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Dokumentenidentifikation DE3341158C2 17.09.1987
Titel Universal-Halterung
Anmelder Ursprung, Reinhard, 8088 Eching, DE
Erfinder Ursprung, Reinhard, 8088 Eching, DE
Vertreter Seibert, R., Dipl.-Ing., Pat.- u. Rechtsanw.; Petra, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 14.11.1983
DE-Aktenzeichen 3341158
Offenlegungstag 30.05.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1987
IPC-Hauptklasse B25H 1/00
IPC-Nebenklasse B23B 45/14   
Zusammenfassung Es wird eine Universal-Halterung insbesondere für Bohrmaschinen beschrieben mit einem zwingenförmigen Aufnahmekörper, in welchem in besonderen Befestigungseinrichtungen ein Klemmkörper mit einer Aufnahme für eine Bohrmaschine in unterschiedlichen Achsrichtungen befestigt werden kann. Wesentlich dabei ist, daß der obere horizontale Schenkel des zwingenförmigen Aufnahmekörpers (2) aus mindestens einem horizontal und an dem vertikalen Rückenschenkel (5) befestigten Aufnahmedorn (7) besteht. Der Klemmkörper (1) weist in seinem Befestigungsteil (23) eine Vielzahl von Aufnahmeöffnungen (11, 12, 13, 21) auf. Die Aufnahmeöffnungen dienen dabei einerseits zum Zusammenwirken mit den Aufnahmedornen (7), wobei der Befestigungsteil des Klemmkörpers dann gleichzeitig mit der Rolle des oberen Schenkels des Aufnahmekörpers spielt. Die Aufnahmeöffnungen dienen auch gleichzeitig zur Aufnahme von Zusatzeinrichtungen, wie beispielsweise eine Fräsplatte. Von besonderem Vorteil ist, daß mehrere Halterungen hintereinander befestigt werden können, wodurch System-Werkzeuge, wie beispielsweise eine Drechselbank, in einfacher Weise aufgebaut werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Universal-Halterung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, wie sie insbesondere zur stationären Anbringung einer Handbohrmaschine Verwendung findet.

Ein derartiges Gerät ist aus der DE-PS 28 21 132 bekannt, die eine Aufspannvorrichtung für eine Handbohrmaschine beschreibt, die aus zwei unterschiedlich zueinander fixierbaren Teilen besteht. Es ist eine U-förmige Halterung vorgesehen, die als Schraubzwinge wirkt. Der obere Tischauflageschenkel steht dabei senkrecht zum Rückenschenkel, während der untere Schenkel eine in Richtung zum Tischauflageschenkel hin wirksame Zwingenschraube aufweist. Im Tischauflageschenkel und in dem Rückenschenkel ist jeweils eine Befestigungseinrichtung vorgesehen, die als jeweils senkrecht zum jeweiligen Schenkel ausgerichteter Klemmring ausgebildet ist. Diese bekannte Aufspanneinrichtung weist zudem einen Maschinenhalter auf, welcher an seinem einen Ende einen Befestigungszapfen aufweist, dessen Achse senkrecht zur Achse des Klemmringes ausgerichtet ist. Mit Hilfe des Befestigungszapfens wird der Maschinenhalter nach Bedarf in die Klemmaufnahme im Rückenschenkel oder im Tischauflageschenkel mit Hilfe einer Klemmschraube festgespannt.

Durch die glatte zylindrische Aufnahme des Maschinenhalters in der Halterung ist eine achsgenaue Ausrichtung der beiden Halterteile zueinander nicht ohne weiters möglich. Zudem weist der schraubzwingenförmige Halterungsteil durch die Klemmbefestigung für die Maschinenhalter nicht die ausreichende Formfestigkeit auf, um diese Halterung als Bearbeitungsvorrichtung, wie beispielsweise als Drechselbank oder Fräseinrichtung verwenden zu können. Denn um eine wirksame Klemmung durch die Klemmringe in der Halterung zu erhalten, muß die Wandung dea Klemmringes entsprechend dünn und elastisch ausgelegt sein. Zudem bringt der gemeinsame Klemmschlitz, welcher die Halterung an der oberen Werktischanlageecke praktisch zweiteilt, eine verhältnismäßig große Beweglichkeit in das ganze System, so daß diese Halterung zur Aufnahme von Bearbeitungskräften nicht geeignet ist. Auch muß bei der Verwendung dieser bekannten Vorrichtung zum Zwecke des Fixierens des Maschinenhalters in der Halterung jeweils eine Klemmschraube gelöst und nach erfolgter Einfügung des Maschinenhalters wieder gespannt werden. Schließlich können an dieser bekannten Halterung zusätzliche Führungs- oder Halterungsteile zum komplexen Einsatz der Halterung nicht oder zumindest nicht ausreichend genau befestigt werden.

