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Dokumentenidentifikation DE3103011C2 26.11.1987
Titel Magnetischer Löschkopf
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP;
Canon Denshi K.K., Chichibu, Saitama, JP
Erfinder Kato, Minoru, Chichibu, Saitama, JP
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 6200 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Kramer, R., Dipl.-Ing., 8000 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 6200 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 29.01.1981
DE-Aktenzeichen 3103011
Offenlegungstag 10.12.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.11.1987
IPC-Hauptklasse G11B 5/265
Zusammenfassung Der Magnetkopf (11) besitzt mehrere Kernelemente (11, 13; 14), die angrenzend zueinander angeordnet sind, um einen magnetischen Kreis zu bilden, wobei eines der Magnetelemente mit einer Einkerbung versehen ist, die tiefer ist als das andere Element, um eine Sättigung und ein Streuen des magnetischen Flusses zu verhindern. Eines der Kernelemente ist mit einer Einkerbung versehen, die tiefer als das seitliche Ende der dem Magnetband gegenüberliegenden Spule (12), sogar bis zur Mitte der Spule hin ausgebildet ist, um Verzerrungen herabzusetzen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen magnetischen Löschkopf der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art.

Die sogenannte Philips-Typ-Bandkassette besitzt drei größere Öffnungen, die in erster Linie zum Einführen von Magnetköpfen oder Andrückrollen dienen, und zwei kleinere Öffnungen zum Einführen von Sensoren oder dergleichen. In neueren hochentwickelten Bandgeräten jedoch, die beispielsweise mit Doppel- Kapstanwellen und automatischen Rückkehrfunktionen ausgestattet sind, muß der Löschkopf in eine der kleineren Öffnungen eingeführt werden. Aus diesem Grund wurde ein Magnetkopf verwendet, der in dem Bandberührungsabschnitt mit einem vorspringenden Teil ausgebildet war. Es sei dieses anhand der Fig. 1A bis 1C im einzelnen erörtert.

Fig. 1A zeigt in Schrägansicht das Innere eines herkömmlichen magnetischen Löschkopfs für die erwähnte kleinere Öffnung. Bei dieser Anordnung sind ein Löschkopfelement 7, das aus einem ersten, eine Spule 2 tragenden Kernelement 1 als dem inneren Kernelement und daran beidseits angrenzenden weiteren Kernelementen 3 und 4 als den äußeren Kernelementen (wodurch Magnetluftspalte 5a und 5b gebildet werden) besteht, und ein Block 6 auf einem Anschlüsse 9a und 9b aufweisenden Halter 10 montiert. An den Anschlüssen sind Drähte 8a und 8b der Spule 2 angeschlossen.

Fig. 1B zeigt die Seitenansicht des Löschkopfelementes 7 in Richtung des Pfeils A in Fig. 1A, während Fig. 1C die Ansicht des Elements von unten in Richtung des Pfeils B in Fig. 1B darstellt. Das Kopfelement 7 muß extrem kompakt ausgebildet werden, damit es in die kleinere Öffnung der Kassette einführbar ist. Die Querabmessung W des vorstehenden Kerns muß in der in Fig. 1A angedeuteten Weise beschränkt werden, was mit verminderten Querschnitten des inneren Kernelements 1 und der äußeren Kernelemente 3 und 4 einhergeht. Derart verminderte Querschnitte der Kernelements führen zu einer magnetischen Sättigung des resultierenden magnetischen Kreises, wenn auf die Spule 2 ein starker Strom gegeben wird.

Aus diesem Grund wird in dem bekannten Löschkopf die Höhe T2 des Kerns größer gewählt als die Spurbreite T1, um den Querschnitt des magnetischen Kreises zu vergrößern, und der Bandlauffläche des inneren Kernelements 1 und der äußeren Kernelemente 3 und 4 ist teilweise mit einer Einkerbung oder Ausnehmung versehen, um der Spurbreite Rechnung zu tragen.

Die Einkerbung 6a ist mit einem plattenförmigen nichtmagnetischen Block 6 ausgefüllt. Die in den Fig. 1A bis 1C dargestellte Anordnung ist jedoch noch insofern nachteilig, als sie einen magnetischen Streufluß zwischen den Kernelementen hervorruft, wenn die Flußdichte um die Magnetluftspalte ansteigt, was zu einer verstärkten Verzerrung führt, wie noch erläutert wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Magnetkopf anzugeben, bei dem die Streuung des magnetischen Flusses in der Nähe des Bandberührungsabschnitts des magnetischen Kreises und resultierende Verzerrungen verringert sind.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die weiteren Figuren der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt

Fig. 2A eine Schrägansicht eines ersten magnetischen Löschkopfes gemäß der Erfindung,

Fig. 2B eine Seitenansicht des in Fig. 2A dargestellten Löschkopfelements in Richtung des Pfeiles A,

Fig. 3A eine Schrägansicht eines zweiten Löschkopfs gemäß der Erfindung,

Fig. 3B eine Seitenansicht des in Fig. 3A gezeigten Kopfelements in Richtung des Pfeils A,

Fig. 4 eine Ansicht beider Löschkopfelemente von unten je in Richtung der Pfeile B in Fig. 2B und 3B,

Fig. 5A bis 5C Seitenansichten verschiedener Löschkopfelemente zu Vergleichszwecken und

Fig. 6 die zugehörigen Klirrfaktorverläufe.

