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Dokumentenidentifikation DE2805966C2 05.11.1987
Titel Kassetten-Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät
Anmelder Sony Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Hyodo, Kenji, Kawasaki, Kanagawa, JP
Vertreter ter Meer, N., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Müller, F., Dipl.-Ing., 8000 München; Steinmeister, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 13.02.1978
DE-Aktenzeichen 2805966
Offenlegungstag 17.08.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse G11B 25/06
IPC-Nebenklasse G11B 15/675   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kassetten-Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät mit einem zwischen einer Betriebsstellung und einer Auswerfstellung bewegbaren Kassettenhalter, einer Hebeeinrichtung zum Bewegen des Kassettenhalters von der Betriebsstellung in die Auswerfstellung, einer ersten Überwachungseinrichtung zur Feststellung, ob der Kassettenhalter in der Betriebsstellung keine Bandkassette enthält und mit einer zweiten Überwachungseinrichtung zur Feststellung, ob ein Stromeinschalter des Geräts eingeschaltet ist.

Dabei handelt es sich insbesondere um einen Kassetten- Auswerfmechanismus eines solchen Gerätes, bei dem ein die Bandkassette aufnehmender Kassettenhalter zwischen einer Betriebsstellung und einer Auswerfstellung bewegbar ist. Bei konventionellen Geräten der eingangs genannten Art, kurz Recorder genannt, ist der Kassetten-Auswerfmechanismus mit einem Auswerf-Betätigungsmechanismus, zu dem beispielsweise ein Auswerfknopf gehört, verknüpft. Wird beispielsweise die Bandkassette im Kassettenhalter ausgewechselt oder nach Betriebsbeendigung des Gerätes aus dem Kassettenhalter entnommen, dann wird über den Auswerf-Betätigungsmechanismus der Kassetten-Auswerfmechanismus angesteuert. Bei den konventionellen Recordern wird der Auswerf-Betätigungsmechanismus notwendigerweise zu Benutzungsbeginn ausgelöst und dann der Kassettenhalter mit einer gewünschten Bandkassette geladen.

Bei Betriebsende des Recorders wird gewöhnlich die Kassette aus dem Kassettenhalter entnommen und der danach leere Kassettenhalter wieder in seine Betriebsstellung gebracht, mit Rücksicht auf den Schutz des in der Kassette enthaltenen Magnetbandes und auf den Schutz des Gerätes selbst.

Wird ein Recorder mit einem Kassetten-Auswerfmechanismus benutzt, der nur mit dem Auswerf-Betätigungsmechanismus gekoppelt ist, dann muß sich der Benutzer zunächst überzeugen, ob sich im Kassettenhalter eine Bandkassette befindet. Ist dies der Fall, dann wird der Kassettenhalter nach unten in seine Betriebsstellung bewegt und die gewünschte Operation, beispielsweise eine Aufzeichnung oder Wiedergabe durchgeführt. Wird aber festgestellt, daß der Kassettenhalter keine Bandkassette enthält, muß man erst eine gewünschte Kassette in den in seiner Auswerf-Position befindlichen Kassettenhalter legen und dann letzteren in die untere Betriebsstellung verbringen, um dann den gewünschten Betrieb durchführen zu können.

Diese Ausführungen lassen erkennen, daß das Arbeiten mit herkömmlichen Recordern der eingangs genannten Art unbequem ist.

Aus der US-PS 38 33 921 ist ein Magnetbandgerät bekannt, bei dem eine Vorrichtung zur Verriegelung des Kassettenfaches vorgesehen ist, so daß eine versehentliche Öffnung bzw. ein versehentliches Entfernen der Kassette verhindert wird.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Kassetten-Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Kassettenhalter automatisch in die Auswerfstellung gebracht wird, wenn bei eingeschaltetem Gerät sich in dem Kassettenhalter keine Kassette befindet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Betriebsart-Umschalteinrichtung und eine von dieser betätigte Verriegelungsvorrichtung zur Steuerung der Hebeeinrichtung in Abhängigkeit davon, ob die erste Überwachungseinrichtung das Fehlen einer Bandkassette im Kassettenhalter und die erste Überwachungseinrichtung das Einschalten des Stromeinschalters feststellen.

