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Dokumentenidentifikation DE2652219C2 13.08.1987
Titel Wagen in einem Seriendrucker
Anmelder Xerox Corp., Rochester, N.Y., US
Erfinder Frechette, Kenneth R., Dallas, Tex., US
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 16.11.1976
DE-Aktenzeichen 2652219
Offenlegungstag 23.06.1977
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.08.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.08.1987
IPC-Hauptklasse B41J 19/04
IPC-Nebenklasse B41J 19/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wagen in einem Seriendrucker, der entlang von Halteschienen längs der Druckzeile bewegbar ist, mit einer vom Wagen getragenen Typenscheibenanordnung, die zum Auswechseln der Typenscheibe mit dem oberen Teil des Wagens um eine Welle relativ zum unteren Teil des Wagens schwenkbar ist.

Bei einem bekannten Seriendrucker mit einem Wagen der genannten Art (DE-OS 25 21 027), wobei der Drucker beispielsweise bei Computern oder Rechnern eingesetzt werden kann, hat der Wagen eine vergleichsweise große Masse mit hochliegendem Massenmittelpunkt. Hierdurch kann sich beim Abbremsen des Wagens ein Fehler in der horizontalen Ausrichtung oder Lage der gedruckten Zeichen auf dem Aufzeichnungsmedium ergeben, insbesondere als Folge von Wagenoszillationen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Wagen der einleitend genannten Art derart auszuführen, daß Wagenoszillationen, die beim Abbremsen des Wagens auftreten, verringert werden, so daß die Typenscheibe bzw. die Typen beim Druck exakt zur Druckzeile ausgerichtet sind. Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß zwei Tragelemente am oberen Teil des Wagens vorgesehen sind, die an ihrem unteren Ende Gleitelemente aufweisen, die mit einer der Halteschienen des Wagens in gleitender Berührung stehen.

Die Tragelemente verringern die horizontalen Ausrichtfehler der gedruckten Zeichen, indem Oszillationen bzw. Bewegungen des Wagens durch die zwischen dem oberen Teil des Wagens und den Halteschienen geschaffene Abstützung herabgesetzt werden. Gleichzeitig wird beim schnellen Abbremsen des Wagens dessen genau senkrechte Stellung aufrechterhalten, da als Folge der Abstützung der Tragelemente an den Halteschienen für den Wagen eine Bezugsebene gebildet ist, in der er auch bei schnellem Abbremsen angeordnet bleibt.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente jeweils an ihrem unteren Ende eine Verlängerung aufweisen, die sich rechtwinklig vom Wagen nach außen über die Halteschiene erstreckt, an der die Gleitelemente befestigt sind.

Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente jeweils ein darin ausgebildetes Loch zur Verringerung ihrer Masse aufweisen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Wagens für einen Drucker mit einer Stabilisierungseinrichtung.

Fig. 2 ist eine rückseitige Ansicht von Fig. 1.

Fig. 3A und 3B sind Ansichten der Wagenstabilisierungseinrichtung.

Fig. 4A und 4B sind Seitenansichten der Fig. 3A und 3B.

Gemäß Fig. 1 ist ein Wagen 10 linear beweglich auf Wagenhalteschienen 11 und 12 angeordnet, die sich zwischen gegenüberliegenden Seitenwänden eines Grundrahmens des Druckers erstrecken. Der Wagen 10 weist eine Typenscheibe 13, an der eine Vielzahl von Typen vorhanden ist, einen hammerartigen Anschlagmechanismus zum Anschlagen einer ausgewählten Type sowie eine Bandkassette 16 mit einem nicht dargestellten Farbband auf. Ferner ist ein Servomotor für den Wagen 10 vorgesehen, durch den im Betrieb der Wagen 10 bewegt wird.

