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Dokumentenidentifikation DE3619375A1 10.12.1987
Titel Verwendung von Alkylglycosiden als Potenzierungsmittel in alkohol- oder carbonsäurehaltigen antiseptischen Mitteln sowie alkohol- oder carbonsäurehaltige Desinfektions- und Reinigungsmittel mit verstärkter bakterizider Wirkung
Anmelder Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf, DE
Erfinder Lehmann, Rudolf, Dr., 5653 Leichlingen, DE;
Hachmann, Klaus, Dr., 4010 Hilden, DE;
Biermann, Manfred, Dr., 4340 Mühlheim, DE;
Schnegelberger, Harald, Dr., 5653 Leichlingen, DE
DE-Anmeldedatum 09.06.1986
DE-Aktenzeichen 3619375
Offenlegungstag 10.12.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.12.1987
IPC-Hauptklasse A01N 61/00
IPC-Nebenklasse A01N 31/02   A61L 2/16   
IPC additional class // (A01N 61/00,31:02)A01N 31:04,37:10,37:00,37:02,37:06,C11D 3/48,9/50  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alkylglycosiden als Potenzierungsmittel in alkohol- oder carbonsäurehaltigen antiseptischen Mitteln sowie derartig, Alkohole oder Carbonsäure enthaltende Desinfektions- und Reinigungsmittel mit verstärkter bakterizider Wirkung.

Alkylglycoside, ihre Herstellung und ihre Verwendung, insbesondere als Tenside, sind seit langer Zeit bekannt. Verwiesen wird beispielsweise auf die US-PS 38 39 318, 37 07 535 und 35 47 828, die DE-OS 19 05 523, 19 43 689, 20 36 472 und 30 01 064 sowie die EP-OS 00 77 167. Die Herstellung von Alkylglycosiden erfolgt insbesondere durch Umsetzen von Glucose oder Oligosacchariden mit Alkoholen mit 8 bis 25 C- Atomen im Alkylrest. Es entstehen auf diesem Weg biologisch abbaubare oberflächenaktive Stoffe, die vielseitige Verwendung finden können.

Bei der Untersuchung der mikrobiologischen, insbesondere antimikrobiellen Eigenschaften von Alkylglycosiden zeigte sich, daß diese selbst bei hohen Anwendungskonzentrationen bis zu 10 000 ppm alleine keine wesentlichen antimikrobiellen Wirkungen aufweisen. Auch ihre Kombination mit quartären Ammoniumverbindungen führt zu keinen bemerkenswerten Effekten, obwohl quartäre Ammoniumverbindungen als solche bakterizide Wirkung haben. Der kombinierte Einsatz von Alkylglycosiden und quartären Ammoniumverbindungen, wie er beispielsweise in der US-PS 35 47 828 beschrieben ist, führt zu keinen unerwarteten technischen Effekten.

Die antimikrobielle Wirkung von Alkoholen bzw. Carbonsäuren ist ebenfalls seit längerer Zeit bekannt. Im begrenzten Bereich findet sie auch in der Praxis Anwendung. Die Verwendung von Alkoholen bzw. Carbonsäuren in antimikrobiell wirkenden Mitteln hat jedoch zahlreiche, in der Praxis immer wieder festgestellte Nachteile. So führt beispielsweise der relativ hohe Dampfdruck der in den antimikrobiell wirkenden Mitteln verwendeten Alkohole zu einer Gefährdung der mit derartigen Mitteln Arbeitenden. Außerdem verarmen die Mittel bei längerer Lagerzeit, insbesondere unter erhöhten Temperaturen, an dem antimikrobiell wirkenden Alkohol. Ergänzend ist als Nachteil immer wieder festgestellt worden, daß Alkohole erst in relativ hohen Konzentrationen eine befriedigende antimikrobielle Wirkung entfalten: In der Regel werden Alkoholkonzentrationen im Bereich zwischen 20 und 30% angetroffen. Andererseits führt die Verwendung von Carbonsäuren in antimikrobiell wirkenden Mitteln immer wieder zu unzumutbarer Geruchsbelästigung, wenn sie in den für eine mikrobielle Wirksamkeit der Mittel erforderlichen Konzentration eingesetzt werden müssen.

