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Dokumentenidentifikation DE3617545A1 26.11.1987
Titel Vorrichtung für Weinbergpfähle
Anmelder Schmolz & Bickenbach, 4000 Düsseldorf, DE
Erfinder Schreiber, Hans, 5650 Solingen, DE
Vertreter Kinkelin, U., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7032 Sindelfingen
DE-Anmeldedatum 24.05.1986
DE-Aktenzeichen 3617545
Offenlegungstag 26.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.11.1987
IPC-Hauptklasse A01G 17/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Solche Weinbergpfähle können aus Holz bestehen. Sind sie aus Nadelhölzern, dann sind sie entsprechend den Jahresringen rund und haben einen Durchmesserbereich, der schwerpunktmäßig bei 60-80 mm liegt. Ist das verwendete Holz Akazienholz, dann wird es normalerweise in einem Sägegatter viereckig gesägt und die dann entstehenden Ebenen haben einen Radius von unendlich.

Es gibt auch stranggepreßten Kunststoff, der nagelbar oder schraubbar ist. Dieser wird aufgeschäumt, wobei in der Mitte die Poren am größten sind, in der charakteristischen Abmessung nach außen hin immer kleiner werden und ganz außen sogar eine geschlossene Haut bilden. Von außen sieht ein solcher Pfahl aus wie wenn er aus Holz wäre. Nicht nagelbar im Sinne der Erfindung sind solche aus Kunststoff stranggepreßten Weinbergpfähle, die die Gestalt eines Rohres haben, wobei die Rohrwandung massiv ist. Mit gewerblichem Erfolg kann man diese Kunststoffweinbergpfähle weder nageln noch schrauben.

Traubenvollerntemaschinen setzen sich immer mehr durch, da auch dann kaum jemand im Weinberg Trauben lesen will, wenn hohe Zahlen nicht Beschäftigter gemeldet werden. Traubenvollerntemaschinen fahren über eine Weinbergzeile hinweg, die mitten durchlaufen wird. Im Innern der Maschinen befindet sich ein Schlagwerk, bestehend aus oszillierenden Stöcken, die mehrere Dezimeter lang sind, einen Durchmesser von einigen Zentimetern haben und mit Hartgummi ummantelt sind. Die Schlagfrequenz liegt im Dezi-Hertz-Bereich. Durch die Schläge wird erreicht, daß Trauben sich von ihrem Stiel trennen und nach unten fallen. Ferner befinden sich im Innern der Maschinen auch starke Gebläse, die mitherabfallendes Laub herausblasen, so daß man am Schluß nur noch die Trauben hat. Es entstehen also Oszillationen erheblicher Frequenz. Kommt man in die Resonanzbereiche, dann können sich die Amplituden der Spanndrähte samt der angebundenen Reben aufschaukeln.

Zusätzliche Erschütterungen können eingebracht werden, wenn man mit den wahre Ungetüme darstellenden Traubenvollerntern wegen Fahrfehlern z. B. gegen einen Pfahl stößt, die Weinbergzeile nicht genau in der Mitte hat od. dgl.

Weinbergpfähle aus Holz haben die Eigenschaft, Schwingungen am besten zu dämpfen. Bekanntlich werden ja auch heute noch im Zeitalter von Metallstativen der Landvermessung dienende Instrumente auf Holzstative gestellt. Weinbergpfähle haben wegen ihrer runden Gestalt in bezug auf die Schlagwerke von Traubenvollerntemaschinen Vorteile, denn die runde Gestalt und die Elastizität und Weichheit des Holzes schonen die Schlagwerke. Trotzdem kann man bis heute Traubenvollerntemaschinen nicht oder nur mit äußerster Vorsicht über Weinbergzeilen laufen lassen, deren Weinbergpfähle aus Holz sind. Die Drähte werden nämlich an solchen hölzernen Weinbergpfählen durch Krampen befestigt. Im richtigen Zustand ist der Krampen zwar eingeschlagen, gestattet jedoch, daß der Draht sich in ihm längs bewegen kann, was notwendig ist, wenn man die Drähte spannen will. Würde der Krampen den Draht am Holz festklemmen, dann würde nicht der Draht gespannt. Vielmehr würden dann die Weinbergpfähle umgezogen. Steht nun der Krampen anfangs richtig und der Winzer hat nicht von vornherein schon den Fehler begangen, den Krampen zu weit einzuschlagen, dann kann ein Traubenvollernter in zweierlei Richtung Schaden anrichten:

