste Drahtstück 52 bereits aus der Zuführbuchse 26 am Biegedorn 10
vorbei gegen den Anschlagkörper 28 vorgeschoben werden, nachdem
der Festhalter 16 sowie die beiden Vorbiegestähle 18 und 20 bei
Übergabe des Drahtstückes 52&min;&min;&min; zurückgezogen worden sind, so daß
sie dem Drahtvorschub nicht mehr im Wege stehen.