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Dokumentenidentifikation DE2919287C2 11.06.1987
Titel Einrichtung zur Verwendung bei der Befestigung von Bauteilen an nichtmagnetischen Hohlprofilen
Anmelder Dr. Hahn GmbH & Co KG, 4050 Mönchengladbach, DE
Erfinder Gust, Hans-Jürgen, 4050 Mönchengladbach, DE
Vertreter Kuborn, W., Dipl.-Ing.; Palgen, P., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 12.05.1979
DE-Aktenzeichen 2919287
Offenlegungstag 20.11.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.06.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.06.1987
IPC-Hauptklasse B25H 5/00
IPC-Nebenklasse E05D 5/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrundeliegenden Art.

Aus dem DE-GM 72 39 074 ist ein Befestigungsstück der angesprochenen Art bekannt, welches mit einem Federelement versehen und auf diese Weise im Innern des Hohlprofils derart abstützbar ist, daß es noch ohne weiteres verschoben werden kann, nicht jedoch von selbst durch das Profil hindurchfällt. Das Befestigungsstück wird der Länge nach mit einem Hilfsgerät in Gestalt einer Stange oder dgl. durch das Hohlprofil hindurchgeschoben, bis sich in ihm vorhandene Befestigungsbohrungen mit den entsprechenden Bohrungen im Hohlprofil decken.

Der Nachteil besteht darin, daß kein seitliches Positionieren möglich ist und somit praktisch für jede Hohlprofilabmessung ein besonderes Befestigungsstück vorhanden sein muß. Auch sind bei längeren Einschubwegen, wie sie beispielsweise bei einem Türrahmen bei dem oberen Türband vorliegen, zwei Personen nötig, von denen die eine schiebt und die andere das Erreichen der richtigen Position beobachtet.

Aus der DE-OS 22 30 694 ist ein einstellbares Hilfsgerät zum Einführen von Befestigungsstücken bekannt, welches auf die Innenmaße des Hohlprofils einstellbar ist und einen Tiefenanschlag aufweist. Mit einem solchen Hilfsgerät kann zwar eine einzelne Person die Befestigungsstücke an Ort und Stelle bringen, doch sind die Innenmaße der für Türrahmen, Fensterrahmen u. dgl. verwendeten Hohlprofile recht unterschiedlich, so daß das Hilfsgerät, welches sich an seitlichen Wandungen oder Stegen im Innern des Hohlprofils führt, mit viel Zeitaufwand den verschiedenen Profilen jeweils angepaßt werden muß. Das gleiche gilt natürlich für den Tiefenanschlag.

Beiden vorgenannten Befestigungen ist überdies gemeinsam, daß die Handhabung der in die Hohlprofile einzuführenden Schubstangen lästig ist.

Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Befestigung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art so auszugestalten, daß eine Positionierung der Befestigungsstücke ohne Zuhilfenahme derartiger Schubstangen möglich ist.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den im Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegebenen Merkmalen.

Das Hilfsgerät dient lediglich als Träger für den Magnet bzw. die Magnete und braucht daher nur relativ klein zu sein. Es wird an der Außenseite des Hohlprofils entlanggeführt und nimmt dabei das an der Innenseite des Hohlprofils befindliche Verstärkungsstück mit, weil die magnetischen Kraftlinien die Wandung des nichtmagnetischen Hohlprofils durchgreifen. Das Verstärkungsstück folgt gewissermaßen auf der Innenseite des Hohlprofils der Bewegung des auf der Außenseite bewegten Hilfsgeräts.

Das Prinzip des magnetischen Festhaltens von Befestigungselementen ist an sich aus der US-PS 34 25 474 bekannt. Hierbei ist jedoch kein Hilfsgerät vorhanden, sondern haftet eine Magnetmutter auf der Innenseite einer aus Stahl bestehenden C-Schiene.

Es kann bei der Erfindung grundsätzlich schon ausreichen, wenn das Hilfsgerät nur einen Magnet trägt. Dies ist z. B. der Fall, wenn der Magnet am Hilfsgerät und der magnetisierbare Teil des Verstärkungsstücks Stabform aufweisen. Dann ergibt sich nämlich bereits die außer der reinen Mitnahme noch erforderliche Orientierungstreue. Das Verstärkungsstück muß ja bei seinem Weg durch das Innere des Hohlprofils seine Orientierung beibehalten.

Um jedoch das Rückstellmoment gegen Verdrehen des Verstärkungsstücks durch entsprechende Abstände zu vergrößern, können die Merkmale des Anspruchs 2 vorgesehen sein. Die Verwendung mehrerer einzelner Magnete hat auch insofern in der Praxis eine Bedeutung, als leistungsfähige kleine block- oder zylinderförmige Permanentmagnete im Handel leicht erhältlich sind.