Nach Fig. 1 und unter Berücksichtigung des linear auf den Halteschienen 11 und 12 beweglich angeordneten Wagens 10 kommt der Wagen 10 zum Zwecke des Schreibens von Druckzeichen jedesmal dann zum Stillstand, wenn ein Zeichen gedruckt werden soll. Während der Wagen 10 sich von einer Stelle zur nächsten Stelle längs der Schienen 11 und 12 durch Bewegung eines Kabels bewegt, wird ferner die Typenscheibe 13 so gedreht, daß das nächste zu druckende Zeichen in der Druckstellung steht, wenn der Wagen 10 anhält und der Anschlagmechanismus vorschießt. Nach Fig. 1 ist der obere Teil des Wagens 10 im Uhrzeigersinn um eine Welle 14 relativ zum unteren Teil des Wagens 10 schwenkbar. Diese Schwenkbewegung ist notwendig, um die Typenscheibe 13 nach oben in eine Stellung zu bringen, bei der sie durch eine andere Typenscheibe ausgetauscht werden kann.

Eine Halteplatte 15 für die Bandkassette 16 schafft die Befestigungskonstruktion für die Bandkassette 16, einen Bandvorschubmotor 17 und ein Bandvorschubgetriebe 18. Die Halteplatte 15 ist im Uhrzeigersinn gemäß Fig. 1 um eine Welle 19 schwenkbar. Diese Schwenkbewegung ist notwendig, um das Band von der unteren Stellung, bei der das bedruckte Material vom Schreiber betrachtet werden kann, in die obere Stellung anzugeben, wenn ein Schreiben oder Drucken vorgenommen werden soll. Die die Halteplatte 15 schwenkende Kraft ist eine Magnetkraft, die von elektromagnetischen Spulen 20 abgegeben wird. Werden die Spulen 20 beaufschlagt, so wird der Teil der Halteplatte 15, der oberhalb der Spulen 20 liegt, nach unten in Richtung auf die Spulen 20 gezogen, so daß der Teil der Bandkassette 16, der der Typenscheibe 13 am nächsten liegt, in die Druckstellung angehoben wird.

Während der manuellen Betriebsweise der automatischen Textverarbeitungsschreibmaschine speichert die Bedienungsperson die Zeicheninformation im Speicher und/oder erzeugt eine gedruckte Kopie auf dem Schreibmaschinendrucker mit Geschwindigkeiten, die von etwa 0,5 bis 2,0 Zeichen pro Sekunde reichen. Die zu schreibende Information wird durch die Elektronik hinsichtlich des Formats usw. manipuliert, und durch den Drucker wird ein Ausgabedokument bei der automatischen Betriebsweise unter der Steuerung der Elektronik mit Geschwindigkeiten geschrieben, die von etwa 20 bis 30 Zeichen pro Sekunde reichen. Daraus wird deutlich, daß der Wagen 10 und die Typenscheibe 13 bis zu 20 bis 30mal pro Sekunde anlaufen und anhalten müssen, was auch gewöhnlich der Fall ist.

Das rasche Anlaufen und Anhalten des Wagens 10 und der Typenscheibe 13 während des Druckbetriebes läßt dynamische Schwingungen im Wagen 10 entstehen. Eine Kupplungseinrichtung 24 bis 29 zwischen der Halteplatte 15 für die Bandkassette 16 und den Kassettentragkonsolen 21 und 22 am oberen Teil des Wagens 10 führt dazu, daß die Bandkassette 16, der Bandvorschubmotor 17, das Bandvorschubgetriebe 18 und die Halteplatte 15 die Schwingungen oder Oszillationen der verbleibenden Teile des Wagens 10 während dessen rascher Anlauf- und Anhaltebewegung verstärken. Der wesentliche Beitrag zu den Schwingungen oder Oszillationen kommt von der Befestigungseinrichtung des Wagens 10 mit den Wagenhalteschienen 11 und 12 und von den beiden Schwenkbefestigungen, die vorausgehend erwähnt wurden. Die Verstärkung der Schwingungen oder Oszillationen ist primär Folge der Geometrie des Wagens 10 (des hohen Massenmittelpunktes des Wagens) und der nahen Angleichung der Schwingungsfrequenz von Kassettenhalteplatte 15 und den daran angebrachten Bauteilen an die Frequenz für das Befestigungssystem von Wagen 10 und die Wagenanordnung an den Schienen 11 und 12. Die zuvor genannte Information resultiert aus verschiedenen Versuchen an dem Drucker und dem Wagen 10 in Verbindung mit Meßgeräten, bei denen es sich u. a. um Hochgeschwindigkeitsfilmaufnahmen und ein elektrooptisches Verschiebungsfolgegerät der Firma Optron, Inc., handelte.