Desweiteren ist aus dem DE-GM 81 02 575 eine Spannvorrichtung bekannt, deren U-förmiger Aufnahmekörper in Art einer Schraubzwinge wirkt, wobei jeweils der nach außen weisenden Oberfläche des oberen Schenkels und des Rückenschenkels je zwei parallel zueinander angeordnete, zylindrische Lagerbohrungen aufweisende Widerlager zugeordnet sind. Der Klemmkörper weist einen Klemmring für beispielsweise eine Bohrmaschine auf, an welchen zwei parallele, zur Klemmbohrungsachse senkrecht stehende Schenkel vorgesehen sind. Durch zwei senkrecht durch entsprechende in den Schenkeln vorgesehene Bohrungen hindurchschiebbare Klemmschrauben kann der Klemmkörper je nach Bedarf an den Widerlagern des oberen oder des rückwärtigen Schenkels des Aufnahmekörpers befestigt werden, so daß eine Ausrichtung der Bohrmaschine in Y- oder Z-Richtung möglich ist. Eine Ausrichtung nach der X-Achse ist mit Hilfe dieser bekannten Vorrichtung nicht möglich. Somit ist diese bekannte Einrichtung für eine Drechselbank nicht verwendbar. Auch ist die Fixierung der beiden Halterungskörper zueinander relativ aufwendig und es können Zusatz-Bearbeitungseinrichtungen nicht an der Vorrichtung fixiert werden.

Durch die DE-OS 27 45 399 ist schließlich eine als Reitstock ausgebildete Halterung für eine Körnerspitze bekannt mit einer Zwinge, an derem vertikalen Rückenschenkel eine horizontal weisender Aufnahmedorn befestigt ist, der in eine Aufnahmeöffnung am Reitstock/Klemmkörper einführbar ist. Diese bekannte Halterung kennt, ihrem Zustand als Reitstock entsprechend, jedoch nur die Fixierung in einer Achsrichtung, sie ist folglich nicht vielseitig verwendbar, z. B. als komplexe Bearbeitungseinrichtung.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine aus zwei Körpern zusammengesetzte Universal-Halterung anzugeben, deren Teile schnell und einfach und mit hoher Positionsgenauigkeit zusammengesetzt werden können, also ohne daß Ausricht- bzw. justierarbeit notwendig wäre. Die Halterung soll formstabil sein und eine vielseitige Verwendbarkeit als komplexe Bearbeitungseinrichtung, beispielsweise als Drechselbank, Fräsmaschine u. ä. m. erlauben.

Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Demgemäß besteht der obere Schenkel des im wesentlichen U- förmigen Aufnahmekörpers aus mindestens einem horizontal weisenden Aufnahmedorn, der an dem vertikalen Rückenschenkel befestigt ist. Der Klemmkörper wiederum weist an seinem Befestigungsteil eine Vielzahl in X-, Y- und Z-Richtung verlaufende Aufnahmeöffnungen auf, wobei mindestens ein Aufnahmedorn mit entsprechend mindestens einer Aufnahmeöffnung zusammenwirkt. Über diese Aufnahmeöffnungen kann der Klemmkörper in einfacher Weise auf den Aufnahmedorn aufgeschoben und danach die so zusammmengesetzte Halterung an dem Arbeitstisch festgespannt werden.