Die Erfindung stellte sich somit die Aufgabe, einfache, biologisch leicht abbaubare chemische Verbindungen zu finden, deren Kombination mit an sich bekannten, antimikrobiell wirkenden Verbindungen zu einer Wirkungsverstärkung der Antimikrobika führt, so daß deren Einsatzkonzentration in antimikrobiell wirkenden Mitteln verringert und damit die oben aufgezählten Nachteile vermindert, wenn nicht gar ganz beseitigt werden können. Auch aus ökonomischen Gründen war es sinnvoll, nach einfachen, biologisch abbaubaren Substanzen zu suchen, die in Kombination mit den genannten antimikrobiellen Verbindungen zu einer synergistischen Leistungssteigerung dieser Wirkstoffe, insbesondere bezüglich bestimmter mikrobizider Wirkungen, führen.

Überraschend wurde nun gefunden, daß die Verwendung von Alkylglycosiden als Potenzierungsmittel in alkohol- oder carbonsäurehaltigen antiseptischen Mitteln zu einer deutlichen Verstärkung der bakteriziden Wirkung der Alkohole bzw. Carbonsäuren führt, was sich insbesondere in einer deutlichen Verbesserung der mikrobiziden Wirkung gegenüber grampositiven Bakterien zeigt. Umgekehrt konnte eine gleich gute mikrobizide Wirkung, d. h. die Abtötung bestimmter Keime, schon bei sehr viel niedrigeren Konzentrationen als diese aus dem Stand der Technik bekannt sind, erreicht werden, was unmittelbar zur Folge hat, daß die Einsatzkonzentrationen der als mikrobizide Mittel wirkenden Alkohole bzw. Carbonsäuren deutlich reduziert und damit nicht nur ökonomische Vorteile erzielt, sondern auch Nebenwirkungen bzw. Nachteile der oben genannten Art beseitigt werden können.

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alkylglycosiden in Abmischung mit bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren in wasserhaltigen Behandlungslösungen zur Potenzierung der mikrobiziden Wirkung dieser Verbindungen.

Die Erfindung betrifft außerdem wasserhaltige Desinfektions- und Reinigungsmittel mit bakterizider Wirkung, die durch einen Gehalt an Wirkstoffgemischen aus Alkylglycosiden und bakteriziden Alkoholen oder Carbonsäuren gekennzeichnet sind.

Mikrobizide Wirkstoffe für die Abmischung mit Alkylglycosiden sind im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung Alkohole oder Carbonsäuren, wobei aus den jeweiligen Gruppen bakterizid wirksame Verbindungen einzeln eingesetzt oder auch mehrere Verbindungen der gleichen Klasse miteinander gemischt werden können.

Als bakterizid bekannte Alkohole sind dabei aliphatische und phenylaliphatische, d. h. durch Phenylgruppen in der aliphatischen C-Kette substituierte aliphatische Alkohole bekannt, die im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung eine oder mehrere Hydroxylgruppen enthalten können.

Von den aliphatischen Alkoholen sind bei der erfindungsgemäßen Verwendung bevorzugt geradkettige oder verzweigte, unsubstituierte oder mono- oder disubstituierte aliphatische Alkohole, die im Alkyl- oder Alkylenrest 1 bis 6 C-Atome enthalten. Einer oder mehrere der genannten Alkohole werden, in der erfindungsgemäß angegebenen Art und Weise, mit Alkylglycosiden abgemischt. Die genannten Alkohole besitzen in eine ausgezeichnete Löslichkeit in wässrigen Medien und weisen - wie bereits bekannt ist - ausgeprägte bakterizide Eigenschaften auf. Aus der genannten Gruppe sind als besonders bevorzugt geradkettige oder verzweigte unsubstituierte aliphatische Alkohole mit 2 bis 4 C-Atomen im Alkyl- oder Alkylenrest zu nennen, wobei mit besonderem Vorteil, d. h. unter Erzielung einer besonders guten bakteriziden Wirkung, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol oder deren Mischungen untereinander in Abmischung mit Alkylglycosiden verwendet werden können.

