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Dokumentenidentifikation DE3526207A1 05.02.1987
Titel Fernbedienung
Anmelder Linder, Klaus, Ing.(grad.), 2000 Hamburg, DE
Erfinder Linder, Klaus, Ing.(grad.), 2000 Hamburg, DE
Vertreter Heldt, G., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.- u. Rechtsanw., 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 23.07.1985
DE-Aktenzeichen 3526207
Offenlegungstag 05.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.02.1987
IPC-Hauptklasse H03J 9/00
IPC-Nebenklasse H01H 13/64   H01H 23/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fernbedienung für mindestens ein elektronisches Wiedergabegerät mit einem Senderteil und einem am Wiedergabegerät vorgesehenen Empfängerteil, dessen Ausgang mit einem das Wiedergabegerät steuernden Steuerschalter verbunden ist.

Derartige Fernbedienungen haben sich zur Steuerung von Fernsehgeräten und Videoaufnahme- und Wiedergabegeräten als gut geeignet erwiesen. Sie ermöglichen eine bequeme und schnelle Einschaltung der Geräte. Darüber hinaus können auch verschiedene Programme mit Hilfe einer derartigen Fernbedienung ausgewählt werden. Als nachteilhaft stellte sich lediglich heraus, daß je nach dem augenblicklichen Bedarf verschiedene andere Schaltfunktionen nur dadurch ausgeführt werden konnten, daß an einem entsprechend zu bedienenden elektrischen Verbraucher ein entsprechender Schalter zur Ein- oder Ausschaltung beziehungsweise zur Vornahme von anderen Steuerungsvorgängen betätigt werden mußte. So muß beispielsweise nach Beendigung eines Fernsehprogrammes ein Lichtschalter betätigt werden, wenn mit Hilfe der Fernbedienung das Fernsehgerät ausgeschaltet wurde. Der Vorteil der Fernbedienung wurde dadurch zunichte, da im Regelfall der zur Steuerung der Beleuchtung vorgesehene Lichtschalter nicht in unmittelbarer Nähe eines Sitzplatzes ist, von dem aus das Fernsehprogramm betrachtet worden ist. Ein Fernsehzuschauer muß sich mithin von seinem Platze erheben, um den Lichtschalter zu betätigen. Zwar kann er sein Fernsehgerät vom Sitzplatz aus steuern. Die ihm dadurch zuteil gewordene Bequemlichkeit kann er aber deswegen nicht ausnutzen, weil er sich zum Zwecke der Betätigung des Lichtschalters von seinem Platz erheben muß.

Darüber hinaus sind aber in einem Haushalt noch weitere Steuerungsvorgänge denkbar, deren Durchführung während der Betrachtung eines Fernsehprogrammes wünschenswert sind. Beispielsweise kann sich herausstellen, daß die Zimmertemperatur eines Fernsehraumes, in dem die Betrachtung des Fernsehprogrammes erfolgt, während des Fernsehens absinkt auf ein Niveau, bei dem die Fernsehbetrachter sich nicht mehr wohlfühlen. Erwünscht ist eine Erhöhung der Temperatur durch entsprechende Betätigung einer Heizung. Beispielsweise muß ein Zimmerthermostat verstellt werden. Auch derartige Funktionen können nur dadurch ausgeführt werden, daß der Fernsehbetrachter sich von seinem Platz erhebt, um entsprechende Funktionen auszuüben.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Fernbedienung der einleitend genannten Art so zu verbessern, daß mit ihrer Hilfe verschiedene Steuerungsfunktionen ausgeübt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Senderteil mindestens ein Sender für die Steuerung mindestens eines elektrischen Verbrauchers vorgesehen ist, dessen Empfänger mit dem Verbraucher verbunden ist.