Die Aufnahmeöffnungen sind dabei in vorteilhafter Weise jeweils einer zu ihnen parallelen Auflagefläche zugeordnet, wodurch diese gleich die Rolle einer Auflagefläche eines Tischauflageschenkels der Halterung bilden.

Dabei ist von Vorteil, wenn die Auflageflächen jeweils mit an sich bekannten Riffelungen versehen sind, um eine Rutschfestigkeit der montierten Halterung sicherzustellen.

Die Aufnahmeöffnungen können auch zur Aufnahme von zusätzlichen Befestigungs-, Auflage- oder Aufnahmeeinrichtungen dienen. So kann z. B. eine Fräsplatte zur Auflage und zur gleichzeitigen seitlichen Führung des Werkstückes angebracht werden.

Der Befestigungsteil des Klemmkörpers kann in vorteilhafter Weise eine quaderförmige Ausbildung aufweisen. Hierdurch ist eine sehr universelle Verwendungsmöglichkeit gegeben, da jede Fläche des Befestiungsteiles voll als Auflagefläche am Rückenschenkel oder als Auflagefläche auf der Tischplatte dienen kann. Desweiteren sind durch die quaderförmige Ausgestaltung die Flächen größer, so daß jede Fläche mehrere Aufnahmeöffnungen aufweisen kann, wodurch in gleicher Achsausrichtung beispielsweise mehrere Aufspannhöhen erreicht werden können.

Der Befestigungsteil kann auch z. T. abgeschrägte Flächen aufweisen, die beispielsweise mit geneigten Flächen des oberen Klemmteiles fluchtend ausgebildet sind. Hierdurch wird ein gefälligeres Aussehen und eventuell eine größere Stabilität erreicht.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist am Aufnahmekörper nur ein einziger, mittig angeordneter Aufnahmedorn vorgesehen, welcher mit einer an sich bekannten Positionierungsvorkehrung, beispielsweise mit Nut und Feder ausgerüstet ist. Selbstverständlich weist die Aufnahmeöffnung am Klemmkörper zu diesen Verdrehsicherungen adäquate Ausbildungen auf. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß durch einfaches Aufschieben des Klemmkörpers auf den Aufnahmekörper die beiden Teile bereits positionsmäßig zueinander fixiert sind.

Der Aufnahmedorn kann die Form eines Flachprofils aufweisen, welches zungenartig in eine entsprechende Öffnung im Klemmkörper hineinragt. Hierdurch wird ebenfalls eine gute Vorpositionierung der beiden Halterungsteile zueinander erreicht.

In einer weiteren Ausführungsform können am Aufnahmekörper zwei zueinander parallele Aufnahmedorne befestigt sein, die gleichzeitig auch parallel zur Auflageebene angeordnet sind. Der Klemmkörper weist dementsprechend in jeder X-, Y- und Z- Richtung jeweils mindestens zwei parallele Aufnahmeöffnungen auf. Durch die Zwei-Dorn-Ausführung wird eine besonders hohe Postionsgenauigkeit erzielt.

Eine besonders gute und einfache Herstellungs- als auch Montagemöglichkeit ergibt die Ausbildungsform, bei welcher die Aufnahmedorne einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweisen. Die beiden Körper der Halterung können durch eine einzige Handbewegung rasch zusammengesteckt und danach über die Schraubzwinge direkt an dem Arbeitstisch befestigt werden, wobei durch die Zwei-Dorn-Fixierung gleichzeitig eine relativ gleichmäßige und feste Anpressung des Klemmkörpers auf dem Arbeitstisch gewährleistet ist. Es muß keine Schraub- oder andere Klemmverbindung mehr gelöst werden, wodurch auch kein Fehler bezüglich unzulänglicher Festspannung der beiden Teile zueinander auftreten kann.

