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Dokumentenidentifikation DE3337128C2 05.11.1987
Titel Verfahren zum selektiven Beschichten einer transparenten Trägerplatte mit einer insbesondere metallischen Prägefolienbeschichtung
Anmelder Fritz Borsi KG, 7601 Schutterwald, DE
Erfinder Kall, Klaus, 7600 Offenburg, DE
Vertreter Boehmert, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Stahlberg, W., Rechtsanw.; Hoormann, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 2800 Bremen; Goddar, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Eitner, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München; Kuntze, W., Rechtsanw., 2800 Bremen; Neidl-Stippler, C., Dipl.-Chem.Dr.phil.nat., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 12.10.1983
DE-Aktenzeichen 3337128
Offenlegungstag 25.04.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse B44F 1/06
IPC-Nebenklasse B44C 1/14   G09F 13/08   
Zusammenfassung Verfahren zum Beschichten einer transparenten Trägerplatte mit einer metallischen Prägeschicht, insbesondere einer Goldprägeschicht, mittels Aufbringens einer Abdeckfolie auf die Vorderseite der Trägerplatte in den nicht mit Gold zu beschichtenden Bereichen, Aufbringens der Goldprägeschicht auf die Trägerplatte und Abziehens der Goldprägeschicht auf die Trägerplatte und Abziehens der Abdeckfolie von der Trägerplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckfolie im Siebdruckverfahren aufgebracht wird, die Goldprägeschicht im Rollenprägeverfahren aufgebracht wird und auf die der Goldprägeschicht abgewandte Rückseite der Trägerplatte eine dem Farbton der Goldprägeschicht nahekommende Farbschicht aufgebracht wird, sowie hiernach hergestellte Trägerplatte.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum selektiven Beschichten einer transparenten Trägerplatte mit einer insbesondere metallischen Prägefolienbeschichtung mittels Aufbringens der Prägefolie auf die Vorderseite der Trägerplatte in den zu beschichtenden Bereichen.

Trägerplatten aus Glas oder Kunststoff werden zur Verwendung als Werbemittel, Displays oder dergleichen häufig mit einer Metallbeschichtung, beispielsweise silber- oder goldfarbig (im folgenden wird stets nur noch auf "goldfarbig" Bezug genommen, obwohl die Erfindung sich grundsätzlich auch auf andere Beschichtungen, insbesondere Metallbeschichtungen, bezieht) versehen.

Beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung 2 29 395 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem die Rückseite einer transparenten Trägerplatte bereichsweise mit einer zweischichtigen Dekorschicht, nämlich einer Farbschicht und einer spiegelnden Metallschicht, versehen wird.

Des weiteren ist aus der US-PS 19 63 156 ein Verfahren bekannt, bei dem eine transparente Trägerplatte zunächst flächig mit einer metallischen Beschichtung versehen wird, die dann bereichsweise entfernt wird, ehe sie z.B. gehärtet werden kann, woraufhin dann noch eine äußere, farbige Schutzschicht aufgebracht wird.

Mit diesen Verfahren ist es nicht möglich, transparente Trägerplatten herzustellen, die sowohl in der Draufsicht als auch in der Durchsicht einen hinreichend deutlichen Goldton zeigen.

Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, bei dem auch in der Durchsicht der gewünschte Goldton erhalten bleibt, wobei dieses Verfahren mit geringem Aufwand ausführbar sein soll. Ferner soll eine dementsprechende Trägerplatte geschaffen werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß auf die transparente Trägerplatte zunächst im Siebdruckverfahren eine Abdeckfolie aufgebracht wird, welche lediglich die nicht zu beschichtenden Bereiche der Trägerplatte abdeckt, daß daraufhin im Rollenprägeverfahren die Prägefolie auf die gesamte Vorderseite der Trägerplatte aufgebracht wird, daß daraufhin die Abdeckfolie von der Trägerplatte abgezogen wird und schließlich auf die Rückseite der Trägerplatte eine die mittels der Prägefolienbeschichtung bewirkte Farbgebung unterstützende Farbschicht aufgebracht wird.

