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Dokumentenidentifikation DE3332298C2 26.02.1987
Titel Außenwandkasten für den Verbrennungsluft- und Abgaskanal eines mit einem Brennersystem arbeitenden Gerätes
Anmelder Philipp Kreis GmbH & Co TRUMA-Gerätebau, 8000 München, DE
Erfinder Mossbach, Wilhelm, 8011 Kirchseeon, DE
Vertreter Hain, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 07.09.1983
DE-Aktenzeichen 3332298
Offenlegungstag 21.03.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.02.1987
IPC-Hauptklasse F24C 15/30
Zusammenfassung Bei einem Außenwandkasten für den Verbrennungsluft- und Abgaskanal eines mit einem Brennersystem arbeitenden Gerätes, wie insbesondere eines in einem fahrbaren Raum aufgestellten Heizgerätes, Warmwasserbereiters, Kühlschrankes o. dgl. sind mindestens die Bodenflächen der getrennten Anschlußstutzen (5, 6 bzw. 40, 44) der zum Brennersystem führenden Strömungskanäle (1, 2 bzw. 41, 45) zum Brennersystem hin ansteigend ausgebildet. Zweckmäßig sind alle Umfangswände der Anschlußstutzen sowie auch die an diese Anschlußstutzen anschließenden Zwischenwände (14, 16, 33) in gleicher Weise geneigt, um zu gewährleisten, daß eventuell in den Kastenraum bzw. in die Anschlußstutzen eingedrungenes Regen-, Wasch- oder Kondenswasser sogleich wieder nach außen abfließt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Außenwandkasten für den Verbrennungsluft- und Abgaskanal eines mit einem Brennersystem arbeitenden Gerätes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Bei einem bekannten Außenwandkasten dieser Art (DE-AS 20 44 756) sind die Einmündungen in die Strömungskanäle oberhalb der entsprechenden Ein- bzw. Auslaßöffnungen des Kastenraumes angeordnet. Dadurch sollen auftretende Wind-Druckstöße besser aufgefangen und verhindert werden, daß diese auf den Brenner durchschlagen. Andererseits verhindert diese Konstruktion auch ein Eindringen von Regen- oder Waschwasser in das Leitungssystem. Diese bekannte Lösung setzt aber einen verhältnismäßig großen und tiefen Wandkasten voraus, der in den Wänden von Wohnwagen meist nicht untergebracht werden kann und es wird auch nicht das Ansammeln von Wasser im Wandkasten selbst verhindert, wodurch wiederum die über solche Wasserflächen hinwegstreichenden Luftströme ungünstig beeinflußt werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen einfachen Außenwandkasten zu schaffen, der ein Eindringen von Wasser in die zum Brennersystem führenden Strömungsleitungen sowie auch Wasseransammlungen in ihm und in diesen Leitungen verhindert.

Diese Aufgabe wird an einem Außenwandkasten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß durch die Kennzeichnungsmerkmale dieses Patentanspruches gelöst.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung eines Außenwandkastens wird einmal verhindert, daß das durch eine Abdeckung bzw. ein Wandkastengitter eindringende Wasser tiefer in die Strömungsleitungen gelangen kann; außerdem ist gewährleistet, daß es wieder nach außen abfließt. Selbst bei sehr starkem Bespritzen des Außenwandkastens, wie es bei Booten und Waschanlagen häufig vorkommt, wird ein Eindringen von Wasser in das Leitungs- und Brennersystem ausgeschaltet und so auf einfache Weise die Betriebssicherheit eines geschlossenen Brennersystems wesentlich erhöht.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in einem Unteranspruch aufgeführt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen eines Außenwandkastens für eine Gasfeuerung, die auch in der Zeichnung schematisiert dargestellt sind, näher beschrieben. Es stellen dar:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Außenwandkasten mit voneinander abgesetzten Anschlußstutzen und

Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen anderen Außenwandkasten mit ineinanderliegenden Anschlußstutzen.

