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Dokumentenidentifikation DE3230095C2 05.11.1987
Titel Vorrichtung zum Ausblasen und Besprühen von Gesenken von Schmiedepressen, insbesondere Gesenkschmiedepressen
Anmelder Eumuco Aktiengesellschaft für Maschinenbau, 5090 Leverkusen, DE
Erfinder Werner, Eberhard;
Willim, Friedrich, 5090 Leverkusen, DE
Vertreter Schönwald, K., Dr.-Ing.; Fues, J., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; von Kreisler, A., Dipl.-Chem.; Keller, J., Dipl.-Chem.; Selting, G., Dipl.-Ing.; Werner, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 5000 Köln
DE-Anmeldedatum 13.08.1982
DE-Aktenzeichen 3230095
Offenlegungstag 16.02.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse B21J 3/00
Zusammenfassung Vorrichtung zum Ausblasen und Besprühen von Gesenken von Schmiedepressen, insbesondere Gesenkschmiedepressen. Zum Ausblasen und Besprühen von Gesenken von Schmiedepressen, insbesondere von Gesenkschmiedepressen mit automatischem Werkstücktransport durch einen Hubbalken, weist die Ausblas- und Sprühvorrichtung mit Düsen versehene Arme auf, die in den Werkzeugraum (26) der Schmiedepresse (1) eingebracht bzw. eingefahren und aus diesem wieder zurückgeführt werden. Die Ausblas- und Sprühvorrichtung (10) besitzt einen an einem Gelenkviereck (13) angelenkten, das Sprühsystem aufweisenden Träger (11). Das Gelenkviereck (13) ist aus zwei Hebeln (14, 15) und dem Träger (11) gebildet. Dabei sind die Hebel (14, 15) mit ihren, dem Träger (11) abgekehrten Enden an einem Gehäuse (18) schwenkbar gelagert, das an dem Ständer (7) der Schmiedepresse (1) befestigt ist, wobei der eine Hebel (14) mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist. Eine in dieser Weise gestaltete Ausblas- und Sprühvorrichtung ermöglicht eine universelle Verwendung bei automatisiertem Betrieb einer Gesenkschmiedepresse und auch bei handbedienten Schmiedepressen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausblasen und Besprühen von Gesenken von Schmiedepressen, insbesondere von Gesenkschmiedepressen mit automatischem Werkstücktransport durch ein Hubbalkenpaar od.dgl., bei der die Ausblas- und Sprühvorrichtung mit Düsen versehene Arme od.dgl. aufweist, die in den Werkzeugraum der Schmiedepresse eingebracht bzw. eingefahren und aus diesem wieder zurückgeführt werden, wobei die Ausblas- und Sprühvorrichtung einen an einem Gelenkviereck angelenkten, das Sprühsystem aufweisenden Träger besitzt, das Gelenkviereck aus zwei Hebeln und dem Träger gebildet ist und die Hebel mit ihren dem Träger abgekehrten Enden an einem Gehäuse mittels einer mit der Schmiedepresse gekoppelten Antriebsvorrichtung gelagert sind.

Bei Gesenkschmiedepressen mit automatischen Werkstücktransporten, bei denen der Werkstücktransport durch Hubbalken im Werkzeugraum erfolgt, gibt es keine zeitliche Lücke zwischen dem einen und dem anderen Schmiedeteil wie beim Schmieden von Hand, sondern der Werkstücktransport erfolgt kontinuierlich innerhalb des Werkzeugraumes der Schmiedepresse. Bei solchen Systemen wird in der Regel in Belegung jeder zweiten Schmiedeoperation geschmiedet, d.h. daß während des automatischen Ablaufes nur jede zweite Umformstation durch ein Werkstück belegt ist. Das Ausblasen und Sprühen der Gesenke kann in diesem Fall immer nur dann erfolgen, wenn die Gesenke vom Werkstück frei sind und wenn gerade kein Pressenhub erfolgt. Die für das Ausblasen und Sprühen der Gesenke zur Verfügung stehende Zeit ist äußerst kurz und kann je nach Hubzahl der Hubbalkenautomatik unter einer Sekunde sein. Bei elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch gesteuerten Sprüharmen können diese immer erst dann in den Werkzeugraum einfahren, wenn der Pressenstößel im oberen Totpunkt stehengeblieben ist. Dies bedeutet, daß von der sowieso schon nur kurz zur Verfügung stehenden Blas- und Sprühzeit ein nicht unbeträchtlicher Teil durch Steuer- und Überwachungszeiten verlorengeht.

