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Dokumentenidentifikation DE3534806A1 02.04.1987
Titel Alarmanlage
Anmelder Jaufmann, Ingrid, 6350 Bad Nauheim, DE
Erfinder Jaufmann, Gerd, 6350 Bad Nauheim, DE
Vertreter Schlagwein, U., Dipl.-Ing., PAT.-ANW.; Ruppert, K., RECHTSANW., 6350 Bad Nauheim
DE-Anmeldedatum 30.09.1985
DE-Aktenzeichen 3534806
Offenlegungstag 02.04.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.04.1987
IPC-Hauptklasse G08B 13/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Alarmanlage zur Sicherung von Räumen gegen Einbruch, welche einen Sensor, eine Auswertelektronik und einen Warngeber hat. Solche Warnanlagen sind allgemein bekannt.

Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen, Kraftwagen und vor allem auch Wochenendhäusern nimmt ständig zu, so daß ein ständig wachsender Bedarf an Alarmanlagen zur Verhinderung von Einbrüchen besteht. Es gibt bereits sehr verschiedenartige Alarmanlagen. Bekannt sind insbesondere Glasbruchmelder, Bewegungsmelder und mittels Magnetkontakten arbeitende Einrichtungen, die beim Öffnen einer Türe oder eines Fensters einen Stromkreis schließen oder unterbrechen und dadurch ein Warnsignal auslösen. Allen diesen Alarmanlagen ist gemeinsam, daß sie erst wirksam sind, wenn ein Einbruch erfolgt ist. Ein weiterer, gravierender Nachteil liegt bei den Bewegungsmeldern und auch bei den Glasbruchmeldern darin, daß sie sehr leicht einen Fehlalarm auslösen. Zur Sicherung von Kraftfahrzeugen eignen sich Bewegungsmelder nur sehr bedingt, weil diese bei Wind leicht wackeln und es dadurch zu einer Alarmauslösung kommen kann. Hiervon abgesehen sind die bekannten Alarmanlagen aufgrund eines aufwendigen Aufbaus teuer in der Anschaffung und erfordern vielfach ein Verlegen von Kabeln und einen festen Einbau.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Alarmanlage der eingangs genannten Art derart zu gestalten, daß sie möglichst einfach im Aufbau ist und bereits einen Einbruchsversuch meldet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Sensor ein Schallaufnehmer ist und die Auswertelektronik Frequenzfilter zum Herausfiltern typischer Frequenzen von beim Einbruch entstehenden Geräuschen aufweist und diese Frequenzen zum Ansteuern des Warngebers benutzt sind.

Eine solche Alarmanlage vermag auf die bei einem Einbruch typischerweise auftretenden Geräusche anzusprechen, also insbesondere auf Glasbruch, Bohrgeräusche oder von Metall auf Metall schlagende Klappergeräusche, wie sie beim Hantieren innerhalb eines Türschlosses entstehen. Dadurch wird bereits ein Einbruchversuch gemeldet, so daß ein Einbrecher zum frühestmöglichen Zeitpunkt abgeschreckt wird.

Besonders einfach und damit kostengünstig herstellbar ist die erfindungsgemäße Alarmanlage, wenn gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung der Sensor durch das Membranteil eines Piezosummers gebildet ist. Bei dieser Ausführungsform wird ein elektronisches Bauteil, welches eigentlich zur Schallerzeugung vorgesehen ist, als Schallaufnehmer benutzt. Ein solches Membranteil vermag besonders gut auf die infrage kommenden Geräusche anzusprechen.

Eine ganz besonders einfache Alarmanlage zur Sicherung einer Türe vor Aufbrechen zeichnet sich dadurch aus, daß sie in einem an ein Türblatt befestigbares Gehäuse vorgesehen ist und der Schallaufnehmer sich innenseitig an der Befestigungsfläche des Gehäuses befindet. Eine solche Alarmanlage nimmt aufgrund der besonderen Anordnung des Schallaufnehmers innenseitig am Gehäuse keinen Schall aus der umgebenden Luft sondern nur Körperschall aus der Türe auf. Dadurch spricht die Alarmanlage bei einem Hantieren am Türschloß sehr leicht an, reagiert jedoch nicht auf irgendwelche Geräusche in dem Raum, in dem die Alarmanlage installiert ist.

Üblicherweise werden Alarmanlagen mittels eines Scharfschaltknopfes ein und ausgeschaltet. Ein Verzögerungsglied sorgt beim Einschalten dafür, daß nach dem Einschalten ausreichend Zeit zum Verlassen des Raumes und Abschließen der Türe verbleibt. Beim Betreten des Raumes darf die Warnanlage nicht gleich ansprechen, damit eine zum Betreten des Raumes befugte Person Zeit genug hat, um die Alarmanlage auszuschalten. Leider gelingt es manchmal auch Einbrechern, solche Alarmanlagen vor einem Alarm abzuschalten. Diese Nachteile können gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dadurch vermieden werden, daß zum Ein- und Ausschalten der Alarmanlage ein Scharfschaltknopf vorgesehen ist, welcher in Einschaltstellung über ein Verzögerungsglied die Alarmanlage aktiviert und daß zusätzlich zum kurzfristigen Ausschalten ein von einem Sender aktivierbarer Empfänger vorgesehen ist. Eine solche Alarmanlage kann ein Berechtigter mittels eines kodierten Senders kurzfristig ausschalten, dann rasch den überwachten Raum betreten und anschließend den Scharfschaltknopf in Ausstellung bringen. Dieses kurzfristige Ausschalten mittels eines Senders erlaubt es, daß die Alarmanlage ohne eine solche Ausschaltung mittels des Senders beim Vorliegen eines Alarmsignals sofort anspricht, so daß die Einbruchsicherheit wiederum erhöht wird.

