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Dokumentenidentifikation DE3708591A1 24.09.1987
Titel Vorrichtung zum Aufhängen von Schläuchen in einem Trockenturm
Anmelder Rud. Prey Kiel Fabrik für Aufzüge-Stahlbau GmbH, 2300 Kiel, DE
Erfinder Prey, Karl-Heinz, 2300 Kiel, DE
Vertreter Tönnies, J., Dipl.-Ing.Dipl.-Oek., Pat.- u. Rechtsanw., 2300 Kiel
DE-Anmeldedatum 17.03.1987
DE-Aktenzeichen 3708591
Offenlegungstag 24.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.09.1987
IPC-Hauptklasse F26B 25/00
IPC-Nebenklasse A62C 33/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufhängen von Schläuchen in einem Trockenturm mit einer Vielzahl von von der Schlauchturmwand getragenen, parallel zueinander verlaufenden Schlauchbahnträgern, einem quer zu den Schlauchbahnträgern verfahrbaren Schlauchkran bestehend aus Hubwerk, Fahrwerk und Schlauchgreiferführung und einer oberhalb und parallel zu den Aufhängeträgerbahnen verlaufenden, quer zur Erstreckung der Aufhängebahnträger verfahrbaren Katzwerkbahn.

Bei dieser bekannten Vorrichtung zum Aufhängen von Schläuchen in einem Trockenturm verlaufen die Aufhängebahnen von einer Schlauchturmwand zur gegenüberliegenden Schlauchturmwand. Benachbart zu der einen Schlauchturmwand sind die die Tragflächen bildenden Abschnitte der Schlauchbahnträger mit Ausnehmungen versehen, die das Durchführen des Schlauchgreifers und der Schlauchkupplung ermöglichen. Der aus einem Hubwerk, einem Fahrwerk, einem Katzwerk und einer Schlauchgreiferführung bestehende Schlauchkran hängt an einer oberhalb der Schlauchbahnträger parallel zu diesem verlaufenden Katzwerkbahn, die quer zur Erstreckung der Schlauchbahnträger verfahrbar ist. Der Schlauchkran bildet dabei sowohl das Hubwerk zum Aufziehen und Ablassen der Schläuche als auch eine entlang der Katzwerkbahn, also parallel zu den Schlauchbahnen geführte Laufkatze.

Die Stundenleistung der vorbekannten Vorrichtung ist konstruktionsbedingt beschränkt. Zum Beschicken einer der Schlauchbahnen muß der Schlauchkran vor Ablassen des Schlauchgreifers quer zur Erstreckung der Schlauchbahnträger vor die Bahn gefahren werden, die mit einem Schlauch belegt werden soll. Nach anschließendem Ablassen des Schlauchgreifers und Einhängen und Heben des Schlauches verfährt der Schlauchkran entlang der Katzwerkbahn in die jeweilige Schlauchbahn hinein, bis der Ort erreicht ist, an der der Schlauch zu positionieren ist. Sodann kehrt der Schlauchkran in den Bereich der Ausnehmungen in den Schlauchbahnträgern zurück, verfährt ggf. vor die nachfolgend zu beschickende Schlauchbahn und läßt den Greifer hier wieder durch die Ausnehmung ab. Die Zeitdauer, die zum Aufhängen eines Schlauches benötigt wird, setzt sich damit aus der Zeitdauer zum Absenken, Einhängen des Schlauches und Anheben zuzüglich der Zeit, in der der Schlauchkran in die Bahn hinein und aus dieser heraus verfährt, zusammen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Vorrichtung derart auszugestalten, daß eine höhere Stundenleistung erzielbar ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen an einem Ende der Schlauchbahnträger diese tragend mit Abstand von der Schlauchturmwand angeordneten, den Schlauchkran führenden Abfangträger, und ein gesondertes, von der Katzwerkbahn geführtes, mit einer unter den Abfangträger hindurchgreifenden, verschwenkbaren Schlauchübernahme- und -übergabeeinrichtung versehenes Katzwerk.

Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Katzwerkbahn mit dem Schlauchkran fest verbunden und mit diesem gemeinsam von dem Abfangträger geführt wird.

