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Dokumentenidentifikation DE3341499C2 29.01.1987
Titel VHF-Tuner
Anmelder Alps Electric Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Aoki, Kazuharu;
Saito, Masahiko, Soma, Fukushima, JP
Vertreter Grave, I., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 5000 Köln
DE-Anmeldedatum 17.11.1983
DE-Aktenzeichen 3341499
Offenlegungstag 22.03.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.01.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.1987
IPC-Hauptklasse H04B 1/28
IPC-Nebenklasse H03D 7/12   H03G 3/00   H03J 5/00   H04N 5/50   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft einen VHF-Tuner, bei welchem im Hinblick auf eine Umschaltung von einem niedrigen Frequenzband auf ein höheres Frequenzband die zwischen dem Emitter eines Ortsoszillatortransistors und Masse vorhandene Rückkopplungskapazität veränderbar ist, indem eine Schaltdiode seriell zu einem Teil der Rückkopplungskapazität bildenden Kondensator angeordnet ist und wobei zusätzlich ein Mischer vorgesehen ist, welcher das Ausgangssignal des Ortsoszillators und das hochfrequente Eingangssignal mischt. Im Hinblick auf eine Einstellung des Verstärkungsfaktors innerhalb des vorgesehenen Mischers und eine entsprechende Reduzierung innerhalb des Mischers auftretender Verzerrungen ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen, daß die in Serie zu dem Kondensator (3) der Rückkopplungskapazität (2, 3) liegende Schaltdiode (4) mit einer Anschlußklemme des Mischfeldeffekttransistors (7) des Mischers verbunden ist, demzufolge eine Veränderung der Rückkopplungskapazität (2, 3) des Ortsoszillators eine entsprechende Veränderung des Arbeitsstromes des Mischfeldeffekttransistors (7) zur Folge hat.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen VHF-Tuner gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiger VHF-Tuner, welcher beispielsweise als VHF-Kanalwähler für Fernsehempfang verwendet werden kann, ist aufgrund JA-OS 46 251/1973 bekannt.

Bei einem derartigen VHF-Tuner wird beim Wechsel von einem oberen auf einen unteren VHF-Empfangsbereich die vorhandene Rückkopplungskapazität des Ortsoszillators verändert, welche zwischen dem Emitter des Ortsoszillatortransistors und Masse vorhanden ist. Entsprechend Fig. 1 wird diese Änderung der Rückkopplungskapazität dadurch erreicht, indem zwischen dem Emitter des Ortsoszillatortransistor 1 und Masse zwei parallel geschaltete Kondensatoren 2 und 3 angeordnet werden, wobei in Serie zu dem einen Kondensator 3 eine Schaltdiode 4 vorgesehen ist, die entsprechend der Zufuhr einer Steuerspannung über eine Schaltsteuerklemme 5 an- und ausgeschaltet werden kann. Beim Empfang des niedrigeren Frequenzbandes wird dabei die Schaltdiode 4 leitend gemacht, während dieselbe beim Empfang des höheren Frequenzbandes gesperrt ist. Dies hat zur Folge, daß beim Empfang des niedrigeren Frequenzbandes die Rückkopplungskapazität durch die zusammengefaßte Kapazität der Kondensatoren 2 und 3 gebildet ist, weil der Kondensator 3 über die Schaltdiode 4 an Masse gelegt ist. Beim Empfang des höheren Frequenzbandes wird jedoch die Rückkopplungskapazität einzig und allein durch den Kondensator 2 gebildet, weil in diesem Fall die Schaltdiode 4 abgeschaltet bzw. gesperrt ist.

Im Hinblick auf die gewünschte Veränderung der Rückkopplungskapazität wird ein entsprechendes Ausgangssignal des Ortsoszillatortransistors 1 gebildet, welches über einen Kondensator 6 einem Mischfeldeffekttransistor 7 zugeführt wird. Dieser Mischfeldeffekttransistor 7 führt eine Mischung mit dem über eine Hochfrequenzeingangsklemme 8 zugeführten VHF-Signal durch, wodurch ein Zwischenfrequenzsignal gebildet ist, das über eine Zwischenfrequenzausgangsklemme 9 abgegeben wird. Fig. 1 zeigt dabei zusätzlich eine Resonanzkreisverbindungsklemme 10, eine Ortsoszillatorspeisespannungsklemme 11, eine Mischerspeisespannungsklemme 12, eine Induktivität 13 sowie Widerstände 14 bis 23 und Kondensatoren 24 bis 27.

Bei dem bekannten VHF-Tuner wird, wie erwähnt, die Rückkopplungskapazität bei der Umschaltung des Frequenzbandes verändert, um auf diese Weise die Schwingfrequenz des Ortsoszillators auf die beiden Frequenzbänder einstellen zu können. Um auf das Vorsehen eines zusätzlichen, die jeweiligen Gegenspannung erzeugenden Schaltkreises verzichten zu können, ist die eine Veränderung der Rückkopplungskapazität bewirkende Schaltdiode direkt geerdet, um auf diese Weise das der Abschaltung der Schaltdiode 4 dienende negative Spannungspotential der Schaltsteuerklemme 5 zuführen zu können. Dies führt zwangsläufig dazu, daß die dem Mischer zugeführte Vorspannung konstant gehalten werden muß, was sich jedoch insoweit als nachteilig erweist, weil dies zu Verzerrungen innerhalb des Mischers führt, die nur durch entsprechende Veränderung der Vorspannung des Mischers bei der Umschaltung des Frequenzbandes eliminiert werden können.

