Die vorliegende Erfindung betrifft einen
Speisewasservorwärmer gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs.
Wird in einen Speisewasservorwärmer, insbesondere in
einen Kondensationsvorwärmer, überhitzter Dampf
eingeleitet, so kann bei ausreichender Überhitzung des Dampfes
ein Teil der Überhitzungswärme in einem Enthitzer
thermodynamisch ausgenutzt werden. Der Dampf wird durch einen
auf die Rohrbündel gerichteten Stutzen in den Enthitzer
eingeleitet und im Gegenstrom um die Rohrbündel geführt
und erwärmt dabei das in den Rohren strömende
Speisewasser, wobei die Erwärmung auf konvektivem Wege erfolgt.
Nach dem Durchströmen des Enthitzers gelangt der Dampf
in den Kondensationsteil des Vorwärmers, wo er sich
niederschlägt.
Im Speisewasservorwärmer ist der Dampfdruck im
Kondensationsteil des Vorwärmers wegen der Störmungsverluste,
die der Dampf beim Durchqueren bis zum Verlassen des
Enthitzers erleidet, wesentlich niedriger als am
Enthitzereintritt.
Bei bekannten Ausführungen (DE-OS 24 41 324) sind zwischen
der Abschluß-Stützplatte des Enthitzers und den
Vorwärmerrohren Ringspalte an den Rohrdurchführungen vorhanden,
durch welche der Dampf auch außerhalb des vorgesehenen
Enthitzeraustrittes, bzw. aus einem Dampfverteilungskanal
in die Kondensationszone entweichen kann.
Bei vertikalen Vorwärmern mit einer von unten nach oben
gerichteten Dampfströmung befindet sich auf der Abschluß-
Stützplatte des Enthitzers eine Kondensatschicht, wobei
bei großen Vorwärmern auch die Geschwindigkeit des
Dampfes in den Rohrdurchführungen durch die Abstützplatte
sehr hoch sein kann, so daß Wassertropfen aus der
Kondensatschicht herausgerissen und nach oben gegen die
Rohrwände geschleudert werden. Dadurch können Schäden durch
mechanische Materialabtragung, sowie
Erosions-Korrosionsschäden entstehen, welche zu Rohrzerstörungen führen
können.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
Speisewasservorwärmer zu schaffen, bei welchem die
Geschwindigkeit des Dampfes in den Rohrdurchführungen durch die
Abstützplatte des Enthitzers vermindert wird.
Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst.
Zwar ist aus der Literaturstelle "Transactions of the ASME", Oktover 1957,
Seiten 1494 bis 1500, Fig. 3b bereits ein
Speisewasservorwärmer bekannt, bei dem das warme Rohrbündel in ein
Enthitzer- und in ein Kondensationsbündel unterteilt
ist, jedoch tritt hierbei nicht das oben angegebene
Problem der zu großen Geschwindigkeiten in den
Ringspalten der Abschluß-Stützplatte des Enthitzers auf, weil
zum einen keine derartige Stützplatte vorhanden ist
und zum anderen sich kein hoher Dampfdifferenzdruck
am Ende des Enthitzers einstellen kann, da die
Dampfverteilung nicht von innen nach außen erfolgt. Darüber
hinaus ist die Verteilung im warmen Schenkel eine Folge
des ebenfalls unterteilten kalten Schenkels.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung ist
insbesondere darin zu erblicken, daß durch die Aufteilung
des warmen Rohrbündelteiles in zwei Teilbündel, und
zwar in ein inneres und ein äußeres Teilbündel, eine
Herabsetzung der Druckdifferenz vor und nach der
Abstützplatte des Enthitzers und damit der Ringspaltdurchström-
Geschwindigkeit trotz einer relativ hohen
Überströmgeschwindigkeit des Dampfes im Enthitzer erzielt wird.
Gleichzeitig kann der Dampf den Enthitzer an einer
strömungsgünstigen Stelle verlassen und dort in den zentralen
Dampfverteilungskanal eintreten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgegenstandes vereinfacht dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Speisewasservorwärmer,
Fig. 2 einen Querschnitt entlang den Schnittlinien
I/I in Fig. 1.
