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Dokumentenidentifikation DE2951686C2 05.11.1987
Titel Vorrichtung zum Abstützen einer Mittelpufferkupplung an einem Zughaken eines Schienenfahrzeuges
Anmelder Scharfenbergkupplung GmbH, 3320 Salzgitter, DE
Erfinder Forster, Hilmar, Dipl.-Ing.;
Günther, Wilhelm, 3340 Wolfenbüttel, DE
DE-Anmeldedatum 21.12.1979
DE-Aktenzeichen 2951686
Offenlegungstag 02.07.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse B61G 7/10
IPC-Nebenklasse B61G 5/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstützen einer Mittelpufferkupplung an einem Zughaken eines Schienenfahrzeuges, wobei die Mittelpufferkupplung in das Maul des Zughakens eingehängt ist, mit zwei an der Mittelpufferkupplung angebrachten, in einem gegenseitigen Abstand nebeneinander angeordneten, in Längsrichtung der Mittelpufferkupplung orientierten Trägern, die im Bereich ihrer der Mittelpufferkupplung abgewandten Enden durch einen sich im Maul des Zughakens abstützenden horizontalen Querbolzen miteinander verbunden sind, und mit einem einerseits an der Mittelpufferkupplung angelenkten, sich andererseits an dem Zughaken abstützenden abgefederten Hebelgestänge, das die Mittelpufferkupplung federnd in horizontaler Lage hält, wobei zwischen den beiden Trägern ein an der Mittelpufferkupplung festes, eine zu dem Rücken des Zughakens weisende Anlagefläche aufweisendes Druckstück gebildet ist, das sich bei Stoßkrafteinwirkung auf die Mittelpufferkupplung mit seiner Anlagefläche an dem Rücken des Zughakens abstützt.

Bei einer derartigen bekannten Vorrichtung nach der DE-PS 8 63 822 kann die Mittelpufferkupplung auch bei unter Stoßkrafteinwirkung gegebener Abstützung des an der Mittelpufferkupplung festen Druckstücks an dem Zughaken innerhalb gewisser Grenzen eine horizontal abgewinkelte Stellung entstehen unter Stoßkrafteinwirkung Kraftkomponenten, die die Mittelpufferkupplung und den Zughaken gegenseitig horizontal auszuknicken suchen. Hierdurch ergibt sich eine ungünstige Beanspruchung der die Mittelpufferkupplung an dem Zughaken abstützenden Vorrichtung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Gattung so zu gestalten, daß unter Stoßkrafteinwirkung eine gegenseitige Ausrichtung der Mittelpufferkupplung und des Zughakens in Längsrichtung derselben erreicht wird, wobei im unbelasteten Zustand der Mittelpufferkupplung bzw. unter Zugkrafteinwirkung eine ausreichende horizontale Verschwenkbarkeit der Mittelpufferkupplung gegenüber dem Zughaken gewährleistet bleiben soll.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Druckstück an seiner dem Zughaken zugewandten Stirnseite eine zu der vertikalen Längsmittelebene der Mittelpufferkupplung symmetrische nutartige Ausnehmung mit in Richtung auf den Zughaken divergierenden vertikalen, ebenen Seitenflächen und einer vertikalen, ebenen Grundfläche aufweist, wobei die Grundfläche der Ausnehmung die mit dem Rücken des Zughakens zusammenwirkende Anlagefläche darstellt, während die Seitenfläche der Ausnehmung mit den Flanken des Zughakens zusammenwirken, und wobei in unbelastetem Zustand der Mittelpufferkupplung bzw. bei Zugkrafteinwirkung auf die Mittelpufferkupplung die Grundfläche und die Seitenflächen der Ausnehmung einen Abstand von dem Zughaken aufweisen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.

Die dargestellte Vorrichtung zum Abstützen einer Mittelpufferkupplung 1 für Schienenfahrzeuge an einem Zughaken 4 umfaßt zwei beidseitig am hinteren Ende der Mittelpufferkupplung 1 parallel und in einem Abstand zueinander fest angeordnete gleich ausgebildete Träger 2, die an ihren freien Enden durch einen Querbolzen 3 miteinander verbunden sind, der sich im Maul des um einen vertikalen Bolzen am Fahrzeug schwenkbaren Zughakens 4 abstützt. Beidseitig ist an der Mittelpufferkupplung 1 je ein Kniehebel 5 angeordnet, dessen an der Mittelpufferkupplung 1 angelenkter einer Lenker 5a teleskopartig gegen die Kraft einer Druckfeder verkürzbar ist und dessen anderer Lenker 5b starr ausgebildet ist, wobei die freien Enden der starren Lenker 5b der beiden Kniehebel 5 durch ein Joch 6 miteinander verbunden sind. Durch das Joch 6 ist zentrisch eine Stellschraube 7 geführt, die an ihrem unteren Ende zur Abstützung auf der Nase 8 des Zughakens 4 eine entsprechend der Nase 8 geformte Kappe 9 trägt. Die Lenker 5a und 5b jedes Kniehebels 5 sind durch einen gemeinsamen Gelenkbolzen 10 miteinander verbunden, der sich an dem Rücken des Zughakens 4 abstützt, so daß durch Verstellen der Kappe 9 die vertikale Winkelstellung der Kniehebel 5 und damit die vertikale Mittellage der Mittelpufferkupplung 1 einstellbar ist.

