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Dokumentenidentifikation DE3436939C2 05.11.1987
Titel Abdeckung bei der Unterheizung einer Vakuumformmaschine angeordnete Unterheizung einer Vakuumformmaschine
Anmelder Maschinenfabrik Georg Geiß, 8601 Sesslach, DE
Erfinder Geiß, Manfred, Dipl.-Ing., 8601 Sesslach, DE
Vertreter Metzler, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8630 Coburg
DE-Anmeldedatum 09.10.1984
DE-Aktenzeichen 3436939
Offenlegungstag 10.04.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse B29C 51/42
Zusammenfassung Es handelt sich um eine Unterheizung für Vakuumformmaschinen, die - zusammen mit der Oberheizung - vor dem Verformungsvorgang das Ausgangsmaterial, Platten aus Thermoplast, plastifiziert oder teilplastifiziert. Die Unterheizung ist mit Heizstrahlern (10) bestückt. Über den Heizstrahlern (10) ist eine Abdeckung (11) aus einem transparenten wärmefesten Material, z. B. Glaskeramik, angeordnet, so daß nach unten fallendes Kunststoffmaterial nicht auf die Heizstrahler (10) gelangen und dort festbrennen kann. Die Temperatur der Abdeckung (11) ist niedriger als die der Heizstrahler (10), so daß auf die Abdeckung (11) fallendes Kunststoffmaterial leicht von dieser entfernt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine über den Heizstrahlen der Unterheizung einer Vakuumformmaschine angeordnete wärmefeste Abdeckung.

Vakuumformmaschinen dienen zur Herstellung von Formteilen aller Art aus Kunststoff. Dabei wird der Vakuumformmaschine das Ausgangsmaterial, ein Thermosplast, in Form von Folien oder Platten zugeführt, die, um sie unter Vakuum verformen zu können, vor dem Formvorgang durch Wärmeeinwirkung plastifiziert oder teilplastifiziert werden. Hierfür ist eine in die Vakuumformmaschine einfahrbare Heizung vorgesehen, die aus einer Oberheizung und einer Unterheizung besteht, die jeweils mit Heizstrahlern, vorzugsweise Quarz-Hochleistungsstrahlern, ausgerüstet sind. Die Oberheizung erwärmt die Plattenoberseite, während die nach oben strahlende Unterheizung die Unterseite der Platten erwärmt. Durch die Vielzahl der in Ober- und Unterheizung angeordneten Heizstrahler, die einzeln ansteuerbar sind, läßt sich ein bestimmtes und gewünschtes Temperaturfeld einstellen.

Nun besteht jedoch bei der Unterheizung die Gefahr des Hineinfallens von Kunststoffmaterial, sei es durch falsches Einlegen der Kunststoffplatten in die Einspannung, sei es durch Reißen des Ausgangsmaterials, sei es durch Überhitzen usw. Bei Formmaschinen mit automatischem Ablauf des Herstellvorgangs, die durch das Bedienungspersonal nicht ständig überwacht werden, ist diese Gefahr noch größer. Da die Oberflächentemperatur der Heizstrahler etwa 850°C beträgt, brennt in die Unterheizung fallendes Material sofort fest und verschmort, so daß die Unterheizung bald unbrauchbar wird bzw. ein häufiger und kostspieliger Austausch der Heizstrahler notwendig ist.

Um dies zu vermeiden, ist es bekannt, an der Unterheizung eine wärmefeste Abdeckung anzubringen, die aus Maschendraht besteht oder als Gitter ausgebildet ist. Eine derartige Abdeckung hält zwar größere herabfallende Teile ab, kleinere Teile können aber weiterhin auf die Heizstrahler gelangen. Bekannt ist auch, die Unterheizung mit Rohrstrahlern auszurüsten und diese mittels einer Blechabdeckung zu schützen. Hierdurch geht jedoch Heizenergie verloren, die Regelung des Wärme- bzw. Temperaturfeldes ist verhältnismäßig träge und ein synchrones Arbeiten der schnellen und direkten Oberheizung mit der langsamen und indirekten Unterheizung ist nicht oder nur sehr schwer erreichbar.

Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, die Abdeckung der Unterheizung insoweit zu verbessern, daß eine Beeinträchtigung der in der Unterheizung eingebauten Heizstrahler und deren Unbrauchbarwerden durch herabfallendes Kunststoffmaterial vermieden wird, ohne daß eine merkliche Energieeinbuße bzw. ein Abfall der Wärmeenergie der Heizstrahler in Kauf genommen werden muß, so daß deren Vorteile, wie schnelle Temperaturregelung, hohe Aufwärmleistung und exakte Einstellung des Temperaturfeldes erhalten bleiben.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Verwendung eines transparenten Materials für die wärmefeste Abdeckung gelöst.