Eine Postzulassung des Senders und Empfängers ist nicht erforderlich, wenn der Sender und der Empfänger mit Infrarotstrahlen arbeiten.

Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips sind zwei davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Alarmanlage,

Fig. 2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Alarmanlage,

Fig. 3 einen Schaltplan der Alarmanlage nach der Fig. 1.

Die Fig. 1 zeigt ein Gehäuse 1 einer Alarmanlage, aus dem nach vorn hin ein Piezosummer 2 als Warngeber ragt. Das Gehäuse 1 hat eine Rückwand 3, auf der ein Klebeband 4 angebracht ist, damit das Gehäuse 1 ohne Aufwand auf ein Türblatt befestigt werden kann. An der Innenseite der Rückwand 3 ist ein Schallaufnehmer 5 befestigt, bei dem es sich um das Membranteil eines Piezosummers handelt. Durch diese Anordnung des Schallaufnehmers 5 an der Rückwand 3 nimmt der Schallaufnehmer 5 den Körperschall der Türe auf, auf der das Gehäuse 1 befestigt ist, nicht aber Raumschall. Gestrichelt dargestellt ist eine Auswertelektronik 6, die aus den vom Schallaufnehmer aufgenommenen Frequenzen diejenigen herausfiltert, die für einen Einbruchsfall typisch sind. Sind solche Frequenzen vorhanden, dann wird der Piezosummer aktiviert.

Zum Ein- und Ausschalten der Alarmanlage dient ein Scharfschaltknopf 7 an der oberen Seite des Gehäuses 1. Nicht gezeigte Verzögerungsglieder bewirken, daß nach einem Einschalten der Alarmanlagen noch genug Zeit zum Verlassen des überwachten Raumes verbleibt und umgekehrt, nach einem raschen Betreten des Raumes die Alarmanlage abgeschaltet werden kann, bevor Alarm ausgelöst wird.

Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen zunächst dadurch, daß der Schallaufnehmer 5 an der Gerätevorderseite vorgesehen ist. Er ist deshalb in der Lage, Raumschall aufzunehmen. Das Ein- und Ausschalten der Alarmanlage erfolgt ebenfalls mittels eines Scharfschaltknopfes 7. Zusätzlich ist jedoch zum kurzfristigen Ausschalten ein Empfänger 8 und ein Sender 9 vorgesehen. Dieser Sender 9 und der Empfänger 8 können mit Infrarotlicht arbeiten. Will ein Berechtigter einen mit der Alarmanlage überwachten Raum betreten, so muß er zunächst zum Beispiel durch ein Fenster mit dem Sender 9 den Empfänger 8 aktivieren. Dadurch wird die Alarmanlage für eine kurze Zeit abgeschaltet, in der es dem Berechtigten möglich ist, den Raum zu betreten und den Scharfschaltknopf 7 zum endgültigen Ausschalten der Alarmanlage zu betätigen. Ist der Empfänger 8 nicht aktiviert, so gibt die Alarmanlage im Gegensatz zu der zuerst beschriebenen Alarmanlage ohne Zeitverzögerung Alarm.

Der in Fig. 3 gezeigte Schaltplan der ersten Alarmanlage zeigt den Piezosummer 2 und den Schallaufnehmer 5 sowie den Scharfschaltknopf 7. Kernstück einer Auswertelektronik 6 ist ein IC-Glied 10, welches aus den vom Schallaufnehmer 5 aufgenommenen Frequenzen diejenigen herausfiltert, die bei einem Einbruchsversuch typischerweise auftreten. Sind solche Frequenzen vorhanden, dann wird über eine Leitung 11 ein Transistor 12 angesteuert, der dann durchschaltet und Strom zum Piezosummer fließen läßt, so daß dieser sein Warnsignal abgibt. Die Auswertelektronik enthält weiterhin zwei Eingangsverstärker 13, 14, vier Zeitverzögerungswiderstände 15, 16, 17, 18 und weitere Bauteile, die dem Elektronikfachmann geläufig sind.

  • Auflistung der verwendeten Bezugszeichen

    1 Gehäuse

    2 Piezosummer

    3 Rückwand

    4 Klebeband

    5 Schallaufnehmer

    6 Auswertelektronik

    7 Scharfschaltknopf

    8 Empfänger

    9 Sender

    10 IC-Glied

    11 Leitung

    12 Transistor

    13 Eingangsverstärker

    14 Eingangsverstärker

    15-18 Zeitverzögerungswiderstände


Anspruch[de]
  1. 1. Alarmanlage zur Sicherung von Räumen gegen Einbruch, welche einen Sensor, eine Auswertelektronik und einen Warngeber hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor ein Schallaufnehmer (5) ist und die Auswertelektronik (6) Frequenzfilter zum Herausfiltern typischer Frequenzen von beim Einbruch entstehenden Geräuschen aufweist und diese Frequenzen zum Ansteuern des Warngebers (Piezosummer 2) benutzt sind.
  2. 2. Alarmanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor durch das Membranteil eines Piezosummers (2) gebildet ist.
  3. 3. Alarmanlage nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alarmanlage in einem an ein Türblatt befestigbares Gehäuse (1) vorgesehen ist und der Schallaufnehmer (5) sich innenseitig an der Befestigungsfläche des Gehäuses (1) befindet.
  4. 4. Alarmanlage nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein- und Ausschalten der Alarmanlage ein Scharfschaltknopf (7) vorgesehen ist, welcher in Einschaltstellung über ein Verzögerungsglied die Alarmanlage aktiviert und daß zusätzlich zum kurzfristigen Ausschalten ein von einem Sender (9) aktivierbarer Empfänger (8) vorgesehen ist.
  5. 5. Alarmanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (9) und der Empfänger (8) mit Infrarotstrahlen arbeiten.






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