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Gerät zum Nachspannen von Heft- und Verankerungsdrähten - Dokument DE3508843C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3508843C2 19.02.1987
Titel Gerät zum Nachspannen von Heft- und Verankerungsdrähten
Anmelder WLZ - Raiffeisen e G, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Böhringer, Helmut, 7056 Weinstadt, DE
Vertreter Maier, E., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Wolf, E., Dipl.-Phys. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 13.03.1985
DE-Aktenzeichen 3508843
Offenlegungstag 25.09.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.1987
IPC-Hauptklasse A01G 17/04
IPC-Nebenklasse A01G 17/02   B25B 25/00   
Zusammenfassung Das Drahtspanngerät ist zum Nachspannen von Heft- und Verankerungsdrähten für Pflanzen, insbesondere Rebstöcke, bestimmt. Das Gerät besteht aus zwei schwenkbar miteinander verbundenen zweiarmigen Hebeln (2, 4), die je einen Handgriff (23, 43) zum Auseinander- bzw. Zusammenklappen der beiden Hebel (2, 4) aufweisen. Am Lastarm (24) des Hebels (2) befindet sich eine als Winkelprofil ausgebildete, zur Vorderseite hin offene Anschlagplatte (25), die gegen den zu spannenden Draht (6) angelegt werden kann. Weiter ist am Lastarm (44) des anderen Hebels ein in einer Lagerbüchse (45) mit Hilfe einer Kurbel (49) drehbar gelagerter Haken angeordnet, der im aufgespreizten Zustand der Kraftarme (22, 42) durch eine zentrale Öffnung (26) in der Anschlagplatte (25) hindurchgreift und mit seinem Hakenteil (46) in den zu spannenden Draht (6) eingehängt werden kann. Beim Zusammenklappen der Kraftarme (22, 42) wird der Haken (46) zusammen mit dem eingehängten Drahtstück (61) durch die Durchtrittsöffnung (26) nach hinten gezogen. Durch Drehen der Kurbel (49) kann nun in das Drahtstück (61) ohne großen Kraftaufwand eine Drillschlaufe (62) eingedreht werden. Danach werden die Hebel (2, 4) wieder auseinandergespreizt, so daß der Haken (46) nach vorne durch die Durchtrittsöffnung (26) hindurchtritt und dort aus der Drillschlaufe (62) ausgehängt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Nachspannen von Heft- und Verankerungsdrähten für Pflanzen, insbesondere Weinreben, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.

Lockere Drähte können ihre Funktion, dem Rebstock Halt zu geben, nicht voll erfüllen. Selbst bei bester Verankerung der End- und Durchgangspfähle läßt es sich nicht vermeiden, daß die Verankerung mit der Zeit etwas nachgibt, und dabei die Drähte locker werden. Später sind es u. a. die hohen Zugbelastungen der Laubwand auf die Drähte, die Dehnungen und damit Lockerungen verursachen können. Wenn man die Drähte nicht von Zeit zu Zeit am Endpfahl aufmachen und anziehen will, kann auf die Verwendung von Drahtspanngeräten nicht verzichtet werden.