  • a) Er kann mit seinem Schlagwerk den Krampen noch tiefer einschlagen. Dann klemmt der Draht zwischen Krampen und Weinbergpfahl.
  • b) Der Krampen wird herausgeschlagen. Dieser Fall tritt noch öfter auf. Es gelangt dann der Krampen zwischen die Trauben und kann vom Gebläse nicht mehr herausgeblasen werden. Solche Krampen können bei den nachfolgenden Arbeitsgängen verheerende Folgen haben. Für die Zeile bedeutet dies, daß der Draht nunmehr keine Führung hat, durchhängt und wegen ggf. noch größerer aufgeschaukelter Oszillationen schwingt, bis er reißt. Auch kann es dann sein, daß die Triebe des Weinstocks nicht mehr an den Drähten angebunden bleiben.


Außerdem ist nachteilig, daß die Kreuzung zwischen Krampen und Draht für beide praktisch eine Punktbelastung darstellen. Außerdem muß der Krampen exakt dort eingeschlagen werden, wo der Draht verlaufen soll, was dann schlecht ist, wenn sich gerade dort ein Ast befindet. Ein Krampen ist auch nicht in der Lage, die Steifigkeit eines Weinbergpfahls zusätzlich zu erhöhen. Schließlich verhindert ein Krampen absolut daß die Drähte umgehängt werden können. Dies ist in der Laubzone unbedingt notwendig, weil dort der Weinstock nach oben wächst. Wie breit die Laubzone ist, hängt auch von den Sorten des Weinstocks ab. Meistens liegt sie in den obersten 50-60 cm der Pfähle. Solche Pfähle sind ja etwa 220 bis 270 cm lang und werden zwischen 50 cm und 100 cm tief in den Boden eingelassen.

Bei einem Weinbergpfahl von oben heruntergerechnet kommen in einem Abstand von etwa 60 cm der Biegedraht und in einem Abstand von etwa 100 cm der Heftdraht.

An sich hätte man gerne im Laubdrahtbereich jeweils zwei auf gleicher Höhe liegende Laubdrahtpaare. Man hat jedoch bislang dort immer nur auf einer Seite Krampen eingeschlagen, so daß weniger Drähte zur Verfügung standen. Außerdem wird der Pfahl hierdurch nach einer Seite hin unsymmetrisch belastet.

Die Krampen muß man unbedingt erst im Weinberg einschlagen denn würde man sie schon vorher einschlagen, dann müßte man ja das Drahtende durch sie hindurchfädeln. Außerdem werden die Weinbergpfähle auf einem Lastwagen wie Schüttgut behandelt und die Krampen würden dann krumm.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung anzugeben, die diese Nachteile beseitigt, aber die Vorteile des Holzpfahls beibehält. Insbesondere soll die Vorrichtung bei Holzpfählen und diesen gleichwertigen nagel- oder schraubbaren Pfählen wahlweise im Weinberg nachträglich angebracht werden können oder aber auch schon mit den Weinbergpfählen konfektioniert geliefert werden können. Es sollen die Forderungen berücksichtigt werden, die sich aus der Verwendung von Traubenvollerntern ergeben. Die Herstellung soll einfach sein. Die Anbringung muß ohne Bedienungsanleitung verständlich sein und auch von sehr unqualifizierten Hilfskräften durchgeführt werden können. Die Vorrichtung muß mit Holz verträglich sein. Sie muß vom Landschaftsschutz aus gesehen das Auge nicht beleidigen. Sie soll Laubdrahtpaare ermöglichen und deren Umhängen auf einfache Weise möglich machen. Die Herstellung soll nur einfache Rollensätze voraussetzen und soll - zumindest in den Außenradien - die Verwendung von Rollen großer Radien gestatten. Die Vorrichtung soll sowohl an den im wesentlichen kreiszylindrischen Weinbergpfählen als auch an den viereckig geschnittenen Weinbergpfählen verwendbar sein. Die Lösung soll sich sowohl für das Schrauben als auch das Nageln eignen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die aus dem kennzeichnenden Teil ersichtlichen Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.