Dabei wird besonders bevorzugt, daß eine Trägerplatte aus klarem Acrylglas verwendet wird.

Schließlich schlägt die Erfindung vor, daß die rückseitige Farbschicht bevorzugt im Siebdruckverfahren aufgebracht wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der schematischen Zeichnung erläutert ist.

Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Trägerplatte nach der Erfindung im Schnitt.

Eine vorzugsweise aus klarem Acrylglas bestehende Trägerplatte 10 trägt auf ihrer Vorderseite bereichsweise eine Goldprägefolie 14. Die Goldprägefolie wurde im Heizprägeverfahren hergestellt, bei dem nur in den Bereichen, in denen Druck und Hitze eines beheizten Prägestempels im Hubverfahren bzw. eines beheizten Prägerades im Abrollverfahren auf eine sogenannte Heizprägefolie einwirken, sich Prägeschichten von einem Polyesterfolienträger lösen und auf das Kunststoffteil, in diesem Fall die Trägerplatte aus Acrylglas, übertragen (transferiert) werden. Das geschieht dadurch, daß während des Heizprägevorganges eine auf der Unterseite der Prägefolie befindliche Klebeschicht aktiviert wird und sich mit dem zu prägenden Material verbindet. Die Materialoberfläche wird dabei leicht plastifiziert und gewährleistet eine besonders haftfeste Verbindung zwischen "Heizprägedekoration" und Material. Die Goldprägefolie 14 wird im Rollenprägeverfahren aufgebracht, nachdem zunächst im Siebdruckverfahren eine Abdeckfolie aufgebracht worden ist, die nur solche Bereiche der Trägerplatte 10 frei läßt, die eine Goldprägeschicht erhalten sollen. In den Bereichen, in denen sich keine Goldprägeschicht ausbildet, können nach Entfernen der Abdeckfolie beispielsweise im Siebdruckverfahren andere Farbtöne aufgebracht werden.

Um das Erhalten des Goldtones auch bei Durchscheinen der Trägerplatte zu bewirken, ist auf der Rückseite der Trägerplatte 10 eine dem Goldton der Goldprägeschicht 14 der Vorderseite nahekommende Farbschicht 16 in den Bereichen aufgebracht, die mit den Goldprägeschichtbereichen auf der Vorderseite fluchten. Diese Farbschicht 16 unterstützt die Farbgebung mittels der Goldprägeschicht 14 in der Durchsicht, so daß die Goldprägeschicht 14 in kostengünstiger Weise sehr dünn gehalten werden kann, ohne das bei einem Durchscheinen der goldfarbige Effekt verlorenginge.

Nach dem Aufbringen der Abdeckfolie im Siebdruckverfahren, der Goldprägefolie 14 durch Rollenprägen und dem Aufbringen der rückseitigen Farbschicht 16 wird die Trägerplatte im Vakuumverfahren verformt.

Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung sowie den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen wesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum selektiven Beschichten einer transparenten Trägerplatte mit einer insbesondere metallischen Prägefolienbeschichtung mittels Aufbringens der Prägefolie auf die Vorderseite der Trägerplatte in den zu beschichtenden Bereichen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die transparente Trägerplatte zunächst im Siebdruckverfahren eine Abdeckfolie aufgebracht wird, welche lediglich die nicht zu beschichtenden Bereiche der Trägerplatte abdeckt, daß daraufhin im Rollenprägeverfahren die Prägefolie auf die gesamte Vorderseite der Trägerplatte aufgebracht wird, daß daraufhin die Abdeckfolie von der Trägerplatte abgezogen wird und schließlich auf die Rückseite der Trägerplatte eine die mittels der Prägefolienbeschichtung bewirkte Farbgebung unterstützende Farbschicht aufgebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trägerplatte aus klarem Acrylglas verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rückseitige Farbschicht im Siebdruckverfahren aufgebracht wird.






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