Es ist ein Drahtspanngerät der genannten Art bekannt (FR-PS 9 78 687), das zwei begrenzt gegeneinander verschwenkbare, eine Anschlagplatte für den Draht aufweisende Hebel sowie einen in den Draht lösbar einhängbaren, beim Auseinanderschwenken der beiden Kraftarme der Hebel von hinten nach vorne über die Außenfläche der Anschlagplatte hinaus verschiebbaren Haken aufweist. Beim Zusammenklappen der beiden Kraftarme wird der Haken zusammen mit einem eingehängten Drahtstück hinter eine Durchtrittsöffnung im Bereich der Anschlagplatte zurückgezogen und um seine Schaftachse unter Bildung einer Drillschlaufe verdreht. Die Anschlagplatte ist nach Art einer Zange zweiteilig ausgebildet, wobei die Durchtrittsöffnung bei geschlossener Zange durch zwei einander ergänzende, randoffene Aussparungen gebildet ist. Weiter ist der Haken am Gerät starr angeordnet, so daß das Verdrillen des Drahtes durch Drehen des gesamten Geräts um seine Längsachse bei gegeneinander gedrückten Hebelarmen erfolgt. Dies erfordert einen erheblichen Kraftaufwand. Außerdem ist die im Draht beim Verdrillen erzeugte Spannung nicht ohne weiteres kontrollierbar.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Nachspanngerät für Heft- und Verankerungsdrähte zu schaffen, das einfach und ohne großen Kraftaufwand handhabbar ist und bei dem die Schlaufenbildung und damit die erzeugte Spannung leicht kontrollierbar ist, so daß Drahtbruch weitgehend vermieden werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale vorgeschlagen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die mit der Durchtrittsöffnung versehene Anschlagplatte ist gemäß der Erfindung einteilig ausgebildet und am Lastarm des einen Hebels angeordnet. Am Lastarm des anderen Hebels ist eine Lagerbüchse angeordnet, in der der Haken um seine Schaftachse drehbar gelagert ist. Der Haken ist dabei so angeordnet, das er beim Auseinanderschwenken der Kraftarme von hinten nach vorne durch die Durchtrittsöffnung hindurchschiebbar ist. Durch die Hebelübersetzung lassen sich die beim Nachspannen aufzuwendenden Kräfte relativ leicht kontrollieren. Wenn gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dazuhin eine Kurbel als Drehaggregat verwendet wird, so kann auch der für das Verdrillen des Drahtes erforderliche Kraftaufwand auf ein Minimum reduziert werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Anschlagplatte als nach vorne offenes Winkelprofil mit einer zentralen Durchtrittsöffnung für den Haken ausgebildet. Damit wird erreicht, daß das Drahtspanngerät mit seiner Anschlagplatte einfach gegen den zu spannenden Draht geführt werden kann, um sich dort nahezu selbsttätig mit dem Draht zu verhaken. Der anschließende Spann- und Drillvorgang ist auch von ungeübtem Personal recht einfach und rasch ausführbar.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Drahtspanngeräts mit auseinandergespreizten Kraftarmen;

Fig. 2 eine Seitenansicht des Drahtspanngeräts mit zusammengeklappten Kraftarmen;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anschlagplatte des Drahtspanngeräts nach Fig. 1 und 2;

Fig. 4 eine Seitenansicht eines nachgespannten Drahts mit Drillschlaufen.