Eine solche Profilleiste versteift zusätzlich den Weinbergpfahl. Wenn die Verzinkung Patina angesetzt hat, dann fällt sie gegenüber der Farbe des Weinbergpfahls nahezu nicht auf. Sehr viele Kunststoffpfähle sind ja einfach an ihrer sich sehr abhebenden Farbe gescheitert, die den Anblick von Weinbaugebieten zerstückeln. Die Breite der Profilleiste ergibt zwei genügend weit auseinanderliegende Aufstandsflächen, so daß sie nicht kippeln kann. Innerhalb dieser Breite brauchen die Rollenwerkzeuge noch nicht filigran zu sein, die Rollen selbst können relativ groß sein, das Material bleibt genügend schmal, so daß die Weinbergpfähle nicht etwa wie gepanzert aussehen. Das Material wird auch genügend sparsam verwendet. Ist die Profilleiste genügend schmal, dann genügt auch eine einreihige Vernagelung bezw. Verschraubung. Es gelingt ohne weiteres, die Profilleisten genügend steif zu machen so daß sie sich später, z. B. beim Transport od. dgl., nicht bleibend deformieren, was bei zu schmalen Profilleisten der Fall wäre. Man macht sich teilweise die Erkenntnisse aus der DE-PS 25 60 090 hinsichtlich der Einhängevorrichtungen zunutze. Man kann die Profilleiste links herum oder rechts herum befestigen und braucht nicht auf oben oder unten zu achten. Die sanften Radien kommen sowohl den Schlagwerken als auch den Rollensätzen bei der Herstellung zugute. Wenn jede Rinne eine Anlagefläche hat, dann haben die Anlageflächen einen großen Abstand. Durch die Vielzahl der Durchgangslöcher kann man dann auch befestigen, wenn unter einem oder mehreren der Durchgangslöcher ein Ast ist, so daß die Lage der Einhängevorrichtungen unabhängig von den Ästen bleiben kann.

Durch die Merkmale des Anspruchs 2 schützt man nicht nur die Profilleiste. Vielmehr wird bei dieser Art der Verzinkung automatisch Zink auf die Schnittstellen übertragen, so daß auch diese geschützt sind. Vor allem gleicht sich diese Art der Verzinkung durch Patinabildung besonders schnell und gut an das Holz an. Eine solche Verzinkung hat auch eine überall glatte Oberfläche. Bei Feuerverzinkung kommt es ja bekanntlich ab und zu vor, daß Pickel, ja sogar richtige Kegel stehenbleiben, die für den Gummi der Schlagwerke eine Punktbelastung darstellen.

Durch die Merkmale des Anspruchs 3 wird die Profilleiste weder zu dünn noch zu massiv. Mit mindestens dreimal 1 mm Tragefläche werden die Drähte vergleichsweise großflächig abgestützt. Die Rollensätze müssen nicht zuviel Arbeit verrichten. Soweit die Weinbergpfähle sanfte Dellen haben kann sich die Profilleiste bei Materialstärken dieser Art den Dellen trotzdem anpassen.

Die Merkmale gemäß dem Anspruch 4 erleichtern die Fertigung, erleichtern die automatische Anbringung der Vorrichtungen an den Weinbergstäben, weil dann das Werkzeug einfach sein kann und man muß die Profilleisten nicht nach links oder rechts sortieren.

Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 5 liegen die Anlageflächen genügend weit, aber nicht zu weit auseinander.

Ein bevorzugter Bereich ergibt sich aus dem Anspruch 6.