Die anfangs genannte Vorrichtung ist aus der GB-PS 12 96 878 bekannt. Hierbei dient als Antriebsvorrichtung für das Gestänge eine druckmittelbetriebene Kolben-Zylinder-Einheit, wobei jedoch nicht erkenntlich ist, in welcher Weise die Kolben-Zylinder-Einheit die Schwenkung des Gelenkvierecks um fast 90° bewerkstelligt. Da die Kolben-Zylinder-Einheit an dem feststehenden Gehäuse angebracht ist und der Schwenkwinkel der Einheit kleiner als der Schwenkwinkel für das Gelenkviereck von der Gebrauchsstellung in die Ruhestellung ist, kann diese Einrichtung offenbar nur durch ein nicht offenbartes weiteres Getriebe durchgeführt werden.

Die bekannte Antriebsvorrichtung läßt sich nicht mit der Bewegung der Pressenstößel koppeln.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Ausblas- und Sprühvorrichtung für die Gesenke einer Gesenkschmiedepresse zu schaffen, die sich harmonisch in den Gesamtaufbau einer mit Hubbalkensystem automatisierten Gesenkschmiedepresse einfügt, einfach und zuverlässig wirkend im Aufbau ist und auch für eine handbediente Gesenkschmiedepresse geeignet ist. Die Ausblas- und Sprühvorrichtung der anfangs genannten Art zeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch aus, daß der dem Pressenraum zugekehrte Hebel des Gelenkviereckes als Antriebshebel ausgebildet ist und die Antriebsvorrichtung an diesem Hebel angreift.

Auf diese Weise gestattet die erfindungsgemäße Blas- und Sprühvorrichtung eine universelle Verwendung bei automatisiertem Betrieb einer Gesenkschmiedepresse und auch bei handbedienten Gesenkschmiedepressen. Es ergibt sich der Vorzug, daß dieselbe Blas- und Sprühvorrichtung mit dem Gelenkviereck aus Träger und Hebeln ohne Änderung des Bewegungsmechanismus für einen automatisierten Betrieb und auch einen Handbetrieb eingesetzt werden kann, ohne daß der prinzipmäßige Aufbau geändert zu werden braucht. Der Standort der Blas- und Sprühvorrichtung an der Gesenkschmiedepresse bleibt der gleiche. Die Lagerhaltung und Vorratshaltung für die Blas- und Sprühvorrichtung wird vereinfacht.

Bei Ableitung des Antriebes des Gelenkvierecks der Ausblas- und Sprühvorrichtung von der Bewegung des Pressenstößels kann der dem Pressenraum zugekehrte Hebel (Antriebshebel) als Winkelhebel einen Schenkel aufweisen, der mit dem Pressenstößel zusammenwirkt. Dieser ist mit einem Ansatz versehen, mit dem der Hebelschenkel vorteilhaft unter Zwischenschaltung einer Rolle zusammengreift. Durch eine vom Pressenstößel angetriebene Sprühvorrichtung werden maximal mögliche Verweilzeiten der Sprühvorrichtung im Werkzeugraum erreicht und es wird jede nur irgendwie zur Verfügung stehende Zeit für den Gesenkausblas- und -sprühvorgang genutzt. Die Sprühorgane stehen mit Sicherheit und zuverlässig immer nur dann im Werkzeugraum, wenn sich der Pressenstößel in seiner oberen Position befindet. Es wird eine hohe Betriebssicherheit ohne zusätzlichen Steuerungsaufwand erzielt, weil durch den direkten Stößelantrieb sichergestellt ist, daß die Vorrichtung zu keinem Zeitpunkt durch den eingeleiteten Pressenhub gefährdet ist.

