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Dokumentenidentifikation DE3503051C2 27.05.1987
Titel Vorrichtung zum Vorschnitt von Rebholz an Weinstöcken in Drahtrahmenanlagen mit Kordonerziehung
Anmelder Pieroth, Artur;
Pieroth, Udo;
Pieroth, Armin, 6530 Bingen, DE
Erfinder Pieroth, Artur;
Pieroth, Udo;
Pieroth, Armin, 6530 Bingen, DE
Vertreter Becker, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 6530 Bingen
DE-Anmeldedatum 30.01.1985
DE-Aktenzeichen 3503051
Offenlegungstag 31.07.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.05.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1987
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 35464453
IPC-Hauptklasse A01G 17/02
IPC-Nebenklasse A01G 3/04   A01G 3/08   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vorschnitt von Rebholz an Weinstöcken in Drahtrahmenanlagen mit Kordonerziehung, die aus mindestens einer über einen Tragrahmen beweglich an einem Schlepper angebrachten Baueinheit aus mehreren übereinander angeordneten, rotierend angetriebenen Fangkörben, in denen sich jeweils konzentrisch ein Schneidsystem befindet, besteht. Der Gegenstand der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Antrieb der Schneidsysteme (12) über eine fest mit diesen verbundene sowie zentral durch die Fangkörbe (11) geführte Welle (34) mit zugeordnetem Motor (16) erfolgt, und daß der Antrieb der Fangkörbe (11) über einen mit einem der endseitigen Fangkörbe (11) verbundenen Motor (14) sowie über zwischen den einzelnen Fangkörben (11) befestigte, drehbar auf der Welle (34) gelagerte Verbindungselemente (51) erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vorschnitt von Rebholz an Weinstöcken in Drahtrahmenanlagen mit Kordonerziehung, die aus mindestens einer über einen Tragrahmen beweglich an einem Schlepper angebrachten Baueinheit aus mehreren übereinander angeordneten, angetriebenen Schneidsystemen, um die herum jeweils konzentrisch ein Fangkorb drehbar gelagert ist, besteht, wobei der Antrieb der Schneidsysteme über eine fest mit diesen verbundene sowie zentral durch die Fangkörbe geführte Welle mit zugeordnetem Motor erfolgt.

In Weinberganlagen mit Kordonerziehung ist der mechanische Rebschnitt insofern schwierig, als die in der Weinbergzeile in einem Abstand von 6 m bis 12 vorhandenen Pfähle und die daran übereinander befestigten Drähte nicht verletzt werden dürfen. In einer Kordon-Anlage werden von den einzelnen Rebstöcken in einem Abstand von etwa 0,5 m bis 1 m zum Boden jeweils zwei Kordonarme in Richtung der Weinbergzeile entgegengesetzt zueinander abgebogen und am Biegedraht der Drahtanlage befestigt, so daß der Rebstock die Form eines T erhält. Auf den Kordonarmen werden Augen stehengelassen, aus denen im Sommer die Fruchttriebe wachsen. Diese Fruchttriebe bilden nach der Ernte im Herbst das Rebholz und müssen im kommenden Frühjahr auf ca. 2 bis 4 Augen abgeschnitten werden. Da das Abschneiden des Rebholzes stets in ungefähr der gleichen Höhe und zwar kurz unterhalb der oberhalb des Biegedrahtes liegenden Heftdrähte erfolgt, kann diese Arbeit durch einen maschinellen Rebschnitt erleichtert werden. Allerdings muß dann noch das Rebholz aus den Heftdrähten und dem darüberliegenden ersten Granndraht sowie dem darüberliegenden zweiten Granndraht mittels Hand entfernt werden, was jedoch einen wesentlich höheren Zeitaufwand als der Rebschnitt selbst erfordert, weil die einzelnen Rebhölzer in den Drähten teilweise fest vergrannt sind.

