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Dokumentenidentifikation DE3608478A1 17.09.1987
Titel Käfig für ein Linear- oder Drehbewegungen ausführendes Wälzlager und zugehöriges Wälzlager
Anmelder SKF Linearsysteme GmbH, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Walter, Lothar, 8720 Schweinfurt, DE;
Mayer, Uwe, 8732 Münnerstadt, DE;
Edelmann, Ludwig, 8731 Sulzthal, DE
DE-Anmeldedatum 14.03.1986
DE-Aktenzeichen 3608478
Offenlegungstag 17.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1987
IPC-Hauptklasse F16C 33/46

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Käfig für ein Linear- oder Drehbewegungen ausführendes Wälzlager gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein zugehöriges Wälzlager.

Bei einem bekannten Käfig der angegebenen Art, werden in die beiden glatten Begrenzungsflächen des aus Bandwerkstoff hergestellten Käfigs einzelne Vertiefungslöcher gegenseitig eingedrückt und somit an der benachbarten Randfläche der Taschen Haltenasen für die Wälzkörper angeformt (FR-PS 11 37 577). Diese Haltenasen haben aber in die Tasche hineinragende, gewölbte Haltewände, deren Form- und Lagegenauigkeit in vielen Fällen nicht ausreicht. Auch erhalten die Ränder der Vertiefungen leicht schädliche Anrisse, weil der Werkstoff des Käfigs beim Eindrücken der Vertiefungen entlang dem Taschenrand nicht gleichmäßig verformt und zum Wälzkörper hin gedrückt wird.

Bei einem anderen bekannten ringförmigen Käfig sind die Vertiefungen auf beiden Seiten des Käfigs durch in die beiden zylindrischen Begrenzungswände des Käfigs eingedrückte Ringnuten gebildet (DE-GM 15 21 162). Diese Ringnuten überqueren aber die Verbindungsstellen der zwischen benachbarten Taschen angeordneten Führungsstege des Käfigs, so daß die Festigkeit dieser Führungsstege empfindlich geschwächt ist. Hinzu kommt, daß beim Eindrücken der Ringnut die benachbarten Randflächen der Taschen im Bereich der versteifenden Führungsstege weniger verformt werden, als der Bereich zwischen zwei am Umfang benachbarten Führungsstegen. Die Formgenauigkeit der mit dieser Ringnut angeformten Haltewände läßt deshalb ebenfalls zu wünschen übrig.

Der in Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Käfig für ein Linear- oder Drehbewegungen ausführendes Wälzlager der genannten Art zu schaffen, welcher Käfigtaschen aufweist, die mit besonders formgenauen Rändern und Haltewänden wirtschaftlich hergestellt werden können. Überdies soll der Käfig eine verhältnismäßig hohe Festigkeit aufweisen.

Mit der Ausbildung des Käfigs nach der Erfindung wird erreicht, daß die Randflächen der Taschen im wirtschaftlichen Stanzverfahren mit einem profilstempel aus einem ausgehend von einem Bandwerkstoff gefertigten Rohling formgenau hergestellt werden können. Der plastisch verformbare Bandwerkstoff kann dabei aus Aluminium, Bronze oder Kunststoff bestehen.

Nach dem Ausstanzen der Taschen können die Wälzkörper in die Taschen des Käfigs eingesetzt und mit Hilfe an sich bekannter Vorrichtungen in ihrer Tasche mittig festgehalten werden.

Anschließend können die Rillen in beide Begrenzungsflächen (Bandflächen) des Käfigs gegenseitig eingeprägt, eingestemmt oder gerollt werden, damit so eine Haltenut auf der der Rille benachbarten Randfläche der Tasche angeformt wird. Die Wälzkörper werden dann von zwei Haltewänden der Haltenut umfaßt, so daß diese aus den Taschen des Käfigs nicht herausfallen können.

