PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3624511A1 07.05.1987
Titel Küvette zur Bestrahlung von biologischen Flüssigkeiten mit ultraviolettem Licht
Anmelder VE Kombinat PRÄCITRONIC Dresden, DDR 8016 Dresden, DD
Erfinder Niehoff, Wolfgang, Dr.-Ing., DDR 8019 Dresden, DD;
Wenzel, Johannes, Dipl.-Ing., DDR 8021 Dresden, DD;
Kriebisch, Reiner, DDR 8019 Dresden, DD;
Seeber, Franz, DDR 6301 Oehrenstock, DD
DE-Anmeldedatum 19.07.1986
DE-Aktenzeichen 3624511
Offenlegungstag 07.05.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.05.1987
IPC-Hauptklasse G21K 5/00
IPC-Nebenklasse G01N 21/03   A61M 1/36   B01J 19/12   

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Küvette zur Bestrahlung von Eigenblut, Plasma oder anderen biologischen Flüssigkeiten mit ultraviolettem Licht.

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen

Es sind mehrere technische Lösungen zur Bestrahlung von Blut, Plasma oder anderen Flüssigkeiten mit ultraviolettem Licht bekannt. Das Blut wird mit einem Sauerstoff/Ozon-Gemisch aufgeschäumt und dieser Blutschaum wird mit UV-Licht bestrahlt (DE- PS 9 57 877). Es ist auch dazu ein geschlossener Kreislauf (Körpe - Pumpe - Aufschäumer/Blutbestrahlungseinrichtung - Entschäumer - Körper) bekannt (US-PS 43 21 919). Weiterhin ist es bekannt, die UV-Strahlung über ein Lichtleitkabel direkt in das Gefäßsystem des Körpers zu bringen (DE-OS 29 43 310). Es ist auch bekannt, daß Blut in einer Spritze aus Quarzglas außerhalb des Körpers mit UV-Licht zu bestrahlen. Alle genannten Verfahren bzw. Einrichtungen erfordern einen hohen apperativen Aufwand und exakt einzuhaltende Handhabungstechniken. Insbesondere bei in-vitro-Bestrahlungen ist die Gefahr der Vertauschung des Blutes gegeben.

Deshalb hat sich ein Verfahren eingeführt, bei dem die erwünschte Oberflächenvergrößerung des zu behandelnden Blutvolumens dadurch erreicht wird, daß das Blut zwischen zwei, in geringem Abstand angeordneten, für die gewünschte Strahlung durchlässige Glasrohre oder Glasplatten (Küvette) geführt wird (DD-PS 69 886). Die Küvette mit den Schlauchanschlüssen ist symmetrisch ausgebildet. Das Blut wird in einem nicht unterbrochenen Prozeß über ein Schlauch-Küvetten-System, eine Kanüle und einer Spritze aus dem Körper entnommen und wieder zurückgeführt. Diese an sich sehr einfache Methode hat die Nachteile, daß durch die symmetrische Anordnung der Eingangs- und Ausgangsstutzen der Küvette die Reinigung durch tote Winkel in der Küvette erschwert wird und daß darauf geachtet werden muß, daß bei der Reinjektion keine Gasblasen in den Körper gelangen. Weiterhin ist das Aufschieben des Schlauches auf die Eingangs- und Ausgangsstutzen der Küvette sowie das Entfernen zwecks Sterilisation problematisch, so daß es dabei oft zur Zerstörung der Küvette kommt.

Ziel der Erfindung

Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Küvette zu schaffen, mit welcher der Behandlungsprozeß für den Patienten im Hinblick auf Sterilisationsfehler und Embolien risikoärmer, sowie der Arbeitsaufwand und die Gefahr von Zerstörungen der Küvette bei deren Vorbereitung für den Behandlungsprozeß minimiert wird.