Auf diese Weise läßt sich erreichen, daß mit dem Einschalten des Netzschalters eines erfindungsgemäßen Gerätes in einem Zustand, bei dem sich keine Bandkassette im Kassettenhalter befindet, der Kassettenhalter automatisch in seine Auswerf-Position verbracht wird. Dadurch wird dem Benutzer ohne die sonst übliche Auswerfbetätigung mitgeteilt, daß der Kassettenhalter zunächst mit einer geeigneten Bandkassette geladen werden sollte.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden

Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen

Fig. 1A, 1B und 1C ähnliche Seitenansichten einer Hebeeinrichtung in einem Kassetten-Auswerfermechanismus, gezeigt in aufeinanderfolgenden Betriebsablaufphasen,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Hebeeinrichtung von Fig. 1,

Fig. 3 einen seitlich gesehenen Ausschnitt zur Darstellung der Relation zwischen der Hebeeinrichtung und einer Verknüpfungseinrichtung im Auswerfermechanismus,

Fig. 4 eine Ansicht von unten zum Verhältnis zwischen der Verknüpfungseinrichtung von Fig. 3 und einer Umschalteinrichtung in dem Auswerfermechanismus,

Fig. 5 und 6 je eine Seitenansicht bzw. eine Explosionsdarstellung der Umschalteinrichtung, und

Fig. 7 ein schematisches Blockschaltbild einer elektrischen Schaltung für den Auswerfermechanismus.

Das nachstehend beschriebene erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel eines Kassetten-Auswerfermechanismus&min; gehört zu einem Video-Bandrecorder. Zu dem Auswerfermechanismus gehört eine in den Fig. 1A, 1B und 1C und 2 oberhalb eines Chassis 21 angeordnete Hebeeinrichtung 40, die über eine gemäß Fig. 3 und 4 unterhalb des Chassis 21 angeordnete Verriegelungsvorrichtung 30 mit einer Betriebsartumschalteinrichtung 10 (siehe Fig. 5 und 6) in Verbindung steht.

Vier Betätigungsstifte 11a, 11b, 11c, 11d der Betriebsartumschalteinrichtung 10 sind in Eingriff bringbar mit ersten, zweiten und dritten Schiebeplatten 12, 13 und 14; ein Hauptelektromagnet 15 dient zum Antrieb der ersten Schiebeplatte 12, und erste bis vierte Elektromagneten 16a, 16b, 16c und 16d zum Antreiben der Betätigungsstifte 11a bis 11d über Arme 19a, 19b, 19c und 19d. Werden ein oder zwei nicht dargestellte Druckknöpfe gedrückt, dann werden die Elektromagneten 15, 16a bis 16d selektiv angesteuert, um die Betriebsart des Recorders umzuschalten.

Ein Ende der Schiebeplatte 12 ist über einen Arm 17 mit einem Stößel 15a des Hauptelektromagneten 15 verbunden. Mit Durchgangslöchern 12a bis 12d versehene Führungszylinder 12a&min;, 12b&min;, 12c&min; und 12d&min; sind in Längsrichtung derselben auf der ersten Schiebeplatte 12 befestigt, und die Betätigungsstifte 11a bis 11d werden bei Erregung der Elektromagneten 16a bis 16 d selektiv in die Führungszylinder 12a&min; bis 12d&min; eingeführt. An eine Kante der Schiebeplatte 12 ist eine Nase 12e angeformt. Die Betätigungsstifte 11a bis 11d werden in Öffnungen 13a bis 13d bzw. 14a bis 14d in der zweiten und dritten Schiebeplatte 13, 14 eingesetzt. Davon ist die Öffnung 13b in der Schiebeplatte 13 klein im Vergleich zu den anderen Öffnungen 13a, 13c und 13d. Wird der Betätigungsstift 11b durch den Führungszylinder 12b&min; der Schiebeplatte 12 in die kleine Öffnung 13b eingeführt, dann sind die ersten und zweiten Schiebeplatten 12, 13 miteinander verknüpft. In der dritten Schiebeplatte 14 sind die Öffnungen 14a und 14c klein im Vergleich zu den anderen Öffnungen 14b und 14d. Werden die Betätigungsstifte 11a und 11c durch die Führungszylinder 12a&min; und 12c&min; der Platte 12 in die kleinen Öffnungen 14a und 14c eingeführt, dann sind die ersten und dritten Schiebeplatten 12 und 14 miteinander verknüpft.