Mit Hilfe einer solchen Fernbedienung kann nicht nur das elektronische Wiedergabegerät gesteuert werden. Vielmehr kann mit einer derartigen Fernbedienung eine Vielzahl von Steuerungsfunktionen ausgeführt werden. Diese können je nach Bedarf in sinnvoller Weise kombiniert werden. Dabei ist es denkbar, eine Kombination von Verbrauchern fernzubedienen, deren Funktionen in einem für den jeweiligen Fernsehbetrachter sinnvollen Zusammenhang stehen. Beispielsweise kann während des Fernsehens ein Dimmerschalter mit dem Ziel betätigt werden, die jeweilige Helligkeit in einem Fernsehraum so einzustellen, daß das Fernsehbild einen jeweils erwünschten Kontrastreichtum aufweist. Es ist jedoch auch möglich, während des Fernsehens durch Fernbedienung einer Kaffeemaschine Kaffee zu bereiten, dessen Konsum während des Fernsehprogramms erwünscht ist. Die Zimmertemperatur kann während des Fernsehprogramms dem augenblicklichen Bedarf angepaßt werden. Jalousinen können während des Fernsehens abgesenkt und eine Zentralverriegelung für alle nach außen führenden Außentüren vorgenommen werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Senderteil ein Gehäuse aufweisen, in das mindestens zwei zur Steuerung benötigte Sender und ein Mehrfachschalter für die Bedienung der verschiedenen Sender eingebaut sind. Auf diese Weise werden sämtliche Steuerungsfunktionen in einem einzigen vom Gehäuse vorgegebenen Geräteteil zusammengefaßt. Sie sind dadurch übersichtlich und leicht zu bedienen. Verschiedene Funktionen des Senderteils können zusammengefaßt und damit der Senderteil möglichst klein gehalten werden. Darüber hinaus ist ein solcher Senderteil sehr billig in der Herstellung, da eine Vielzahl von Teilen in Großserie gefertigt werden können.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.

In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 Eine schematische Darstellung eines Senderteils sowie eines Wiedergabegerätes und eines elektrischen Schalters,

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Senderteils sowie eines Videoaufnahme- und Wiedergabegerätes, eines Radios und eines Warmwasserbereiters,

Fig. 3 eine schematische Darstellung eines mit einem Hebelschalter versehenen Senderteils sowie eines mit einem Radio verbundenen Bandaufnahmegerätes und einer in einem Raum vorgesehenen Türschließanlage,

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines mit einem Telefon verbundenen Senderteils und einem Schallplattenaufnahme- und Wiedergabegerät sowie einer Wasserheizung.

Ein Fernbedienung besteht im wesentlichen aus einem Senderteil 1 und einem Empfängerteil 2. Der Senderteil 1 ist mit einem Sender 3 versehen, der über Steuerleitungen 4, 5, 6 mit einem Mehrfachschalter 7 verbunden ist. Dieser Mehrfachschalter 7 ragt mit einem Betätigungshebel 8 aus einem Gehäuse 9 heraus, in dem sowohl der Mehrfachschalter 7 als auch der Sender 3 befestigt sind. Zwischen dem Mehrfachschalter 7 und dem Sender 3 ist ein Frequenzmodulator 10 vorgesehen, der mit dem Sender 3 verbunden ist. Mit diesem Frequenzmodulator 10 kann auf Strahlen 11 Einfluß genommen werden, die der Sender 3 ausstrahlt. Diese Strahlen 11 können hinsichtlich ihrer Wellenlänge moduliert werden.