Es sind aber auch bereits schon Vorrichtungen zum Kordonschnitt in Drahtrahmenanlagen bekannt, die das Rebholz schneiden und gleichzeitig das Schnittholz ausheben und zerkleinern. So ist beispielsweise aus einem Prospekt der Fa. COLLARD C.M.V., Bouzy, Frankreich, eine derartige Vorrichtung bekannt, die mit seitlich verschiebbar und in der Höhe versetzt zueinander an einem Schlepper angebrachten Fangkörben mit innenliegendem Schneidsystem arbeitet, wobei das Rebholz von der Gegenseite der Weinberganlage aus mittels Schenkelfedern in die Fangkörbe gedrückt wird. Das Schneidsystem besteht aus zwei rotierenden, gegenüberliegenden Messern, unter denen sich mehrere feststehende Gegenschneiden befinden. Die Rotation der Messer erfolgt so, daß bei seitlich in die Rebzeile eingeschobenem Schneidsystem die Umfanggeschwindigkeit der Fahrgeschwindigkeit des Schleppers entspricht, wodurch das Rebholz von den Messern erfaßt und an den Gegenschneiden abgeschnitten wird. Damit einerseits nicht die waagerecht verlaufenden Drähte zerschnitten werden und andererseits die Weinbergpfähle nicht in das Schneidsystem gelangen können, ist jedes Schneidsystem von einem Fangkorb aus U- oder L-förmig gebogenen Bügeln, die an konzentrisch zur Achse des Schneidsystems liegenden Scheiben befestigt sind, umgeben. Die sternförmig angeordneten Bügel der Fangkörbe liegen so eng zueinander, daß zwar das bis 15 mm starke Rebholz in das Schneidsystem gelangen kann, jedoch nicht die 50-70 mm starken Weinbergpfähle. Demzufolge gleiten die waagerecht liegenden Drähte an den Bügeln der rotierenden Fangkörbe nach oben oder unten ab, und die Weinbergpfähle gehen nicht in die Fangkörbe sondern bewirken eine Verschiebung der Vorrichtung zur Schleppermitte hin. Durch die Verwendung von vor- und übereinander angeordneten Fangkörben mit zugehörigem Schneidsystem ergibt sich ein relativ großer Tragrahmen für die Vorrichtung und darüber hinaus ist die Standsicherheit des Schleppers erheblich beeinträchtigt.

Des weiteren ist aus einem Prospekt der Fa. Pellenc & Motte, Pertuis, Frankreich, eine Vorrichtung zum Vorschnitt von Rebholz in Kordonanlagen bekannt, die über einen Tragrahmen an einem Schlepper befestigt ist und zwei gegenüberliegende, die Weinbergzeile einschließende Baueinheiten aus jeweils mehreren übereinander angeordneten Fangkörben mit integriertem Schneidsystem umfaßt, wobei die Fangkörbe der einen Baueinheit um einen halben Fangkorb Abstand versetzt zwischen die Fangkörbe der anderen Baueinheit eingreifen. In jedem Fangkorb ist ein Segment mit mehreren stehenden Messern angebracht. Diese Segmente sind für jeden Fangkorb einzeln am Tragrahmen an der Vorrichtung fixiert, um ein Mitdrehen mit den Fangkörben unter Schneiddruck zu verhindern. An Weinbergpfählen entfernen sich die beiden Baueinheiten voneinander und lassen die Pfähle passieren. Die Vorrichtung benötigt zur genauen Führung der beiden Baueinheiten gegeneinander einen verwindungssteifen und damit schweren Tragrahmen, was zu einer Erhöhung des Gesamtgewichtes der Vorrichtung und damit zu einer Beeinträchtigung der Standsicherheit des Schleppers führt. Da das Rebholz geschnitten wird, ergeben sich starke Druckstöße im hydraulischen Antrieb, wodurch eine aufwendige Dimensionierung der gesamten Vorrichtung notwendig ist. Die Schlepperhydraulik reicht zum Antrieb der Vorrichtung nicht aus, so daß die Vorrichtung eine eigene Hydraulikanlage benötigt. Weiterhin ist aus der AT-PS 3 51 312 eine Rebenschneidmaschine bekannt, bei der der Antrieb des aus einem einzigen Kreissägeblatt bestehenden Schneidsystems über eine fest mit diesem verbundene sowie zentral durch den Fangkorb geführte Welle mit zugeordnetem Ölmotor erfolgt, wobei der Fangkorb, an dem im Bereich der Zähne des Kreissägeblattes radiale Bügel ausgestaltet sind, frei drehbar um das Kreissägeblatt herum gelagert ist. Ferner ist aus der DE-OS 15 82 899 eine Vorrichtung zum Beschneiden von Pflanzen bekannt, bei der die Schneidsysteme angetrieben werden, und die Fangkörbe frei drehbar gelagert sind. Schließlich offenbart die DE-OS 28 15 466 eine Vorrichtung zum Schneiden von Rebholztrieben mit mehreren übereinander angeordneten, rotierenden Schneidsystemen, um die sich jedoch keine konzentrisch angeordneten Fangkörbe befinden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die von der Konstruktion her leicht ist, eine niedrige Leistungsaufnahme hat und eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit bei gleichzeitig hoher Standzeit ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Fangkörbe über einen mit einem der endseitigen Fangkörbe verbundenen Motor sowie über zwischen den einzelnen Fangkörben befestigte, drehbar auf der Welle gelagerte Verbindungselemente antreibbar sind.

