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Dokumentenidentifikation DE3605365A1 27.08.1987
Titel Lufttrocknungseinrichtung
Anmelder Robert Bosch GmbH, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Delfs, Joachim, Ing.(grad.), 7254 Hemmingen, DE;
Heinlein, Werner, 7135 Wiernsheim, DE
DE-Anmeldedatum 20.02.1986
DE-Aktenzeichen 3605365
Offenlegungstag 27.08.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.08.1987
IPC-Hauptklasse F26B 25/00
IPC additional class // B60T 17/00  

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Lufttrocknungseinrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs.

Eine derartige Lufttrocknungseinrichtung ist bekannt (DE-PS 31 39 683).

Bei dieser bekannten Lufttrocknungseinrichtung wird zum Regenerieren des Trockenmittels im Lufttrockner ein Teil der bereits getrockneten Druckluft wieder über den Lufttrockner zurückgeführt.

Eine Druckvergleichsdose vergleicht den maximal möglichen Druck, d.h. den oberen Abschaltdruck eines Druckreglers, mit einem vom Druckregler vorgegebenen niederen Wert und steuert die Regeneration abhängig vom dabei auftretenden Differenzdruck. Dazu ist in der Druckvergleichsdose ein Ventil vorgesehen, das aus einem feststehenden Ventilsitz und einer dem Differenzdruck unterliegenden Membran besteht, deren Mittelteil Schließkörper des Ventils ist.

Eine solche Bauart hat bei manchen Einbaubedingungen den Nachteil, daß ein schleichendes Abströmen von Regenerierluft durch das Ventil hindurch eintritt, weil sich die Membran als Schließkörper nur langsam auf ihren Ventilsitz legt. Ein solch schleichendes Abströmen führt zu unnötigem Luftverlust.

Vorteile der Erfindung

Die Lufttrocknungsvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß die Abströmung der Regenerierluft schlagartig unterbunden wird. Ungewollter Luftverlust tritt damit nicht mehr auf. Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Ein Kompressor 1 ist über eine Leitung 2 an einen Druckregler 3 angeschlossen. Dieser Druckregler 3 ist mit einem Schaltanschluß für eine Leitung 30 versehen, der gewöhnlich drucklos, bei Leerlaufstellung des Druckreglers 3 aber unter Druck steht. Hinter dem Druckregler 3 ist eine Lufttrocknungseinrichtung 5 angeordnet, die einen mit regenerierbarem Trocknungsmaterial gefüllten Lufttrockner 6, zwei Mehrwegeventile 7 und 8, ein Rückschlagventil 9 und eine Drossel 10 aufweist. Die beiden Mehrwegeventile 7 und 8 bilden eine Ventileinrichtung 7/8, und sie sind beide an die Leitung 30 angeschlossen, um von dem jeweiligen Druck in dieser Leitung 30 betätigt zu werden. Dabei ist dem Mehrwegeventil 7 ein Drossel-Rückschlagventil 29 vorgeschaltet.

Mit der Lufttrocknungseinrichtung 5 ist eine Druckvergleichsdose 21 kombiniert. Diese Druckvergleichsdose 21 hat eine Membran 22, die als Schließ- oder Drosselglied eines an einer Rohrausmündung angebrachten Ventilsitzes 23 arbeitet. Die Membran 22 und der Ventilsitz 23 bilden eine Ventileinrichtung 22/23. Die Rohrausmündung ist in einer Kammer 24 angeordnet, die einen von einer Leitung 26 hinter dem Rückschlagventil 9 abgezweigten Regenerierungsluftstrom über die feste Drossel 10 an den Lufttrockner 6 abgibt. Von der gleichen Stelle 27 hinter dem Rückschlagventil 9 nimmt eine Rückmeldeleitung 25 ihren Ausgang, die zum Druckregler 3 zurückführt, um diesem den Behälterdruck zu melden. Eine zweite Kammer 28 der Druckvergleichsdose 21 ist über das 2/2-Wege-Ventil 8 an den Vorratsbehälter 13 anschließbar und steht immer unter dem maximal möglichen Druck.

An die Kammer 24 mit der Regenerierluft ist ein druckabhängiges 2/2-Wege-Ventil 31 angeschlossen, das eine Verbindung dieser Kammer 24 mit dem Lufttrockner 6 überwacht. Von der Drossel 10 nimmt eine Steuerleitung 32 ihren Ausgang, die zu einem Steueranschluß 33 des 2/2-Wege-Ventils 31 führt. Gegenüber dem Steueranschluß 33 ist eine Rückführfeder 34 für das Ventil 31 angeordnet, und im Bereich des Steueranschluß 33 ist eine Rasteinrichtung 34 für das Ventil 31 vorgesehen.

