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Dokumentenidentifikation DE3608368A1 17.09.1987
Titel Windenaufhängung für Trommelwinden
Anmelder A. Friedr. Flender AG, 4290 Bocholt, DE
Erfinder Henke, Michael, Dipl.-Ing., 4290 Bocholt, DE
DE-Anmeldedatum 13.03.1986
DE-Aktenzeichen 3608368
Offenlegungstag 17.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1987
IPC-Hauptklasse B66D 1/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Windenaufhängung für Trommelwinden gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Es sind Trommelwinden bekannt, bei denen beidseitig an der Trommel hydraulische Motoren angeflanscht sind, deren Gehäuse mit der Trommel umlaufen. Die Innenteile der Motoren sind dabei je mit einem Fuß fest verschraubt. Die Trommel weist selbst keine Lagerung auf, diese wird über die Motoren, die je eine Zweifachlagerung besitzen, bewerkstelligt. Somit erfolgt die Lagerung der Trommel über ein statisch unbestimmtes Lagersystem bestehend aus vier Lagern. Unter dem Einfluß von Gewichts- und Seilkräften tritt eine Durchbiegung der Trommel auf, wodurch die Lagerung zwangsläufig verspannt wird, so daß vorzeitige Lagerschäden zu befürchten sind. Auch stehen diese Winden häufig auf Windenrahmen, die nicht sehr starr sind und zu Verformungen neigen. Auch die vom Windenrahmen ausgehenden Verformungen führen zu Verspannungen der Lagerung der Motoren, die die Trommel tragen.

Bei Trommelwinden mit nur einem Motor wird die dem Motor abgewandte Trommelseite häufig durch ein Pendellager gelagert. Hierbei handelt es sich um eine Dreifachlagerung, die ebenfalls statisch unbestimmt ist, so daß es durch die zuvor beschriebenen Einflüsse zu Verspannungen innerhalb der Lagerung des Motors kommt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Windenaufhängung aufzuzeigen, die geeignet ist, Verspannung von den Lagern der Motoren fern zu halten.

Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst. Das System aus Trommelwinde einschl. Motoren wird an den beiden äußeren Enden flexibel aber drehfest aufgenommen. Ausgestaltungen können den Unteransprüchen entnommen werden.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 Vorderansicht einer Trommel mit Motor und Sechskantprofil;

Fig. 2 Seitenansicht des Motors mit Schnitt durch die Aufhängung entlang der Linie II, II in Fig. 1;

Fig. 3 Gesamtseitenansicht einer Trommelwinde mit zwei Motoren einschl. Aufhängung.

In der Gesamtansicht der Fig. 3 wird eine Windentrommel 12 gezeigt, die über eine Flanschverbindung 14 und Verschraubung 13 beidseitig je mit dem Außenteil 11 eines Hydraulikmotors fest verbunden ist. Somit bilden Trommel und die beiden Außenteile eine starre Einheit. Die Innenteile 1 der Hydraulikmotoren sind je über einen Fuß 4 mit einem nicht dargestellten Rahmen verbunden.

Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist an dem Innenteil 1 eines jeden Hydraulikmotors ein Tragstück 9 fest angeschraubt. Dieses Tragstück ist an seinem äußeren Ende mit einem Vielkantprofil 2 versehen. Das hier dargestellte Vielkantprofil ist ein Sechseck. Dieses Vielkantprofil ragt in eine entsprechende Vielkantöffnung 3 des Fußes 4 hinein, von der es mit geringem Spiel aufgenommen wird. Das Spiel ist so bemessen, daß verformungsbedingte Biegungen und dadurch bedingt auftretende Achsneigungen ohne Zwang aufgenommen werden können. Durch das Vielkantprofil wird das Innenteil des Motors drehfest im Fuß gehalten, wodurch das Drehmoment des Motors sicher aufgenommen wird. Das Tragstück 9 ist an der Motorseite mit einem Anschlag 6 versehen und an der Außenseite mit einem Anschlag 5 über eine Schraubverbindung verbunden. Die Anschläge 5 und 6 weisen einen geringfügig größeren Abstand von einander auf, als es der Fußbreite an dieser Stelle entspricht. Das so verbleibende Spiel erlaubt es dem Tragstück, sich axial frei im Fuß zu bewegen. Da beide Motoren in gleicher Weise aufgehangen sind, weist das ganze System, bestehend aus Trommel und zwei Motoren, eine Zweipunktlagerung auf, die statisch bestimmt ist. Damit kann ein Verspannen innerhalb der Motorlagerungen nicht mehr auftreten. Weder Durchbiegungen der Trommel noch Verformungen des Rahmens, auf denen die Füße stehen, führen zu statisch unbestimmten Verhältnissen. Seilkräfte und Drehmomente können mittels dieser Windenaufhängung sicher und einfach aufgenommen werden.