Es ist demzufolge Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den VHF-Tuner der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß unter Einsatz einfacher schaltungsmäßiger Maßnahmen die dem Mischer zugeführte Vorspannung derart verändert werden kann, daß bei der Umschaltung des Frequenzbandes der sich ergebende Verstärkungsfaktor auf einem gewünschten Wert gehalten werden kann, so daß auf diese Weise das Auftreten von ungewünschten Verzerrungen innerhalb des Mischers vermieden wird.

Erfindungsgemäß wird dies durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 aufgeführte Maßnahme erreicht. Auf diese Weise läßt sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung erreichen, daß bei der durch die Ansteuerung der Schaltdiode bewirkten Veränderung der Rückkopplungskapazität eine entsprechende Veränderung des Arbeitsstromes des Mischfeldeffekttransistors zustande kommt, so daß das Auftreten von ungewünschten Verzerrungen innerhalb des Mischers vermieden wird.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ergibt sich anhand der Merkmale des Anspruches 2.

Die Erfindung soll nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigt

Fig. 1 ein Schaltdiagramm eines mit einem Ortsoszillator und einem Mischer versehenen VHF-Tuners bekannten Bauweise, und

Fig. 2 ein Schaltdiagramm eines mit einem Ortsoszillator und einem Mischer versehenen VHF-Tuners gemäß der Erfindung.

Im folgenden soll nunmehr eine Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert werden, wobei dieselben Bezugszeichen wie im Fall von Fig. 1 Verwendung finden.

Die Schaltanordnung der bekannten Anordnung gemäß Fig. 1 und der erfindungsgemäßen Schaltanordnung gemäß Fig. 2 sind im wesentlichen identisch ausgelegt mit der Ausnahme, daß die Schaltdiode 4 beim Stand der Technik direkt geerdet ist, während sie im Rahmen der vorliegenden Erfindung zu der Quelle des Mischfeldeffekttransistors 7 führt. Im Fall von Fig. 2 wird das Ein- und Ausschalten der Schaltdiode 4 ebenfalls durch Zufuhr einer Steuerspannung an die Schaltsteuerklemme 5 erreicht, wodurch die Rückkopplungskapazität bei der Umschaltung vom niedrigeren Frequenzband auf das höhere Frequenzband entsprechend verändert wird. Dieser Umschaltvorgang der Rückkopplungskapazität ist dabei im Fall von Fig. 2 im wesentlichen identisch wie im Fall von Fig. 1. Da jedoch die Schaltdiode 4 im Fall von Fig. 2 mit der Quelle des Mischfeldeffekttransistors 7 verbunden ist, kann auf diese Weise eine Veränderung der Vorspannung des Mischers erreicht werden, sobald die Schaltdiode 4 aus ihrem eingeschalteten Zustand für den Empfang des niedrigeren Frequenzbandes in ihren abgeschalteten Zustand für den Empfang des höheren Frequenzbandes gebracht wird. Da nämlich im durchgeschalteten Zustand der Schaltdiode 4, d. h. im niedrigeren Frequenzband die Quelle des Mischfeldeffekttransistors 7 über die Schaltdiode 4 hinweg ein Spannungspotential erhält, führt dies zu einer entsprechenden Verringerung der zwischen dem Eingangsgatter und der Quelle des Mischfeldeffekttransistors 7 entstehenden Spannung, so daß auf diesen Weise eine entsprechende Reduzierung des Verstärkungsfaktors des Mischers zustande kommt. Umgekehrt bedeutet dies aber jedoch, daß, bei einer entsprechenden Einstellung des Verstärkungsfaktors des Mischers im niedrigeren Frequenzband, d. h. bei durchgeschalteter Schaltdiode 4, eine gewünschte Vergrößerung des Verstärkungsfaktors des Mischers zustande kommt, sobald durch entsprechende Ansteuerung eine Sperrung der Schaltdiode 4 vorgenommen wird, wodurch eine Umschaltung in das höhere Frequenzband erfolgt.

Zusammenfassend ergibt sich somit, daß im Rahmen der vorliegenden Erfindung beim Empfang des niedrigeren Frequenzbandes der Verstärkungsfaktor des Mischers auf einen gewünschten Wert eingestellt werden kann, so daß die Eingangsstufe des VHF-Tuners mit optimaler Schwundausgleich bei zufriedenstellendem Rauschabstand betrieben werden kann, während beim Empfang des höheren Frequenzbandes automatisch eine Anhebung des Verstärkungsfaktors auf einen geeigneten Wert erfolgt, so daß auf diese Weise das Auftreten von ungewünschten Verzerrungen innerhalb des Mischers weitgehend vermieden wird.


Anspruch[de]
  1. 1. VHF-Tuner mit einer zur Umschaltung von einem niedrigen Frequenzband auf ein höheres Frequenzband zwischen Emitter und Masse eines Ortsoszillatortransistors angeordneten veränderbaren Rückkopplungskapazität, die aus einem ersten Kondensator und einem parallel zu diesem angeordneten zweiten Kondensator in Serie mit einer Schaltdiode besteht, sowie einem Mischer, welcher ein Ausgangssignal des Ortsoszillators und ein VHF-Eingangssignal mischt, dadurch gekennzeichnet, daß die in Serie zu dem zweiten Kondensator (3) der Rückkopplungskapazität (2, 3) liegende Schaltdiode (4) mit einer Anschlußklemme des Mischfeldeffekttransistors (7) des Mischers verbundenist.
  2. 2. VHF-Tuner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Schaltdiode (4) verbundene Anschlußklemme des Mischfeldeffekttransistors (7) die Quellenelektrode ist.






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