Der Empfängerteil 2 ist auf die Strahlen 11 abgestimmt, die den Sender 3 verlassen. Einer dieser Empfängerteile 2 ist in ein Fernsehgerät 12 eingebaut, dessen Bildschirm 13 und Radio 14 vom Empfängerteil 2 gesteuert werden. Je nach dem Wunsch eines Fernsehbetrachters kann eine Auswahl zwischen mehreren Fernsehprogrammen vorgenommen werden. Diese Programmwahl wird mit Hilfe des Betätigungshebels 8vorgenommen, der an seinem in dem Mehrfachschalter 7 hineinragenden Ende 15 einen Kontakt 16 trägt. Dieser Kontakt 16 verbindet je nach der Art der Betätigung des Betätigungshebels 8 eine oder mehrere Kontaktstellen 17, 18, 19, die im Mehrfachschalter 7 vorgesehen sind. Wird nur eine Kontaktstelle 17 vom Kontakt 16 berührt, so sendet der Sender 3 bei einer vorgegebenen Frequenz Strahlen 11 aus, die das Fernsehgerät 12 für ein bestimmtes Programm einschalten. Durch einen leichten Druck auf den Betätigungshebel 8 wird dieser in Richtung auf die zweite Kontaktstelle 18 verschoben. Bei einer Verbindung zwischen den beiden Kontaktstellen 17, 18 über den Kontakt 16 wird die Frequenz der Strahlen 11 über den Frequenzmodulator 10 verändert. Bei dieser Frequenz verändert der Empfänger 2 seine Ausgangsleistung. Auf diese Weise entsteht ein Steuerungsimpuls, der im Fernsehgerät 12 eine Anderung des jeweils eingeschalteten Programms durchführt. Eine weitere Programmänderung wird durchgeführt, wenn der Betätigungshebel 8 so weitgehend in das Gehäuse 9 eingeschoben wird, daß der Kontakt 16 ausschließlich den Kontakt 18 berührt, ohne gleichzeitig auch mit dem Kontakt 17 in Verbindung zu stehen. In dieser Schaltstellung nimmt der Frequenzmodulator 10 wiederum eine Anderung der den Sender 3 verlassenden Strahlen 11 vor, so daß durch diese Frequenzänderung im Empfängerteil 2 ein Steuerungsimpuls abgegeben wird, der das Fernsehgerät 12 auf ein anderes Fernsehprogramm einsteuert.

In einer weiteren Schaltstellung des Mehrfachschalters 7 steuert der Sender 3 mit entsprechenden frequenzmodulierten Strahlen 11 den Empfängerteil 2 eines Lichtschalters 20 an, der an einer Wandung 21 eines Raumes 22 befestigt ist. Dieser Raum 22 wird durch eine Decke 23 begrenzt, an der ein Beleuchtungskörper 24 mit mindestens einer elektrischen Glühlampe 25 hängt. Diese elektrische Glühlampe 25 ist über Versorgungsleitungen 26, 27 mit Kontaktstellen 28, 29 des Lichtschalters 20 verbunden. Diese Kontaktstellen 28, 29 liegen im Schwenkbereich eines Kipphebels 30, der schwenkbar um einen Mittelpunkt 31 am Lichtschalter 20 gelagert ist. Der Kipphebel 30 trägt auf seiner den Kontaktstellen 28, 29 zugewandten Seite einen Kontakt 32, der beim Verschwenken des Kipphebels 30 die beiden Kontaktstellen 28, 29 miteinander verbindet und damit die Glühlampe 25 an Spannung legt. Der durch die Glühlampe 25 fließende Strom bringt diese zum Erglühen. In ähnlicher Weise können die Kontaktstellen 28, 29 durch einen Kontaktstift 33 miteinander verbunden werden, der aus dem Empfängerteil 2 in Richtung auf die Kontaktstellen 28, 29 herausragt. Sobald der auf eine bestimmte Empfängerfrequenz eingestellte Empfängerteil 2 entsprechend modulierte Strahlen 11 des Senders 3 empfängt, gibt der Empfängerteil 2 einen Steuerungsimpuls ab, mit dessen Hilfe der Kontakt 33 in Richtung auf die Kontaktstellen 28, 29 bewegt wird und diese miteinander verbindet. Im gleichen Augenblick wird der die Glühlampe 25 zum Erleuchten bringende Stromkreis geschlossen. Einen weiteren Steuerimpuls gibt der Empfängerteil 2 ab, wenn er wiederum von entsprechend modulierten Strahlen 11 des Senders 3 angesprochen wird. Mit Hilfe dieses Steuerimpulses wird der Kontaktstift 33 von den Kontaktstellen 28, 29 gelöst und damit der die Glühlampe 25 versorgende Stromkreis unterbrochen.

Statt eines modulierten Senders 3 können auch mehrere Sender 34, 35, 36 in einem Gehäuse 9 zusammengefaßt und durch einen Mehrfachschalter 7 betätigt werden. Diese Sender 34, 35, 36 können beispielsweise als eine UV-Röhre, als ein Infrarotstrahler, beziehungsweise als ein Ultrakurzwellensender ausgebildet sein. Es ist auch denkbar, in einem Gehäuse 9 eine UV-Röhre 34 mit einem IR-Strahler 35 und diese beiden mit einem Ultrakurzwellensender 36 zu kombinieren. Diese sind mit je einer Kontaktstelle 17, 18, 19 des Mehrfachschalters 7 verbunden, der je nach der Stellung seines Betätigungshebels 8 mit seinem Kontakt 16 eine oder mehrere beziehungsweise alle Kontaktstellen 17, 18, 19 miteinander verbindet.