Bei der in Vakuumformmaschinen eingesetzten Unterheizung, die mit Heizstrahlern bestückt ist, ist also eine über den Heizstrahlern angeordnete wärmefeste Abdeckung angebracht, die aus einem transparenten Material besteht und die Wärmestrahlung der Heizstrahler nahezu verlustfrei hindurchtreten läßt, während sie herabfallendes Material mit absoluter Sicherheit von den Heizstrahlern fernhält.

Als Material für die Abdeckung ist nach einem weiterbildenden Merkmal der Erfindung Glaskeramik vorgesehen.

Da die Temperatur dieser Abdeckung wesentlich niedriger ist als die Temperatur der Heizstrahler, ist die Brandgefahr durch herabfallendes Kunststoffmaterial weitgehend gebannt. Auf die Abdeckung herabfallendes Kunststoffmaterial läßt sich leicht von ihr entfernen. Eine solche aus wärmefestem transparentem Material bestehende Abdeckung sorgt auch für eine gleichmäßige Verteilung der Strahlung, so daß lokale Temperaturspitzen vermieden werden. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Unterheizung näher an die zu erwärmende Kunststoffplatte herangebracht werden kann, wodurch Wärmeverluste weiter verringert werden können.

Der Gegenstand der Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der Zeichnung erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf die Unterheizung, abgebrochen dargestellt, und

Fig. 2 einen Schnitt durch die Unterheizung gemäß Schnittlinie II-II in Fig. 1, in vergrößerter abgebrochener Darstellung.

Die in den beiden Figuren gezeigte Unterheizung für Vakuumformmaschinen weist ein Heizungsgehäuse 1 auf, das im wesentlichen aus einer Vorderwand 2, einer Hinterwand 3 und zwei Seitenwänden 4 und 5 besteht. An der Innenseite der Vorderwand 2 ist eine im Querschnitt L-förmig ausgebildete leistenförmige Abstützung 6 angeordnet, deren waagerecht liegender Schenkel 7 ins Innere des Heizungsgehäuses 1 ragt. Die Hinterwand 3 ist, wie deutlich in Fig. 2 zu erkennen ist, im Querschnitt L-förmig gestaltet, wobei der waagerecht liegende Schenkel 8 auf derselben Höhe wie der Schenkel 7 der Abstützung 6 liegt. Auch dieser Schenkel 8 ragt ins Innere des Heizungsgehäuses 1. Die beiden Schenkel 7 und 8 stützen einen Träger 9 ab, der Heizstrahler 10 aufnimmt und hält. Die Heizstrahler 10 sind Quarz-Hochleistungsstrahler und jeweils einzeln ansteuerbar, so daß die jeweils von ihnen abgegebene Wärmeenergie feinstufig regelbar und einstellbar ist und aufgrund ihrer Vielzahl ein bestimmtes und gewünschtes Temperaturfeld reproduzierbar eingestellt werden kann.

Über den Heizstrahlern 10, mit geringem Abstand zu diesen, ist eine horizontal ausgerichtete Abdeckung 11 angeordnet, die aus einem transparenten wärmefesten Material besteht, das die Wärmestrahlen weitgehend verlustfrei durchläßt. Dieses wärmefeste Material ist Glaskeramik. Zur Halterung und Abstützung der Abdeckung 11 sind am Heizungsgehäuse 1 Stützleisten 12 und 13 befestigt, die im Querschnitt L-förmig (Stützleiste 12) oder T-förmig (Stützleiste 13) gestaltet sind und deren horizontal liegender Schenkel 14 bzw. 15 geringfügig ins Innere des Heizungsgehäuses 1 ragt. Je nach Größe der Unterheizung kann die gesamte Abdeckung 11 aus einer Platte bestehen. Insbesondere bei größeren Heizungen sind jedoch mehrere die Abdeckung 11 bildende Platten 16 vorgesehen, die in derselben Horizontalebene liegen und aneinanderstoßen. Hierbei sind zur Abstützung der Platten 16 Stützleisten 17, je nach Anzahl der abzustützenden Platten 16, vorgesehen. Die Abdeckung 11 bzw. die Abdeckplatten 16 ist bzw. sind lose auf den Stützleisten 13, 14 und 17 abgestützt, so daß sie ohne weiteres abnehmbar und gegen andere Abdeckplatten 16 austauschbar sind.

An der Außenseite der Hinterwand 3 des Heizungsgehäuses 1 ist ein beidseitig abgekantetes Blech 18 angeordnet, das als Abdeckung für die nicht gezeigte Verdrahtung und Leitungszuführung für die Heizstrahler 10 dient. Weiterhin sind noch Halterungen 19 vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verwendung eines transparenten Materials für eine über den Heizstrahlern der Unterheizung einer Vakuumformmaschine angeordnete wärmefeste Abdeckung.
  2. 2. Abdeckung zur Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material aus Glaskeramik besteht.






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