Nach einem anderen Merkmal der Erfindung kann das Gelenkviereck auch unabhängig von dem Pressenstößel angetrieben werden. Hierzu kann der anzutreibende Hebel des Gelenkviereckes über eine Verbindungsstange mit einem Kurbeltrieb oder einem hydraulischen Drehkolbenantrieb verbunden sein. Ein solcher Kurbeltrieb zum Antrieb der Ausblas- und Sprühvorrichtung ermöglicht einen sinusförmigen Geschwindigkeitsverlauf, ausgehend von der Geschwindigkeit Null und endend im Werkzeugraum ebenfalls mit der Geschwindigkeit Null. Durch diese Antriebsart ist ebenfalls ein sehr schnelles Arbeiten der Ausblas- und Sprühvorrichtung ermöglicht. Es sind damit zugleich gute Voraussetzungen für ein zügiges Arbeiten geschaffen. Es sind jedoch für den Kurbeltrieb auch elektrische oder pneumatische Antriebe möglich.

Der Antriebshebel kann in Richtung zum Pressenraum unter Anpreßdruck stehen. Vorteilhaft greift an dem Antriebshebel ein unter Druckmittel stehender Zylinder gelenkig an, der unter einer konstanten pneumatischen Verspannung steht.

Dem Zylinder kann ein Druckbehälter mit einem bestimmten Volumen nachgeschaltet sein, wobei der Druckbehälter über ein Rückschlagventil mit einer Druckquelle verbunden ist.

Vorteilhaft sind die beiden Hebel des Gelenkviereckes von ungleicher Länge, wobei der Antriebshebel eine größere Länge aufweisen kann. Durch einen solchen Getriebeaufbau läßt sich mit Sicherheit erreichen, daß das Sprühsystem beim Einschwenken in den Pressenraum nicht mit einer kontinuierlich umlaufenden Hubbalkenautomatik kollidieren kann.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer Ausblas- und Sprühvorrichtung gemäß der Erfindung an einer Gesenkschmiedepresse mit Werkstücktransport mittels eines Hubbalkens, im Längsschnitt und im Schema, wobei die Ausblas- und Sprühvorrichtung durch den Stößel der Presse angetrieben wird.

Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Ausblas- und Sprühvorrichtung der Fig. 1 im Schema.

Fig. 3 stellt eine Stirnansicht auf die Ausblas- und Sprühvorrichtung gemäß der Erfindung von hinten in Richtung des Pfeiles III der Fig. 1 schematisch dar.

Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Ausblas- und Sprühvorrichtung gemäß der Erfindung bei einem vom Stößel unabhängigen Antrieb im Ausschnitt und im Schema.

Die Gesenkschmiedepresse 1, die nur in Umrissen schematisch angedeutet ist, weist einen mit dem Tisch 2 lösbar verbundenen Werkzeughalter 3 auf, auf den das Unterwerkzeug 4, z.B. ein Untergesenk, angebracht ist. Der Stößel 5, der den Oberwerkzeughalter bzw. die Oberwerkzeuge, z.B. obere Gelenkteile 6, trägt, wird in bekannter Weise durch eine in dem Ständer 7 gelagerte Kurbel- oder eine Exzenterscheibe angetrieben und auf- und niederbewegt. Der Werkstücktransport von Gesenk zu Gesenk erfolgt durch ein sogenanntes Hubbalkenpaar 8, das von einer Transportvorrichtung (nicht dargestellt) betätigt wird und an einem vor der Presse stehenden Gestell angebracht ist. Mittels des Hubbalkenpaares, das mit entsprechenden Greifern ausgerüstet ist, werden bei einem automatischen Werkstücktransport die Werkstücke erfaßt, aus den Gesenken abgehoben, zum nächstfolgenden Gesenk transportiert und in dieses abgesenkt, wobei der Rücktransportweg der Hubbalken außerhalb der Werkzeuge durchgeführt wird.