Die UV-Röhre 34 sendet UV-Strahlen 37 aus, die von einem UV-Empfänger 38 eines Videogerätes 39, empfangen werden. Dieses Videogerät 39 kann mit Hilfe der UV-Strahlen 37 auf Aufnahme beziehungsweise Wiedergabe geschaltet werden. Entsprechend werden Video-Programme auf einem Band 40 gespeichert beziehungsweise von ihm abgelesen.

Der IR-Strahler 35 kann mit einem IR-Empfänger 41 zusammenarbeiten, der in ein Radiogerät 42 integriert ist. Dieser IR-Empfänger 41 empfängt IR-Strahlen 43, mit deren Hilfe das Radiogerät 42 ein- und ausgeschaltet sowie eine Programmwahl durchgeführt wird.

Der UKW-Sender 36 arbeitet mit einem UKW-Empfänger 44 zusammen, der in einer Steuerungseinheit 45 vorgesehen ist. Diese Steuerungseinheit 45 ist über Steuerungsleitungen 46, 47 mit einem Warmwasserbereiter 48 verbunden, dessen Wasserauslauf 49 in ein Wasserbecken 50 mündet. Durch Einschalten des UKW-Senders 36 sendet dieser im Ultrakurzwellenbereich Strahlen aus, die vom UKW-Empfänger 44 empfangen und in einen entsprechenden Steuerimpuls umgewandelt werden. Dieser Steuerimpuls steuert die Steuerungseinheit 45, die über die Steuerungsleitungen 46, 47 den Warmwasserbereiter 48 einschaltet. Eine manuelle Einschaltung geschieht mit Hilfe eines Kippschalters 51, der an der Steuerungseinheit 45 vorgesehen ist.

Die Verwendung einer UV-Röhre 34, eines Infrarotstrahlers 35 sowie eines UKW-Senders 36 garantiert eine sehr genaue Unterscheidung der einzelnen Steuerungsfunktionen, ohne daß ein erheblicher Steuerungsaufwand hinsichtlich der Trennung der einzelnen Funktionen durchgeführt werden müßte. Weder die UV- Röhre 34 noch der IR-Strahler 35 noch der UKW-Sender 36 beeinflussen sich hinsichtlich der von ihnen abgegebenen Signale gegenseitig. Die Zuordnung der perschiedenen Steuerungsfunktionen erfolgt jedoch nur beispielhaft. Es ist auch möglich, das Videogerät 39 mit Hilfe von IR-Strahlen 43 beziehungsweise mit Strahlen des UKW-Bereiches zu steuern. Darüber hinaus ist es denkbar, alle drei Funktionen mit Hilfe von UKW-Sendern 36 vorzunehmen, von denen jeder jedoch in einem anderen Wellenbereich arbeitet als die beiden anderen.