Die Vibrationen oder Oszillationen der verschiedenen Teile des Wagens 10 während des raschen Anhaltens und Anlaufens des Wagens dauern über die Druckzeit an (d. h. wenn der Typenanschlag der Typenscheibe die Walze in Verbindung mit dem Beginn des Hammervorschießimpulses beaufschlagt) und führen zu Abweichungen in der Stellung des Wagens 10. Diese Lageabweichungen von der gewünschten Stellung des Wagens während der Druckzeit bedingen horizontale Positionier- oder Ausrichtfehler der gedruckten Zeichen. Eine horizontale Positionier- oder Ausrichtmessung bestimmt den Betrag, mit dem ein spezielles gedrucktes Zeichen von seiner gewünschten Stellung bezüglich der an seinen beiden Seiten befindlichen gedruckten Zeichen abweicht. Eine Zeichenabweichung von der vorgegebenen mittleren horizontalen Lage um mehr als einen bestimmten Betrag wird als nicht zulässig erachtet. Für jedes ausgewählte Zeichen wird eine Messung vorgenommen. Die Messungen erfolgen von Bezugspunkten an sämtlichen oberen und unteren Einzelzeichen. Die Bezugspunkte hängen von der Fertigungstechnik für das Sachzeichen ab.

Es war erwünscht, den horizontalen Ausrichtungsfehler der gedruckten Zeichen ohne Vornahme einer wesentlichen und kostspieligen Neuauslegung und tiefgreifenden Änderung des Wagens 10 und/oder dessen Befestigung an den Halteschienen 11 und 12 und/oder der Abmessung, Gestalt oder Lage der Schienen 11 und 12 selbst zu reduzieren. Die Wagenoszillationen, Bewegungen oder Vibrationen wurden durch Vorsehen der Wagenstabilisierungseinrichtung herabgesetzt.

Nach Fig. 1 bis 4 weist ein Ausführungsbeispiel der Wagenstabilisierungseinrichtung wenigstens zwei Tragelemente 60 und 70 auf, wobei ein Tragelement an jeder Seite (bei Betrachtung von der bedienenden Person rechts und links) des Wagens 10 angeordnet ist und wobei jedes Tragelement 60 und 70 an einer Stelle oder an Stellen mit dem Wagen verbunden ist, die höher als der oder oberhalb des Wagenschwenkpunktes der Welle 14 liegen. Das Tragelement 60 hat eine grundsätzlich rechteckförmige Gestalt und weist ein darin ausgebildetes großes Loch auf, um die Masse des Elementes zu verringern. Zwei Bohrungen 62 und 64 sind in dem Tragelement 60 vorgesehen, um das Element am Wagen 10 mittels Bolzen 61 und 63 in Verbindung mit am Typenscheibenmotor 23 befestigten Ansatzelementen 65 und 66 zu befestigen. Das Tragelement 70 stellt ein Spiegelbild des Elementes 60 dar, weist Bohrungen 72, 74 auf und ist mit der dem Element 60 gegenüberliegenden Seite des Wagens 10 mittels Bolzen 71 und 73 in Verbindung mit Ansatzelementen 75 und 76 verbunden. Beide Tragelemente 60 und 70 weisen eine untere Verlängerung 67 und 77 auf, die sich nach unten zur Wagenhalteschiene 11 erstreckt. Die unteren Verlängerungen 67 und 77 besitzen rechtwinklige Verlängerungen 68 und 78, die vom Wagen 10 nach außen ragen und in einer Ebene parallel zu der Ebene liegen, die durch eine horizontale Tangente an die Wagenhalteschiene 11 gebildet wird. An den rechtwinkligen Verlängerungen 68 und 78 ist durch Anheften, Kleben u. dgl. ein dazu passendes Gleitelement 69 und 79 befestigt, das aus mit Polytetrafluoräthylen imprägniertem Polyacetal-Kunststoff besteht. Das Gleitelement 69 und 79 berührt die Wagenhalteschiene 11 und hält eine Gleitberührung mit der Schiene 11 während der Lateralbewegung des Wagens 10 längs der Schienen 11 und 12 bei. Die Gleitelemente 69 und 79 könnten aus irgendeinem anderen Material bestehen, das einen Betrag an Reibungs- und Hemmkraft schafft, der die Arbeitsgeschwindigkeit des Druckers nicht nachteilig beeinflußt. Das zuvor genannte bevorzugte Material beeinflußt die Arbeitsgeschwindigkeit nicht.