Die Einrichtung arbeitet auf folgende Weise:

Beim Auffüllen des Vorratsbehälters 13 stehen die beiden Ventile 7 und 8 der Ventileinrichtung 7/8 in der gezeichneten Stellung. Wenn der Druckregler 3 umschaltet, gelangt über die Leitung 30 die Ventileinrichtung 7/8 unter Druck.

Die Ventile 7 und 8 schalten um, und zwar das Ventil 8 sofort und das Ventil 7 - über das Drosselrückschlagventil 29 - verzögert. In der Kammer 28 wird der maximale Vorratsdruck eingeschlossen, und die Regenerationsluft kann so lange über die Kammer 24 strömen, bis der in der Kammer 24 wirkende Behälterdruck so weit abgesunken ist, daß der Differenzdruck das Anlegen der Membran 22 an der Rohrausmündung 23 bewirkt. Dann ist die Regeneration beendet.

Wenn dann der Druckregler 3 wieder in die Förderphase umschaltet, wird die Leitung 30 entlüftet, und die Ventileinrichtung 7/8 geht in ihre Ausgangsstellung zurück.

Beim Füllen der Anlage ist über die Drosselstelle 10 und die Steuerleitung 32 das 2/2-Wege-Ventil 31 gegen die Kraft der Feder 34 in Offenstellung gegangen.

Wenn aber nun bei der Regeneration das Ventil 22/23 langsam seinen Querschnitt verkleinert, kommt der Moment, wo der Staudruck vor der Drossel 10 so klein wird, daß er das 2/2- Wege-Ventil 31 nicht mehr in Offenstellung halten kann. Dann schließt das Ventil 31 und eine schleichende Rückströmung von Regenerierluft zum Lufttrockner 6 wird unterbunden.

Um das Ventil 31 auch mit Sicherheit schlagartig umzuschalten, ist eine Rasteinrichtung 35 vorgesehen, die nach ihrer Überwindung ein schnelles Schalten des Ventils 31 gewährleistet.


Anspruch[de]
  1. 1. Lufttrocknungseinrichtung für Druckluftanlagen, vorzugsweise für komprimierte Luft in Bremssystemen von Kraftfahrzeugen, mit einer ein regenerierbares Trockenmedium enthaltenden Behandlungskammer eines Lufttrockners, die von Druckluft in einer Richtung zum Trocknen und in entgegengesetzter Richtung zum Regenerieren des Trockenmediums durchströmt wird, ferner mit einer druckabhängigen Schalteinrichtung, die den Druck in der Druckluftanlage zwischen zwei Werten hält, und mit einer Druckvergleichsdose mit zwei Kammern, in denen der maximal mögliche Druck mit dem abgefallenen, niedrigstmöglichen Behälterdruck verglichen wird und die mittels einer Ventileinrichtung die Durchströmungsrichtung der Luft zur Regenerierung abhängig vom Differenzdruck in der Druckvergleichsdose steuern, dadurch gekennzeichnet, daß an die Kammer (24) mit der Regenerierluft ein druckabhängiges 2/2-Wege-Ventil (31) angeschlossen ist, das eine Verbindung zum Lufttrockner (6) überwacht.
  2. 2. Lufttrocknungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung (22/23) eine Drosselstelle bildet und daß das druckabhängige 2/2-Wege-Ventil (31) von dem durch eine zweite Drossel (10) bestimmten Staudruck über eine Steuerleitung (32) steuerbar ist.
  3. 3. Lufttrocknungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Querschnittsunterschied der beiden Drosseln (Ventileinrichtung 22/23 und Drossel 10) zu Beginn der Regeneration etwa Null ist und daß dieser Querschnittsunterschied mit zunehmendem Druckabfall in der Bremsanlage durch Verkleinerung des Querschnitts der einen Drossel (Ventileinrichtung 22/23) größer wird.
  4. 4. Lufttrocknungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das 2/2-Wege-Ventil (31) mit einer mechanischen oder pneumatischen Einrichtung (Rasteinrichtung (34) versehen ist, mit der ein schlagartiges Umschalten des Ventils (31) in seine Abschlußstellung gewährleistet ist.






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