Die Ausblas- und Sprühvorrichtung 10, die sich zweckmäßig am hinteren Teil der Presse bzw. dem Pressenständer 7 befindet, weist einen Träger 11 auf, an dessen vorderem Ende ein Sprühdüsensystem 12 angeordnet ist. Der Träger 11 ist an einem Gelenkviereck 13 angelenkt, das die Hebel 14 und 15 besitzt und bei dem der Träger 11 zugleich einen Lenker des Gelenkvierecks bildet, wobei die Hebel 14 und 15 an dem Träger 11 mittels der Achsen 16 und 17 gelenkig gelagert sind. Die Hebel 14 und 15 sind mit ihren dem Träger 11 abgekehrten Enden an einem Gehäuse 18 an den ortsfesten Achsen 19 und 20 schwenkbar gelagert. An dem Hebel 14 greift der Antrieb für das Gelenkviereck an. Die Hebel 14 und 15 weisen zwischen den Gelenkpunkten 16, 17, 19 und 20 eine ungleiche Länge auf, wobei der Hebel 14 vorteilhaft eine größere Länge besitzt als der Hebel 15. Diese ungleiche Länge der Hebel dient dazu, daß das Sprühsystem beim Ausschwenken nicht mit der kontinuierlich umlaufenden Automatik des Hubbalkenpaares 8 kollidiert.

Bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 ist der Antrieb für das Gelenkviereck 13 von der Bewegung des Pressenstößels 5 abgeleitet. Der Hebel 14 als Antriebshebel ist als Winkelhebel ausgebildet, wobei der Schenkel 14a mit einem Ansatz 22, vorteilhaft in Form einer Konsole, zusammengreift, die an dem Stößel 5 an geeigneter Stelle befestigt ist. Vorteilhaft weist der Schenkel 14a des Antriebshebels 14 eine Rolle 23 auf, die um die Achse 24 drehbar gelagert ist. Wenn sich der Pressenstößel 5 von seiner oberen in seine untere Stellung bewegt, wird der Antriebshebel 14 und damit das Gelenkviereck mit dem Träger 11 in die in der Zeichnung angegebene strichpunktierte Stellung 25 zurückgeschwenkt. Dadurch kann die Ausblas- und Sprühvorrichtung 12 nur dann im Werkzeugraum 26 stehen, wenn sich der Pressenstößel 5 in seiner oberen Position befindet.

Damit das Gelenkviereck 13 bzw. der Antriebshebel 14 stets formschlüssig an der Konsole 22 des Pressenstößels 5 anliegt, wird das Gelenkviereck in Richtung zur Presse unter Druck gehalten. Dies kann mittels einer mechanischen Federung erfolgen. Bevorzugt ist die Anordnung einer pneumatischen Gegenhaltevorrichtung 28. Diese kann aus einem Pneumatikzylinder 29 bestehen, dessen Kolben 30 über die Gelenkachse 31 mit dem Antriebshebel 14 gelenkig verbunden ist. Der Zylinder 29 steht unter einer konstanten pneumatischen Vorspannung. Hierbei kann dem Pneumatikzylinder 29 ein Druckbehälter nachgeschaltet sein, der der ein bestimmtes Volumen zum Pneumatikzylinder besitzt, wobei der Druck behälter über ein Rückschlagventil mit einer pneumatischen Versorgungsleitung verbunden ist. Durch eine solche Anordnung der Teile wird erreicht, daß während des Pressenhubes eine zusätzliche Kompression im Zylinderraum des Pneumatikzylinders 29 entsteht und sich dadurch die Gegenhaltekraft den beim Pressenhub auftretenden Antriebskräften am Antriebshebel 14 anpaßt. Die Anordnung hat den weiteren Vorteil, daß ein Anbau eines unnötig großen Gegenhaltezylinders vermieden wird. Der Pneumatikzylinder 29 ist in einer am Gehäuse 18 angeordneten Halterung 32 bei 33 drehbar gelagert.