Es sei darauf hingewiesen, daß die Ansatzelemente 65, 66, 75 und 76 für die Anbringung der Tragelemente 60 und 70 verwendet werden, damit die Elemente 60 und 70 eine Gestalt haben können, die eine einfache Fabrikation erlaubt. Die Tragelemente 60 und 70 könnten auch eine Form haben, die das Vorsehen von Ansatzelementen nicht erforderlich macht und es ermöglicht, daß die Elemente 60 und 70 direkt am Typenscheibenmotor 23 befestigt werden können.

Die Tragelemente 60 und 70 bestehen aus Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt (einsatzgehärtet) mit einer Dicke von etwa 2,36 mm. Die Gesamthöhe der Elemente 60 und 70 beträgt etwa 33 mm bei einer Breite von etwa 35,5 mm. Die Tragelemente könnten aus anderen Metallen oder sogar aus Kunststoffen bestehen, die die notwendige steife Abstützung schaffen, um unerwünschte Wagenbewegungen während der Druckzeit auszuschalten. Die vorliegenden Tragelemente 60 und 70 schaffen eine dreibeinige stabilisierende Abstützung von den Berührungsstellen der Gleitelemente 69 und 79 mit der Wagenhalteschiene 11 über die Befestigung an dem Typenscheibenmotor 23 zu einem Schnittpunkt an dem hammerförmigen Anschlagmechanismus, der oberhalb des Typenscheibenmotors 23 liegt, wodurch die Wagenbewegung während des Druckens, bedingt durch die hohen, auf den Wagen 10 einwirkenden Trägheitskräfte, verringert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Wagen in einem Seriendrucker, der entlang von Halteschienen längs der Druckzeile bewegbar ist, mit einer vom Wagen getragenen Typenscheibenanordnung, die zum Auswechseln der Typenscheibe mit dem oberen Teil des Wagens um eine Welle relativ zum unteren Teil des Wagens schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Tragelemente (60, 70 ) am oberen Teil des Wagens (10) vorgesehen sind, die an ihrem unteren Ende Gleitelemente (69, 79) aufweisen, die mit einer der Halteschienen (11) des Wagens (10) in gleitender Berührung stehen.
  2. 2. Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (60, 70) jeweils an ihrem unteren Ende eine Verlängerung (68, 78) aufweisen, die sich rechtwinklig vom Wagen (10) nach außen über die Halteschiene (11) erstreckt, an der die Gleitelemente (69, 79) befestigt sind.
  3. 3. Wagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (60, 70) jeweils ein darin ausgebildetes Loch zur Verringerung ihrer Masse aufweisen.






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