Das erfindungsgemäße Konstruktionsprinzip ermöglicht es, zum einen das Antriebsmoment für die Schneidsysteme zentral durch die Fangkörbe zu führen und zum anderen das Antriebsmoment für die Fangkörbe außen um die Schneidsysteme herum zu führen, wodurch sich die Fangkörbe auf den Schneidsystemen selbst zentrieren, was keine besondere Herstellungsgenauigkeit für den Tragrahmen zur Folge hat. Der Tragrahmen kann darüber hinaus relativ leicht gebaut werden, was die Standsicherheit des Schleppers erhöht. Ferner kann die Vorrichtung nach der Erfindung an die Hydraulikanlage des Schleppers angeschlossen werden und ist aufgrund vieler gleichartiger, normierter Einzelteile preiswert in der Herstellung und in der Unterhaltung.

In Ausgestaltung der Erfindung besteht jedes Schneidsystem aus einem mit hoher Drehzahl angetriebenen Kreissägeblatt, das auf einem Flansch einer drehfest mit der Welle verbundenen Hülse gehaltert ist. Die mit hoher Drehzahl angetriebenen Kreissägeblätter bedingen niedrige Drehmomente in den Antriebselementen, was zur leichten Bauweise beiträgt, und ein sauberes Schnittbild sowie eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit ergibt. Aufgrund der hohen Drehzahl der Kreissägeblätter speichern diese relativ viel kinetische Energie, so daß Antriebsmotor und Antriebselemente nicht auf vereinzelt auftretende Lastspitzen bei stellenweise sehr dichtem Rebholz ausgelegt werden müssen, was sowohl dem Leichtbau als auch der Arbeitsgeschwindigkeit zugute kommt.

Damit geschnittenes Rebholz aus dem Bereich der Kreissägeblätter nach außen geworfen wird, weist in Weiterbildung des Gegenstandes der Erfindung jedes Kreissägeblatt mindestens einen Einschnitt auf, dessen in Drehrichtung des Kreissägeblattes gesehener vorderer Schenkel radial und dessen hinterer Schenkel unter einem Winkel von 45° zu dem vorderen Schenkel verläuft.

Nach einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung besteht jeder Fangkorb aus zwei konzentrisch gegenüberliegenden Scheiben mit zum Kreissägeblatt hin abgebogenen sowie den Einschnitt im Kreissägeblatt freigelassenen Rändern und aus über dem Kreissägeblatt vorstehende U-förmigen Bügeln, deren einer Schenkel mit der Peripherie der oberen Scheibe und deren anderer Schenkel mit der Peripherie der unteren Scheibe verbunden ist, wobei der Abstand der freien Enden der Bügel zueinander kleiner als der Durchmesser eines Holz-Weinbergpfahles ist. Dadurch ist einerseits ein einfacher Aufbau der Fangkörbe sichergestellt und andererseits wird das Einlaufen der Weinbergpfähle in die Fangkörbe verhindert. Zweckmäßigerweise ist jeder Fangkorb zur leichten Montage mittig geteilt ausgeführt. In vorteilhafter Weise sind die U-förmigen Bügel der Fangkörbe gegen die der Fahrtrichtung des Schleppers entsprechende Drehrichtung der Fangkörbe leicht abgebogen, also entgegengesetzt zu der für einen evolventenförmigen Einlauf des Rebholzes zu fordernden Richtung. Dadurch entsteht bei aufrechtstehendem, bereits abgesägtem Rebholz, das an den U-förmigen Bügeln anliegt, infolge der Reibung an den Kreissägeblättern eine Kraftkomponente, die das Rebholz frühzeitig aus den Kreissägeblättern heraustreibt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß jedes Verbindungselement zwischen benachbarten Fangkörben aus einer im Querschnitt doppel T-förmigen Rolle besteht, die über Lager auf der Welle drehbar ist und deren Flansche mit dem jeweils zugehörigen Fangkorb über Zapfen fest verbunden sind, was eine rationelle Montage der Fangkörbe ermöglicht.