In allen drei Schiebeplatten 12, 13 und 14 befinden sich jeweils an beiden Endabschnitten Paare von Führungsöffnungen 12A, 13A und 14A, und alle drei Schiebeplatten 12 bis 14 werden in der Bewegungsrichtung der Führungsöffnugen 12A bis 14A mit Hilfe eines Schiebeplatten-Führungsmechanismus&min; 20 reguliert, zu dem ein in Fig. 6 schematisch dargestellter Schiebeplattenträger 23 gehört.

Durch an Vorsprüngen 12f, 13f und 14f der Schiebeplatten 12 bis 14 befestigte Federn 17a bis 17c werden die Platten in Pfeilrichtung Y vorgespannt. Um die Betätigungsstifte 11a bis 11d gewickelte Schraubenfedern 18a bis 18d spannen die Stifte in Pfeilrichtung X vor. Die Elektromagneten 16a bis 16d schieben bei Erregung die Betätigungsstifte 11a bis 11d mittels der Arme 19a bis 19d hindurch in Richtung eines Pfeiles X.

Zur Regulierung der Bewegungsrichtung der Schiebeplatten 12 bis 14 sind die Schiebeplattenträger 23 durch am Chassis 21 befestigte Stifte 22 fixiert.

Die in Fig. 3 und 4 gezeigte Verriegelungsvorrichtung 30 kooperiert mit der Betriebsartenumschalteinrichtung 10 beim Antrieb der Hebeeinrichtung 40, wenn die Umschalteinrichtung 10 in den Auswerf-Modus versetzt wird. Ein etwa V-förmiger Hebel 33 ist um einen unterseitig am Chassis 21 befestigten Stift 31 drehbar und berührt mit seinem Kontaktabschnitt 32 den vierten Betätigungsstift 11d der Umschalteinrichtung 10. Ein durch eine Feder 34 mit Hebel 33 verbundener Verbindungsschieber 35 steht im Eingriff mit einem Anschlaghebel 41 der Hebeeinrichtung 40. Der Hebel 33 besitzt an einem Ende Ösen 33a, 33b sowie einen dem Chassis 21 zugekehrten Stift 33c. Eine in die Öse 33a eingehängte Feder 36 spannt den Hebel 33 im Uhrzeigersinn vor (Fig. 4).

An den Enden des Verbindungsschiebers 35 befinden sich Langlöcher 37 und 38, und in das erstere greift der Stift 33c von Hebel 33 ein. Die Feder 34 ist zwischen einer im Mittelteil des Verbindungsschiebers 35 angebrachten Öse 35a und der Öse 33b des Hebels 33 eingehängt.