Zur Anwendung bei in einen Blendrahmen eingesetztem Flügelrahmen empfiehlt sich das Merkmal des Anspruchs 3, welches eine Führung des Hilfsgeräts an der Schattennut gestattet und die Befestigung beispielsweise von Bändern bei sogleich die richtige Lage innerhalb des Blendrahmens einnehmendem Flügelrahmen gestattet, so daß nach dem Einbau des Rahmens keine nachträglichen Justierungen notwendig sind.

Die bevorzugte Ausführungsform des Hilfsgeräts ist in Anspruch 4 wiedergegeben.

Die Ansprüche 5 und 6 geben zwei verschiedene Varianten der bevorzugten Ausführungsform wieder, während Anspruch 7 die bevorzugte Ausführungsform des Befestigungsstücks enthält.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.

Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen, die durch ein Band verbunden sind;

Fig. 2 und 3 zeigen Ansichten des Befestigungsstücks;

Fig. 4 zeigt eine Ansicht des plattenförmigen Hilfsgeräts;

Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3;

Fig. 6 zeigt eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform des Hilfsgeräts;

Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch einen Blendrahmen mit Flügelrahmen bei der Montage eines Bandes;

Fig. 8 und 9 sind perspektivische Darstellungen, die den Montagevorgang illustrieren.

In Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen Holm 1 eines Blendrahmens und einen Holm eines Flügelrahmens erkennbar. Der Holm 1 besteht aus einem vorderen Hohlprofil 3, welches zur Vermeidung von Kältebrücken über Kunststoffprofile 4 mit einem rückwärtigen Hohlprofil 5 verbunden ist. Ebenso besteht der Holm 2 des Flügelrahmens aus einem vorderen Hohlprofil 6, welches über Kunststoffprofile 7 mit einem rückwärtigen Hohlprofil 8 verbunden ist. Mit dem Hohlprofil 3 ist der Lappen 9 des als Ganzes mit 10 bezeichneten Bandes, mit dem Hohlprofil 6 der Lappen 11 verbunden. Die Befestigung geschieht durch gemäß Fig. 1 von oben eingeführte Schrauben 12, die in Befestigungsstücke 13 eingreifen, die auf der dem Band 10 gegenüberliegenden Innenseite der Hohlprofile 3, 6 angeordnet sind und im Abstand der Befestigungsschrauben 12 Gewindebohrungen 14 aufweisen, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist. Das Befestigungsstück 13 besteht ebenso wie die Hohlprofile 3, 6 aus Aluminium und weist an den Enden Pfropfen 15 aus magnetisierbarem Material, z. B. Stahl auf.

Zur Anbringung der Befestigungsstücke 13 vor dem Einschrauben der Befestigungsschrauben 12 dient das als Ganzes mit 20 bezeichnete Hilfsgerät, welches in Fig. 1 in gestrichelten Linien angedeutet ist.

Das Hilfsgerät 20 umfaßt eine Platte 16, welche eine Ausnehmung 17 zur Aufnahme des zusammengesetzten Bandes 10 aufweist. In der Platte 16 sind ferner in einer parallel zur Schwenkachse des Bandes 10 gelegenen Linie 18 nach beiden Seiten vorstehende Zapfen 19 angebracht, die bei auf die Vorderseite der Hohlprofile 3, 6 aufgelegtem Hilfsgerät 20 in die Schattennut 21 zwischen den Hohlprofilen 3, 6 eingreifen. Hierdurch wird das Hilfsgerät 20 in einer definierten Lage gegenüber den Hohlprofilen 3, 6 geführt und kann entlang denselben verschoben werden.

An den Stellen, an denen die Befestigungsstücke 13 angeordnet werden sollen, sind einander gegenüberliegende Permanentmagnete 22 in der Platte 16 angebracht, die in ihrem Abstand dem Abstand der magnetisierbaren Pfropfen 15 in dem Befestigungsstück 13 entsprechen.

Bei der Montage des Bandes 10 wird das Hilfsgerät 20 am Ende der Hohlprofile 3, 6 auf deren Vorderseite aufgesetzt und werden die beiden Befestigungsstücke 13 in das Innere der Hohlprofile 3, 6 eingebracht, so daß sie mit den Pfropfen 15 genau unter die Permanentmagnete 22 zu liegen kommen. Das Hilfsgerät 20 wird sodann an der Schattennut 21 geführt längs der Hohlprofile 3, 6 verschoben, wobei die Befestigungsstücke 13 auf der Innenseite der Vorderwandung der Hohlprofile 3, 6 bis in die richtige Lage mitgenommen werden, wobei das Erreichen der richtigen Lage auf einfache Weise durch Deckung der Lochungen in der Vorderwandung der Hohlprofile 3, 6 und in dem Befestigungsstück 13 zu kontrollieren ist. Ist die richtige Lage erreicht, wird das fertig montierte Band 10 in die Ausnehmung 17 eingesetzt und werden die Befestigungsschrauben 12 eingeschraubt. Nach dem Festziehen derselben kann das Hilfsgerät 20 nach vorn, d. h. gemäß Fig. 1 nach oben abgehoben werden.