Zur Erreichung eines einfachen Ausschwenkvorganges der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim Passieren der Weinbergpfähle ist zweckmäßigerweise der Tragrahmen für die Baueinheit U-förmig ausgebildet und an seinem oberen Schenkel über ein Pendelgelenk mit einem am Schlepper angebrachten Ständer verbunden.

Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer an einer Weinbergzeile arbeitenden Vorrichtung nach der Erfindung, bei der der besseren Übersicht wegen nur der obere sowie der untere Fangkorb und nur eine Schenkelfeder dargestellt sind,

Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 3 eine Einzeldarstellung des oberen und unteren Fangkorbes mit jeweils innenliegendem Kreissägeblatt sowie den entsprechenden Antrieben für die Fangkörbe und die Kreissägeblätter im vergrößerten Maßstab,

Fig. 4 einen Schnitt durch die Fig. 3 gemäß der Linie IV-IV, und

Fig. 5 eine Einzeldarstellung des Kreissägeblattes nach Fig. 4.

An einem nicht dargestellten Schlepper ist vorne der Ständer 1 zur Halterung der Vorrichtung 2 zum Vorschnitt von Rebholz 3 an Weinstöcken 4 in Drahtrahmenanlagen 5 mit Kordonerziehung 6 befestigt. Die Vorrichtung 2 wird durch ein nicht dargestelltes Federelement zwischen dem Ständer 1 und dem Tragrahmen 8 der Vorrichtung 2 in lotrechter Lage gehalten. An seinem oberen Ende trägt der Ständer über ein Pendellager 7 einen U-förmigen Tragrahmen 8. Zwischen dem oberen Schenkel 9 und dem unteren Schenkel 10 des Tragrahmens 8 erstreckt sich eine aus mehreren übereinander angeordneten, rotierend angetriebenen Fangkörben 11 mit innenliegenden, gegenläufig rotierend angetriebenen als Schneidsystem dienenden Kreissägeblättern 12 bestehende Baueinheit 13. Der Motor 14 für den Antrieb der Fangkörbe 11 ist über eine Halterung 15 an dem oberen Schenkel 9 und der Motor 16 für den Antrieb der Kreissägeblätter 12 über eine Abstützung 17 an dem unteren Schenkel 10 des Tragrahmens 8 befestigt.

Zwischen den freien Enden der Schenkel 9 und 10 des U-förmigen Tragrahmens 8 verläuft eine Haltewelle 18 für mindestens einen, in der Normalstellung zwischen zwei benachbarten Fangkörben 11 liegenden, nach innen gebogenen Hebel 19. Von dem Ende des oberen Schenkels 9 des U-förmigen Tragrahmens 8 zweigt rechtwinklig ein die Weinbergzeile 20 übergreifender Balken 21 ab, von dessen Ende aus sich ein drehbarer Haltestab 22 nach unten bis in den Bereich der Kordonarme 23 des Weinstockes 4 erstreckt. Auf dem Haltestab 22 sind übereinander mehrere vorgespannte Schenkelfedern 24 befestigt, von denen jeweils ein Schenkel 25 bis in den Bereich zweier benachbarter Fangkörbe 11 vorsteht. Die Enden der freien Schenkel 25 sind als Haken 26 ausgebildet und zeigen ungefähr in Richtung der Fangkörbe 11.