Beim Auswerfbetrieb wird der vierte Elektromagnet 16d durch Drücken eines nicht dargestellten Auswerfknopfes erregt, um den vierten Betätigungsstift 11d nach unten zu bewegen, siehe Fig. 5. Dadurch wird der Hauptelektromagnet 15 erregt, um die erste Schiebeplatte 12 in Pfeilrichtung Y zu bewegen. Der sich gemeinsam mit Schiebeplatten 12 bewegende vierte Betätigungsstift 11d verschiebt den Kontaktabschnitt 32 von Hebel 33, so daß dieser sich um Stift 31 uhrzeigergegensinnig in Pfeilrichtung B dreht. Weil der Verbindungsschieber 35 von 30 über die Feder 34 mit Hebel 33 verbunden ist, bewegt sich mit der Rotation von Hebel 33 der Verbindungsschieber 35 in Pfeilrichtung .

In das zweite Langloch 38 des Verbindungsschiebers 35 von 30 greift ein Finger 42 des Anschlaghebels 41 von 40 ein. Die Hebeeinrichtung 40 ist so ausgelegt, daß sie im Auswerf-Modus mit der Betriebsartenumschalteinrichtung 10 verknüpft ist.

Nun zur Hebeeinrichtung 40 in Verbindung mit Fig. 1 und 2. Vom Chassis 21 ragen Stützplatten 43 und 44 auf, und auf an Stützplatte 43 angebrachten Stiften 45 und 46sind je ein Hebearm 47 und 48 drehbar gelagert, sie tragen einen Kassettenhalter 49. Der Anschlaghebel 41 ist um einen an Stützplatte 44 befestigten Stift 50 drehbar. Wenn ein am oberen Ende des Hebearms 47 befestigter Anschlag 52 eine Nase 51 von Anschlaghebel 41 berührt, siehe Fig. 1A, dann wird der Kassettenhalter 49 in seiner unteren, Betriebsstellung genannten Position gehalten.

Um einen an einem Ende von Hebearm 47 angebrachten Stift 53 ist eine Seitenplatte 49a des Kassettenhalters 49 drehbar gelagert. Anschlag 52 von 47 ist für den Eingriff an Nase 51 von 41 ausgelegt. Eine an einem anderen Ende 47a von Hebearm 47 befestigte Feder 47b dient zum Anheben des Kassettenhalters 49 in die obere, Auswurfstellung genannte Position, unter Verdrehung des Hebearms 47 uhrzeigersinnig in Pfeilrichtung C (Fig. 1A, B). Trennt sich der Anschlag 52 des Hebearms 47 von Nase 51 des Anschlaghebels 41, dann werden beide Hebearme 47, 48 durch eine Feder 54 in Pfeilrichtung C in ihre oberen Positionen gedreht, siehe Fig. 1C.

Eine Stützplatte 55 ist zur Unterstützung einer Bodenplatte 49b des um Stift 53 drehbaren Kassettenhalters 49 gebogen, sie besitzt ferner an einem Ende eines Ansatz 55a mit daran befestigtem Stift 56 . Der Hebearm 48 ist an beiden Enden um Stift 46 bzw. 56 drehbar gelagert.

Der Finger 42 des um Stift 50 von Stützplatte 44 verdrehbaren Anschlaghebels 41 greift in eine Öffnung 21a im Chassis 21 und in das Langloch 38 von Schieber 35 ein. Stift 50 und Nase 51 sind miteinander im Eingriff, und ein Anschlag 41a ist so am Anschlaghebel 41 befestigt, daß er ein Kontaktende 61 eines nachstehend beschriebenen Endmelders 60 berühren kann.

Eine Rolle 63 an einem Tastarm 64 des Endmelders 60 (Fig. 2) berührt eine Umfangsfläche 62a eines Laderinges 62, während das Kontaktende 61 sich an einem integralen Ausleger 65 des Testarmes 64 befindet. Der Endmelder 60 ist drehbar gelagert auf einem Stift 66, der auf einer nicht dargestellten Platte befestigt ist, quer von Stützplatte 44 vorsteht und parallel zum Chassis 21 verläuft. Der Endmelder 60 wird im Uhrzeigersinne um Stift 66 in Pfeilrichtung D vorgespannt, so daß seine Rolle 63 gegen die Ladering- Umfangsfläche 62a gedrückt wird. Wird der Video-Bandrecorder in den ungeladenen Zustand versetzt, dann greift die Endmelder-Rolle 63 in eine Ausnehmung 62b in der Ladering- Umfangsfläche 62a ein.

