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Dokumentenidentifikation DE3617035A1 26.11.1987
Titel Mechanischer Totmannschalter zum Sandstrahlen, mit zusätzlich pneumatisch-mechanisch gesteuerter Sicherheitseinrichtung
Anmelder Weinem, Hannelore, 2940 Wilhelmshaven, DE
Erfinder Weinem, Hannelore, 2940 Wilhelmshaven, DE
DE-Anmeldedatum 21.05.1986
DE-Aktenzeichen 3617035
Offenlegungstag 26.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.11.1987
IPC-Hauptklasse B24C 5/02
IPC-Nebenklasse B24C 7/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, welche es erlaubt, im Ernstfall den Austritt von Hochgeschwindigkeitspartikeln aus einer Strahlpistole innerhalb von 0,5 Sekunden zu unterbinden.

Alle bisher bekannten sogenannten Totmannschalter oder Totmannschaltersysteme schalten entweder elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch das Gesamtsystem ab und lassen dann die Gesamtluftmenge des Druckkessels und/oder des Schlauches (bis zu 200 Meter und mehr) über die Strahldüse entweichen. Somit kann keines dieser Systeme die vom Gesetzgeber seit dem 1. 1. 1986 geforderten Zeiten von 3 Sekunden Nachstrahlzeit einhalten. Die Nachstrahlzeiten vorhandener Systeme belaufen sich zwischen 15 und 80 Sekunden.

Lediglich ein Hersteller löst dieses Problem durch die Zerstörung des Strahlschlauches (Fallbeil) und beschwört dadurch ebenso hohe Gefahren herauf.

Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren bzw. die Vorrichtung so zu entwickeln, daß die vom Gesetzgeber geforderten Nachstrahlzeiten nach Loslassen des Totmannschalters auf weit unter 3 Sekunden, zerstörungsfrei, zu drücken. Dieses ist nach vielen Pilotprojekten gelungen. Die Ausschaltzeit liegt weit unterhalb einer Sekunde.

Nach Loslassen des Spannhebels (7) wird durch die Zugfeder (5) die Verschlußklappe (2) mit großer Kraft innerhalb von 0,5 Sekunden geschlossen. Die Kräfte werden durch den Hebelarm (2a) von der gummierten Stahlplatte (3) und dem mittig angebrachten Stahllager (6) aufgenommen, so daß kein Strahlgut mehr aus der Strahldüse (17) austreten kann.

Der Bügel (11) wurde so optimiert, daß dieser in jeder Stellung leicht im Zuglager (8) und im Drucklager (9) abgerollt werden kann, damit der Sandstrahler den Gegendruck des Hebels kaum noch spürt.

In der Schutzabdeckung (16) am Ende des Hebels (7) ist ein Permanentmagnet (15) eingelassen, welcher Bruchteile von Sekunden nach Loslassen des Hebels (7) einen in Gummi vulkanisierten, mit einem zusätzlichen inneren mechanischen Schutz versehenen Doppelreedschalter (12) über die Signalleitung (13) die Gesamtsteuerluft und somit auch die für die "Druckentlastungseinheit" (Zeichnung II) abschaltet.

Der Schaltmagnet ist durch einen Eisenstaubabweiser geschützt (Hut aus Gummi), damit sich hieran keine Eisenpartikel festsetzen können.

Nach Abfallen der Steuerluft wird der Zugzylinder II (4) entspannt und der Umlenkblock II (1) durch eine starke Feder II (5) in die Nullstellung gebracht, so daß die Zuführung des Strahlgutes vom Druckkessel von II (2) über II (1a) zur Strahldüse nicht mehr erfolgen kann. Beide unter Druck befindlichen Seiten, sowohl die des Druckkessels II (2) als auch die der Strahlpistole II (3) können sich spontan über die Umleitung II (1b) in Richtung II (11) entspannen und das Gesamtsystem von Strahlpartikeln befreien, so daß bei einem erneuten Strahlbeginn das Gesamtsystem stets sauber ist.

Beide Ausgänge II (11) gehen zu dem Einfülltrichter oberhalb des Druckkessels. Hierdurch wird erreicht, daß der Arbeitsplatz sauber bleibt, der Arbeitsschutz gewährleistet ist und Strahlgut eingespart wird.

Alle Rohrführungen sind in Strahlrichtung ca. 2 mm größer, um einen möglichst geringen Verschleiß zu haben. Es zeigt

Zeichnung I Funktionsdarstellung der mechanischen Schnellverschluß-Sandstrahlpistole,

Zeichnung II Funktionsdarstellung der pneumatisch-mechanischen Druckentlastungseinheit.


Anspruch[de]
  1. 1. Mechanischer Totmannschalter zum Sandstrahlen mit zusätzlich pneumatisch-mechanisch gesteuerter Sicherheitseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappe (2) der Sandstrahlpistole beim Loslassen des Spannhebels (7) durch die Zugfeder (5), mit großer Kraft innerhalb von 0,5 sec. geschlossen ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebelarm so konstruiert ist, daß die gummibeschichtete Stahlplatte (4) und dem Lager (6) aufgenommen werden und somit kein Strahlgut aus der Strahldüse (17) mehr austreten kann.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (11) so optimiert wurde, daß dieser in jeder Stellung leicht im Zuglager (8) über das Drucklager (9) abrollt, damit der Betätiger den Gegendruck des Hebels kaum mehr spürt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schutzabdeckung (16) am Ende des Hebels (7) ein Permanentmagnet (15) eingelassen wurde.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Magnet (15) durch einen Eisenstaubabweiser (14), aus Gummi geschützt, einen Doppelreedschalter (12) betätigt, um über die Signalleitung (13), die Steuerluft des Gesamtsystems und somit auch die, die für die "Druckentlastungseinheit" (Zeichnung II) abschaltet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß, bevor die Strahlpistole mechanisch verschlossen ist, der Zugzylinder II (4) (nicht eingezeichnet) entspannt und der Umlenkblock II (1) durch eine starke Feder II (5) in die Nullstellung gebracht wird, so daß die Zuführung des Strahlgutes II (2) über II (1a) zur Strahldüse nicht mehr erfolgen kann.
  7. 7. Verfahren nach o. g. Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß sich beide Enden, sowohl das des Druckkessels II (2) als auch das Schlauchende zur Strahlpistole II (3) sich spontan über II (1b) in Richtung II (11) entspannen können und das Gesamtsystem von Strahlpartikeln befreien.
  8. 8. Verfahren nach o. g. Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß beide Ausgänge II (11) zurück zum Einfülltrichter des Druckkessels geführt werden um Strahlgut zu sparen, einen kontinuerlichen Fluß zu haben und einen sauberen, gutgeschützten Arbeitsplatz zu behalten.






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