Beim spanlosen Einformen der Rille braucht lediglich der Abstand des Werkzeuges von der benachbarten Randfläche der Tasche genau eingestellt zu werden. Dagegen kann das Werkzeug entlang der Rille einen kleinen Versatz aufweisen, denn die Rille läuft an ihren beiden Enden in die Tasche aus. Durch einen solchen Versatz des Werkzeuges wird die Form- und Lagegenauigkeit der Haltenut nicht beeinträchtigt. Eine Massenfertigung des Käfigs mit Folgewerkzeugen wird erleichtert.

Da die Rillen lediglich in den Haltezungen eingedrückt sind, haben die Führungsstege des Käfigs an ihren beiden Verbindungsstellen mit den quer zur Rollrichtung auf beiden Seiten des Käfigs angeordneten Käfigabschnitten eine gleichmäßige Dicke und Festigkeit. In Rollrichtung dürfen die Führungsstege deshalb relativ schmal ausgebildet sein, ohne daß Gefahr besteht, daß die Führungsstege im Betrieb des Wälzlagers abbrechen. Auf diese Weise können in Rollrichtung pro Längeneinheit relativ viele Wälzkörper im Käfig untergebracht werden. Die Tragfähigkeit des mit dem erfindungsgemäßen Käfig ausgerüsteten Wälzlagers ist dementsprechend groß.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Weiterbildung nach Anspruch 2 hat zur Folge, daß jede Haltenut zwischen ihren zwei Haltewänden einen, den gegenüberliegenden Wälzkörper führenden Zwischenbereich aufweist, welcher äußerst steif ist und mit einem Profilstempel beim Ausstanzen der betreffenden Tasche bereits ausreichend formgenau hergestellt werden kann.

Die Ansprüche 3 und 4 beziehen sich auf Ausbildungen des Käfigs, bei denen die Herstellung der Rille mit relativ kleinen Einformungskräften möglich ist.

Die Weiterbildungen der Erfindung nach Anspruch 5 bis 10 weisen auf ein Wälzlager hin, das in vorteilhafter Weise mit einem Käfig nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgerüstet ist.

Der erfindungsgemäße Käfig für ein Linear- oder Drehbewegungen ausführendes Wälzlager wird in der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele, die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 die teilweise Draufsicht auf einen Käfig mit einer in jeder Tasche eingebauten Rolle mit jeweils einer im Winkel von 45° zu den Begrenzungsflächen verlaufenden Achse der Rolle,

Fig. 2 die Schnittansicht entlang A-A in Fig. 1,

Fig. 3 die Schnittansicht entlang B-B in Fig. 2, jedoch ohne Rollen,

Fig. 4 die teilweise Draufsicht auf einen abgeänderten Käfig mit zwei Rollen je Tasche, die im Winkel von 90° gekreuzt zueinander angeordnet sind,

Fig. 5 die teilweise Draufsicht auf einen weiteren abgeänderten Käfig mit einer in jeder Tasche eingebauten Rolle, deren Achse in einer zwischen den beiden Begrenzungsflächen angeordneten Mittenfläche liegend angeordnet ist,

Fig. 6 die Schnittansicht entlang C-C in Fig. 5,

Fig. 7 die teilweise Draufsicht auf einen weiteren geänderten Käfig mit zwei Rollen je Tasche, deren Achsen in einer zwischen den beiden Begrenzungsflächen angeordneten Mittenebene liegen und parallel zueinander verlaufen.

Fig. 8 die teilweise Draufsicht auf einen abgeänderten Käfig mit einer Rolle je Tasche, deren Achse in einer zwischen den beiden Begrenzungsflächen angeordneten Mittenebene liegt und

Fig. 9 die Schnittansicht D-D in Fig. 8.

Mit 1 ist in den Fig. 1, 2 und 3 ein streifenförmiger Käfig für ein Linearbewegungen ausführendes Kreuzrollenlager bezeichnet. Dieser Käfig ist ausgehend von einem plastisch verformbaren Aluminiumband gefertigt und besitzt zwei parallel zueinander verlaufende, glatte Begrenzungsflächen (Bandflächen) 2, 3.