Berührt gemäß Fig. 2 das Kontaktende 61 von 60 den Anschlag 41a des Anschlaghebels 41 der Hebeeinrichtung 40, dann wird eine Drehung des Anschlaghebels 41 verhindert und der Kassettenhalter 49 kann nicht aufwärts in seine Auswurfstellung gebracht werden. Wird das magnetische Aufzeichnungs- und/der Wiedergabegerät (Videorecorder) in den ungeladenen Zustand versetzt, dann bewegt sich der Verbindungsschieber 35 in Pfeilrichtung (Fig. 3, 4) bei Erregung der Elektromagneten 16d und 15. Der in den Anschlaghebel 41 eingreifende Verbindungsschieber 35 wird gemäß Fig. 1A in Pfeilrichtung E gedreht, damit sich die Anschlaghebel-Nase 51 vom Anschlag 52 des Hebearmes 47 löst. Letzterer wird (Fig. 1B) durch die an seinem Ende befestigte Feder 47b in Pfeilrichtung C gedreht. Als Ergebnis wird der Kassettenhalter 49 in seine obere Auswurf- Position bewegt.

Zu dem beschriebenen Ausführungsbeispiel gehört das Blockschaltbild von Fig. 7. Sobald ein nicht dargestellter Netzschalter angeschaltet ist, um das Aufzeichnungs- und/ oder Wiedergabegerät mit Strom zu versorgen, gibt eine Stromüberwachungsschaltung 71 einen erhöhten Impuls mit vorbestimmter Impulsbreite ab. Falls der keine Bandkassette 49&min;enthaltende Kassettenhalter 49 in seine Betriebsstellung versetzt wird, gibt eine Kassetten-Überwachungsschaltung 72 ein erhöhtes Ausgangssignal ab. Die Ausgänge beider Überwachungsschaltungen 71 und 72 sind mit den Eingängen eines UND-Gatters 73 verbunden.

Wird ein nicht dargestellter Auswerfknopf gedrückt, erzeugt ein Auswerfsignal-Generator 74 ein Auswerfsignal mit vorbestimmter Impulsbreite. Wird das Gerät in den geladenen Zustand versetzt, erzeugt ein Zustandsspeicher 75 ein hoch liegendes Ausgangssignal. Die Ausgänge von Gatter 73 und Generator 74 sind mit den Eingängen eines ersten ODER-Gatters 76 verbunden, und die Ausgänge von Speicher 75 und Gatter 76 sind an die Eingänge eines zweiten ODER-Gatters 77 gelegt.

Über eine Verzögerungsschaltung 78 wird das Ausgangssignal des zweiten ODER-Gatters 77 verzögert dem Hauptelektromagneten 15 zugeführt, um ihn zu erregen. Gleichzeitig wird das Ausgangssignal des zweiten ODER-Gatters 77 dem vierten Elektromagneten 16d und einer Entladeoperationsschaltung 70 zu deren Erregung und Antrieb zugeführt.

Die Kassetten-Überwachungsschaltung 72 ist abhängig von einem nicht dargestellten Mikroschalter, der so am Chassis 21 befestigt ist, daß sein Auslöser eine Bodenfläche 49b&min; der Bandkassette 49&min; berührt. Der Zustandsspeicher 75 ist abhängig von einem anderen Mikroschalter, der bei Betrieb des Endmelders 60 betätigt wird.

Schaltet man den Netzschalter ein, wenn der Kassettenhalter 49 keine Bandkassette 49&min; enthält, dann erhält das UND-Gatter 73 von der Stromüberwachungsschaltung 71 und von der Kassetten-Überwachungsschaltung 72 erhöhte Ausgangssignale. Folglich gibt das zweite ODER-Gatter 77 sein Ausgangssignal an die Entladeoperationsschaltung 70 und den vierten Elektromagneten 16d ab, und ferner über die Verzögerungsschaltung 78 an den Hauptelektromagneten 15.