Der Träger 11 ist bevorzugt als Hohlkastenträger ausgebildet, um einen an Gewicht leichten und für dynamische Beanspruchung steifen Träger zu erhalten. Am vorderen Teil des Trägers ist ein Flansch 35 vorgesehen, an dem ein zum Werkzeugraum passendes Sprühdüsensystem 36 auswechselbar angebracht werden kann. Wie sich aus der Draufsicht ergibt, sind drei Gesenke 37, 38, 39 dargestellt, die ausgeblasen, gekühlt und geschmiert werden müssen. Jedem dieser Gesenke ist ein entsprechendes Düsensystem 40, 41 und 42 zugeordnet, die Druckluft oder eine Druckflüssigkeit und Schmiermittel zuführen. Das Sprühsystem 36 ist in seiner vertikalen Position im Werkzeugraum 26 so angeordnet, daß im Bereich unterhalb des Sprühsystems der ungestörte Werkstücktransport durch die Hubbalkenautomatik 8 erfolgen kann. Durch eine in den Hubbalken installierte Greiferüberwachung kann die Belegung der einzelnen Schmiedestationen registriert werden und der Sprühvorgang wird zweckmäßig elektronisch so gesteuert, daß immer nur die Gesenke ausgeblasen und gesprüht werden, in denen sich gerade kein Werkstück befindet.

An dem Gehäuse 18 sind ferner die erforderlichen Steuerventile 45 für die Blasluft, Sprühluft und das Sprühmittel angeordnet, wobei der Ventilblock 44 über Schlauchleitungen 46 mit dem Träger 11 auf kürzestem Wege verbunden ist.

Das Gehäuse 18 weist auf seiner Rückseite einen Flansch 48auf, der in einen Rahmen 49 eingesetzt ist. Dieser Rahmen 49 und mit diesem die Ausblas- und Sprühvorrichtung 10 ist an einer Achse 50 schwenkbar gelagert und kann bei Bedarf, z.B. bei Einrichte- und Wartungsarbeiten, aus dem Pressenraum 26 herausgeschwenkt werden. Mittels Schnellverschlüsse 51, die an einer Achse 52 schwenkbar gelagert sein können, ist für eine schnelle Handhabung zum Abklappen der Ausblas- und Sprühvorrichtung von der Presse gesorgt.

Der Rahmen 49 ist an dem Ständer 7 der Presse befestigt, was unter Zwischenschaltung von Halteböcken 54 zweckmäßig geschieht, um die gesamte Anordnung, d.h. den Rahmen mit der Ausblas- und Sprühvorrichtung, an verschiedene Arten von Gesenkschmiedepressen anbringen zu können. Die Halteböcke 54 stellen hierbei entsprechende Adapter dar. Vielfach sind an Gesenkschmiedepressen Absaugeinrichtungen vorgesehen, die dafür sorgen, daß der beim Ausblasen und Sprühen der Gesenke entstehende Sprühnebel vom Bedienungsplatz der Maschine ferngehalten und kontinuierlich abgesaugt wird. Hierbei bietet sich in den meisten Fällen die Rückseite der Gesenkschmiedepresse an, die auch die Stelle ist, an der oft die Ausblas- und Sprühvorrichtung installiert wird. Die zur Befestigung der Ausblas- und Sprühvorrichtung am Ständer 7 der Gesenkschmiedepresse vorhandenen Adapter 54 sind vorteilhaft zugleich für die Absaugung ausgebildet. Sie haben zweckmäßig eine kastenförmige Gestaltung und sind mit entsprechenden Absaugöffnungen versehen. Die Adapter können an eine zentrale Absaugeeinrichtung angeschlossen werden. Auf diese Weise kann die Absaugeinrichtung vorteilhaft mit der Befestigung der Ausblasund Sprühvorrichtung verbunden werden.

Es ist mitunter notwendig, den Pressenstößel im Einzelhubbetrieb oder im Einrichtebetrieb durch den Bedienungsmann zu verfahren, wobei es notwendig ist, daß die Ausblasund Sprühvorrichtung außerhalb des Pressenraumes zu stehen kommt. Dies wird durch den beschriebenen installierten pneumatischen Gegenhaltezylinder 29 ermöglicht, der über ein geeignetes Steuerventil in der Lage ist, bei Bedarf das Gelenkviereck mit dem Träger und dem Sprühsystem von dem Ansatz 22 des Stößels 5 zu lösen und aus dem Pressenraum herauszuschwenken.