Durch die positionsgenaue Befestigung und gleichzeitig relativ starre Ausführung der Teile ist die Möglichkeit gegeben, mindestens zwei Halterungen am gleichen Arbeitstisch hintereinander aufzuspannen, wodurch mehrere in Art von Bearbeitungsvorrichtungen zusammenwirkende Elemente erzielt werden. So kann beispielsweise in der Klemmöffnung einer ersten Halterung eine Bohrmaschine festgespannt werden, welche statt eines Bohreres eine Aufnahmespitze trägt. Eine zweite Halterung kann dabei mit einer Drehspitze ausgerüstet werden, so daß zwischen den nunmehr vorhandenen beiden Spitzen der beiden Halterungen ein Werkstück aufgespannt und in Drehbewegung um seine Drehachse versetzt werden kann. Eine dritte Halterung kann zwischen der ersten und der zweiten Halterung angeordnet werden, an welcher der Klemmkörper flachliegend, aber nach der Z-Richtung orientiert, befestigt ist. Diese dient dann als Drechselauflage. Es ist folglich möglich, drei erfindungsgemäße Universal-Halterungen als Drechselbank zusammenwirken zu lassen.

Der Klemmkörper ist an seinem einen, die Klemmaufnahme aufweisenden Ende abgesetzt ausgebildet, so daß bei der Fixierung nach der Z-Achsenausrichtung der Klemmkörper in L-Form relativ weit über Rückenschenkel des Aufnahmekörpers hinwegragt, also eine gute freie Anordnung einer Bohrmaschine bei gleichzeitig guter Auflage des Klemmkörpers auf dem Tisch erreicht wird. In dieser Aufspannungsform kann eine Halterung gleichzeitig als Drechselauflage dienen, wobei dann in der Klemmaufnahme nur ein entsprechender Auflagekörper befestigt werden muß. Durch die abgesetzte Ausbildung des Klemmkörpers kann jedoch auch eine unterschiedliche Aufspannung in X-Richtung vorgenommen werden, also entsprechend näher oder entfernter von der Tischkante.

Die vorerwähnte Aussparung an dem Körper kann dabei dermaßen vorgesehen sein, daß ein Verhältnis 1 : 3 der Länge der Klemmaufnahme zur Gesamtlänge des Klemmkörpers gegeben ist.

Durch entsprechende Hohlräume im Klemmkörper, die mit Versteifungswänden durchzogen sind, wird eine wirtschaftliche Herstellungsform des Klemmkörpers erzielt, bei gleichzeitig guter Handhabbarkeit und ausreichend hoher Steifigkeit.

Desweiteren ist bei der Ausbildung der Halterungsteile darauf geachtet worden, daß diese Teile in einfacher Weise im an sich bekannten Spritzgußverfahren herstellbar sind.

Die erfindungsgemäße Universal-Halterung kann als Systemwerkzeug in Verbindung mit verschiedenen Aggregaten (Bohrmaschine) zu verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten für Heimwerker gestaltet werden. So kann die gleiche Einheit ein zweites Mal der ersten gegenüberstehend angeordnet werden. Diese dient dann als Gegenlager und bildet wie bereits vorbeschreiben, zusammen mit der ersten Einheit ein Drechselvorrichtung. Zusätzlich kann auch eine Mittel-Einheit als Drechselauflage vorgesehen werden. Die Länge der hierdurch entstehenden Drechselbank ist nur durch die Länge des verwendeten Arbeitstisches begrenzt. Die Halterung kann durch zusätzliche Erweiterung als Schleifbock, spezielles Bohrerschleifgerät, Sägeblatt-Schleifeinrichtung, Fräsmaschine, Töpferscheibe, Elektrohobel usw. verwendet werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungabeispieles unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Universal-Halterung in doppelter Anordnung, hierdurch eine Drechselbank bildend,

Fig. 2 eine Halterung nach Fig. 1 in Explosionsansicht, mit einem Klemmkörper in zweiter Ausführung, und

Fig. 3 eine erfindungsgemäße Halterung in Z-Ausrichtung,

mit zusätzlicher Fräsplatte.

Die erfindungsgemäße Universal-Halterung besteht (Fig. 1) aus einem Klemmkörper 1, welcher an einem Aufnahmekörper 2 in noch zu beschreibender Weise fixiert ist.