Das Drahtspanngerät ist zum Nachspannen von Heft- und Verankerungsdrähten für Pflanzen, insbesondere Rebstöcke, bestimmt. Das Gerät besteht im wesentlichen aus zwei an einem Lagerbock 21 schwenkbar miteinander verbundenen zweiarmigen Hebeln 2, 4, die an ihrem Kraftarm 22, 42 je einen Handgriff 23, 43 zum Auseinander- bzw. Zusammenklappen der beiden Hebel 2, 4 um die Schwenkachse 50 aufweisen. Am Lastarm 24 des Hebels 2 befindet sich eine als Winkelprofil ausgebildete, zur Vorderseite hin offene Anschlagplatte 25, die gegen den zu spannenden Draht 6 angelegt werden kann. Weiter ist am Lastarm 44 des anderen Hebels ein in einer Lagerbüchse 45 drehbar gelagerter Haken 46 angeordnet, der im aufgespreizten Zustand der Kraftarme 22, 42 (Fig. 1) durch eine zentrale Öffnung 26 in der Anschlagplatte 25 hindurchgreift und mit seinem Hakenteil 46 in den zu spannenden Draht 6 eingehängt werden kann. Beim Zusammenklappen der Kraftarme 22, 42 wird der Haken 46 zusammen mit dem eingehängten Drahtstück 6 durch die Durchtrittsöffnung 26 in der Anschlagplatte 25 nach hinten gezogen, wie in Fig. 2 dargestellt ist. In dieser Stellung liegt der Hebel 4 mit dem Haltebügel 48 gegen den Kraftarm 22des anderen Hebels 2 an, so daß die beiden Hebel mit einer Hand zeitweilig zusammengehalten werden können und die andere Hand zur Betätigung der Kurbel 49 frei wird. Durch Drehen der Kurbel 49 kann nun in das durch die Durchtrittsöffnung 26 der Anschlagplatte 25 hindurchgezogene Drahtstück 6 ohne großen Kraftaufwand eine Drillschlaufe 62 eingedreht werden, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist. Danach werden die Kraftarme 22, 42 wieder auseinandergespreizt, so daß der Haken 46 mit dem Drahtstück 6 nach vorne durch die Durchtrittsöffnung 26 in der Anschlagplatte 25 hindurchtritt und dort aus der Drillschlaufe 62 ausgehängt werden kann. Zu diesem Zweck ist die Lagerbüchse 45 um eine zur Schwenkachse 50 parallele Achse 51 am Hebel 4 gelagert. Außerdem ist die Kurbel seitlich gegenüber dem Hakenschaft 47 abgekröpft, so daß sie beim Auseinanderschwenken der Hebel 2, 4 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung nicht gegen den Hebel 4 anschlägt.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Nachspannen von Heft- und Verankerungsdrähten für Pflanzen, insbesondere Weinreben, mit zwei begrenzt gegeneinander verschwenkbaren, eine Anschlagplatte für den Draht aufweisenden zweiarmigen Hebeln und einem in den Draht lösbar einhängbaren, beim Auseinanderschwenken der beiden Kraftarme der Hebel von hinten nach vorne über die Außenfläche der Anschlagplatte hinaus verschiebbaren und beim Zusammenklappen der beiden Kraftarme zusammen mit einem in den Haken eingehängten Drahtstück hinter eine Durchtrittsöffnung im Bereich der Anschlagplatte zurückziehbaren und um seine Schaftachse unter Bildung einer Drillschlaufe im Draht verdrehbaren Haken, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Durchtrittsöffnung (26) versehene einteilige Anschlagplatte (25) am Lastarm (24) des einen Hebels (2) angeordnet ist, während am Lastarm (44) des anderen Hebels (4) eine Lagerbüchse (45) angeordnet ist, in der der Haken (46) um seine Schaftachse drehbar gelagert und so angeordnet ist, daß er beim Auseinanderschwenken der Kraftarme (22, 42) von hinten nach vorne durch die Durchtrittsöffnung (26) hindurchschiebbar ist.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagplatte (25) ein zu ihrer Vorderseite hin offenes Winkelprofil aufweist, wobei die Durchtrittsöffnung (26) für den Haken (46) im mittleren Bereich des zur Abstützung des Drahts (6) bestimmten Winkelknicks zwischen den beiden Schenkeln des Winkelprofils angeordnet ist.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbüchse (45) um eine zur Schwenkachse (50) der Hebel (2, 4) parallele Achse (51) begrenzt schwenkbar am Hakenhebel (4) angelenkt ist.
  4. 4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (46) mit einer Kurbel (49) um die Schaftachse (47) drehbar ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (46) zur Seite der Betätigungsstange der Kurbel (49) hin geöffnet ist.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel (49) relativ zum Hakenschaft (47) seitlich abgekröpft ist.
  7. 7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Haken (46) tragende Hebel (4) an einem senkrecht abstehenden Lagerbock (21) des die Anschlagplatte (25) tragenden Hebels (2) schwenkbar gelagert ist.
  8. 8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Kraftarm (42) des den Haken (46) tragenden Hebels (4) ein außerhalb der Handgriffe (23, 43) gegen den Kraftarm (22) des anderen Hebels (2) anschlagender Haltebügel (48) angeordnet ist.
  9. 9. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbüchse (45) über einen Schmiernippel mit Fett beaufschlagbar ist.
  10. 10. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbüchse (45) eine vorzugsweise aus Scheibenfedern bestehende Bremse gegen selbsttätiges Drehen des Hakens enthält.






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