Es ist jedoch auch möglich, anstelle der genannten Alkohole oder in Abmischung mit ihnen geradkettige oder verzweigte, mit einem oder zwei Substituenten aus oder Gruppe Cl, Br oder NO2 substituierte aliphatische Alkohole mit 2 bis 4 C-Atomen als bakterizid wirksame Substanzen einzusetzen. Aus der Gruppe dieser Verbindungen ist wegen seiner guten bakteriziden Eigenschaften 2-Bromo-2-nitro-2.3-propandiol besonders hervorzuheben, das im Handel unter der Bezeichnung "Bronopol" angeboten wird.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es auch möglich, anstelle rein aliphatischer Alkohole auch geradkettige oder verzweigte, unsubstituierte oder mono- oder disubstituierte phenylaliphatische Alkohole mit 1 bis 3 C-Atomen im Alkylenrest als bakterizid wirksame Alkohole zu verwenden. Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung werden unter "phenylaliphatische" Alkohole solche Alkohole verstanden, in denen die Alkoholfunktion an die Alkylkette gebunden ist und der Alkylrest zusätzlich einen Phenylrest als Substituenten enthält. Aus der Gruppe derartiger Alkohole werden in Abmischung mit Alkylglycosiden insbesondere geradkettige, unsubstituierte oder mit einem oder zwei Substituenten aus der Gruppe Cl, Br oder NO2 substituierte phenylaliphatische Alkohole mit 1 bis 3 C-Atomen im Alkylenrest bevorzugt. Als besonders vorteilhaft bakterizid wirksamer Alkohol dieser Klasse ist beispielsweise Benzylalkohol zu nennen, da er eine ausgezeichnete bakterizide Wirkung schon in verhältnismäßig kleinen Anwendungskonzentrationen zeigt.

Entsprechend der erfindungsgemäßen Verwendung können auch Carbonsäuren, die antimikrobiell wirksam sind, mit Alkylglycosiden abgemischt werden. Auch hierbei ist die Verwendung einer antimikrobiell wirksamen Carbonsäure in Abmischung mit den Alkylglycosiden oder, alternativ dazu, auch die Verwendung mehrerer Carbonsäuren in Abmischung mit den Alkylglycosiden möglich.

Im Zuge der erfindungsgemäße Verwendung kommen dabei insbesondere aliphatische oder aromatische, eine oder mehrere Carboxylgruppen enthaltende Carbonsäuren oder deren wasserlösliche Salze in Abmischung mit den Alkylglycosiden zum Einsatz. Bevorzugt sind dabei geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, unsubstituierte oder mono- oder disubstituierte aliphatische Mono- oder Dicarbonsäuren mit 1 bis 12 C-Atomen, einzeln oder in Mischungen miteinander, wobei im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung wiederum auch deren wasserlösliche Salze verwendet werden können. Aus der genannten Gruppe werden aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit und der - an sich bekannten - antimikrobiellen Wirkung geradkettige oder verzweigte unsubstituierte aliphatische Monocarbonsäuren mit 3 bis 6 C-Atomen und deren wasserlösliche Salze bevorzugt, wobei mit besonderem Vorteil, d. h. mit guter bakterizider Wirkung schon bei vergleichsweise niedrigen Konzentrationen, Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure oder deren wasserlösliche Salze in Abmischungen mit den Alkylglycosiden verwendet werden.

Es ist jedoch auch möglich, eine oder mehrere Carbonsäuren - oder deren wasserlösliche Salze - aus der Gruppe geradkettiger oder verzweigter, einfach oder mehrfach ungesättigter, aliphatischer Monocarbonsäuren mit 3 bis 6 C-Atomen in Abmischungen mit Alkylglycosiden erfindungsgemäß zu verwenden. Mit besonderem Vorteil werden aus dieser Gruppe Sorbinsäure oder deren wasserlösliche Salze in Abmischungen mit Alkylglycosiden verwendet, wobei auch die bakterizide bzw. konservierende Wirkung von Sorbinsäure an sich bekannt ist.

Weiterhin können geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 6 C-Atomen, die mit einem oder zwei Substituenten aus der Gruppe Cl, Br, NO2 und OH substituiert sind, oder deren wasserlösliche Salze, in Abmischungen mit Alkylglycosiden verwendet werden. In dieser Gruppe ist Milchsäure von besonderer Bedeutung.

