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Dokumentenidentifikation DE3415372C2 26.02.1987
Titel Stoffauflauf
Anmelder A. Ahlström Oy, Noormarkku, FI
Erfinder Laitinen, Sakari, Huutjärvi, FI;
Nyman, Tapani, Karhula, FI
Vertreter Kuborn, W., Dipl.-Ing.; Palgen, P., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 25.04.1984
DE-Aktenzeichen 3415372
Offenlegungstag 29.11.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.02.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.02.1987
IPC-Hauptklasse D21D 1/02
Zusammenfassung Die Außenwände (18, 19, 20) der Kastenträger (9, 10, 11) des Stoffauflaufs einer Papiermaschine werden durch die von der Stoffsuspension überführte Wärme auf die gleiche Temperatur angewärmt wie die, mit der Stoffsuspension in Berührung stehenden Innenwände (3, 4, 5). Bevorzugt erfolgt dies dadurch, daß eine Flüssigkeit, die im geschlossenen Kreislauf (21, 22, 23) durch an die Außenwände anschließende Flüssigkeitsräume (15, 16, 17) befördert wird, in einen indirekten Wärmeaustauschkontakt mit der Stoffsuspension gebracht wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Stoffauflauf der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.

Ein derartiger Stoffauflauf ist aus der CA-PS 8 49 817 bekannt. Bei der bekannten Ausführungsform grenzt von unten an den Stoffausströmkanal ein Kastenträger, in dessen unterem, der an den Stoffausströmkanal angrenzenden Wandung abgelegenen Bereich eine Flüssigkeitsmenge steht, die durch einen externen Wärmetauscher auf eine der Stoffsuspension angenäherte Temperatur aufgeheizt wird, um den Kastenträger geradezuhalten. Diese Lösung bedarf eines zusätzlichen apparativen Aufwandes in Gestalt der externen Beheizungsvorrichtung. Die Regeleinrichtung, mittels deren die Temperatur der Flüssigkeit an die der Stoffsuspension angeglichen werden soll, stellt einen Unsicherheitsfaktor dar, insofern bei Ungenauigkeiten oder gar einem Ausfall der Regelung doch wieder Temperaturunterschiede und Durchbiegungen auftreten können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Stoffauflauf dahingehend auszugestalten, daß der Temperatur- und Durchbiegungsausgleich einfacher und betriebssicherer wird.

Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegebenen Merkmale gelöst.

Der Grundgedanke ist hierbei, daß die zur Anpassung der Temperatur der Außenwandungen benötigte Wärme der Stoffsuspension selbst entnommen wird. Es bedarf also keiner externen Beheizungseinrichtungen und keiner Regelvorrichtungen. Die Temperatur paßt sich selbsttätig der Temperatur der Stoffsuspension bzw. der an diese angrenzenden Innenwandungen an. Der erforderliche Aufwand besteht lediglich in den verbindenden Rohrleitungen und einer Pumpe.

Ein Stoffauflauf, bei welchem ein an den Stoffausströmkanal angrenzender Kastenträger an der Innenwandung und an der Außenwandung Flüssigkeitsströmungsräume enthält, ist für sich genommen aus der DE-OS 15 11 240 bekannt. Hierbei soll die Oberseite des Kastenträgers erwärmt und die Unterseite gekühlt werden, was mittels einer tropfbaren oder einer gasförmigen Flüssigkeit oder durch elektrischen Strom erfolgen kann. Dies kann nur durch zusätzliche Wärmetauscheinrichtungen erfolgen. Von einer Entnahme der zum Temperaturausgleich erforderlichen Wärme aus der Stoffsuspension ist jedenfalls nicht die Rede.

Anspruch 2 gibt eine zweckmäßige Ausführungsform der Flüssigkeitsströmungsräume wieder.

Anspruch 3 ist auf eine alternative Lösung der Aufgabe gerichtet, die sich des gleichen Prinzips bedient.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine erste Ausführungsform in perspektivischer Ansicht;

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform in perspektivischer Ansicht.

Fig. 1 zeigt den Stoffauflauf 1 einer Papiermaschine, bei dem durch die Unterlippe 2, die untere bzw. obere Begrenzungswand 3, 4 sowie die durch die Begrenzungswand 5 gebildete Oberlippe eine Strömungskammer 6 gebildet ist, die mit Stoffsuspension aus einem Rohrverteiler 7 gespeist wird. Der Stoffauflauf 1 sorgt für die Aufgabe von Stoffsuspension auf das Sieb der Papiermaschine durch den Auslaufspalt 8. Die Weite des Auslaufspaltes 8 wird auf eine an sich bekannte, jedoch nicht näher beschriebene Weise verstellt.