Gemäß der Fig. 1 ist mit 1 ein Außenmantel eines
Speisewasservorwärmers bezeichnet, an dessen unterem Ende
mindestens ein Dampfeintritt 2 so angeordnet ist, daß
dieser senkrecht zur U -Schenkelebene von U-förmig
ausgebildeten Rohrbündeln 3, welche in der Figur der
Übersichtlichkeit halber nur angedeutet sind, vorgesehen sind,
wobei der Dampf nach dem Durchströmen des Dampfeintritts
2 zuerst in eine rohrfreie Zone 2&min; im
Speisewasservorwärmer gelangt. Da der Dampf zuerst diesen Raum ausfüllt
und erst dann die Rohre im Enthitzer mit gleichmäßiger
und zuverlässiger Geschwindigkeit umströmt, können neben
der Vermeidung von Beschädigungen auch keine Vibrationen
auftreten. Ebenfalls am unteren Ende des Außenmantels 1
sind Kondensatauslaßöffnungen 4 vorgesehen. Im unteren
Teil des Speisewasservorwärmers ist ein Enthitzer 5
angeordnet, welcher zu einem Kondensationsraum 6 durch
eine Abschluß-Stützplatte 7 und eine Wandplatte 7&min;
abgeschlossen ist. Im Innern des Enthitzers 5 sind
Dampfleitbleche 8 angeordnet, welche der Dampf in
Pfeilrichtung umströmt. In die Abschluß-Stützplatte 7 mündet
ein Dampfverteilungskanal 9 mit Abdeckblechen 10 und
Dampfaustrittsöffnungen 11 in den Kondensationsraum 6.
Die Abdeckbleche 10 weisen ferner Bedampfungsöffnungen 12
auf, durch welche der Dampfstrom gleichmäßig in die
Rohrbündel 3 eingeleitet wird. Weiterhin sind im
Kondensationsraum 6 ein Entlüftungsrohr 13, sowie
Kondensatabflußrinnen 14 vorgesehen. Zwischen den Rohrbündeln 3
sind im Kondensationsraum 6 Schikanen 15 angeordnet
und die Durchführungen der Kondensatabflußrinnen 14
durch die Abdeckbleche 10 sind als Auffangtaschen 16
ausgebildet. Die Anbringung von Kondensatabflußrinnen
ermöglicht das Abfließen von Kondensat, welches sich
auf den Schikanen oberhalb des Enthitzers bildet, sowie das Abfließen von Kondensat
von der Abschluß-Stützplatte, wodurch die Heizfläche,
welche durch stehendes Kondensat inaktiv würde, wieder
dem Vorwärmeprozeß zur Verfügung steht, und wodurch ein
Aufeinanderprallen von Dampf mit Kondensat verhindert wird, so daß
keine Wassertropfen vom Dampfstrom
mitgerissen werden.
In Fig. 2 sind gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen
versehen, wie in Fig. 1. Hier umschließt wiederum der
Außenmantel 1 die Rohrbündel 3, welche in ein kaltes
Rohrbündel 17 und ein in zwei Teilbündel 18a und 18b
aufgeteiltes warmes Rohrbündelteil aufgeteilt sind.
Von den beiden Teilbündeln 18a und 18b ist das innere
Teilbündel 18a der Enthitzer und das äußere Teilbündel
18b der Kondensator. Zwischen den beiden Teilbündeln
18a und 18b verlaufen in Längsrichtung des
Speisewasservorwärmers die Kondensatabflußrinnen 14. Sowohl am
kalten Rohrbündelteil 17, als auch zwischen den beiden
warmen Rohrbündelteilen 18a und 18b sind die
Entlüftungsrohre 13 angeordnet.
Die Querschnitte der beiden warmen Rohrbündelteile 18a und
18b können entsprechend der Kapazität des Vorwärmers
entweder gleich groß oder zueinander variabel sein,
wobei das als Enthitzer dienende Rohrbündelteil 18a
einen etwa rechteckigen Querschnitt aufweist.