Die Erfindung betrifft einen Dampfüberhitzer horizontaler
Achse für die Beaufschlagung einer Hochleistungsturbine,
mit einem zylindrischen Außenmantel horizontaler Achse und
einer inneren horizontalen Hülle, in der der zu überhitzende
Dampf strömt, wobei die innere Hülle in ihrem unteren Teil
einen Dampftrockner mit Prallblechen zum Entfernen von
Wasser aus dem zu überhitzenden Dampf und im oberen Teil
auswechselbare Überhitzerrohrbündel umschließt.
Bekannt ist ein solcher Dampfüberhitzer aus der US-PS 35 00 796.
Notwendigerweise ist dort der Auslaß für den überhitzten
Dampf oben an der Vorrichtung angeordnet.
Dies bedeutet, daß ein langes Rohr mit Krümmern zum
Verbinden des Auslasses des Separators-Überhitzers mit der
Expansionsturbine notwendig ist, wie auch die Darstellung
erkennen läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Auslaß für
überhitzten Dampf an der Stelle am Umfang der Vorrichtung,
die der Turbine am nächsten liegt, vorzusehen, um ein
Verbindungsrohr mit der kürzestmöglichen Länge zu haben, wie
sie einer Geraden zwischen den beiden Aggregaten folgen
würde.
Gelöst wird diese Aufgabe überraschend einfach dadurch,
daß zwischen innerer Hülle und Außenmantel eine horizontale
Zwischenhülle zylindrisch und koaxial zum Außenmantel
ausgebildet ist und daß eine Öffnung im oberen Teil der
Zwischenhülle vorgesehen ist, die ein Strömen überhitzten Dampfes
zwischen Außenmantel und Zwischenhülle vor dem Abziehen
dieses Dampfes aus dem Außenmantel erlaubt.
Vorzugsweise besteht die Zwischenhülle aus rostfreiem
Stahl.
Durch die Maßnahme nach der Erfindung wird nicht nur das
obenerwähnte Problem voll gelöst. Desweiteren wird
gegenüber der US-PS 35 00 796 der Anteil rostfreien Stahls
in der Vorrichtung erheblich reduziert. Es ist dort leicht
ersichtlich, daß die Innenfläche des Tanks sich in Kontakt
mit korrodierendem Naßdampf befindet und daß dieser darum
zweckmäßigerweise aus teurem rostfreien Stahl hergestellt werden muß.
Beim Separator-Erhitzer nach der Erfindung stehen nur das
Ende der Vorrichtung und die Innenhülle, die nicht einer
Druckdifferenz ausgesetzt ist und daher dünn sein kann,
in Kontakt mit nassem Dampf und werden vorteilhaft aus
rostfreiem Stahl hergestellt. Die Außenhülle kann dabei
aus Kohlenstoffstahl hergestellt sein.
Die Einsparung an rostfreiem Stahl ist somit beachtlich.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung soll
nun mit Bezug auf die Zeichnungen näher
erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Dampfüberhitzers
gemäß der Erfindung mit einem Behälter und dazu axial
angeordneter Innenumhüllung.
Fig. 2 zeigt in Vergrößerung und Teilschnitt die
Einlaßseite für den zu überhitzenden Dampf von dem Überhitzer
gemäß Fig. 1.
Fig. 3 zeigt nochmals vergrößert einen Querschnitt
durch die Ebene III-III in Fig. 2.
Gemäß Fig. 1 gelangt der zu überhitzende Dampf in
den Behälter 1 des Überhitzers über zwei Längsöffnungen 2
(siehe Fig. 3) entlang dem Pfeil 2a und kommt mit einem Abschnitt
3 des Behälters in Berührung, bevor er durch ein perforiertes
Blech 4 in die Innenhülle 5 strömt, die in ihrem unteren
Bereich einen Dampftrockner 6 und in ihrem oberen Bereich
den Überhitzer 7 aufweist. Der getrocknete überhitzte Dampf
tritt über zwei seitlich auf dem Behälter 1 vorgesehene
Öffnungen 8 aus. Die Umhüllung 5 und der Abschnitt 3 des
Behälters 1 bestehen aus rostfreiem Stahl, damit Korrosion durch
Einwirkung des im Naßdampf enthaltenen Wassers, mit dem diese
Bereiche in Berührung kommen, vermieden wird, während der
Rest des Behälters 1, mit dem der überhitzte Trockendampf
in Berührung tritt, aus gewöhnlichem Kohlenstoffstahl
gefertigt ist, da der Trockendampf kaum eine Korrosionswirkung
hat.
