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Dokumentenidentifikation DE2855474C2 05.11.1987
Titel Vorrichtung zum Absaugen von Wasser von einem Tennisplatz, einer Fahrbahn oder einer ähnlichen Oberfläche
Anmelder Andersson, Ruben Johannes, Frösön, SE
Erfinder Andersson, Ruben Johannes, Frösön, SE
Vertreter Maier, E., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Wolf, E., Dipl.-Phys. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 22.12.1978
DE-Aktenzeichen 2855474
Offenlegungstag 05.07.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse E01H 1/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absaugen von Wasser von einem Tennisplatz, einer Fahrbahn oder einer ähnlichen Oberfläche mit einem im wesentliche zylindrischen Saugkörper aus einem schwammartig wasseraufnehmenden und elastisch zusammendrückbaren Material, wie offenzelliger Schaumkunststoff, Schaumgummi od. dgl., mit einer den Saugkörper tragenden Welle zum Abrollen des Saugkörpers auf der genannten Oberfläche mit Hilfe mindestens eines mit der Welle verbundenen Bedienungshebels und mit an den beiden Enden des zylindrischen Saugkörpers auf der Welle angeordneten Endscheiben, deren Durchmesser kleiner als der ganze, aber größer als der halbe Zylinderdurchmesser des Saugkörpers ist und von denen eine unter Zusammendrücken des Saugkörpers zum Zwecke des Herausdrückens von Wasser axial verschiebbar ist.

Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt (US-PS 28 73 462), die für die Bodenreinigung bestimmt ist und deren Bedienungshebel ausschließlich als Handgriff zum Hin- und Herrollen des Saugkörpers auf dem Boden dient.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen, die leicht von einer einzigen Person bedient werden kann, deren Saugkörper ein verhältnismäßig großes Aufnahmevermögen für Wasser aufweist und besonders rasch und ohne großen Kraftaufwand ausgedrückt werden kann und die einfach und schnell zwischen den Stellen hin- und hertransportiert werden kann, an denen das Wasser aufgenommen und der Saugkörper ausgedrückt werden soll.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Die Absaugvorrichtung kann von der zur Aufnahme von Wasser bestimmten, auf dem Boden aufliegenden Lage des Saugkörpers durch einfaches Kippen in die aufrechte Lage des Saugkörpers auf die Laufrollen gebracht werden. Beim Kippvorgang kann in einfacher Weise von der Hebelwirkung der beiden zweiarmigen Hebel Gebrauch gemacht werden. In der aufgerichteten, auf den Laufrollen stehenden Lage kann der Saugkörper durch kräftiges Niederdrücken des mit der zur Welle verschieblichen Lagerhülse (13) verbundenen Zangenarms einfach unter Herausdrücken von Wasser axial zusammengedrückt werden. Die Zangenarme können dabei bis in die unmittelbare Nähe zueinander zusammengedrückt und in diesem Zustand miteinander verbunden werden, so daß der Saugkörper im zusammengedrückten Zustand auf den Laufrollen transportiert werden kann.

In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Weise dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht der Absaugvorrichtung in Arbeitsstellung;

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1;

Fig. 3 eine Seitenansicht der Absaugvorrichtung in auf die Laufrollen gekippter aufgerichteter Lage mit zusammengepreßtem Saugkörper;

Fig. 4 eine Stirnseitenansicht der Absaugvorrichtung in aufgerichteter Lage mit entspanntem Saugkörper.

Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, besteht der zylndrische Saugkörper 10 aus mehreren Scheiben aus einem wasseraufnehmenden und elastisch zusammendrückbaren Material, wie offenzelliger Schaumkunststoff, Schaumgummi od. dgl., die eine mittige Axialbohrung für den Durchtritt einer Welle 12 aufweisen. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der Durchmesser der Welle 12 etwa ¹/&sub6; des Durchmessers des zylindrischen Saugkörpers; in der Praxis sollte er nicht größer als R des Durchmessers des Zylinderkörpers gewählt werden. Der Grund hierfür ist, daß das Volumen des wasseraufnehmenden Materials so groß wie möglich sein sollte.