Mit Erregung von Magnet 16d wird der vierte Betätigungsstift 11d abgesenkt, und danach mit Erregung des Hauptelektromagneten 15 die den vierten Betätigungsstift 11d tragende Schieberplatte 12 in Pfeilrichtung Y verschoben. Dadurch wird, wie oben beschrieben, der Kassettenhalter 49 in die Auswurfstellung angehoben.

Wenn der Kassettenhalter 49 in seiner unteren Betriebsstellung keine Bandkassette 49&min; enthält, ist normalerweise ein Magnetband nicht auf eine Kopftrommel gewickelt (entladener Zustand), und die Entladeoperationsschaltung 70 wird nicht zum Verdrehen des Laderinges 62 angesteuert.

Wird dagegen der Netzschalter eingeschaltet, während der die Bandkassette 49&min; enthaltende Kassettenhalter 49 in seine Betriebsstellung gebracht ist, dann liegt das Ausgangssignal der Kassetten-Überwachungsschaltung 72 niedrig, Gatter 73 gibt kein Ausgangssignal ab, und der Kassettenhalter 49 wird nicht angehoben.

Beim normalen Auswerfbetrieb wird mit Drücken eines nicht dargestellten Auswerfknopfes von dem Auswerfsignal- Generator 74 das Auswerfsignal entnommen und hinter dem zweiten ODER-Gatter 77 abgenommen. Daraufhin wird der Kassettenhalter 49 in seine Auswerfposition angehoben.

Ist das Magnetband um die Kopftrommel gewickelt (geladener Zustand), dann liegt die Rolle 63 des Endmelders 60 an der Umfangsfläche 62a und nicht in der Ausnehmung 62b an. Das Kontaktende 61 von 60 berührt den Anschlag 41a von Anschlaghebel 41 der Hebeeinrichtung 40, so daß sich Anschlaghebel 41 nicht drehen kann. Da der Hebel 33 durch Feder 34 mit dem Verbindungsschieber 35 verbunden und der am Ende von Hebel 33 angebrachte Stift 33c in Langloch 37 des Schiebers 35 eingreift, wird der Hebel 33 nicht am Rotieren um den Stift 31 gehindert.

Das vom Auswerfsignalgenerator 74 erzeugte Auswerfsignal steuert den Zustandsspeicher 75 an, dessen Ausgangssignal wiederum den Haupt-Elektromagneten 15, den vierten Magneten 16d und die Entlade-Operationsschaltung 70 kontinuierlich antreibt. Ein nicht gezeigter, mit Schaltung 70 angesteuerter Motor dreht den Ladering 62, es erfolgt die Entladeoperation. Sobald die Rolle 63 des Endmelders 60 in die Ausnehmung 62b des Laderinges 62 gelangt, wird der Anschlaghebel 41 von dem Kontaktende 61 des Endmelders 60 befreit und durch Feder 41 um den Stift 52 gegenuhrzeigersinnig verdreht. Der Anschlag 52 von Hebearm 47 trennt sich von Nase 51 des Anschlaghebels 41, und der Kassettenhalter 49 wird in seine Auswerfstellung gehoben.

