Die Erfindung betrifft einen Häcksler oder dgl. Zerkleinerungsmaschine
mit wenigstens einem um eine Drehachse der Messerwelle
rotierenden mit seiner Schneidkante mit einem
Umfangsspalt entlang der Rückhaltewand des Häckslergehäuses
an einer Gegenschneide vorbeistreichendem Messer,
wobei die Gegenschneide auf einer Gegenschneidauflage zu
der Umlaufebene der Messerschneidkante mittels einer Verschiebe-
und Arretierungsvorrichtung einstellbar ist.
Bei einem bekannten Häcksler dieser Art besteht die Verschiebevorrichtung
aus Keilgetrieben, bei denen die Keile
durch eine Maschinenschraube angetrieben werden. Zur
Arretierung dienen von einer leicht zugänglichen Stelle
des Häckslers betätigbare Maschinenschrauben.
Nachteilig ist hierbei, daß beim Einstellen der Gegenschneide
mehrere Schrauben zu lösen sind und daß die aus
einem antreibbaren und einem angetriebenen Teil bestehenden
Keilgetriebe sehr aufwendig sind und schwer eine Fernbedienung
zulassen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin,
eine leicht und auch fernbedienbare Verschiebe- und
Arretiervorrichtung zu schaffen.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale
des Patentanspruches 1 gelöst.
In den Patentansprüchen 2-9 sind vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung beschrieben.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles
erläutert und beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt eines Häckslers
im Bereich des Häckslermundstücks;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung
gemäß Fig. 1.
In der Zeichnung ist mit 1 eine an der Unterkante des
Häckslermundstücks 18 angeordnete Gegenschneide, mit 20
die Messerwelle der mit 21 gekennzeichneten Messer bezeichnet.
Die Gegenschneide 1 ist an ihren Enden mittels Schrauben 17,
unter deren Kopf z. B. Tellerfedern 19 angeordnet
sind, gefedert angeschraubt. Nicht dargestellte Langlöcher
in der Gegenschneide 1 und in der Spannplatte 14
ermöglichen ein Verschieben der Gegenschneide radial
zu den Messern 21. Zur Einstellung der Gegenschneide
dient erfindungsgemäß eine Verschiebevorrichtung 3.
Diese besteht in einer bevorzugten Ausführung z. B. aus
einem in einem ortsfesten Gelenk 25 gelagerten Winkelhebel 11,
dessen Lastarm 12 über ein Pleuel 13 und
Spannplatte 14 mit der Gegenschneide 1 verbunden ist
und dessen Kraftarm 15 über eine Spindel 16 betätigbar
ist.
An der Spannplatte 14 greift erfindungsgemäß die in
Fig. 1 ersichtliche Arretiervorrichtung 4 mit Klemmbacken 7
an. Die Arretiervorrichtung 4 besteht aus der
Auslösevorrichtung 6 und der Klemmvorrichtung 24, die
z. B. aus Klemmbacken 7, damit verbundenen Hebeln 8 und
einem Arbeitsspeicher 5 bestehen. Die Klemmbacken 7
sind Teil eines Hebels 8, der in ortsfesten Lagern 26
gelagert ist. An den Kraftarmen 8a der Hebel 8 greift
eine Druckfeder 9 als Arbeitsspeicher 5 an. Eine
hydraulische Zylinderkolbeneinheit 10 wirkt der Spannkraft
der Druckfeder 9 entgegen und bewirkt ein Lösen
der Klemmbacken 7 zur Nachstellung der Gegenschneide 1.