Der Aufnahmekörper 2 ist in Art einer Schraubzwinge U-förmig aufgebaut. So weist der Aufnahmekörper 2 einen unteren Schenkel 3 auf, der eine Zwingenschraube 4 trägt. Der untere Schenkel 3 bildet eine L-Form mit einem Rückenschenkel 5 des Aufnahmekörpers. Ein oberer Schenkel 6 ist gebildet aus zwei parallel zueinander und zu der Tischfläche angeordneten und an ihrem einen Ende an dem Rückenschenkel 5 befestigten Aufnahmedornen 7, die in zusammengesetztem Zustand der Halterung den Klemmkörper 1, geführt durch entsprechende Öffnungen, durchdringen. Dabei bilden die Aufnahmedorne 7 zusammen mit dem unteren Teil des Klemmkörpers 1 den oberen Schenkel 6 des Aufnahmekörpers 2.

Der Klemmkörper 1 weist an seinem einen Ende ein Klemmteil 22 mit einer Klemmaufnahme 8 auf, die in bekannter Weise aus einer Aufnahmebohrung besteht, die zumindest z. T. von dünnwandigem Material umgeben ist, so daß über einen Klemmschlitz 9 mit Hilfe einer Klemmschraube 10 ein in die Klemmaufnahme 8 eingeführter Gegenstand, beispielsweise eine Bohrmaschine, befestigt werden kann. Das andere Ende des Klemmkörpers 1 ist ein Befestigungsteil 23, welches, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, eine quaderförmige Form aufweisen kann. Im Befestigungsteil 23 sind jeweils paarweise Aufnahmeöffnungen 11, 12, und 13 zum Fixieren des Klemmkörpers an dem Aufnahmekörper 2 vorgesehen. Die Aufnahmeöffnungs-Paare sind dabei entsprechend den kartesianischen Koordinaten ausgerichtet.

Im weiteren werden die Aufnahmeöffnungen nach der Richtung der Achse der Klemmaufnahme 8 bezeichnet, die diese einnimmt, wenn der Klemmkörper mit Hilfe der entsprechenden Aufnahmeöffnungen auf den Aufnahmedornen aufgeschoben ist. So befindet sich der Klemmkörper in der in Fig. 1 dargestellten Zusammenbauweise in einer X-Ausrichtung, also die von den Aufnahmedornen 7 durchdrungenen Aufnahmeöffnungen sind hier die X-Aufnahmeöffnungen 11, die in Fig. 2 nochmals deutlicher sichtbar werden. Die X-Aufnahmeöffnungen 12 befinden sich im wesentlichen auf gleicher Höhe mit den Y-Aufnahmeöffnungen. Ihnen ist die gleiche Auflagefläche 14 zugeordnet. Bei Y- Ausrichtung kann der Klemmkörper mit zwei sich gegenüberliegenden Flächen an der Innenseite des Rückenschenkels 5 anliegen. Einerseits ist die Anlage mit der Anlagefläche 15 möglich. Hierdurch wird eine von der Tischkante entferntere Befestigungsposition des Aggregates (Bohrmaschine) erzielt, da der Klemmkörper an der der Klemmenaufnahme 8 zugewandten Seite eine im wesentlichen L-förmige Aussparung aufweist. Ist die Anlagefläche 16 dem Rückenschenkel 5 zugewandt, wird eine Y-Ausrichtung mit Befestiung der Bohrmaschine in unmittelbarer Nähe zu dem Rückenschenkel 5 erzielt. Je nach Anwendungsfall kann die eine oder andere Y-Ausrichtung vorteilhafter sein.

Durch die L-förmige Aussparung am Klemmkörper erhält dieser selbst eine L-förmige Ausbildung. An dem in Fig. 1 waagerecht ausgerichteten Schenkel des Klemmkörpers sind senkrecht ausgerichtet die Z-Aufnahmeöffnungen 13 vorgesehen. Bei Fixierung des Klemmkörpers 1 auf dem Aufnahmekörper 2 über die Z- Aufnahmebohrungen 13 wird der Klemmkörper mit der Anlagefläche 17 an der Innenfläche des Rückenschenkels 5 anliegen, während in festgespanntem Zustand der Klemmkörper mit der Auflagefläche 18 auf dem Arbeitstisch aufliegt. Wie dies insbesondere aus Fig. 3 gut ersichtlich ist, liegt in der ZAusrichtung der Klemmkörper waagerecht auf dem Aufnahmekörper 2 auf bzw. ragt über diesen hinweg.