Der als Hydraulikmotor ausgebildete und an die Hydraulikanlage des Schleppers angeschlossene Motor 16 ist über eine auf seinen Zapfen 32 aufgesteckte Hülse 33 mit einer axial sich durch die Fangkörbe 11 erstreckenden Welle 34 verbunden, wobei zwischen dem Zapfen 32 und der Hülse 33 eine Paßfeder 35 und zwischen der Hülse 33 und der Welle 34 eine Paßfeder 36 vorgesehen ist. Auf der Welle 34 befinden sich mehrere, im bestimmten Abstand übereinander über Paßfedern 37 drehfest angeordnete Hülsen 38, die jeweils über einen angebrachten Flansch 39 mittig das als Schneidsystem wirkende Kreissägeblatt 12 tragen. Jedes Kreissägenblatt 12 weist zwei gegenüberliegende Einschnitte 40 auf. Der in Drehrichtung des Kreissägeblattes 12 (vergl. Fig. 5, Pfeil 41) gesehene vordere Schenkel 42 jedes Einschnittes 40 verläuft radial, und der hintere Schenkel 43 jedes Einschnittes 40 verläuft unter einem Winkel von ca. 45° zu dem vorderen Schenkel 42. Jeder ein Kreissägeblatt 12 einschließende Fangkorb 11 setzt sich aus zwei konzentrisch gegenüberliegenden Scheiben 44 mit mittiger Öffnung 45 zur Durchführung der Welle 34 und aus U-förmigen Bügeln 46 zusammen. Jede der Scheiben 44 weist einen zum Kreissägeblatt 12 hin abgebogenen und die Einschnitte 40 in demselben freilassenden Rand 47 auf. Der obere Schenkel 48 des U-förmigen Bügels 46 ist mit der Peripherie der einen Scheibe 44 und der untere Schenkel 49 mit der Peripherie der anderen Scheibe 44 verbunden, wobei der Abstand der freien Enden der Bügel 46 kleiner ist als der Durchmesser eines Holz-Weinbergpfahles 31. Infolgedessen kann der Holz-Weinbergpfahl 31 beim Betrieb der Vorrichtung 2 nicht in die Fangkörbe 11 einlaufen, vielmehr stoßen sich die U-förmigen Bügel 46 der Fangkörbe 11 an dem Holz-Weinbergpfahl ab und bewirken dadurch ein Ausschwenken der Vorrichtung 2 aus der Weinbergzeile. Die U-förmigen Bügel 46 der Fangkörbe 11 sind gegen die der Fahrtrichtung des Schleppers entsprechende Drehrichtung (Pfeil 50 der Fig. 4) der Fangkörbe 11 leicht abgebogen, d.h. die Abbiegung der Bügel 46 verläuft entgegengesetzt zu der für einen evolventenförmigen Einlauf des Rebholzes zu fordernden Richtung. Zur leichten Montage sind die Fangkörbe 11 mittig geteilt.

Die Fangkörbe 11 stehen untereinander über drehbar auf der Welle 34 gelagerte Verbindungselemente 51 in Verbindung. Jedes Verbindungselement 51 zwischen benachbarten Fangkörben 11 besteht aus einer im Querschnitt doppel-T-förmigen Rolle 52, die über Lager 53 mit zugeordneten axialen Sicherungsringen 54 auf der Welle 34 drehbar ist und deren Flansche 55 mit dem jeweils zugehörigen Fangkorb über Zapfen 56 fest verbunden sind. Die Unterseite des unteren Fangkorbes 11 ist ebenfalls über Zapfen 56 mit einer über Lager 53 auf der Welle 34 drehbaren Haltescheibe 57 verbunden. Von der Haltescheibe 57 erstreckt sich ein Schutzrohr 58 nach unten bis kurz oberhalb der Abstützung 17 für den Motor 16. Weiterhin ist die Oberseite des oberen Fangkorbes 11 ebenfalls über Zapfen 56 mit einem über Lager 53 auf der Welle 34 gelagerten Halteelement 59 verbunden. An dem Halteelement 59 befindet sich ein mit dem Zapfen 60 des auf der Halterung 15 ruhenden Motors 14 über eine Paßfeder 61 befestigtes Halteelement 62. Der Motor 14 treibt also die Fangkörbe 11 über die entsprechenden Verbindungsbauteile in Richtung des Pfeiles 50 an, während der Motor 16 unmittelbar über die Welle 34 die Kreissägeblätter 12 in entgegengesetzter Drehrichtung entsprechend dem Pfeil 41 antreibt. Dieses Prinzip der Übertragung der Antriebsmomente ermöglicht insgesamt einen einfachen Aufbau der Vorrichtung zum Vorschnitt von Rebholz.

