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Dokumentenidentifikation DE3535909A1 09.04.1987
Titel Häcksler oder dgl. Zerkleinerungsmaschine
Anmelder Karl Mengele & Söhne Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH & Co, 8870 Günzburg, DE
Erfinder Wistuba, Eberhard, 8871 Retenbach, DE;
Nusser, Martin, 7908 Niederstotzingen, DE;
Lenzer, Xaver, 8871 Kötz, DE
DE-Anmeldedatum 08.10.1985
DE-Aktenzeichen 3535909
Offenlegungstag 09.04.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.04.1987
IPC-Hauptklasse A01F 29/22
IPC-Nebenklasse A01F 29/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Häcksler oder dgl. Zerkleinerungsmaschine mit wenigstens einem um eine maschinenfeste Drehachse rotierenden mit seiner Schneidkante an einer Gegenschneide vorbeistreichendem Messer, dessen Schleiffläche der Gegenschneide zugekehrt ist und in der von der umlaufenden Messerschneidkante beschriebenen Fläche bzw. Ebene verläuft, wobei in der Betriebsstellung des Messers ein in die Maschine eingebauter sich in seiner Betriebsstellung etwa parallel zu dem Messer etwa in dessen Länge bzw. dessen Schneidenumlaufebene erstreckender rotationsförmiger Schleifkörper zu dem Messer zustellbar angeordnet ist.

Aus der GB-PS 14 275 ist ein Scheibenradhäcksler bekannt, bei welchem eine kegelige frei drehbare Schleifscheibe mittels einer Zustellvorrichtung zu den Schleifflächen der Messer anstellbar ist.

Die Messerscheibe des Häckslers wird zum Schleifen in Rotation versetzt, wobei die Messer mit ihren Schleifflächen an dem Schleifkörper vorbeistreichen und diesen in Rotation versetzen. Hierdurch soll eine gleichmäßige Abnutzung des Schleifkörpers bewirkt werden.

Durch Beschädigungen der Messerschneiden kann es jedoch hierbei vorkommen, daß der Schleifkörper an den entsprechenden Stellen eine stärkere Abnutzung erfährt, so daß die Schneiden bei weiterem Nachschleifen ungleichmäßig geschliffen werden. Außerdem ist die Schnittgeschwindigkeit bei der bekannten Schleifvorrichtung gering und damit läßt auch die Schneidenqualität zu wünschen übrig.

Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, Beschädigungen des Schleifkörpers zu vermeiden und eine bessere Schleifleistung zu erzielen.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Weitere Ausgestaltungen des Anmeldungsgegenstandes sind in den Ansprüchen 2-8 aufgeführt.

In der Zeichung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben und näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Teilseitenansicht eines Trommelhäckslers mit der erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung;

Fig. 2 eine Vorderansicht der Schleifvorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Schleifvorrichtung gemäß Fig. 2.

In der Zeichnung ist mit 1 die Drehachse einer Messertrommel und mit 2 sind die außen an dieser angeordneten Messer bezeichnet. Das Messer 2a ist im Eingriff mit dem Gegenmesser 3 zu sehen.

Oben an dem die Messertrommel umschlingenden Gehäuse 4 ist eine rechteckige Öffnung 5 vorgesehen, in welche ein zylindriger Schleifkörper 6 beim Schleifen - wie dargestellt - hineinragt. Der Schleifkörper 6 ist mit seiner Welle 7 beidseits an Armen 8a einer Schwinge 8 mit Drehpolen 9a einer Achse 9 gelagert. 8b ist eine obere Abdeckung des Schleifkörpers 6. An einem der Schwingarme 8a ist ein Stellhebel 10 angebracht, der durch einen Spindeltrieb 11 betätigbar ist und mit dem der Schleifkörper in Arbeits- und Ruhestellung verbringbar ist. In Letzterer wird die Öffnung 5 durch in Steuerschlitzen 12a und 12b geführte Schließbleche 13a und 13b, die an die Schwinge 8 angeschlossen sind, verschlossen.

Gemäß Fig. 3 ist der Schleifkörper 6 durch einen rechts dargestellten Ölmotor 14 angetrieben. An der anderen Schleifkörperseite ist an den seitlichen Enden der Abdeckung 8b je eine Stirnwand 8c angebracht, die in einer zentralen Bohrung Lagerbuchsen 15 eingepreßt. In dieser ist ein axial verschiebbares Lagerteil 16 vorgesehen, in dem eine die Welle 7 abstützendes Kugellager 17 angeordnet ist. Der Innenring des Kugellagers 17 ist fest mit der Welle 7 verspannt. Beidseitig an der Lagerbuchse 17 sind Laschen 18 angeordnet. Vorne an Letzteren ist eine Achse vorgesehen, die den Drehpol für einen Schwingarm 20 abgibt. Der Schwingarm 20 ist durch ein Pleuel 21 mit einer Kurbelscheibe 22 verbunden, welche durch einen Elektromotor 23 angetrieben ist. Die hierdurch erzeugten oszillierenden Bewegungen des Schwingarmes 20 werden über eine Lasche 24 auf das Gleitteil 16 übertragen und der Schleifkörper 6 samt dem Ölmotor 14 in eine Hin- und Herbewegung versetzt. Zu diesem Zweck sind die Leitungen 25a und 25b des Ölmotors 14 flexibel ausgeführt.


Anspruch[de]
  1. 1. Häcksler und dgl. Zerkleinerungsmaschine mit wenigstens einem um eine maschinenfeste Drehachse rotierenden mit seiner Schneidkante an einer Gegenschneide vorbeistreichendem Messer, dessen Schleiffläche der Gegenschneide zugekehrt ist und in der von der umlaufenden Messerschneidkante beschriebenen Fläche bzw. Ebene verläuft, wobei in der Betriebsstellung des Messers ein in die Maschine eingebauter sich in seiner Betriebsstellung etwa parallel zu dem Messer etwa in dessen Länge bzw. dessen Schneidenumlaufebene erstreckender rotationsförmiger Schleifkörper zu dem Messer zustellbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper einends rotierend und anderenends in Richtung seiner Achse hin- und herbewegt angetrieben ist.
  2. 2. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper die Form eines Zylinders aufweist.
  3. 3. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper derart angetrieben ist, daß sich sein Mantel beim Schleifen gegen die an ihm vorbeistreichende Messerfläche dreht.
  4. 4. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl und die Axialhübe des Schleifkörpers durch Koppelung in einem festen Verhältnis zueinander stehen.
  5. 5. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper durch einen die Hubbewegungen mitvollführenden ölhydraulischen Motor angetrieben ist.
  6. 6. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oszillierende Bewegung durch einen doppelt wirkenden umgesteuerten Zylinder bewirkt wird.
  7. 7. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oszillierende Bewegung durch einen Motor über eine Kurbelschleife bewirkt wird, wobei das Schiebeglied mit einer Klaue in eine Rastkerbe des Schleifkörpers des Schleifkörperwellenstumpfes eingreift.
  8. 8. Häcksler nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubfrequenz regulierbar ist.






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