Der Dampftrockner und Überhitzer liegt horizontal
auf einem Sockel 9 unter Zwischenschaltung von Kessellagern
10, die an den Enden des Behälters 1 vorhanden sind, während
in der Mitte des Behälters ein Wasserablaß 11 vorgesehen ist,
durch den das vom Dampftrockner 6 stammende Wasser abfließt.
Die Speisung des Überhitzers 7 erfolgt am anderen
Ende des Behälters 1, wobei der Heizdampf durch
ein Rohr 12 in Richtung eines Pfeils 12a in einen
halbkugelförmigen Körper 13 eingelassen wird, der an die
Überhitzerrohrbündel 7 angeschlossen ist, während die entsprechenden
Kondensate entlang einem Pfeil 14a durch ein untenliegendes
Rohr 14 abfließen. Schließlich ist der Behälter 1 mit
Sicherheitsventilen 15 und Lüftungsventilen 16 versehen.
Die Innenumhüllung 5 ist an der in Fig. 2 nicht
dargestellten Dampfeinlaßseite mit dem Behälter 1 verbunden, und
zwar über Befestigungen 17 (Fig. 3). Das andere Ende der
Umhüllung 5 wird durch ein Blech 18 geschlossen, das an den mit
einem halbkugelförmigen Boden versehenen Dampfeinlaß für den
Heizdampf des Überhitzers 7 angeschlossen ist,
der darüber hinaus in bekannter Weise Ablaßmittel sowie
Ausgleichleitungen und Abzapfleitungen enthält.
Der erfindungsgemäße Überhitzer arbeitet
folgendermaßen: Der zu überhitzende Dampf strömt durch die Leitungen
2 in den Behälter 1 ein, verteilt sich in der Innenumhüllung
5 durch das perforierte Blech 4 und gelangt dann über
perforierte Bleche 21 an Prallblechelemente 22 des Dampftrockners
6. Das hier abgeschiedene Wasser wird in Rinnen aufgefangen
und fließt dann durch Kanäle zu einer achsparallelen
Hauptrinne 23, von der aus es durch den Ablaß 11 (Fig. 1) nach
außen gelangt. Am Ausgang des Dampftrockners 6 gelangt der
getrocknete Dampf mit den Rohren in Berührung, in denen das
Heizmittel zirkuliert und die zu übereinanderliegenden
Bündelebenen 24 zusammengefaßt sind und den Überhitzer 7 bilden;
dieser ist in einer Metallstruktur 25 untergebracht, die
über Scheiben 26 auf Schienen 27 ruht, so daß diese
Rohrbündel in den Behälter eingeführt werden können, in diesem
gehalten werden und sich nach oben frei ausdehnen können,
während verschließbare Öffnungen 28 ein notwendiges Eingreifen
zur Fixierung der Lage dieser Rohrbündel ermöglichen.
Am Ausgang des Überhitzers 7 strömt der durch die sich
erweiternde axiale Öffnung 30 kanalisierte überhitzte Dampf
durch perforierte Bleche 29 in den zwischen Innenhülle 5 und
Behälter 1 vorhandenen Zwischenraum, von dem aus er über die
Öffnungen 8 abgeleitet wird, die den Dampf aufgrund ihrer
seitlich gewählten Anordnung direkt der Dampfeinspeisung der zu
beschickenden Turbine über den kürzesten Weg zuführen.
Ein Vorteil dieser Anordnung ergibt sich daraus,
daß der äußere Behälter fast über seine gesamte Länge hinweg
lediglich mit überhitztem Dampf oder konstanter Temperatur
in Berührung tritt, was jegliche asymmetrische, d. h.
bananenartige Verformung vermeidet.