Der Käfig 1 hat mehrere Taschen 4 die in Rollrichtung 5 in Reihe hintereinander angeordnet und im Stanzverfahren in das Aluminiumband eingearbeitet sind. Jede Tasche 4 besitzt zwei quer zur Rollrichtung 5 einander gegenüberliegende Randflächen 6, in die jeweils eine in Rollrichtung 5 verlaufende Haltenut 7 mit zwei Haltewänden 8 geformt ist.

In jeder Tasche 4 ist ein als Rolle ausgebildeter Wälzkörper 9 aus Wälzlagerstahl mit einer zylindrischen Rollfläche 10 und zwei einander gegenüberliegenden ebenen Stirnflächen 11 eingebaut. Diese Wälzkörper 9 rotieren um ihre Achse 12, die mit den ebenen Begrenzungsflächen 2, 3 des Käfigs 1 einen Winkel von ungefähr 45° bilden. Dabei weist ein Teil der Wälzkörper 9 des Käfigs 1 eine Achse 12 auf, die gegenüber den Achsen 12 des anderen Teils der Wälzkörper 9 in einem Winkel von ungefähr 90° gekreuzt angeordnet ist.

Im vorliegenden Fall verlaufen die Achsen 12 der Reihe von Wälzkörpern 9 abwechselnd gekreuzt zueinander. Die Wälzkörper 9 rollen in an sich bekannter Weise auf V-förmig angeordneten ebenen Laufbahnen von geraden Stahlprofilschienen 13 (siehe strichpunktierte Darstellung in Fig. 2).

Jede Haltenut 7 ist in der Randfläche 6 des Stirnendes einer in die Tasche 1 mittig hineinragenden Haltezunge 14 durch gegenseitiges Eindrücken einer Vertiefung 16 in die beiden Begrenzungsflächen 2, 3 eingeformt. Beide gegenseitigen Vertiefungen befinden sich dabei in unmittelbarer Nähe der Randfläche 6 der zugehörigen Haltezunge 14.

Jeder Wälzkörper 9 hat auf seinen beiden quer zur Rollrichtung 5 liegenden Seiten einen Abschnitt 15, der sich zur Randfläche 6 des Käfigs 1 hin verjüngt und an seinem äußeren Ende auf dieser Randfläche 6 gleitend geführt ist. Dabei wird jeder dieser beiden Abschnitte 15 durch die beiden Haltewände 8 der Haltenut 7 gegenseitig eng umgriffen. Demgemäß können die Wälzkörper 9 im ausgebauten Zustand des Käfigs 1 aus den Taschen 4 nicht herausfallen.

Die beiden Abschnitte 15 jedes Wälzkörpers 9 sind beim vorliegenden Ausführungsbeispiel durch jeweils einen vorspringenden Kantenübergang der zylindrischen Rollfläche 10 zur anschließenden ebenen Stirnfläche 11 gebildet.

Die gegenseitigen Vertiefungen der Begrenzungsflächen 2, 3 des Käfigs 1 sind als Rillen 16 mit konstantem Querschnitt ausgebildet, die lediglich auf der zugehörigen Haltezunge 14 angeordnet sind und sich über die gesamte Breite der Haltezunge 14 durchgehend erstrecken.

Im vorliegenden Fall ist der Querschnitt der Rillen 16 V-förmig ausgebildet, die Rillen 16 sind mit einem messerartigen Stemmeisen in die beiden Begrenzungsflächen 2, 3 eingestoßen.

Beim Einstemmen der gegenseitigen Rillen 16 bilden sich die beiden Haltewände 8 der Haltenut 7 aus. Zwischen den zwei Haltewänden 8 jeder Haltenut 7 ist ein durch das Einstemmen der Rillen 16 nicht verformter, in Rollrichtung 5 verlaufender Zwischenbereich 17 in der Randfläche 6 stehengeblieben, der den Grund der Haltenut 7 bildet.

Die Tiefe der beiden Rillen 16 jeder der beiden Haltezungen 14 der Taschen 4 beträgt etwa ein Drittel der Dicke des Käfigs 1 zwischen seinen Begrenzungsflächen 2, 3.