Der Mehrfachschalter 7 kann nicht nur als Druckschalter, sondern auch als ein mehrere Schaltpositionen 52, 53 aufweisender Schwenkschalter 54 ausgebildet sein. Dieser ragt mit einem Schwenkhebel 55 aus dem Gehäuse 9 heraus. Er besitzt ein Kugelgelenk 56, mit dessen Hilfe der Schwenkhebel 55 in Schwenklagen ausgelenkt werden kann, die sich um 360° voneinander unterscheiden. Auf diese Weise können mit dem Schwenkschalter 54 eine Vielzahl von Schaltpositionen 52, 53 geschaltet werden. Diese Schaltpositionen 52, 53 stellen sich als Kontaktstellen 17, 18, 19 dar, die vom Kontakt 16 des Schwenkschalters 54 berührt werden. Dieser Kontakt 16 ist als eine über das Kugelgelenk 56 hinausragende geradlinige Verlängerung des Schwenkhebels 55 ausgebildet. Der Kontakt 16 kommt durch Verschwenken des Schwenkhebels 55 mit jeweils einer Schaltposition 52, 53 in Berührung. Die Schaltposition 53 kann beispielsweise mit einem Kurzwellensender 57 in Verbindung stehen, der seine kurzwelligen Strahlen 58 in Richtung auf den Empfängerteil 2 eines Bandaufnahme- und Wiedergabegerätes 59 aussendet. Mit Hilfe dieser kurzwelligen Strahlen 58 wird das Bandaufnahme- und Wiedergabegerät 59 eingeschaltet, so daß eine von einem Radiogerät 42 empfangene Sendung auf einem Band 60 des Bandaufnahme- und Wiedergabegerätes 59 aufgezeichnet wird. Durch eine Veränderung der Wellenlänge ist es möglich, die kurzwelligen Strahlen 58 dazu zu verwenden, das Bandaufnahme- und Wiedergabegerät 59 auf die Wiedergabe der auf das Band 60 aufgenommenen Aufzeichnung zu schalten. Diese Wiedergabe geschieht über das mit dem Bandaufnahmeund Wiedergabegerät 59 über Verbindungsleitungen 61, 62 verbundene Radiogerät 42. Dieses kann über einen gesonderten Empfängerteil 2 unmittelbar vom Kurzwellensender 57 angesteuert werden. Es ist jedoch auch denkbar, es gleichzeitig mit dem Bandaufnahme- und Wiedergabegerät 59 über dessen Empfängerteil 2 zu steuern.

Darüber hinaus kann in dem Gehäuse 9 ein Mittelwellensender 63 Strahlen im Mittelwellenbereich 64 aussenden. Diese werden von Empfängerteilen 2 empfangen, die in unmittelbarer Nachbarschaft von Türschlössern 65, 66 eingebaut sind. Mit Hilfe dieser Empfängerteile 2 können die Türschlösser 65, 66 je nach Bedarf verriegelt oder entriegelt werden. Auf diese Weise ist es möglich, während der Aufzeichnung einer vom Radiogerät 42 empfangenen Sendung auf das Band 60 sämtliche Türen 67, 68 eines Raumes zentral zu verriegeln, in dem die Aufzeichnung stattfindet. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Bandaufnahme durch äußere Einflüsse nicht gestört werden kann.

Schließlich ist es denkbar, den Mehrfachschalter 7 über einen Telefonadapter 69 mit einem Telefon 70 über Verbindungsleitungen 71, 72 zu verbinden. Diese Verbindungsleitungen 71, 72 sind mit einem Relais 73 verbunden, das über einen Steuerkontakt 74 mit den Kontaktstellen 17, 18, 19 des Mehrfachschalters 7 in Verbindung steht. Diese Kontaktstellen 17, 18, 19 steuern einen Langwellensender 75 und eine UV-Röhre 34. Der Langwellensender 75 sendet langwellige Strahlen 76 aus, die auf einen Langwellenempfänger 77 treffen. Dieser Langwellenempfänger ist in einem Plattenspiel- und Wechselgerät 78 vorgesehen, das zum Abspielen von Platten 79 einen Plattenteller 80 aufweist, auf dem die Platte 79 aufliegt. Dieser Plattenteller 80 wird von einem Antrieb 81 angetrieben. Auf die Platte 79 senkt sich ein Tonabnehmer 82 ab, der elektrisch mit einem Lautsprecher 83 verbunden ist.

Durch die vom Langwellensender 75 ausgesandten langwelligen Strahlen 76 wird der Langwellenempfänger 77 angesteuert, der das Plattenspiel- und Wechselgerät 78 in Betrieb setzt. Nach der Einschaltung des Plattenspiel- und Wechselgerätes 78 läuft der Antrieb 81 an und bewegt die auf dem Plattenteller 80 liegende Platte 79. Der über die Platte 79 gleitende Tonabnehmer 82 steuert den Lautsprecher 83 an.

Sobald die Platte 79 abgespielt ist, wird der Tonabnehmer 82 beiseite geschwenkt. Über den Langwellensender 75 kann ein nicht dargestelltes Plattenmagazin angesteuert und aus ihm eine neue Platte 79 entnommen und auf den Plattenteller 80 aufgelegt werden. Nunmehr steuert das Plattenspiel- und Wechselgerät 78 den Tonabnehmer 78 in Richtung auf die neuerdings aufgelegte Platte 79.