Demnach wird erfindungsgemäß der Kassettenhalter automatisch in seine Auswerfstellung gebracht, falls das Magnetbandgerät bei ungeladenem Kassettenhalter eingeschaltet wird. Der Benutzer wird deutlich darauf hingewiesen, daß zunächst eine Kassette eingelegt werden sollte. Dadurch wird die Gerätebedienung erleichtert, weil bei Betriebsbeginn zum Einlegen der Kassette die sonst übliche Auswerfeknopf-Betätigung überflüssig ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kassetten-Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät mit einem zwischen einer Betriebsstellung und einer Auswerfstellung bewegbaren Kassettenhalter, einer Hebeeinrichtung zum Bewegen des Kassettenhalters von der Betriebsstellung in die Auswerfstellung, einer ersten Überwachungseinrichtung zur Feststellung, ob der Kassettenhalter in der Betriebsstellung keine Bandkassette enthält und mit einer zweiten Überwachungseinrichtung zur Feststellung, ob ein Stromeinschalter des Geräts eingeschaltet ist, gekennzeichnet durch eine Betriebsart-Umschalteinrichtung (10) und eine von dieser betätigte Verriegelungsvorrichtung (30) zur Steuerung der Hebeeinrichtung (40) in Abhängigkeit davon, ob die erste Überwachungseinrichtung (72) das Fehlen einer Bandkassette (49&min;) im Kassettenhalter (49) und die zweite Überwachungseinrichtung (71) das Einschalten des Stromeinschalters feststellen.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu der Hebeeinrichtung (40) ein Anschlagelement (41) und Tragelemente (47, 48) zum Unterstützen des Kassettenhalters (49) gehören, und daß die Tragelemente (47, 48) durch eine Feder (47b) zum Bewegen des Kassettenhalters (49) in die Auswerfstellung vorgespannt, unter vorbestimmten Betriebsbedingungen jedoch durch das Anschlagelement (41) daran gehindert sind.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsartumschalteinrichtung (10) in Abhängigkeit von den Ausgangssignalen der ersten und zweiten Überwachungseinrichtungen (72, 71) in den Auswerf-Betrieb überführbar ist, um die Tragelemente (47, 48) über die Verriegelungsvorrichtung (30) von dem Anschlagelement (41) zu befreien, so daß der Kassettenhalter (49) durch die Tragelemente (47, 48) in die Auswerfstellung bewegt wird.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu der Verriegelungsvorrichtung (30) ein Verbindungsschieber (35) und ein durch eine Verbindungsfeder (34) mit dem Verbindungsschieber verbundener Betätigungshebel (33) gehören, von denen der Betätigungshebel (33) durch die Betriebsartumschalteinrichtung (10) in den Auswerf- Betrieb bringbar und der Verbindungsschieber (35) mit dem Anschlagelement (41) im Eingriff ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Auswerfmechnismus folgende Teile aufweist:

    1. - eine Stromüberwachungsschaltung (71), die bei Einschaltung eines Netzschalters einen erhöhten Impuls mit vorbestimmter Impulsbreite abgibt,
    2. - eine Kassettenüberwachungsschaltung (72), die ein erhöhtes Ausgangssignal abgibt, wenn der Kassettenhalter (49) in seine Betriebsstellung gebracht wird und keine Bandkassette (49&min;) enthält,
    3. - ein UND-Gatter (73) zur Verknüpfung der Ausgangssignale der Stromüberwachungsschaltung (71) und der Kassettenüberwachungsschaltung (72),
    4. - einen Auswerfsignal-Generator (74) zur Erzeugung eines Auswerfsignales mit vorbestimmter Impulsbreite bei Betätigung eines Auswerfknopfes,
    5. - einen Zustandsspeicher (75) zur Erzeugung eines erhöhten Ausgangssignales, wenn das Gerät geladen ist,
    6. - ein ODER-Gatter (76) zur Verknüpfung der Ausgangssignale des Auswerfsignal-Generators (74) und des UND- Gatters (73),
    7. - ein ODER-Gatter (77) zur Verknüpfung der Ausgangssignale des Zustandsspeichers (75) und des ODER-Gatters (76),
    8. - eine Verzögerungsschaltung (78) zur verzögerten Zuführung des Ausgangssignales des ODER-Gatters (77) zu den Hauptelektromagneten (15),
    9. - eine Entladeoperationsschaltung (70), der das Ausgangssignal des zweiten ODER-Gatters (77) zugeführt wird.






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