Die Anschläge 5 und 6 sind mit O-Ringen 8 ausgerüstet, die am Fuß 4 anliegen. Dabei sind die O-Ringe so dimensioniert, daß trotz des vorgegebenen Spiels zwischen den Anschlägen und dem Fuß jederzeit Dichtigkeit garantiert wird. Hierdurch wird erreicht, daß das Vielkantprofil nach Außen abgedichtet ist, so daß eingefülltes Fett nicht austreten kann und Feuchtigkeit und Schmutz von Außen nicht eintreten kann.

Das Tragstück 9, welches mit dem Innenteil des Motors fest verschraubt ist, weist innerhalb des Vielkantprofiles einen Durchbruch auf, durch den die Anschlüsse für die Energieversorgung geführt werden. So befinden sich in dem Durchbruch die Anschlüsse für den Zulauf 15, den Rücklauf 16 und das Lecköl 17.

Um die zuvor beschriebene Windenaufhängung genau montieren und ausrichten zu können, ist es zweckmäßig, daß während des Ausrichtvorganges das axiale Spiel zwischen den Anschlagen und den Füßen durch das Einfügen von Zwischenlegblechen 10, die stärker sind als das vorgesehene Spiel, welche an der einen Trommelseite an der trommelzugewandten Seite des einen Fußes, und an der anderen Trommelseite an der trommelabgewandten Seite des anderen Fußes zwischen den Anschlag 6 bzw. 5 und den entsprechenden Füßen 4 gelegt werden, gänzlich aufgehoben wird und jeder Fuß mittels der Verschraubungen für die Anschläge 5 vorrübergehend mit einem Tragstück 9 fest verbunden wird. Dann können die Füße ausgerichtet und befestigt werden. Danach werden die Zwischenbleche wieder herausgenommen, so daß zwischen den Anschlägen und den Füßen ein Spiel vorhanden ist. Somit können später auftretende Verformungen seitens der Trommel und seitens des Rahmens aufgenommen werden, ohne das es zum Zwängen kommt.

  • Benennungen

    1 Innenteil

    2 Vielkantprofil

    3 Vielkantöffnung

    4 Fuß

    5 Anschlag

    6 Anschlag

    7 Druckring

    8 O-Ring

    9 Tragstück

    10 Zwischenlegblechen

    11 Außenteil (Gehäuse) des Motors

    12 Trommel

    13 Verschraubung

    14 Flansch

    15 Zulauf

    16 Rücklauf

    17 Lecköl


Anspruch[de]
  1. 1. Windenaufhängung für Trommelwinden mit mindestens einem angeflanschten Motor, dessen Außenteil (Gehäuse) mit der Trommel umläuft und der an der Flanschseite die Lagerung der Trommel übernimmt, insbesondere Hydraulikmotor, wobei das stillstehende Innenteil des Motors mit einem Fuß befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) das Innenteil (1) ein Vielkantprofil (2) trägt und der Fuß (4) mit einer entsprechenden Vielkantöffnung (3) versehen ist, in die das Vielkantprofil mit geringem Spiel hineinragt zwecks Drehmoment- und Radialkraftaufnahme, und das Spiel ein Zwangen bei Fluchtungsfehlern vermeidet und
    2. b) in Axialrichtung der Trommelachse wirkende Anschläge (5, 6) am Vielkantprofil vorgesehen sind, die Axialverschiebungen zwischen Vielkantprofil (2) und Fuß (4) begrenzen.
  2. 2. Windenaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vielkantprofil (2) als Sechskant ausgebildet und mit dem Innenteil (1) des Motors befestigt ist und die Anschlage durch beidseitig des Fußes (2) angeordnete Druckringe (7) gebildet werden, die mit dem Vielkantprofil verbunden sind.
  3. 3. Windenaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Fuß und Druckring ein geringes Spiel vorhanden ist, um biegungsbedingte Zwänge zu vermeiden und daß zwischen Druckring und Fuß jeweils eine O-Ringdichtung (8) angeordnet ist, welche in der Lage ist, vorhandenes Spiel zu überbrücken.






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