Die Bedienung des Plattenspiel- und Wechselgerätes kann mit Hilfe des Betätigungshebel 8 erfolgen, der am Mehrfachschalter 7 vorgesehen ist. Es ist jedoch auch möglich, die Funktion des Plattenspiel- und Wechselgerätes 78 beziehungsweise die Auswahl einer neuen Platte 79 aus dem nicht dargestellten Plattenmagazin mit Hilfe des Telefons 70 zu steuern. Eine derartige Steuerung kommt beispielsweise dann in Betracht, wenn die Platte 79 einer hilflosen Person vorgespielt werden soll, die zur Bedienung des Plattenspiel- und Wechselgerätes 78 nicht in der Lage ist. Beispielsweise ist an die Unterhaltung von Kindern und Kranken zu denken.

Gleichzeitig ist es möglich, über die UV-Röhre 34 eine Heizungsanlage 84 anzusteuern, die als Warmwasserheizung ausgebildet ist. In einem Kessel 85 befindet sich heisses Wasser 86, das durch ein Rohrleitungssystem 87 läuft und dabei in einzelnen Heizkörpern 88 seine Wärme an die Umgebung abgibt. Unterhalb des Kessels 85 befindet sich eine Feuerung 89, die beispielsweise als Ölfeuerung mit einem Brenner 90 ausgebildet ist. Dieser Brenner 90 bezieht sein Heizöl über eine Heizölleitung 91.

Der Brenner 90 besitzt einen UV-Empfänger 92, der Steuerungsimpulse an den Brenner 90 abgibt. Sollte die Temperatur in einem der von dem Heizkörper 88 aufgeheizten Räume zu stark absinken, kann der Brenner 90 über den UV-Empfänger 92 eingeschaltet werden. Zu diesem Zweck gibt die UV-Röhre 34 UV-Licht ab, das vom UV-Empfänger 92 empfangen und in einen Steuerungsimpuls umgesetzt wird. Die UV-Röhre 34 kann zu diesem Zwecke über das Telefon 70 angesteuert werden, wenn sich herausstellt, daß zur Betätigung des Brenners 90 niemand an dem Ort zur Verfügung steht, an dem die UV-Röhre 34 installiert. Statt der unmittelbaren Ansteuerung des Brenners 90 ist es möglich, auch nicht dargestellte Thermostaten anzusteuern, die in den aufzuheizenden Räumen vorgesehen sind.

Zweckmäßigerweise sind im Gehäuse 9 Anzeigen 93, 94 vorgesehen, die je nach der Schaltstellung des Mehrfachschalters 7 aufleuchten. Diese Anzeigen 93, 94 können mit den entsprechenden Sendern 3 in elektrischer Verbindung stehen. Zweckmäßigerweise sind die Anzeigen 93, 94 als Leuchtanzeigen ausgebildet, beispielsweise als Flüssigkristallanzeigen.

Statt der Verwendung von Mehrfachschaltern 7 und Schwenkschaltern 54 können in den Gehäusen 9 auch mehrere Schalter vorgesehen sein, von denen jeder einem Sender 3 zugeordnet ist. Auf diese Weise sind im Gehäuse 9 aber eine Vielzahl von Schaltern vorgesehen. Die Möglichkeit, jeweils einen falschen von diesen vielen Schaltern auszuwählen ist jedoch relativ groß.