Darlegung des Wesens der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Küvette zur Bestrahlung von biologischen Flüssigkeiten mit ultraviolettem Licht zu schaffen, die das Eindringen von Gasblasen in das Schlauchstück zum Körper weitestgehend verhindert und das Wechseln der Schlauchverbindungen erleichtert. Außerdem soll die Reinigung der Küvette erleichtert werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einer flachen Küvette aus einem die gewünschte Strahlung durchlässigen Material dadurch gelöst, daß die Küvette in der Ebene die Form eines Parallelogramms hat und beide Anschlüsse nicht mehr symmetrisch sondern asymmetrisch zur Längsachse angeordnet sind, indem sich je ein Anschluß oben und unten befindet. Beide Anschlüsse verlaufen jedoch parallel zueinander und parallel zu den Längsseiten der Küvette. Dabei befindet sich der patientenseitige Anschluß unten und der spritzenseitige oben. Alle Ecken der Küvette sind als Rundung ausgeführt. Die Anschlüsse sind in der in der Medizintechnik bekannten Verbindungstechnik, z. B. Luer, Luer- Look, Record ausgeführt. Dadurch ist eine einwandfreie Verbindung mit Spritzen, Kanülen und Schläuchen gewährleistet.

Es ist zweckmäßig, der der UV-Strahlungsquelle zugewandten Seite der Küvette aus die Strahlung durchlässigem Material und die ihr gegenüber liegende Seite aus sie undurchlässigem Material auszuführen.

Es ist auch vorteilhaft, die Anschlüse als in der Glastechnik üblichen Normalschliff mit entsprechendem Durchmesser auszuführen.

Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die asymmetrische Anordnung der Ein- und Ausgangsanschlüsse eine bessere Reinigung möglich ist, da tote Zonen durch eine Verrundung der Ecken vermieden werden. Weiterhin steigen durch den unten liegenden patientenseitigen und den oben liegenden spritzenseitigen Anschluß eventuell im Schlauch-Küvetten-System vorhandene Gasblasen nach oben und sind so wesentlich besser zu beobachten, so daß die Gefahr von Embolien stark herabgesetzt ist.

Ausführungsbeispiel

Die zugehörige Zeichnung zeigt in

Fig. 1: eine Draufsicht einer Küvette

Fig. 2: eine Seitenansicht

Die Küvette besteht aus zwei die UV-Strahlung durchlässigen Glasplatten 1; 2, die flüssigkeitsundurchlässig miteinander verbunden sind und die Form eines Parallelogramms mit stark abgerundeten Ecken haben. An den zwei sich diagonal gegenüber liegenden Ecken sind Anschlüsse 3; 4 zueinander und zu den Längsseiten parallel verlaufend angeordnet. Der obere Anschluß 3 ist für den Anschluß der Spritze und der untere Anschluß 4 für den Anschluß zum Patienten vorgesehen. Die Anschlüsse 3; 4 sind nach dem in der Medizintechnik üblichen Prinzip "Record" ausgeführt, die als Fertigteil an den Anschlußstutzen 5, zu dem zwei Ecken der Küvette ausgebildet sind, eingekittet sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Küvette zur Bestrahlung von biologischen Flüssigkeiten mit ultraviolettem Licht, aus die Strahlung durchlässigem Material, welche flach ausgebildet ist und einen Eingangs- und Ausgangsanschluß besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Küvette in der Ebene die Form eines Parallelogramms hat, daß die Anschlüse (3; 4) zueinander und zu den Längskanten des Parallelogramms parallel verlaufend derart angeordnet sind, daß der Anschluß (4) für den Patienten unten und der Anschluß (3) für die Spritze oben angeorndet ist, daß alle Ecken als Rundungen ausgebildet sind und daß die Anschlüsse (3; 4) in der in der Medizintechnik bekannten Verbindungstechnik ausgeführt sind.
  2. 2. Küvette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Strahlungsquelle zugewandte Seite aus die Strahlung durchlässigem Material und die Gegenseite aus die Strahlung undurchlässigem Material besteht.
  3. 3. Küvette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (3; 4) als in der Glastechnik üblicher Normalschliff ausgeführt sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com