Bei dem in Fig. 1 dargestellten Außenwandkasten sind ein oberer Abgaskanal 1 und ein unterer Verbrennungsluftkanal 2, die zu einer Feuerung (nicht gezeichnet) eines Verbrennungssystems führen und die nahe übereinander angeordnet sind, mittels der Anschlußstutzen 5 und 6 gasdicht an einem Wandkasten 10 angeschlossen. Dieser Wandkasten 10 ist durch eine gitterförmige Kastenabdeckung 20 abgedeckt und er wird von einer Rückwand 7 und den Quer- und Längswänden 11 bzw. 12 begrenzt. Der Wandkasten bildet somit ein fertigungs- und einbaugerechtes Formstück, dessen Tiefe zweckmäßig der Tiefe der Außenwand 13 des zu beheizenden Raumes angepaßt ist. Bei diesem Außenwandkasten ragt koaxial zum Abgas-Anschlußstutzen 5 ein gegenüber dieser Öffnung etwa erweiterter Austrittsstutzen 15 in den Wandkasten hinein. An seinem freien Ende bildet er eine Austrittsöffnung 8 für das Abgas. Der Verbrennungsluftkanal 2 endet mit dem Anschlußstutzen 6 in der Rückwand 7 und ist somit zum gesamten Kastenraum 18 hin und zu einer Luft-Eintrittsöffnung 9 offen. Die Kastenabdeckung 20 weist nur im Bereich der Abgas-Austrittsöffnung 8 einen Abweiserrahmen 21 und eine davon abgesetzte Abdeckplatte 22 auf, die sich über die ganze Austrittsöffnung erstreckt, so daß diese gegen direkt auftretende Windstöße geschützt ist. Andererseits reicht diese Abdeckplatte nicht bis zu den seitlichen Wänden des Abweiserrahmens 21, damit durch diese Seitenöffnungen 23 die Abgase frei austreten können. Durch diese Öffnungen und insbesondere im Bereich des Verbrennungsluftkanals 2, dem eine Abdeckung völlig fehlt, ist mit dem Eindringen von Wasser, wie insbesondere Regen- oder Waschwasser, zu rechnen. Um zu verhindern, daß eingespritztes Wasser im Kastenraum 18 oder im Austrittsstutzen 15 stehen bleibt und auch nicht bis in die Anschlußstutzen 5 und 6 hineinspritzt, sind die Anschlußstutzen 5 und 6 vom Wandkasten 10 aus nach oben ansteigend ausgebildet, wodurch auch die Abgas- und Verbrennungsluftkanäle 1 und 2 zunächst nach oben ansteigen. Weiterhin steigen auch die untere Bodenwand 14 des Kastens, der erweiterte Austrittsstutzen 15 zumindest an seiner Bodenwand 16 und eine zusätzliche Trennwand (Bodenwand 25) ebenfalls nach innen hin an, damit auch in diesem Bereich kein Wasser stehen bleibt, sondern sogleich nach außen abfließt.

In Fig. 2 ist ein weiterer einfacher Außenwandkasten dargestellt, der eine Befestigungsplatte 30 mit einer kreisförmigen Öffnung 31 aufweist und eine zylindrische Kastenkammer 32 bildet. Diese zylindrische Ausbildung der Kastenkammer 32 hat den Vorteil, daß der zum Einbau erforderliche Wanddurchbruch eine einfache zylindrische Bohrung sein kann. Eine Zwischenwand 33 unterteilt diese Kammer und die Öffnung 31, so daß ein oberes Abgas Abteil 34 mit einer Austrittsöffnung 35 und ein unteres Verbrennungsluft-Abteil 36 mit einer Luft-Eintrittsöffnung 37 entstehen. Das Abgas-Abteil ist durch eine Rückwand (nicht sichtbar) abgeschlossen, in die ein Anschlußstutzen 40 für den Abgaskanal 41 einmündet. Das Verbrennungsluft-Abteil 36 ist hinten offen, so daß die Umfangswand 43 der Kastenkammer zugleich den Anschlußstutzen 44 für den Verbrennungsluftkanal 45 bildet. Die Kastenkammer, die Anschlußstutzen und damit die Strömungskanäle steigen also von der Befestigungsplatte 30 weg nach hinten an. Eingespritztes Wasser wird daher stets wieder nach außen abfließen. Eine Abschirmleiste 46 gegen einen Übertritt des Abgases in die Luft-Eintrittsöffnung 37 steht in Verlängerung der Zwischenwand 33 einige Millimeter über die Außenebene der Befestigungsplatte 30 vor. Ein unterer Windleitsteg 48 kann die Windverhältnisse ebenfalls günstig beeinflussen. Ein meistens auf der Außenseite auf die Befestigungsplatte aufgesetztes Abdeck- bzw. Schutzgitter ist der Übersicht wegen nicht gezeichnet.

Wenn in den Ausführungsbeispielen stets die vollen Anschlußstutzen ansteigend vorgesehen sind, so schließt dies nicht aus, daß auch nur ihre Bodenflächen einen Anstieg bilden. Auch läßt sich die beschriebene Ausbildung der Stutzen und der zugehörigen Kammern an einzelnen Wandanschlüssen in gleicher Weise verwirklichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Außenwandkasten für den Verbrennungsluft- und Abgaskanal eines mit einem Brennersystem arbeitenden Gerätes, wie insbesondere eines in einem fahrbaren Raum aufgestellten Heizgerätes, Warmwasserbereiters, Kühlschrankes od. dgl., mit einem durch eine Zwischenwand unterteilten, nach außen offenen Kastenraum, dessen oberes Abteil für den Abgasstrom und dessen unteres Abteil für den Verbrennungsluftstrom bestimmt ist, wobei für die zum Brennersystem führenden Strömungskanäle getrennte Anschlußstutzen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenwände (14, 16, 25) des Kastenraumes und mindestens die Bodenflächen der an den Kastenraum sich anschließenden Anschlußstutzen (5, 6 bzw. 40, 44) zum Brennersystem hin ansteigen.
  2. 2. Außenwandkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstieg der ansteigenden Wände (14, 16, 43, 33) unmittelbar an den Kastenraum-Öffnungen (8, 9, 35, 37) beginnt.






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