In jeweils einer Fläche des Befestigungsteiles 23 können zwei oder mehr Paar Aufnahmeöffnungen 11, 12, 13 vorgesehen sein, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Somit können in der gleichen Achsausrichtung unterschiedliche Aufspannungshöhen oder zusätzliche Bohrmaschinenanordnungen realisiert werden. Durch gerade Ausbildung des Klemmteiles 22 können (s. Fig. 2) zusätzliche Absätze 24 gebildet werden, wodurch eine weitere Ausrichtungsmöglichkeit in X-Richtung erreicht wird. Diese Öffnungen können jedoch auch zur Aufnahme zusätzlicher Einrichtungen dienen. So kann beispielsweise eine mit einer Anschlagleiste 26 versehene Fräsplatte 25 über an ihrer Unterseite vorgesehene Befestigungsdorne 27 auf der Halterung angebracht werden. Das Werkstück kann zum Durchführen einer bestimmten Fräsarbeit an der im Abstand zum Werkzeug einstellbaren Anschlagleiste entlang bewegt werden. Zusätzlich kann noch zwischen Fräsplatte 25 und Klemmkörper 1 eine Abstandsplatte 28 über Öffnungen 29 vorgesehen werden, so daß hierdurch die Anordnungshöhe der Fräsplatte 25 eingestellt werden kann.

Desweiteren können in dem Befestigungsteil 23 beispielsweise mittig in den Begrenzungsflächen Aufnahmeöffnungen 21 angeordnet sein, die zur Aufnahme zusätzlicher Einrichtungen dienen können.

In der Klemmaufnahme 8 des Klemmkörpers 1 kann auch ein Elektromotor direkt befestigt werden. Zur Verhinderung der eventuell auftretenden Schwingungen kann dieser Motor, beispielsweise in der in Fig. 1 dargestellten Zusammenbauweise der Halterung, noch über zusätzliche Fixierstifte in den Aufnahmebohrungen des Befestigungsteiles 22 festgehalten werden.

Die Auflageflächen weisen Riffelungen 19 auf, die einer besseren griffigeren Auflage und einer sicheren Befestigung der Halterung dienen. Den Aufnahmeöffnungen 11, 12, 13, 21 können an sich bekannte Fixierungseinrichtungen, wie z. B. Klemmschrauben o. ä. zugeordnet werden, um ein unbewegliches Fixieren zu erreichen.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, können auf einem Arbeitstisch mindestens zwei Universal-Halterungen im Abstand zueinander in gleicher (hier X-Ausrichtung) Ausrichtung befestigt werden. In der ersten Halterung kann eine Bohrmaschine festgespannt sein, die statt Bohrwerkzeug eine Aufnahmespitze aufweist und als antreibende Aufnahme dient. In der zweiten Halterung kann eine Körnerspitze festgeklemmt sein, so daß diese Halterung die Rolle eines Reitstockes spielt. Zwischen die genau fluchtenden Aufnahmespitzen kann ein Werkstück, beispielsweise ein Stück Holz aufgenommen werden, so daß eine Drechselbank gebildet werden kann. Zwischen den beiden, das Werkstücke tragenden Halterungen kann eine dritte Halterung am Arbeitstisch befestigt werden, deren Klemmkörper 1 in der in Fig. 3 dargestellten Z-Ausrichtung fixiert ist. In der Klemmaufnahme 8 dieser dritten Halterung kann ein Auflagekörper festgeklemmt sein, so daß eine Drechselauflage gebildet wird. Mit Hilfe von drei erfindungsgemäßen Halterungen und einigen wenigen Zubehörteilen läßt sich folglich in einfacher Weise schnell und problemlos eine Drechselbank zusammensetzen, deren Länge nur durch die Länge des verwendeten Arbeitstisches begrenzt ist. Desweiteren kann beispielsweise eine drehend gelagerte Töpferscheibe fixiert und entsprechend abgestützt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Universal-Halterung insbesondere für Bohrmaschinen, bestehend aus