In Fig. 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Ausblas- und Sprühvorrichtung auch an handbedienten Gesenkschmiedepressen eingesetzt werden kann. Dabei entfällt das Zusammenarbeiten des Antriebshebels des Gelenkvierecks 13 mit dem Pressenstößel 5 und damit auch der Antrieb vom Pressenstößel. Dies kann durch Entfernen der Konsole 22 erreicht werden oder auch dadurch, daß für den Antriebshebel ein gerade verlaufender Hebelarm 14b verwendet wird. Anstelle des pneumatischen Gegenhaltezylinders kann eine Verbindungsstange 56 mit einem Kurbeltrieb 57 verwendet werden. Vorteilhaft ist die Anordnung eines hydraulischen Drehkolbenmotors 58, der einen sinusförmigen Geschwindigkeitsverlauf für die Ausblas- und Sprühvorrichtung ermöglicht, wobei die Geschwindigkeiten an den Endpunkten jeweils Null sind. Der Kurbeltrieb ist so vorgesehen, daß beim Handbetrieb die Ausblas- und Sprühvorrichtung sich im ausgeschwenkten Zustand in Ausgangsstellung befindet. Nachdem der Bedienungsmann die erforderliche Anzahl von Schmiedeoperationen ausgeführt hat, löst er über einen Schalter, z.B. Fußtrittschalter, einen Sprühzyklus aus, der im Einschwenken der Vorrichtung ein Ausblasen und Besprühen der Gesenke veranlaßt, wobei sodann die Ausblas- und Sprühvorrichtung wieder zurückgeschwenkt wird. Solange dieser Zyklus nicht beendet ist, bleibt der Pressenhub gesperrt. Die sonstigen Teile der Ausblas- und Sprühvorrichtung können unverändert bleiben.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Ausblasen und Besprühen von Gesenken von Schmiedepressen, insbesondere von Gesenkschmiedepressen mit automatischem Werkstücktransport durch ein Hubbalkenpaar od.dgl., bei der die Ausblas- und Sprühvorrichtung mit Düsen versehene Arme od.dgl. aufweist, die in den Werkzeugraum der Schmiedepresse eingebracht bzw. eingefahren und aus diesem wieder zurückgeführt werden, wobei die Ausblas- und Sprühvorrichtung einen an einem Gelenkviereck angelenkten, das Sprühsystem aufweisenden Träger besitzt, das Gelenkviereck aus zwei Hebeln und dem Träger gebildet ist und die Hebel mit ihren dem Träger abgekehrten Enden an dem Gehäuse mittels einer mit der Schmiedepresse gekoppelten Antriebsvorrichtung schwenkbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Pressenraum (26) zugekehrte Hebel (14) des Gelenkviereckes (13) als Antriebshebel ausgebildet ist und die Antriebsvorrichtung (14a, 22; 57) an diesem Hebel (14) angreift. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Pressenraum (26) zugekehrte Hebel (14) (Antriebshebel) als Winkelhebel einen Schenkel (14a) aufweist, der mit dem Pressenstößel (5) zusammenwirkt, und daß der Pressenstößel (5) mit einem Ansatz (22) versehen ist, mit dem der Hebelschenkel (14a) unter Zwischenschaltung einer Rolle (23) zusammengreift.
  2. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (14b) über eine Verbindungsstange (56) mit einem Kurbeltrieb (57) oder einem hydraulischen Drehkolbenantrieb (48) verbunden ist.
  3. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (14) in Richtung zum Pressenraum (26) unter Anpreßdruck steht, und daß an dem Antriebshebel (14) ein unter Druckmittel stehender Zylinder (29) gelenkig angreift, der unter einer konstanten pneumatischen Vorspannung steht.
  4. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zylinder (29) ein Druckbehälter mit einem bestimmten Volumen dem Zylinder nachgeschaltet ist, und daß der Druckbehälter über ein Rückschlagventil mit einer Druckquelle verbunden ist.
  5. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebel (14, 14b, 15) von ungleicher Länge sind, und daß der Antriebshebel (14, 14b) eine größere Länge aufweist.






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