Die vorstehende Zeichnungsbeschreibung hat die Vorrichtung in ihren Einzelheiten sowie in ihrer Anwendung verdeutlicht. Es versteht sich jedoch für den Fachmann, daß der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung eine wesentlich breitere Anwendung finden kann und nicht auf das hier speziell betrachtete Ausführungsbeispiel beschränkt ist. So ist beispielsweise auch eine zentrale Antriebsmomentenführung für ein als Scherensystem ausgebildetes Schneidsystem möglich, wobei die Welle 34, je nach Anordnung des Motors für die Fangkörbe oben oder unten drehfest mit dem Tragrahmen zu verbinden ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Vorschnitt von Rebholz an Weinstöcken in Drahtrahmenanlagen mit Kordonerziehung, die aus mindestens einer über einen Tragrahmen beweglich an einem Schlepper angebrachten Baueinheit aus mehreren übereinander angeordneten, angetriebenen Schneidsystemen, um die herum jeweils konzentrisch ein Fangkorb drehbar gelagert ist, besteht, wobei der Antrieb der Schneidsysteme über eine fest mit diesen verbundene sowie zentral durch die Fangkörbe geführte Welle mit zugeordnetem Motor erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangkörbe (11) über einen mit einem der endseitigen Fangkörbe (11) verbundenen Motor (14) sowie über zwischen den einzelnen Fangkörben (11) befestigte, drehbar auf der Welle (34) gelagerte Verbindungselemente (51) antreibbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schneidsystem aus einem mit hoher Drehzahl angetriebenen Kreissägeblatt (12), das auf einem Flansch (39) einer drehfest mit der Welle (34) verbundenen Hülse (38) gehaltert ist, besteht.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kreissägeblatt (12) mindestens einen Einschnitt (40) aufweist, dessen in Drehrichtung des Kreissägeblattes (12) gesehener vorderer Schenkel (42) radial und dessen hinterer Schenkel (43) unter einem Winkel von 45° zu dem vorderen Schenkel (42) verläuft.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Fangkorb (11) aus zwei konzentrisch gegenüberliegenden Scheiben (44) mit zum Kreissägeblatt (12) hin abgebogenen sowie den Einschnitt (40) im Kreissägeblatt (12) freilassenden Rändern (47) und aus über dem Kreissägeblatt (12) vorstehenden U-förmigen Bügeln (46) besteht, deren einer Schenkel (48) mit der Peripherie der oberen Scheibe und deren anderer Schenkel (49) mit der Peripherie der unteren Scheibe verbunden ist, wobei der Abstand der freien Enden der Bügel (46) zueinander kleiner als der Durchmesser eines Holz-Weinbergpfahles (31) ist.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Fangkorb (11) mittig geteilt ausgeführt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmigen Bügel (46) der Fangkörbe (11) gegen die der Fahrtrichtung des Schleppers entsprechende Drehrichtung der Fangkörbe (11) leicht abgebogen sind.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Verbindungselement (51) zwischen benachbarten Fangkörben (11) aus einer im Querschnitt doppel T-förmigen Rolle (52), die über Lager (53) auf der Welle (34) drehbar ist, und deren Flansche (55) mit dem jeweils zugehörigen Fangkorb (11) über Zapfen (56) fest verbunden sind, besteht.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (8) für die Baueinheit (13) U-förmig ausgebildet und an seinem oberen Schenkel (9) über ein Pendelgelenk (7) mit einem am Schlepper angebrachten Ständer (1) verbunden ist.






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