    1. a) einem im wesentlichen U-förmigen, in Art einer Zwinge arbeitenden Aufnahmekörper (2), der über eine an seinem unteren Schenkel vorgesehene Zwingenschraube an einem Arbeitstisch befestigbar ist und der Befestigungseinrichtungen für einen Klemmkörper (1) aufweist, und
    2. b) einem Klemmkörper (1), der an seinem einen Ende ein Klemmteil (22) mit einer Klemmaufnahme (8) für beispielsweise eine Bohrmaschine aufweist, und der über sein am anderen Ende befindliches Befestigungsteil (23) am Aufnahmekörper in unterschiedlichen Achsausrichtungen befestigbar ist, derart, daß die Achse der Klemmaufnahme nach Bedarf in X-, Y- oder Z- Richtung weist, dadurch gekennzeichnet,
    3. c) daß der obere Schenkel des Aufnahmekörpers (2) aus mindestens einem horizontal weisenden Aufnahmedorn (7) besteht, der an dem vertikalen Rückenschenkel (5) befestigt ist,
    4. d) daß der Klemmkörper (1) in seinem Befestigungsteil (23) eine Vielzahl von in X-, Y- und Z-Richtung verlaufenden Aufnahmeöffnungen (11, 12, 13, 21) aufweist, und
    5. e) daß der mindestens ein Aufnahmedorn (7) mit entsprechend mindestens einer der Aufnahmeöffnungen (11, 12, 13) zusammenwirkt.
  2. 2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der jeweiligen Aufnahmeöffnung (11, 12, 13) zugeordneten Fläche des Befestigungsteils gleichzeitig Anlagefläche des schraubenzwingenartig wirkenden Aufnahmekörper (2) iat.
  3. 3. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Aufnahmeöffnungen (21) an sich bekannte Fixiermittel, wie beispielsweise senkrecht zur Öffnungsachse geführte Klemmschrauben zugeordnet sind.
  4. 4. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnungen (11, 12, 13, 21) jeweils durch den Befestigungsteil (22) hindurchführend vorgesehen sind.
  5. 5. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsteil (23) im wesentlichen die Form eines Quaders aufweist.
  6. 6. Halterung nach Anapruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im quaderförmigen Befestigungsteil (23) die Aufnahmeöffnungen (21) im wesentlichen mittig durch jede Seite hindurchgehend angeordnet sind.
  7. 7. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmedorn (7) am oberen Ende des Rückenschenkels (5) angeordnet ist.
  8. 8. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Aufnahmekörper (2) ein mit einer an sich bekannten Verdrehsicherung ausgerüsteter Aufnahmedorn (7) vorgesehen ist.
  9. 9. Halterung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmedorn (7) ein zungenartig in eine entsprechende Aufnahmeöffnung des Klemmkörpers (1) hineinragendes Flachprofil ist.
  10. 10. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Aufnahmekörper (2) zwei Aufnahmedorne (7) parallel zueinander und parallel zur jeweiligen Auflagefläche angeordnet sind und daß im Befestigungsteil (22) des Klemmkörpers (1) entsprechend in jeder X-, Y- und Z- Richtung jeweils mindestens zwei parallele Aufnahmeöffnungen (11, 12, 13) vorgesehen sind.
  11. 11. Halterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmedorne (7) einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweisen und die Aufnahmeöffnungen (11, 12, 13) als runde Bohrungen ausgebildet sind.
  12. 12. Halterung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die den jeweiligen X-, Y- und Z- Aufnahmeöffnungen zugeordneten Auflageflächen (18) an sich bekannte Riffelungen (19) aufweisen.
  13. 13. Halterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper (1) an dem die Klemmaufnahme (8) tragenden Ende einseitig derartig L-förmig abgesetzt ist, daß die verbleibende Länge der Klemmaufnahme (8) im Verhältnis zur Gesamtlänge des Klemmkörpers (1) ca. im Verhältnis 1 : 3 ausgelegt ist.






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