Anspruch[de]
  1. 1. Fernbedienung für mindestens ein elektronisches Wiedergabegerät mit einem Senderteil und einem am Wiedergabegerät vorgesehenen Empfängerteil, dessen Ausgang mit einem das Wiedergabegerät steuernden Steuerschalter verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Senderteil (1) mindestens ein Sender (3) für die Steuerung mindestens eines elektrischen Verbrauchers vorgesehen ist, dessen Empfänger (38, 41, 44, 77) mit dem Verbraucher verbunden ist.
  2. 2. Fernbedienung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) ein Gehäuse (9) aufweist, in das mindestens zwei zur Steuerung benötigte Sender (3) und ein Mehrfachschalter (7) für die Bedienung der verschiedenen Sender (3) eingebaut sind.
  3. 3. Fernbedienung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrfachschalter (7) als ein mehrere Schaltpositionen (52, 53) aufweisender Druckschalter ausgebildet ist, von denen je eine Schaltposition (52, 53) dem Wiedergabegerät und dem zu bedienenden Verbraucher zugeordnet ist.
  4. 4. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltpositionen (52, 53) in Druckrichtung hintereinander angeordnet sind.
  5. 5. Fernbedienung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrfachschalter (7) als ein mehrere Schaltpositionen (52, 53) aufweisender Schwenkschalter (54) ausgebildet ist, von denen je eine Schaltposition (52, 53) dem Wiedergabegerät und dem zu bedienenden Verbraucher zugeordnet ist.
  6. 6. Fernbedienung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schaltposition (52, 53) eine Schwenkrichtung des Schwenkschalters (54) zugeordnet ist.
  7. 7. Fernbedienung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) eine Gehäuse (9) aufweist, in das mindestens ein zur Steuerung benötigter Sender (3) und eine der Anzahl der steuernden Verbraucher entsprechende Anzahl von Schaltern vorgesehen ist.
  8. 8. Fernbedienung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Schalter ein Sender (3) zugeordnet ist.
  9. 9. Fernbedienung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Schalter eine Frequenz eines Senders (3) zugeordnet ist.
  10. 10. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (9) mindestens eine Anzeige vorgesehen ist.
  11. 11. Fernbedienung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Einschaltung des Senders (3) anzeigende Anzeige vorgesehen ist.
  12. 12. Fernbedienung nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Schaltposition (52, 53) jedes Schalters eine Anzeige vorgesehen ist.
  13. 13. Fernbedienung nach Anspruch 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige als Leuchtanzeige ausgebildet ist.
  14. 14. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (3) als eine ultraviolettes Licht ausstrahlende UV-Röhre (34) ausgebildet ist.
  15. 15. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (3) als ein infrarotes Licht ausstrahlender IR-Strahler (35) ausgebildet ist.
  16. 16. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (3) als ein ultrakurzwellige Strahlen ausstrahlender UKW-Sender (36) ausgebildet ist.
  17. 17. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (3) als ein kurzwellige Strahlen ausstrahlender Kurzwellensender (57) ausgebildet ist
  18. 18. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (3) als mittelwellige Strahlen (64) ausstrahlender Mittelwellensender (63) ausgebildet ist.
  19. 19. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (3) als ein langwellige Strahlen (76) aussendender Langwellensender (75) ausgebildet ist.
  20. 20. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) für je eine Steuerung eine UV-Röhre (34) und einen IR-Strahler (35) aufweist.
  21. 21. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) für je eine Steuerung eine UV-Röhre (34) und einen Strahlen aussendenden Sender (3) aufweist.
  22. 22. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) für je eine Steuerung einen IR-Strahler (35) und einen Strahlen aussendenden Sender (3) aufweist.
  23. 23. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) für jeweils eine Steuerung eine UV-Röhre (34) und einen IR- Strahler (35) und einen Strahlen aussendenden Sender (3) aufweist.
  24. 24. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrischer Verbraucher ein Steuerantrieb vorgesehen ist.
  25. 25. Fernbedienung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerantrieb mit einem Ventil verbunden ist.
  26. 26. Fernbedienung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerantrieb mit einem Stromschalter (20) verbunden ist.
  27. 27. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerantrieb mit einem Relais (73) verbunden ist.
  28. 28. Fernbedienung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (73) als Stromschalter ausgebildet ist.
  29. 29. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß als Wiedergabegerät ein Fernsehgerät (12) vorgesehen ist.
  30. 30. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß als Wiedergabegerät eine Videoaufnahme- und Wiedergabegerät (39) vorgesehen ist.
  31. 31. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß als Wiedergabegerät ein Radiogerät (42) vorgesehen ist.
  32. 32. Fernbedienung nach Anspruch I bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß als Widergabegerät ein Plattenspiel- und -wechselgerät (78) vorgesehen ist.
  33. 33. Fernbedienung nach Anspruch 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß der Senderteil (1) einen mit einem Telefonadapter (69) versehenen Einschalter aufweist.






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