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Dokumentenidentifikation DE3432147C2 05.11.1987
Titel Fliehkraftreibungskupplung für eine Motorkettensäge
Anmelder Kioritz Corp., Mitaka, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nagashima, Akira, Kawasaki, JP;
Hiraizumi, Junichi, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Wallach, C., Dipl.-Ing.; Koch, G., Dipl.-Ing.; Haibach, T., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Feldkamp, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 31.08.1984
DE-Aktenzeichen 3432147
Offenlegungstag 04.04.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse F16D 43/18
Zusammenfassung Eine Zentrifugalkupplung weist ein Antriebsglied 4, mehrere Zwischenglieder 6 und ein angetriebenes Glied sowie Abschlußplatten 11 auf, die jeweils die Form und das Gewicht aufweisen, die die andere Seitenwand des Zwischengliedes besitzt, um einen dynamischen Ausgleich zu gewährleisten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fliehkraftreibungskupplung der im Oberbegriff des Patentanspruchs angegebenen Gattung.

Eine solche Kupplung ist aus der DE-OS 28 52 571 bekannt. Hierbei sind die Deckplatten mit Hilfe von Nieten an den Fliehgewichten befestigt. Diese Fliehgewichte, die an ihrem äußeren Umfang in Reibungseingriff mit der zylindrischen Innenoberfläche eines Abtriebsgliedes stehen, müssen als Verschleißteile von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Um diese Fliehgewichte auszubauen und die Schraubenfeder aus den Axialnuten herauszuheben, ist es erforderlich, die Deckplatten abzunehmen, und hierzu müssen im bekannten Falle die Nieten aufgebohrt werden, was ebenso aufwendig ist wie das bei der Montage neuer Fliehgewichte wieder erforderliche Vernieten, das ohne Spezialwerkzeuge nicht mit der erforderlichen Sicherheit durchgeführt werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Fliehkraftreibungskupplung derart zu verbessern, daß eine leichtere Auswechselbarkeit der Fliehgewichte bei gleichzeitiger Gewährleistung der Unverlierbarkeit der Befestigungselemente gewährleistet wird.

Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs angegebenen Merkmale. Durch die Schraubbefestigung wird ein einfaches Lösen und Montieren mittels eines Schraubendrehers gewährleistet.

Diese einfache Lösbarkeit ist zwar auch bei einer anderen bekannten Fliehkraftreibungskupplung nach der US-PS 37 68 611 gewährleistet, jedoch stehen bei dieser bekannten Kupplung die Schraubenköpfe nach der freien Seite des topfartigen Abtriebsglieds vor, was zur Folge hat, daß bei einer Lockerung der Schrauben diese zusammen mit den Deckplatten abfallen können, so daß die Kupplung nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten kann und lebenswichtige Teile der Kupplung beschädigt werden können.

Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist demgegenüber gewährleistet, daß die Schraubenköpfe durch den Boden des topfartigen Abtriebsgliedes geschützt sind, so daß selbst dann, wenn versehentlich die Schrauben nicht ganz fest angezogen wurden, oder durch Vibration eine Lockerung der Schrauben erfolgt ist, ein weiteres Aufdrehen der Schrauben begrenzt wird durch Anschlag der Schraubenköpfe am Boden des topfartigen Abtriebsgliedes.

Hierdurch wird eine hohe Sicherheit gewährleistet und dennoch ein einfaches Auswechseln der Verschleißteile gewährleistet.

Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Ansicht einer Kettensäge mit einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Fliehkraftreibungskupplung,

Fig. 2 eine axiale Ansicht der Fliehkraftreibungskupplung nach Fig. 1.

Die Kettensäge 1 gemäß Fig. 1 weist einen Brennkraftmotor auf, der eine Motorwelle 2 aufweist, die eine Zentrifugalkupplung 3 trägt. Die Zentrifugalkupplung 3 ist antriebsmäßig mit einem nicht dargestellten Kettenrad verbunden, über das eine Sägekette mit Schneidzähnen läuft.

Die Zentrifugalkupplung 3 weist ein mit der Motorwelle 2 verbundenes Antriebsglied 4 auf. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, umfaßt das Antriebsglied 4 drei Mitnehmerarme 5, die im gleichen Winkelabstand zueinander umfangsmäßig an dem Antriebsglied 4 vorgesehen sind und sich von diesem radial nach außen erstrecken. Die Zentrifugalkupplung 3 weist außerdem drei Fliehgewichte 6 auf, von denen ein jedes mit einer Ausnehmung 7 versehen ist, die radial verläuft und am radial inneren Ende und an einer Seite offen ist, so daß jeweils ein Mitnehmerarm 5 des Antriebsgliedes 4 lose einstehen kann, um eine Gleitführung des jeweiligen Fliehgewichtes 6 radial gegenüber dem Antriebsglied 4 zu bewirken. Die Fliehgewichte 6 sind jeweils in der Nähe eines äußeren Umfangsendes mit einer querverlaufenden Axialnut 8 versehen, die ebenfalls an einer Seite des jeweiligen Fliehgewichtes 6 offen ist. Eine ringförmig gestaltete Schraubenfeder 9 ist in die Axialnuten 8 der Fliehgewichte 6 eingelegt, um die drei Fliehgewichte 6 radial nach innen vorzuspannen und um ein inneres Ende eines jeden Fliehgewichtes 6 gegen einen der Stufenabschnitte 10 des Antriebsgliedes 4 zu drücken, um die Fliehgewichte 6 in unwirksamer Stellung zu halten.