Der zylindrische Saugkörper ruht auf der Welle 12, deren Enden drehbar in Lagerhülsen 13, 14 angeordnet sind, die in ihrer äußeren Endstellung gegen Anschläge 15, 16 an den Enden der Welle 12 anliegen. Auf der Innenseite der Lagerhülsen befinden sich drehbare Druckscheiben 13a, 14a. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Lagerhülse 14 mit einem um das äußere Wellenende geführten Halteorgan 16a in ihrer äußeren Stellung festgehalten. Die Lagerhülse 14 besitzt somit eine axial festgelegte Lage, während die Lagerhülse 13 längs der Welle 12 nach innen in die in Fig. 3 gezeigte Lage verschoben werden kann.

Die gabelartigen Enden 19a, 20a der Zangenarme 19, 20 sind mit Hilfe der Bolzen 17, 18 schwenkbar an den Lagerhülsen 13, 14 befestigt. Die Zangenarme 19, 20 sind an ihrem Kreuzungspunkt um eine Querachse 21 schwenkbar miteinander verbunden. Die gegenüberliegenden, als Kraftarme dienenden Zangenarme 22, 23 weisen an ihren freien Enden Handgriffe auf.

Zwischen den Lagerhülsen 13, 14 und den stirnseitigen Enden des zylindrischen Saugkörpers 10 befinden sich außerdem zwei drehbar auf der Welle 12 angeordnete Endscheiben 24, 25, die mit Hilfe der Lagerhülsen 13, 14 und den Druckscheiben 13a, 14a unter Zusammendrücken des Saugkörpers 10 gegeneinandergedrückt werden können. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, weisen die Endscheiben 24, 25 einen Durchmesser auf, der kleiner als der Durchmesser des Saugkörpers 10, aber größer als der halbe Saugkörperdurchmesser ist. Diese Bemessung geht von der Erkenntnis aus, daß der Saugkörper beim Vollsaugen mit Wasser immer schwerer und dabei im Bereich seiner Anlagestelle am Boden immer mehr zusammengedrückt wird. Sein Rollwiderstand wird dadurch vergrößert. Ab einer gewissen Wassermenge im Saugkörper liegen die Endscheiben 24, 25 gegen den Boden an und stützen den Saugkörper beim Abrollen gegen ein weiteres Zusammendrücken ab. Sobald sich die Endscheiben auf dem Boden abstützen, ist dies ferner ein Zeichen dafür, daß der Saugkörper genügend Wasser aufgenommen hat und daß das Wasser ausgedrückt werden muß, bevor das Absaugen von Wasser fortgesetzt wird.

Die Bedienung der Vorrichtung beim Absaugen von Wasser ist sehr einfach. Der zylindrische Saugkörper wird von Hand über die an den Zangenarmen 22, 23 befindlichen Handgriffe wie eine Walze über die zu trocknende Oberfläche hin- und hergefahren. Dabei saugt sich der Saugkörper allmählich mit Wasser voll. Da der zylindrische Saugkörper bei entsprechender Wahl des Wellendurchmessers ein relativ großes Volumen aufweist, kann dieser bei einer noch leicht handhabbaren Größe etwa 20 Liter Wasser pro Minute aufnehmen, was unter Berücksichtigung der verhältnismäßig einfachen Konstruktion der Vorrichtung als recht zufriedenstellend anzusehen ist.

An den Enden des mit der Welle 12 über die Lagerhülse 13 fest verbundenen Zangenarms 20 befindet sich ein Halter für eine Rollenwelle 27, an der zwei Laufrollen 28, 29 drehbar angeordnet sind. Wie insbesondere aus Fig. 1 zu ersehen ist, liegen die Laufrollen innerhalb eines fiktiven, zum zylindrischen Saugkörper koaxialen Zylinders gleichen Durchmessers, so daß die Laufrollen beim Abrollen des Zylinders während der Wasseraufnahme nicht mit dem Boden kollidieren.