Die Wälzkörper 9 werden mit ihrer Rollfäche 10 an quer zur Rollrichtung 5 verlaufenden Rändern von zwischen den Wälzkörpern 9 angeordneten, schmalen Stegen 18 des Käfigs 1 geführt und mit geringem Führungsspiel in der Tasche 4 gehalten.

In Fig. 4 ist ein abgeänderter Käfig 19 eines Kreuzrollenlagers dargestellt, welcher Taschen 4 mit jeweils zwei im Winkel von 90° gekreuzt zueinander angeordneten Wälzkörpern 9 aufweist. Jeder Wälzkörper besitzt eine zylindrische Rollfläche 10 und zwei einander gegenüberliegende ebene Stirnflächen 11.

Für jeden der beiden Wälzkörper 9 einer Tasche 4 sind jeweils zwei seitlich einander gegenüberliegende Haltenuten in die Randfläche jeweils einer Haltezunge 14 geformt, die in Rollrichtung 5 verlaufen. Die beiden Wälzkörper 9 stützen sich in der Mitte ihrer Rollfläche 10 gegenseitig in Rollrichtung 5 ab.

In den Fig. 5 und 6 ist ein weiterer abgeänderter Käfig 20 dargestellt, in dessen Taschen 4 je ein einzelner, als Rolle ausgebildeter Wälzkörper 9 mit einer zylindrischen Mantelfläche 10 und einem rotationssymmetrischen, kegelstumpfförmigen Vorsprung 21 auf seinen beiden Stirnseiten eingebaut ist. Die Achse 12 jedes Wälzkörpers 9 liegt in einer zwischen den beiden ebenen Begrenzungsflächen 2, 3 des Käfigs 20 angeordneten Mittenfläche 22.

Die beiden quer zur Rollrichtung 5 einander gegenüberliegenden Vorsprünge 21 bilden am Wälzkörper 9 einen Abschnitt, der sich zur Randfläche des Stirnendes jeweils einer in die Tasche 9 hineinragenden Haltezunge 14 verjüngt.

In jede Haltezunge 14 sind wiederum zwei Rillen 16 gegenseitig eingestemmt, die in Rollrichtung 5 verlaufen und in unmittelbarer Nähe der parallel dazu verlaufenden Randfläche des Stirnendes der Haltezunge 14 angeordnet sind.

Diese Rillen 16 verlaufen durchgehend über die gesamte Breite der zugehörigen Haltezunge 14 und haben einen konstanten Querschnitt. Sie bilden auf der Randfläche der Haltezunge 14 eine in Rollrichtung 5 verlaufende Haltenut 7 mit zwei Haltewänden 8. Jeder Vorsprung 21 des zugehörigen Wälzkörpers 9 wird an seinen kegeligen Flächen von den Haltewänden 8 zum Teil eng umgriffen.

Fig. 7 zeigt einen abgeänderten Käfig 23, der ähnlich wie der in Fig. 5 und 6 dargestellte Käfig 20 gebaut ist. Dieser abgeänderte Käfig 23 besitzt in jeder Tasche 4 jedoch jeweils zwei Wälzkörper 9. Diese beiden Wälzkörper 9 berühren sich entlang ihren zylindrischen Rollflächen 10 gegenseitig. Beide Wälzkörper 9 besitzen an ihren beiden Enden je einen, sich nach außen zu verjüngenden, kugelkalottenförmig ausgebildeten Abschnitt 25. Jeder Abschnitt 25 ist zu einer Randfläche einer gemeinsamen Haltezunge 24 hin gerichtet, in die eine Haltenut eingeformt ist, deren zwei Haltewände den Abschnitt 25 der beiden Wälzkörper 9 eng umgreifen.

Zum Anformen dieser Haltenut sind zwei in Rollrichtung 5 verlaufende Rillen 16 mit konstantem Querschnitt in die beiden Begrenzungsflächen 2, 3 der Haltezungen 24 eingedrückt. Diese Rillen 16 erstrecken sich über die gesamte Breite der Haltezunge 24 durchgehend.