Die vorgeschlagene Vorrichtung kann auch derart symmetrisch ausgebildet sein, daß an heiden Enden der Schlauchbahnträger diese tragende, mit Abstand von der Schlauchturmwand angeordnete, jeweils einen Schlauchkran führende Abfangträger vorgesehen sind.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert wird. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht,

Fig. 2 eine Endansicht, und

Fig. 3 eine Draufsicht auf eine derartige Vorrichtung.

Eine Vielzahl von die Schlauchbahnen ausbildenden Schlauchbahnträgern 5 erstrecken sich parallel zueinander zwischen den Schlauchturmwänden 1. Die Schlauchbahnträger 5 sind einseitig an dem umlaufenden Turmpodest 2 der Schlauchturmwand 1 befestigt, auf der anderen Seite hängen sie an einem Abfangträger 4, der quer zur Erstreckung der Schlauchbahnträger 5 mit Abstand zu der gegenüberliegenden Schlauchturmwand 1 verläuft.

Oberhalb der Schlauchbahnträger 5 und des Abfangträgers 4 verläuft eine Katzwerkbahn 9 parallel zu den Schlauchbahnträgern 5. Diese Katzwerkbahn 9 wird auf der einen Seite von dem Abfangträger 4 geführt, auf der anderen Seite ist eine Rollenführung 14 vorgesehen, die sich auf dem Podest 2 abstützt. Die Katzwerkbahn 9, die ein besonderes Katzwerk 10 führt, ist - bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel gemeinsam mit dem Schlauchkran 6 - quer zur Erstreckung der Schlauchbahnträger 5 verfahrbar. Das Katzwerk 10, das auf der Katzwerkbahn 9 verfahrbar ist, kann somit jeden Ort der Vielzahl der durch die Schlauchbahnträger 5 ausgebildeten Schlauchbahnen erreichen.

Zum Beschicken einer der durch die Schlauchbahnträger 5 gebildeten Schlauchbahnen wird der Schlauchgreifer von dem Hubwerk des Schlauchkrans 6 abgelassen und der aufzuhängende Schlauch eingehängt. Während des Aufziehens des Schlauches 13 durch das Hubwerk 7 des Schlauchkrans 6 wird das von dem Schlauchkran 6 unabhängig entlang der Katzwerkbahn 9 verfahrbare Katzwerk 10 an den Abfangträger 4 herangeführt. Nachdem der Schlauchgreifer die Schlauchgreiferführung 8 erreicht hat, ergreift die Schlauchübernahme- und -übergabeeinrichtung 11 des Katzwerks 10 unter dem Träger 4 hindurch die Kupplung des Schlauches 13 bzw. einen etwa vorgesehenen Rolladapter und zieht diesen in die gewünschte Position auf die entsprechende Schlauchbahn. Noch während das Katzwerk 10 den Schlauch 13 in die gewünschte Position der jeweiligen Schlauchbahn bewegt, kann der zuvor von der Schlauchkupplung bzw. dem Adapter gelöste Schlauchgreifer von dem Schlauchkran wieder abgesenkt werden, der nachfolgende Schlauch 13 kann eingehängt werden.

Bei der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform, bei dem die Katzwerkbahn 9 mit dem Schlauchkran 6 verbunden ist und nur mit diesem gemeinsam quer zur Erstreckung der Schlauchbahnträger 5 verfahren werden kann, kann der Schlauchkran 6 natürlich nur dann quer zur Erstrekkung der Schlauchbahnträger 5 verfahren werden, wenn die Schlauchübernahme- und -übergabeeinrichtung 11 des Katzwerks 10 in eine Position oberhalb der Schlauchbahnträger 5 eingefahren ist.

Zum Abnehmen von Schläuchen wird entsprechend verfahren: Die Schlauchübernahme- und -übergabeeinrichtung 11 des Katzwerks 10 übergibt einen zuvor in den Bereich des Abfangträgers 4 geführten Schlauch an den Schlauchgreifer des Schlauchkrans 6. Während der Schlauchkran 6 den Schlauch 13 nach unten absenkt, fährt das Katzwerk 10 über den nachfolgend abzusenkenden Schlauch 13 und bewegt diesen wiederum in den Bereich des Abfangträgers 4, so daß zu dem Zeitpunkt, an dem der Schlauchgreifer des Schlauchkrans 6 wieder aufnahmebereit ist, der nachfolgend abzusenkende Schlauch 13 zur Übergabe bereitsteht.