Während das Hilfsgerät 20 zur Aufnahme des zusammengesetzten Bandes 10 dient und dieses ganz umschließt, ist das Hilfsgerät 30 der Fig. 6 bis 9 von Z-förmigem Grundriß und umfaßt eine im wesentlichen rechteckige Platte 23, die nach gegenüberliegenden Seiten offene Ausnehmungen 24, 25 zur Aufnahme der Bandteile 9, 11 aufweist. An einem Längsrand ist an der Platte 23 ein gemäß Fig. 6 nach unten weisender Ansatz 26, an dem gegenüberliegenden Längsrand ein nach oben weisender Ansatz 27 vorgesehen.

Bei der Montage wird zunächst in der bereits geschilderten Weise das Hilfsgerät 30 am Ende der Hohlprofile auf deren Vorderseite aufgesetzt und auf der Rückseite das zu dem jeweiligen Bandteil 9, 11 gehörige Befestigungsstück 13 in Stellung gebracht. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 wird zuerst das Bandteil 11 montiert. Das Hilfsgerät 30 greift dabei mit dem Ansatz 26 in die Schattennut 21 ein. Das Hilfsgerät 30 wird dann mit dem Befestigungsstück 13 verschoben, bis sich die Befestigungslöcher decken. Sodann wird in die Ausnehmung 24 das Bandteil 11 eingesetzt und mit dem Befestigungsstück 13 verschraubt. Danach wird das Hilfsgerät 30 abgenommen und umgeschlagen, so daß der Ansatz 27 in die Schattennut 21 eingreift, wie es aus Fig. 9 ersichtlich ist. Nach dem Verschieben des Hilfsgeräts 30 mit dem Befestigungsstück 13 in die richtige Stellung wird das Bandteil 9 in die Ausnehmung 25 eingesetzt und mit dem Befestigungsstück 13 verschraubt.

Während bei dem Hilfsgerät 20 jeweils zwei Permanentmagnete 22 vorgesehen sind, sind es bei dem Hilfsgerät 30 drei. Es versteht sich, daß statt der Permanentmagnete 22 auch Elektromagnete vorhanden sein können.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur Verwendung bei der Befestigung von Bauteilen an nichtmagnetischen Hohlprofilen, insbesondere von Bändern an Türen, Fenstern u. dgl. mit Leichtmetallhohlrahmen, wobei auf der Rückseite der Wandung des Hohlprofils ein Befestigungsstück angeordnet ist, mit welchem das Bauteil mittels mindestens eines eine Lochung in einer Wandung des Hohlprofils durchgreifenden Bolzens verbindbar ist, und wobei mittels eines Hilfsgeräts das Befestigungsstück im Innern des Hohlprofils in Höhe der Lochung positionierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Hilfsgerät (20, 30) mindestens ein Magnet (22) vorgesehen ist und das Befestigungsstück (13) zumindest teilweise aus magnetisierbarem Material besteht.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsgerät (20, 30) und das Befestigungsstück (13) Körper aus nichtmagnetisierbarem Material aufweisen und an dem Hilfsgerät (20, 30) mindestens zwei Abstand voneinander aufweisende Magnete (22) und an dem Befestigungsstück (13) mindestens zwei entsprechende Teile (15) aus magnetisierbarem Material vorgesehen sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 zur Verwendung bei in einen Blendrahmen eingesetztem Flügelrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsgerät (20, 30) auf der den Hohlprofilen (3, 6) zugewandten Seite mindestens einen in die Schattennut (21) zwischen Flügel- und Blendrahmen eingreifenden und das Hilfsgerät (20, 30) diesen gegenüber ausrichtenden Ansatz (19; 26, 27) aufweist.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper des Hilfsgeräts (20, 30) eine auf der Vorderseite des Hohlprofils (3, 6) aufliegende Platte (16, 23) mit einer Ausnehmung (17, 24, 25) für das zu befestigende Bauteil (10) umfaßt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (16) ringsum geschlossen ist und die Ausnehmung (17) im Innern aufweist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (23) einen im wesentlichen Z-förmigen Grundriß aufweist und die nach außen offenen Ausnehmungen (24, 25) des "Z" zur Aufnahme der dem Flügel- bzw. Blendrahmen zugeordneten Bandteil (9, 11) nach Umschlag der Platte (23) vorgesehen sind.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsstück (13) aus Leichtmetall od. dgl. besteht und eingesetzte Pfropfen (15) aus magnetisierbarem Material aufweist.






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