In Fig. 8 und 9 ist ein abgeänderter Käfig 26 mit zwei ebenen Begrenzungsflächen 2, 3 dargestellt, welcher wiederum in Rollrichtung 5 hintereinander angeordnete, im wesentlichen rechteckig ausgebildete Taschen 4 aufweist. In jeder Tasche 4 ist ein als Rolle ausgebildeter Wälzkörper 9 mit einer zylindrischen Rollfläche 10 und zwei ebenen Stirnflächen 11 eingebaut.

Jeweils zwei quer zur Laufrichtung 5 nebeneinander angeordnete Haltezunge 27 sind auf der in Rollrichtung 5 liegenden Seite jeder Tasche 4 angeformt, die beide gegen die Rollrichtung 5 in die Tasche 4 hineinragen. Auf der in Rollrichtung 5 liegenden Seite hat jede Tasche eine gerade glatte Randfläche, die der zylindrischen Rollfläche 10 mit geringem Führungsspiel gegenüberliegt.

Die Achse 12 jedes Wälzkörpers 9 ist in einer zwischen den beiden ebenen Begrenzungsflächen 2, 3 des Käfigs 26 liegenden Mittelebene 22 angeordnet.

Im vorliegenden Fall ist der sich zur Randfläche der beiden Haltezungen 27 hin verjüngende Abschnitt 28 durch ein Teil der Rollfläche 10 des Wälzkörpers 9 gebildet, welcher der betreffenden Haltezunge 27 gegenüberliegt und welcher in die quer zur Rollrichtung 5 verlaufende Haltenut 7 der Haltezunge 27 eingreift. Dieser Teil der Rollfläche 10 wird von den zwei Haltewänden 8 der Haltenut 7 eng umfaßt, so daß der Wälzkörper 9 im ausgebauten Zustand des Käfigs 26 aus seiner Tasche 4 nicht herausfallen kann.

Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung können konstruktiv abgeändert werden. Deshalb brauchen die beiden Begrenzungsflächen 2, 3 des Käfigs nicht eben ausgebildet zu sein. Vielmehr können diese auch konzentrisch zylindrisch und somit parallel zueinander verlaufend angeordnet sein, so daß der Käfig ringförmig ausgebildet ist und in an sich bekannter Weise in ein Drehbewegungen ausführendes Wälzlager eingebaut werden kann.