Gemäß dem Anspruch 7 gibt nicht nur der U-förmige Querschnitt des Mittenbereichs Steifigkeit her. Vielmehr gewinnt man durch zwei weitere U-Profile zusätzliche Steifigkeit in der anderen Richtung, so daß grob gesagt die Rinnen in Richtung tangential zum Weinbergpfahl und der Mittenbereich der Profile senkrecht zum Weinbergpfahl versteift. Wenn die Außenflächenbereiche der Streifen die Anlagefläche bilden, dann werden die Streifen nicht in das Holz hineingepreßt. Dies wäre insofern sehr schlecht, als ja dann die zunächst vorhanden gewesene Vorspannung im Nagel oder der Schraube ganz oder vielleicht sogar teilweise nachlassen würde, so daß der Kopf des Nagels oder der Schraube die Vorrichtung nicht mehr gegen den Weinbergpfahl ziehen würde. Dabei muß ja berücksichtigt werden, daß diese Vorspannung auf die Dauer und nicht etwa nur über eine Ernte hinweg aufrechterhalten wird. Natürlich trägt auch die Einfederbarkeit der Rinnen - zusammen mit der Einfederbarkeit des Mittenbereichs - zur Erzeugung einer kaum zu unterschreitenden Vorspannung bei.

Durch die Merkmale des Anspruchs 8 bilden die Streifen auf jeden Fall eine Tangente für solche Fälle, in denen der Radius zylindrischer Weinbergpfähle vorliegt. Je dünner der Pfahl ist, desto näher liegen dann auch die Anlageflächen.

Bei einem gesägten Weinbergpfahl ebener Anlageflächen liegt dann die Anlagefläche der Streifen am weitesten außen, aber immer noch wegen des dort sanften Radius sehr großflächig.

Mit den Merkmalen des Anspruchs 9 deckt man optimal die üblicherweise zwischen 60 und 80 mm liegenden Radien der Holzpfähle ab.

Die Merkmale gemäß Anspruch 10 erleichtern die Herstellung und senken den Materialverbrauch.

Durch die Merkmale des Anspruchs 11 erreicht man, daß zumindest in Teilbereichen des Umfangs der Durchgangslöcher dieser Rand nach innen verschoben wird, so daß die Durchgangslöcher dort wie eingesenkt aussehen, wodurch die Nägel oder Schrauben besser geführt werden und der Abstand zum Nagelschaft bzw. Schraubenschaft kleiner wird.

Die Merkmale des Anspruchs 13 gestatten ein symmetrisches, gleichmäßiges Nageln oder Schrauben, was sowohl im Handbetrieb als auch bei maschineller vollautomatischer Befestigung zu Erleichterungen führt.

Außerdem wird dann die Leiste symmetrisch gehalten. Man hat dann auch den optimalen Federweg der Profilleiste. Beim eventuellen Herausziehen von Nägeln kann man besser ansetzen, und wenn man beim Einschlagen daneben schlägt, trifft dies auf eine große, relativ hoch belastbare Fläche. Dies alles hätte man nicht, wenn man die Durchgangslöcher im Bereich der Rinnen vorsehen würde.

Durch die Merkmale des Anspruchs 14 erreicht man daß die Nägel bzw. Schrauben vertretbar wenig auf Biegung beansprucht werden.

Einen optimalen Bereich ergeben die Merkmale des Anspruchs 15.

Durch die Merkmale des Anspruchs 16 braucht man vor Ort die Profilleisten nicht abzusägen, um sie nur dort einzusetzen, wo sie am Weinbergpfahl lediglich verwendet werden. Es ist dann also nicht notwendig, die Profilleiste auf der ganzen Länge des Weinbergpfahls zu verwenden.

Mit Längen gemäß dem Anspruch 17 deckt man den Laubdrahtbereich bei allen vorkommenden Sorten ab.

Für manche, dem Winzer bekannte Sorten reichen Längen gemäß dem Anspruch 18.

Für wiederum andere Sorten und Pfahllängen reichen Längen gemäß dem Anspruch 19.

Gemäß dem Anspruch 20 können die Weinbergpfähle auch mit einer solchen Vorrichtung konfektioniert werden. Am besten befestigt hier der Weinbergpfahlhersteller die Profilleisten vor der Auslieferung. Das gleiche wäre natürlich auch bei Genossenschaften, größeren Weingütern od. dgl. möglich.