Der Stoffauflauf 1 besteht aus Kastenträgern 9, 10 und 11. In den Kastenträgern sind Flüssigkeitsströmungsräume 12 bis 17 ausgebildet, die sich an die auf der Seite der Strömungskammer 6 gelegenen und deshalb im folgenden als Innenwandungen bezeichneten Begrenzungswände 3 bis 5 sowie die Außenwandungen 18, 19 und 20 der Kastenträger 9, 10 und 11 anschließen. Die jeweils an den Innen- und Außenwandungen 3, 18; 4, 19 bzw. 5, 20 ein und desselben Kastenträgers 9, 10 bzw. 11 ausgebildeten Flüssigkeitsströmungsräume 12, 15; 13, 16 bzw. 14, 17 sind durch Flüssigkeitsleitungen miteinander verbunden. In den dargestellten Flüssigkeitsleitungen 21, 22 und 23 sind Pumpen 24, 25, 26 angeordnet, mittels deren die Flüssigkeit zwischen den Flüssigkeitsströmungsräumen 12 und 15, 13 und 16 bzw. 14 und 17 umgewälzt werden kann.

Über die in Berührung mit der heißen Stoffsuspension stehenden Innenwandungen 3, 4 und 5 erfolgt ein Wärmeübergang durch einen indirekten Wärmeaustauschkontakt mit der im Umlauf befindlichen Flüssigkeit, die wiederum die Außenwandungen 18, 19 und 20 der Kastenträger 9, 10 und 11 auf eine Temperatur entsprechend der der Innenwandungen 3, 4, 5 erwärmt. Da die Temperaturen der einander gegenüberliegenden Wandungen eines Kastenträgers dadurch gleich hoch sind, ist auch die Wärmedehnung gleich groß, wodurch der Kastenträger gerade bleibt.

Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform des Stoffauflaufs, bei dem um das den Rohrverteiler 7 speisende Zuführrohr 27 für die Stoffsuspension ein Flüssigkeitsmantel 28 gebildet ist, wobei die ihn durchströmende Flüssigkeit 29 mittels der Pumpe 30 durch den durch das ganze Innere des Kastenträgers 11 ausgebildeten Flüssigkeitsraum 31 und dann über die Leitung 32 wieder zurück in den Flüssigkeitsmantel 28 befördert wird. In dem Flüssigkeitsmantel 28 erfolgt ein Wärmeübergang in die zirkulierende Flüssigkeit durch indirekten Wärmeaustauschkontakt, und zwar so, daß ihre Temperatur der der Stoffsuspension annähernd entspricht. Da die Außenwandung 20 und die Innenwandung 5 des Kastenträgers 11 an den Flüssigkeitsraum 31 angrenzen, durch den die von der Stoffsuspension erwärmte Flüssigkeit strömt, sind ihre Temperaturen und Wärmedehnungen gleich große. Die Flüssigkeitsräume 15 und 16 der Kastenträger 9 und 10 sind im Flüssigkeitskreislauf entweder parallel oder in Reihe mit dem Flüssigkeitsraum 31 geschaltet. Die Innenwandungen 3 und 4 werden von der in der Strömungskammer 6 des Stoffauflaufs befindlichen Stoffsuspension und die Außenwandungen 18, 19 durch die an die Außenwandungen 18 und 19 angeschlossenen Flüssigkeitsräume auf gleiche Temperatur erwärmt. Die Konstruktion des Kastenträgers 11 und der Kastenträger 9 und 10 sind alternative Lösungen, die wahlweise verwendet werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Stoffauflauf, bei welchem die Wandung der von der Stoffsuspension durchströmten Kammer eine Wandung mindestens eines sich längs des Stoffauflaufs erstreckenden Kastenträgers umfaßt, dessen dieser Wandung gegenüberliegende Außenwandung in Kontakt mit einer Flüssigkeitsmenge steht, die aufgrund des Wärmeüberganges eine der Stofftemperatur angenäherte Temperatur aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an der der durchströmten Kammer (6) zugewandten Innenwandung (3; 4; 5) und an der Außenwandung (18; 19; 20) des Kastenträgers (9; 10; 11) ausgebildete Flüssigkeitsströmungsräume (12, 15; 13, 16; 14, 17) zum Ausgleich der Temperaturunterschiede jeweils untereinander durch mit Pumpen (24; 25; 26) versehene Leitungen (21, 22, 23) verbunden sind.
  2. 2. Stoffauflauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsströmungsräume (12, 15; 13, 16; 14, 17) im Innern der Kastenträger (9; 10; 11) ausgebildet sind.
  3. 3. Stoffauflauf, bei welchem die Wandung der von der Stoffsuspension durchströmten Kammer eine Wandung mindestens eines sich längs des Stoffauflaufs erstreckenden Kastenträgers umfaßt, dessen dieser Wandung gegenüberliegende Außenwandung in Kontakt mit einer Flüssigkeitsmenge steht, die aufgrund des Wärmeüberganges eine der Stofftemperatur angenäherte Temperatur aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführrohr (27) für die Stoffsuspension von einem Flüssigkeitsmantel (28) umgeben ist, der in den durch die Leitung (29), die Pumpe (30), den Flüssigkeitsströmungsraum (31, 15, 19) und die Rückleitung (32) gebildeten Flüssigkeitskreislauf eingeschaltet ist.






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