Die zugehörigen Wälzkörper können übrigens auch als pendelrollen mit balliger Rollfläche und sogar als Kugeln ausgebildet und in die entsprechend geformten Taschen des erfindungsgemäßen Käfigs eingebaut bzw. eingeschnappt sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Aus einem plastisch verformbaren Werkstoff hergestellter Käfig für ein Linear- oder Drehbewegungen ausführendes Wälzlager, der zwei, in Rollrichtung parallel zueinander verlaufende, glatte Begrenzungsflächen sowie in Rollrichtung hintereinander angeordnete Taschen für jeweils mindestens einen Wälzkörper des Wälzlagers aufweist, wobei jede Tasche mindestens eine Randfläche besitzt, die jeweils einen zur betreffenden Randfläche hin sich verjüngenden Abschnitt des bzw. der Wälzkörper gleitend berührend angeordnet ist und mindestens eine durch gegenseitiges Eindrücken einer in unmittelbarer Nähe der Randfläche angeordneten Vertiefung hergestellte Haltenut mit zwei den Abschnitt des bzw. der Wälzkörper zum Teil eng umgreifenden Haltewänden aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltewände (8) der Haltenut (7) der Tasche (4) am Stirnende einer oder mehrerer, in die Tasche (4) hineinragender, von den zwei Begrenzungsflächen (2, 3) begrenzter Haltezunge(n) (14, 24, 27) angeordnet sind und daß die zugehörigen gegenseitigen Vertiefungen der Begrenzungsflächen (2, 3) als Rillen (16) mit konstantem Querschnitt lediglich auf der bzw. den Haltezungen (14, 24, 27), sich über die gesamte Breite der betreffenden Haltezunge (14, 24, 27) durchgehend erstreckend, eingeformt sind.
  2. 2. Käfig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den zwei Haltewänden (8) jeder Haltenut (7) eine durch das Eindrücken der Rillen (16) nicht verformter Zwischenbereich (17) der Randfläche (6) der Tasche (4) des Käfigs (1, 19, 20, 23, 26) angeordnet ist.
  3. 3. Käfig nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Rillen (16) jeder Haltezunge (14, 24, 27) im wesentlichen V-förmig ausgebildet ist.
  4. 4. Käfig nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der beiden Rillen (16) jeder Haltezunge (14, 24, 27) der Tasche (4) des Käfigs (1, 19, 20, 23, 26) etwa ein Drittel der Dicke des Käfigs (1, 19, 20, 23, 26) zwischen seinen beiden Begrenzungsflächen (2, 3) beträgt.
  5. 5. Wälzlager mit mindestens einem Käfig nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei ein sich verjüngender Abschnitt jedes Wälzkörpers auf jeder der beiden, quer zur Rollrichtung liegenden Seiten angeordnet und durch die beiden Haltewände jeweils einer in Rollrichtung verlaufenden Haltenut der zugehörigen Haltezunge umfaßt ist und die Wälzkörper als um ihre Achse rotierende, eine Rollfläche und zwei einander gegenüberliegende Stirnflächen aufweisende Rollen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (12) der Rollen (9) mit den ebenen Begrenzungsflächen (2, 3) des Käfigs (1) einen Winkel von ungefähr 45° bilden und die sich verjüngenden Abschnitte (15) durch jeweils einen quer zur Rollrichtung (5) vorspringenden Kantenübergang der Rollfläche (10) und der anschließenden Stirnfläche (11) an der Rolle (9) gebildet sind.
  6. 6. Wälzlager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Rollen (9) des Käfigs (1, 19) eine Achse (12) aufweist, die gegenüber den Achsen (12) des anderen Teils der Rollen (9) in einem Winkel von ungefähr 90 Grad gekreuzt angeordnet sind.
  7. 7. Wälzlager mit mindestens einem Käfig nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei ein sich verjüngender Abschnitt jedes Wälzkörpers auf jeder der beiden, quer zur Rollrichtung liegenden Seite angeordnet und durch die beiden Haltewände jeweils einer in Rollrichtung verlaufenden Haltenut der zugehörigen Haltezunge umfaßt ist und die Wälzkörper als um ihre Achse rotierende, eine Rollfläche und zwei einander gegenüberliegende Stirnflächen aufweisende Rollen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (12) jeder Rolle (9) in einer zwischen den beiden Begrenzungsflächen (2, 3) des Käfigs (20, 23)geordneten Mittenfläche (22) liegt und die beiden Abschnitte jeder Rolle (9) durch jeweils einem rotationssymmetrisch zur Achse (12) ausgebildeten Vorsprung (21) auf der betreffenden Stirnseite der Rolle (9) gebildet sind.
  8. 8. Wälzlager mit mindestens einem Käfig nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (12) jedes Wälzkörpers (9) in einer zwischen den beiden Begrenzungsflächen (2, 3) des Käfigs (26) liegenden Mittenebene (22) angeordnet ist und der bzw. die sich verjüngenden Abschnitte (28) jedes Wälzkörpers (9) durch einen in bzw. gegen die Rollrichtung (5) weisenden, in die Haltenut (7) eingreifenden Teil der Rollfläche (10) des Wälzkörpers (9) gebildet ist (sind).
  9. 9. Wälzlager nach Anspruch 8 mit jeweils einem in einer Tasche des Käfigs eingebauten Wälzkörper, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Haltezungen (27) jeder Tasche (4) des Käfigs (26) auf lediglich einer der beiden in Rollrichtung (5) bzw. entgegen der Rollrichtung (5) liegenden Seite der Tasche (4) angeordnet sind.
  10. 10. Wälzlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollfläche (10) der Wälzkörper (9) zylindrisch ausgebildet ist.






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