Durch die Merkmale des Anspruchs 21 wird der Weinbergpfahl gleichmäßig belastet und versteift. Man kann z. B. Laubdrahtpaare statt einzelner Laubdrähte verwenden, was der Gestaltung des Weinstocks zugute kommt.

Durch die Merkmale des Anspruchs 22 macht man sich die Vorteile der Umhängbarkeit im Laubbereich zunütze.

Durch die Merkmale des Anspruchs 23 braucht man für die Biegedrähte und die Heftdrähte nicht die gesonderte Befestigungsmethode des Krampeneinschlagens verwenden. Die Biegedrähte bzw. Heftdrähte werden ja - zumindest bislang - nur als einzelne Drähte und nicht als Drahtpaare vorgesehen.

Hinsichtlich der Vorrichtung besteht noch ein Vorteil darin, daß man die Profilleisten ineinander stapeln kann, so daß man für den Versand einen Bund machen kann, was zum einen Volumen spart, zum andern den Bund einfach festzurren läßt und zum dritten die Steifigkeit des Bunds beim Transport erhöht wird.

Die Erfindung wird nunmehr anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 die Draufsicht auf eine Profilleiste im Maßstab 1 : 1, jedoch oben abgebrochen,

Fig. 2 einen Querschnitt gemäß der Linie 2-2 in Fig. 1, in maßstäblicher Darstellung, wobei die effektive Gesamthöhe 13 mm sind und von dieser Maßzahl alle anderen Maße abgeleitet werden können,

Fig. 3 die Seitenansicht eines Weinbergpfahls mit befestigten Profilleisten, gesehen senkrecht zur Weinbergzeile,

Fig. 4 eine Ansicht gemäß dem Pfeil 4 in Fig. 3.

Eine Profilleiste 11 hat einen Mittenbereich 12 und seitlich hiervon je eine Rinne 13, 14. Sie ist aus einem Stahlband-Coil von 45 mm Breite hergestellt. Im flachen Zustand, exakt in der Mitte des Coils sind H-förmige Ausstanzungen 16 in gleicher Technik vorgesehen, wie dies aus der DE-PS 25 60 090 bekannt ist. Zusätzlich sind exakt in der Mitte dieses Coils Durchgangslöcher 17 vorgesehen. Die H-Ausstanzungen 16 sind 10 cm voneinander entfernt. Mittig zwischen diesen im Abstand von etwa 4 cm voneinander sind jeweils zwei Durchgangslöcher 17 vorgesehen. Soweit sich die Ausstanzungen 16 an den jeweiligen Enden der Profilleiste 11 befinden, ist zwischen dem Ende 18 und der benachbarten Ausstanzung 16 ein einzelnes Durchgangsloch 19 vorgesehen.