In den Fig. 2A und 3A ist ein inneres Kernelement 11 aus einem Material hoher magnetischer Permeabilität, beispielsweise aus einem Ferrit oder aus einem im japanischen Sprachraum unter der Bezeichnung "Sendust" bekannten Material (Legierung aus ca. 9,5% Si, 5,5% Al, Rest Fe), mit einer Spule 12 versehen und liegt zwischen zwei äußeren Kernelementen 13 (Fig. 2) oder 14 (Fig. 3), die ebenfalls aus einem Material hoher magnetischer Permeabilität bestehen. Die drei Kernelemente bilden einen oder mehrere Magnetluftspalt(e) 15a und/ oder 15b, die in Gleitberührung mit einem nicht dargestellten Magnetband gehalten werden, um die auf dem Band aufgezeichnete Information zu löschen.

Die äußeren Kernelemente 13 oder 14 sind mit Einkerbungen 13a bzw. 14a ausgestattet. Diese sind im Falle der Kernelemente 13 derart ausgestattet, daß sich die Abmessungen der Elemente 13 in Richtung der Spurbreite nach und nach von T1 auf T2 (vgl. Fig. 1A) in Richtung der Einkerbungstiefe ändern. Im Falle der Kernelemente 14 haben die Einkerbungen 14a eine Form wie die Einkerbungen 6a gemäß Fig. 1A, sind jedoch tiefer als jene. Die Einkerbungen sind bevorzugt tiefer ausgebildet als das der Bandlauffläche zugekehrte Ende der Spule 12 (dargestellter Fall). In jedem Fall reichen sie aber höchstens bis etwa zur Längsmitte der Spule. Die Einkerbungen 13a und 14a sind mit einem nichtmagnetischen Block 16a bzw. 16b ausgefüllt. Das innere Kernelement 11, die Spule 12, die äußeren Kernelemente 13 (oder 14) und der Block 16a (oder 16b) werden zu einem Löschkopfelement 17 (oder 18) zusammengebaut, das teilweise in einer Ausnehmung 20b (oder 20a) eines Halters 20 mit Anschlüssen 19a und 19b gelagert ist, so daß es einen in Richtung auf das (nicht dargestellte) Magnetband vorspringenden Abschnitt darstellt. Die Drähte 12a und 12b der Spule 12 sind beispielsweise durch Löten mit den Anschlüssen 19a und 19b verbunden. Der so aufgebaute Löschkopf kann in Gleitkontakt mit dem Magnetband gehalten werden, indem der vorspringende Abschnitt in eine kleinere Öffnung der Bandkassette eingeführt wird.

Fig. 4 zeigt die Löschkopfelemente der Fig. 2B und 3B von unten. Diese Ansicht ist in beiden Fällen gleich, und der Block 16a oder 16b tritt je als U-förmige Fläche (schraffiert) in Erscheinung.

Fig. 5A bis 5C zeigen verschiedene Löschkopfelemente zu Vergleichszwecken. Dabei zeigt Fig. 5A das Löschkopfelement 21 eines herkömmlichen Löschkopfs entsprechend Fig. 1B. Fig. 5B zeigt ein Löschkopfelement 22 entsprechend Fig. 2 oder 3 (mit ausgezogen dargestellten Einkerbungen 13a bzw. mit gestrichelt angedeuteten Einkerbungen 14a). Die Länge der Spule 2 sei L und die Länge der Einkerbung sei l, gemessen von der Bandberührungsseite der Spule 12. Das Löschkopfelement 22 genügt der Beziehung lL/2 (was die ungefähre Mitte der Spule einschließt). Fig. 5C zeigt ein Kopfelement 23, das dem Kopfelement 22 entspricht, bei dem aber l > L/2 ist.

Fig. 6 zeigt den Klirrfaktor der Löschkopfelemente 21-23 gemäß den Fig. 5A bis 5C. Dabei gehört zu dem Löschkopfelement 22, das der Bedingung lL/2 genügt, die Klirrfaktor- Kurve 22a. Diese Kurve verdeutlicht einen geringeren Klirrfaktor als ihn das bekannte Kopfelement 21 gemäß Fig. 5A aufweist, was durch die Kurve 21a dargestellt ist, oder als ihn das Löschkopfelement 23 gemäß Fig. 5C aufweist, was durch die Kurve 23a dargestellt ist.

Man sieht also, daß die vorliegende Erfindung ein Herabsetzen des magnetischen Streuflusses zwischen den Kernelementen und der Verzerrung lediglich durch Ändern der Gestalt der äußeren Kernelemente und somit ohne Beeinflussung der Herstellungskosten des Löschkopfs ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Magnetischer Löschkopf mit einem ersten, eine Spule tragenden permeablen Magnetkernelement, und mit hieran angrenzenden weiteren Magnetkernelementen, die mit dem inneren Kernelement einen Magnetkreis bilden, in dem an der Bandlauffläche vorgesehene Löschspalte (15a, 15b) liegen, wobei jedes Kernelement mit einer die Löschspurbreite begrenzenden Einkerbung auf einem Teil seiner die Bandlauffläche definierenden Stirnseite versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einkerung (13a,14a) wenigstens eines der weiteren Kernelemente (13, 14), gemessen von der Bandlauffläche aus, im vergleich zu der des ersten Kernelementes (11) tiefer ist, höchstens aber um so viel tiefer, daß sie etwa die Mitte der Spule erreicht.
  2. 2. Löschkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einkerbung (13a, 14a) mindestens um so viel tiefer ist, daß sie die Spule (12) teilweise freilegt.
  3. 3. Löschkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Einkerbung (13a, 14a) mit zunehmendem Abstand von der Löschspur gesehen in Löschspaltrichtung zunimmt.
  4. 4. Löschkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einkerbungen (13a, 14a) mit einem nichtmagnetischen Material gefüllt sind.
  5. 5. Löschkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide weitere Magnetkernelemente (13, 14) mit tieferen Einkerbungen versehen sind als das erste Magnetkernelement (11).






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