Deckplatten 11 aus einem Material mit einer relativ großen Masse, beispielsweise aus Stahl, sind an der einen Seite eines jeden Fliehgewichtes 6 durch Schrauben 12 so befestigt, daß jede Ausnehmung 7 und jede Axialnut 8 auf der äußeren Seite der Fliehgewichte 6 jeweils durch eine der Deckplatten 11 verschlossen ist. Jede Deckplatte 11 besitzt eine Form und ein Gewicht, welches angepaßt ist dem Gewicht der Seitenwand eines jeden Fliehgewichtes 6, so daß eine glatte ausgeglichene und ausgewuchtete Drehbewegung der Zentrifugalkupplung 3 erhalten wird.

Die Zentrifugalkupplung 3 weist ein Abtriebsglied 13 auf, welches von der Motorwelle 2 konzentrisch zum Antriebsglied 4 so gelagert wird, daß es sich unabhängig vom Antriebsglied und getrennt von diesem drehen kann. Das Abtriebsglied 13 weist einen zylindrischen Abschnitt 14 auf, der eine innere Umfangsoberfläche besitzt, die in einem vorbestimmten Abstand radial zu einem äußeren Umfangsrand eines jeden Fliehgewichtes 6 verläuft, wenn die Fliehgewichte 6 in Entkupplungsstellung befindlich sind.

Wenn die Motorwelle 2 und mit ihr das Antriebsglied 4 der Zentrifugalkupplung 3 während der Drehung eine vorbestimmte Drehzahl überschreiten, dann werden die drei Fliehgewichte 6 durch die Zentrifugalkräfte veranlaßt, sich längs der jeweiligen Mitnehmerarme 5 nach außen gleitend gegen die Vorspannkraft der Feder 9 zu bewegen und die äußeren Umfangränder der Fliehgewichte 6 werden in Reibungseingriff mit der inneren Umfangsoberfläche des zylindrischen Abschnitts 14 des Abtriebsgliedes 13 gebracht, wodurch die Antriebskraft und Drehbewegung des Antriebsgliedes 4 auf das Abtriebsglied 13 übertragen werden. Dadurch wird das Kettenrad gleichförmig mit dem Abtriebsglied 13 bewegt, um die Kettensäge anzutreiben. Wenn die Drehzahl der Motorwelle 2 oder des Antriebsgliedes 4 der Zentrifugalkupplung 3 unter eine vorbestimmte Drehzahl fällt, dann spannt die Feder 9 die Fliehgewichte 6 radial nach innen vor, so daß letztere von dem inneren Umfang des zylindrischen Abschnitts 14 des Abtriebsgliedes 13 freikommen. So wird die Kraftübertragung vom Antriebsglied 4 nach dem Abtriebsglied 13 unterbrochen und eine Entkupplung bewirkt.


Anspruch[de]
  1. Fliehkraftreibungskupplung für eine Motorkettensäge mit einem Antriebsglied (4), das auf der Motorwelle (2) sitzt und nach außen vorstehende Mitnehmerarme (5) aufweist; mit Fliehgewichten (6), die je eine von außen nach innen verlaufende Ausnehmung (7) aufweisen, mit denen sie in radialer Richtung auf den Mitnehmerarmen (5) gleiten und die auf ihrer Außenumfangsfläche Reibflächen sowie nach der einen Stirnseite hin offene konzentrische Axialnuten (8) für eine als Schraubenfeder (9) ausgebildete Vorspannfeder aufweisen, wobei die Nuten (8) durch Deckplatten (11) abgedeckt sind, die mit achsparallel verlaufenden Befestigungselementen (12) an den Fliehgewichten befestigt sind, und mit einem topfartig ausgebildeten Abtriebsglied (13), das die Fliehgewichte (6) von der den Axialnuten (8) abgewandten Stirnseite mit einem zylindrischen Abschnitt (14) umschließt und deren innere Umfangsfläche als Reibfläche für die Fliehgewichte ausgebildet und mit einer die Antriebswelle (2) umgreifenden Abtriebsnabe verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatten (11) durch Schrauben (12) an den Fliehgewichten (6) festgelegt sind, wobei die Schrauben von der dem Boden des Abtriebsgliedes (13) zugewandten Stirnseite durch die Fliehgewichte (6) hindurchgeführt sind, so daß ihre Köpfe dem Boden des Abtriebsgliedes (13) zugewandt sind.






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