Der Mittenbereich 12 besteht aus einem Quersteg 21 und zwei daran anschließenden Längsstegen 22, 23. Der Längssteg 21 steht senkrecht zur Mittenebene 24. Die Längsstege 22, 23 stehen zur Mittenebene 24 unter einem Gesamtwinkel von 30°. Ein innerer Radius 26 ist mit 0,5 mm recht scharf, während der äußere Radius 27 mit 1,5 mm recht rund ist. Die Durchgangslöcher 17, 19 haben im Bereich ihres Randes, der in der Zeichnungsebene von Fig. 2 liegt, Schrägen 28, die in Fig. 1 sichtbar sind und in Fig. 2 gestrichelt gezeichnet sind. Diese Schrägen 28 entstehen, weil beim Abbiegen zwischen dem Quersteg 21 und den Längsstegen 22 und 23 das Material dort etwas mitgenommen wird und damit die Schrägen entstehen. Die am weitesten innen liegenden Ränder 29, 31 der H-Ausstanzungen 16 reichen nahezu bis zum inneren Ende der Längsstege 22, 23 das heißt nahe an die Radien 32 von 1 mm, die den Übergang zu den Rinnen 13, 14 bilden. Abgesehen von den Radien haben der Quersteg 21 und die Längsstege 22, 23 I-Profil (Rechteckprofil) und sind insoweit eben. Die Rinne 13 hat U-Form und besteht aus einem Querstreifen 33 und zwei daran anschließenden Längsstreifen 34, 36. Wegen des Radius 32 geht der Längssteg 22 mit einem runden Knie 37 in den Längsstreifen 34 über, der in sich wiederum ein I-Profil ist. Der Längsstreifen 34 steht unter einem Winkel von 75° zur Mittenebene 24. Zwischen dem Querstreifen 33 und dem Längsstreifen 34 befindet sich ein Knie 38, das außen einen Radius von 1,5 mm hat. Der Querstreifen 33 steht senkrecht zum Längsstreifen 34, wodurch dessen winkelmäßige Lage ebenfalls festgelegt ist. Mit einem weiteren Knie 39 geht der Querstreifen in den Längsstreifen 36 über, wobei der Außenradius dieses Knies 39 2 mm ist. Der Längsstreifen 36 steht ebenfalls unter 75° zur Mittenebene 24, diesmal jedoch anders herum als Wechselwinkel gemessen. Abgesehen von den Radien ist der Längsstreifen 36 in sich eben. Sein Ende 41 befindet sich gemäß Fig. 2 wenig links vom Knie 37. Die Außenseite 42 des Längsstreifens 36 bildet eine Anlagefläche. Hat man einen runden Weinbergpfahl mit einem Radius von 80 mm, dann liegt dessen Außenfläche 43 praktisch tangential an der Außenseite 42 an. Hat man einen viereckig geschnittenen Weinbergpfahl, dessen Außenfläche 44 dann den Radius unendlich hat, dann liegt der Längsstreifen 36 mit der Außenseite seines Knies 39 an der Außenfläche 44 an. Die Insgesamthöhe 46 beträgt 13 mm. Die gesamte Breite ist 24,5 mm. Es wird Bandstahlmaterial der Qualität St 02 Z verwendet.

Gemäß Fig. 3 und 4 hat ein Weinbergpfahl 47 ein oberes Ende 48 und unten eine Spitze 49. Er ist 2,50 m lang. Er ist etwa kreiszylindrisch aus Nadelholz hergestellt. An seinem Ende 48 beginnt eine 60 cm lange Profilleiste 51 die mit drei bis vier Nägeln festgenagelt ist und sich parallel zum Weinbergpfahl 48 erstreckt. Genau auf der entgegengesetzten Seite ist eine Profilleiste 52 vorgesehen, die jedoch 1 m lang ist, sich vom Ende 48 aus erstreckt und deshalb wesentlich weiter nach unten reicht. Die Profilleiste 51 befindet sich im Laubdrahtbereich.

Gemäß Fig. 3 hat sie sechs Einhängestellen. Man hat dementsprechend sechs Umhängeebenen 53 zur Verfügung. Natürlich befinden sich bei weitem nicht in allen von diesen Drähte 54. Wie Fig. 2 zeigt, liegen die Drähte 54 an der Außenseite des Knies 38 an, schaben damit also nicht an den Rändern 29 und 31 und werden mit großen Radien abgestützt.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel, das zeichnerisch nicht besonders dargestellt ist, werden nur Profilleisten 51 verwendet, d. h. zwei gleichlange Profilleisten, die sich lediglich im Laubdrahtbereich befinden.

Es ist ersichtlich, daß die Profilleisten geschraubt und/oder genagelt werden können. Dabei bewegt sich der Quersteg 21 am Schluß ein wenig auf die Außenfläche 43, 44 zu und dank der Federkraft der Profilleiste 11 bildet diese eine Art Unterlegscheibe, die die Vorspannung aufrecht erhält, und zwar auch dann, wenn das Holz auf natürliche Weise schwindet.

Die Profilleisten sind insbesondere unten offen, so daß es zu keinerlei Flüssigkeitsstaus kommt, die schädlich sein könnten, sei es wegen gefrierendem, gestautem Wasser oder wegen sich stauendem, aggressivem Spritzmittel.

Durch die beiderseits aufgesetzten Profilleisten 11 gewinnt man gemäß Fig. 4 auch etwas Breite, weshalb die Drähte ein wenig weiter auseinander sind als wenn man sie mit Krampen am Weinbergpfahl 47 befestigen würde. Auch dies ist ein positiver Effekt.