Wie aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, kann die Vorrichtung in eine aufrechte Lage des Saugkörpers auf die Laufrollen 28, 29 gekippt werden. In dieser Lage kann die Vorrichtung einfach hin- und hergekarrt werden, um auf den zu trocknenden Platz oder an die Stelle, an der der Saugkörper ausgedrückt werden soll, zu gelangen.

Bevor der mit Wasser vollgesaugte Saugkörper ausgedrückt wird, wird die Vorrichtung in die in Fig. 4 gezeigte aufrechte Lage auf die Laufrollen gekippt. Dabei bedient man sich zweckmäßig der Hebelwirkung des Zangenarms 22. Danach wird der Zangenarm 22 kräftig nach unten gedrückt, so daß die Zangenarme 22 und 23 gegeneinandergepreßt werden, wodurch der zylindrische Saugkörper zwischen den Endscheiben 24, 25 über die Zangenarme 19, 20 zusammengedrückt und das Wasser aus ihm herausgedrückt wird (Fig. 3).

Wie aus den Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, liegt die Rollenwelle 27 in einer zu den Stirnflächen des zylindrischen Saugkörpers etwa parallelen Ebene und befindet sich bezüglich der Welle 12 auf der gleichen Seite wie die Querachse 21 der Hebel. Sie ist außerdem so angeordnet, daß die Vorrichtung auf den Laufrollen sowohl im Transportzustand als auch im Entleerungszustand entsprechend den Fig. 3 und 4 ausbalanciert ist. Im zusammengedrückten Zustand können die Zangenarme 22, 23 mit Hilfe eines Sperrorgans 30 lösbar miteinander verbunden werden, so daß der Transport bei zusammengedrücktem Saugkörper 10 erleichtert wird (Fig. 3).


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Absaugen von Wasser von einem Tennisplatz, einer Fahrbahn oder einer ähnlichen Oberfläche mit einem im wesentlichen zylindrischen Saugkörper aus einem schwammartig wasseraufnehmenden und elastisch zusammendrückbaren Material, wie offenzelliger Schaumkunststoff, Schaumgummi od. dgl., mit einer den Saugkörper tragenden Welle zum Abrollen des Saugkörpers auf der genannten Oberfläche mit Hilfe mindestens eines mit der Welle verbundenen Bedienungshebels und mit an den beiden Enden des zylindrischen Saugkörpers auf der Welle angeordneten Endscheiben, deren Durchmesser kleiner als der ganze, aber größer als der halbe Zylinderdurchmesser ist, und von denen eine unter Zusammendrücken des Saugkörpers zum Zwecke des Ausdrückens von Wasser axial verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Bedienungshebel nach Art einer Zange als zweiarmige Hebel um eine Querachse (21) schwenkbar miteinander verbunden sind, deren auf der einen, dem Saugkörper (10) zugewandten Seite der Querachse befindliche Zangenarme (19, 20) mit auf den Enden der den zylindrischen Saugkörper (10) tragenden Welle (12) angeordneten Lagerhülsen (13, 14), von denen eine (14) fest und eine (13) zusammen mit der ihr zugeordneten Endscheibe (24) axial verschieblich ist, verbunden sind und deren auf der anderen Seite der Querachse (21) befindliche Zangenarme (22, 23) Handgriffe aufweisen, und daß an dem mit der festen Lagerhülse (14) verbundene Zangenarme (20) unter Bildung eines im entsprechend aufgerichteten Zustand den Saugkörper (10) tragenden Karrens im Bereich seines in der Nähe der einen Stirnfläche des Saugkörpers befindlichen Endes eine in einer zur betreffenden Stirnfläche parallel liegenden Ebene befindliche Rollenwelle (27) angeordnet ist, an der zwei Laufrollen (28, 29) gelagert sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrollen (28, 29) innerhalb eines fiktiven, zum zylindrischen Saugkörper (10) koaxialen Zylinders gleichen Durchmessers angeordnet sind.






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