Bei aufeinanderfolgend aufzuhängenden bzw. abzuhängenden Schläuchen wird die Stundenleistung damit im wesentlichen durch die Zeitdauer bestimmt, die zum Absenken und Aufziehen des Schlauchgreifers durch das Hubwerk des Schlauchkrans 6 benötigt wird. Das Ablegen der Schläuche an der jeweiligen Position in den Schlauchbahnen vermindert die Stundenleistung der Vorrichtung nicht, da dies nicht von dem Schlauchkran sondern von dem gesondert verfahrbaren Katzwerk übernommen wird, und der Schlauchkran während des Positionierens der Schläuche auf der jeweiligen Schlauchbahn den Schlauchgreifer ab- oder auffahren kann.

Vorteilhaft ist weiter, daß bei der vorgeschlagenen Vorrichtung - anderes als bei der eingangs genannten Vorrichtung - ein direktes Umhängen von Schläuchen aus einer Bahn in eine andere Bahn möglich ist, da der Schlauchkran auch bei anhängendem Schlauch quer zur Erstreckung der Schlauchbahnträger verfahren werden kann.

Vorteilhaft ist weiter, daß der Schlauchkran zum Aufnehmen der aufzuhängenden Schläuche unabhängig von der Bahn, in der der Schlauch aufzuhängen ist, eine bestimmte Position anfahren kann, das Ansetzen des aufzuziehenden Schlauches an den Schlauchgreifer also immer an einem bestimmten Ort erfolgen kann.

Die vorzugsweise vorgeschlagene Verbindung der Katzwerkbahn mit dem Schlauchkran erspart einen gesonderten Antrieb für diese. Die vorgeschlagene Vorrichtung benötigt bei dieser Ausgestaltung also genauso viele Antriebe wie die eingangs genannte Vorrichtung.

Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die Katzwerkbahn mit einem eigenen Antrieb versehen und unabhängig von dem Schlauchkran verfahrbar auf dem Abfangträger 4 geführt wird.

Zur weiteren Erhöhung der Stundenleistung, also der pro Zeiteinheit aufzuhängenden bzw. abzuhängenden Schläuche kann diese so ausgebildet sein, daß die Schlauchbahnträger beidseitig durch jeweils einen Abfangträger abgefangen werden, wobei ein zweiter Schlauchkran auf dem zweiten Abfangträger verfahrbar vorgesehen ist.

Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufhängen von Schläuchen in einem Trockenturm mit einer Vielzahl von von der Schlauchturmwand getragenen, parallel zueinander verlaufenden Schlauchbahnträgern, einem quer zu den Schlauchbahnträgern verfahrbaren Schlauchkran bestehend aus Hubwerk, Fahrwerk und Schlauchgreiferführung und einer oberhalb und einer oberhalb und parallel zu den Aufhängeträgerbahnen verlaufenden, quer zur Erstreckung der Aufhängebahnträger verfahrbaren Katzwerkbahn, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - ein an einem Ende der Schlauchbahnträger (5) diese tragend mit Abstand von der Schlauchturmwand (1) angeordneter, den Schlauchkran (6) führender Abfangträger (4), und
    2. - ein gesondertes, von der Katzwerkbahn (9) geführtes, mit einer unter den Abfangträger (4) hindurchgreifenden, verschwenkbaren Schlauchübernahme- und -übergabeeinrichtung (11) versehenes Katzwerk (10)


  2. vorgesehen ist.
  3. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Katzwerkbahn (9) mit dem Schlauchkran (6) fest verbunden und mit diesem gemeinsam von dem Abfangträger (4) geführt wird.
  4. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch an dem anderen Ende des Schlauchbahnträgers (5) ein diesen tragend mit Abstand von der gegenüberliegenden Schlauchturmwand angeordneter, den Schlauchkran führender Abfangträger vorgesehen ist.






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