Zum Befestigen der Profilleisten werden bevorzugt Schraubnägel verwendet. Diese haben in der ersten Hälfte ihres Schaftes ein Gewinde mit hoher Steigung und in der zweiten Hälfte rundum laufende Rillen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung aus Metall zum Führen von Drähten an Weinbergpfählen aus durchgehend nagelbarem Material wie Holz, stranggepreßtem Kunststoff od. dgl., welche Weinbergpfähle im Bereich der Vorrichtung Außenflächen mit einem Radius von 3 cm bis unendlich haben, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    1. a) Es ist eine als Kaltprofil gewalzte, verzinkte, längliche Profilleiste aus Stahlband vorgesehen, die über ihre Länge gleiche Quersilhouette hat.
    2. b) Die Profilleiste ist etwa zwischen 1 cm und 4 cm breit.
    3. c) Der Mittenbereich der Profilleiste hat U-Querschnitt, in dessen Quersteg und in dessen Längssteg imAbstand voneinander Ausstanzungen als Einhängevorrichtungen für Drähte vorgesehen sind, wobei die Einhängevorrichtungen in beiden Längsstegen horizontal fluchtende Buchten zur Aufnahme der Drähte aufweisen und wobei die Buchten von außen durch einen Querschlitz im Quersteg zugänglich und durch mindestens einen, von unten nach oben ragenden Lappen bis zum Querschlitz verschlossen sind.
    4. d) Die Längsstege gehen einstückig in je eine Rinne über wobei senkrecht zum Radius gemessen beide Rinnen gleich hoch sind.
    5. e) Die Radien zwischen Quersteg und Längssteg des U-Querschnitts und im nach außen gewandten Bereich der Rinnen sind in bezug auf das Material der Schlagwerke von Traubenerntemaschinen sanft.
    6. f) Die Rinnen haben eine Anlagefläche für den Weinbergpfahl.
    7. g) Die Profilleiste hat eine Vielzahl von Durchgangslöchern, die zum Weinbergpfahl hin gerichtet sind.


  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste sendzimierverzinkt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlband 1,25 mm ±0,25 mm stark ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste völlig symmetrisch zu ihrer Mittenebene ist, die senkrecht zum Weinbergstab steht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste zwischen 1,8 und 3,3 cm breit ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste 2,4 cm ±0,4 cm breit ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnen U-Form haben, daß ihr dem Weinbergpfahl zugewandter Streifen mehrfach breiter als das Stahlband dick ist und daß ein Außenflächenbereich des Streifens die Anlagefläche an dem Weinbergpfahl bildet.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen unter einem spitzen Winkel einwärts gebogen sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel 15° ±50% beträgt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnen auf ihrer einander zugekehrten Seite offen sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangslöcher vor dem Walzen eingestanzt wurden.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangslöcher sich im Quersteg des U-Querschnitts befinden.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangslöcher sich genau in der Mitte des Querstegs befinden.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste niederer als 2 cm ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste 1,3 cm, +0,4 cm, -0,2 cm hat.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste wesentlich kürzer als der Weinbergpfahl ist.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste 40-80 cm lang ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste 45-65 cm lang ist.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnt, daß die Profilleiste 40-50 cm lang ist.
  20. 20. Weinbergpfahl mit einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an ihm eine solche Vorrichtung befestigt ist.
  21. 21. Weinbergpfahl nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß auf zwei diametral gegenüberliegenden Seiten je eine solche Vorrichtung befestigt ist.
  22. 22. Weinbergpfahl nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich zwei kürzere Vorrichtungen im Laubbereich vorgesehen sind.
  23. 23. Weinbergpfahl nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine kürzere Vorrichtung auf der einen Seite und eine längere Vorrichtung auf der anderen Seite vorgesehen sind.
  24. 24. Weinbergpfahl nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine solche Vorrichtung das obere Ende des Weinbergpfahles mit einem Teil ihrer Länge überragt.






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