Die Nase 8 des Zughakens 4 hat einen Querschnitt, der sich aus einem die Flankenflächen und die Rückenfläche bildenden ellipsenförmigen Teil 8a und einem die Innenfläche zum Maul hin bildenden kreisbogenförmigen Teil 8b zusammensetzt, wobei beidseitig des Teiles 8a mit Abstand die Träger 2 verlaufen, während gegen den Teil 8b der Querbolzen 3, der im mittleren Bereich eine umlaufende Ausnehmung besitzt, anliegt.

Zwischen den Trägern 2 ist ein horizontales Druckstück 11 befestigt, das eine zum Zughaken 4 gerichtete nutartige Ausnehmung 12 mit divergierenden Seitenflächen 12a besitzt, die so bemessen ist, daß das Druckstück 11 den vorderen Bereich des Zughakens 4 sowohl mit Abstand zu dessen Rückfläche als auch zu dessen Flankenflächen umgreift, wobei der Abstand zur Rückenfläche größer ist als der zu den Flankenflächen.

Durch diese Anordnung und Ausbildung des Druckstückes 11 wird zunächst erreicht, daß der horizontale Ausknickwinkel der Mittelpufferkupplung 1 gegenüber dem Zughaken 4 verkleinert wird. Ferner wird erreicht, daß beim Kuppeln die Stoßkräfte von der Mittelpufferkupplung 1 axial in den Zughaken 4 eingeleitet werden. Dies ergibt sich dadurch, daß beim Kuppelvorgang der Querbolzen 3 im Maul des Zughakens 4 zurückgedrückt wird. Gleichzeitig mit dem Zurückdrücken des Querbolzens 3 wird die Nase 8 in die Ausnehmung 12 geschoben, so daß durch die schräg verlaufenden Seitenflächen 12a im Zusammenwirken mit den Flanken des Zughakens 4 das Druckstück 11 und damit die Mittelpufferkupplung 1 ausgerichtet und axial zum Zughaken 4 eingestellt wird. Nach erfolgter Anlage der Grundfläche der Ausnehmung 12 an dem Rücken des Zughakens 4 werden die Mittelpufferkupplung 1 und der Zughaken 4 in der gegenseitig ausgerichteten Lage gehalten. Während des Fahrbetriebes wird die beschriebene Vorrichtung durch Zugkräfte in eine horizontal schwenkbare Lage gezogen, um zwangsfrei Kurven durchfahren zu können.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Abstützen einer Mittelpufferkupplung an einem Zughaken eines Schienenfahrzeugs, wobei die Mittelpufferkupplung in das Maul des Zughakens eingehängt ist, mit zwei an der Mittelpufferkupplung angebrachten, in einem gegenseitigen Abstand nebeneinander angeordneten, in Längsrichtung der Mittelpufferkupplung orientierten Trägern, die im Bereich ihrer der Mittelpufferkupplung abgewandten Enden durch einen sich im Maul des Zughakens abstützenden horizontalen Querbolzen miteinander verbunden sind, und mit einem einerseits an der Mittelpufferkupplung angelenkten, sich andererseits an dem Zughaken abstützenden abgefederten Hebelgestänge, das die Mittelpufferkupplung federnd in horizontaler Lage hält, wobei zwischen den beiden Trägern ein an der Mittelpufferkupplung festes, eine zu dem Rücken des Zughakens weisende Anlagefläche aufweisendes Druckstück gebildet ist, das sich bei Stoßkrafteinwirkung auf die Mittelpufferkupplung mit seiner Anlagefläche an dem Rücken des Zughakens abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (11) an seiner am Zughaken (4) zugewandten Stirnseite eine zu der vertikalen Längsmittelebene der Mittelpufferkupplung (1) symmetrische nutartige Ausnehmung (12) mit in Richtung auf den Zughaken (4) divergierenden vertikalen, ebenen Seitenflächen (12a) und einer vertikalen, ebenen Grundfläche aufweist, wobei die Grundfläche der Ausnehmung (12) die mit dem Rücken des Zughakens (4) zusammenwirkende Anlagefläche darstellt, während die Seitenflächen (12a) der Ausnehmung (12) mit den Flanken des Zughakens (4) zusammenwirken, und wobei in unbelastetem Zustand der Mittelpufferkupplung (1) bzw. bei Zugkrafteinwirkung auf die Mittelpufferkupplung (1) die Grundfläche und die Seitenflächen (12a) der Ausnehmung (12) einen Abstand von dem Zughaken (4) aufweisen.






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