Als weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist es anzusehen, als bakterizid wirkende Verbindungen unsubstituierte oder mit einem oder zwei Substituenten aus der Gruppe Cl, Br und OH substituierte, einringige aromatische Carbonsäuren oder deren Salze in Abmischungen mit Alkylglycosiden zu verwenden. Auch innerhalb dieser Ausführungsform können die genannten Verbindungen einzeln oder in beliebigen Mischungen miteinander in Abmischungen mit den Alkylglycosiden verwendet werden. Als bevorzugt sind aus der Gruppe dieser Verbindungen Benzoesäure, Salicylsäure und deren wasserlösliche Salze anzusehen, die - wie an sich bekannt - schon in vergleichsweise geringen Konzentrationen bakterizid wirksam sind und auch in entsprechenden antimikrobiell wirkenden Mitteln eingesetzt werden.

Die im Rahmen der erfindungsgemäß verwendbaren antimikrobiell wirksamen Carbonsäuren genannten, ebenfalls verwendbaren wasserlöslichen Salze sind in erster Linie Alkalimetallsalze, wobei von diesen in der Praxis bevorzugt die Natriumsalze aufgrund ihrer leichten Zugänglichkeit verwendet werden.

Der überraschende Vorteil der erfindungsgemäßen Verwendung von Alkylglycosiden in Abmischung mit den genannten, bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren ist darin zu sehen, daß bei üblichen Einsatzmengen der antimikrobiell wirkenden Verbindungen die mikrobizide Wirkung durch Zusatz von Alkylglycosiden sehr viel schneller erreicht wird oder daß, alternativ, die üblichen Einsatzmengen zum Erreichen einer gleich guten bakteriziden Wirkung deutlich gesenkt werden können. Unter dem zuletzt genannten Aspekt der Erfindung wird es in überraschender Weise möglich, die Einsatzmengen für die praktische Anwendung deutlich zu reduzieren und dabei zu erreichen, daß die ökonomischen und durch die Verwendung der jeweiligen Mittel bedingten Nachteile, wie deren hoher Dampfdruck, die mit den Verbindungen verbundene Geruchsbelästigung usw., in einfacher Weise beseitigt werden. Zudem ist es möglich, durch die Verwendung der Alkylglycoside, die als solche biologisch leicht abbaubar sind, gezielt die antimikrobielle Wirkung der Alkohole bzw. Carbonsäuren zu verstärken bzw. zu potenzieren, wobei die Wirkung anderer Bestandteile in keiner Weise beeinflußt wird.

Werden die Alkylglycoside unter dem zuerst genannten Aspekt der Erfindung zur Beschleunigung der antimikrobiellen Wirkung der bakterizid wirkenden Alkohole und Carbonsäuren eingesetzt, so kommen die genannten Alkohole und Carbonsäuren in den an sich bekannten und üblichen Konzentrationen zur Anwendung. Sollen dagegen die Alkylglycoside nach dem oben erwähnten zweiten Aspekt der Erfindung eingesetzt werden, so können die bei der Anwendung von bakterizid wirksamen Alkoholen und Carbonsäuren üblichen Konzentrationen beträchtlich unterschritten werden. Zahlenmäßig können diese Einsatzkonzentrationen - entsprechend der sehr unterschiedlichen Wirksamkeit der bakterizid wirksamen Komponenten - in weiten Grenzen schwanken, so daß für die bakterizid wirksamen Komponenten Konzentrationen von 0,01 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Behandlungslösung, in Betracht kommen.

Die bevorzugten aliphatischen Monoalkohole wie Ethanol n-Propanol und Isopropanol werden insbesondere in Konzentrationen von 8 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Behandlungslösung eingesetzt. Stärker bakterizid wirksame Alkohole, wie beispielsweise Benzylalkohol kommen bevorzugt in Konzentrationen von 1 bis 3 Gew.-% und bakterizid wirksame Carbonsäuren bevorzugt in Konzentrationen von 0,01 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Behandlungslösung zur Anwendung.

Die erfindungsgemäß als Potenzierungsmittel eingesetzten Alkylglycoside sind aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus den eingangs genannten Druckschriften, bekannte. Sie werden in ebenfalls bekannter Weise aus Fettalkoholen und Zuckern durch direkte Umsetzung hergestellt. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung in Abmischung mit den bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren finden ein oder mehrere Alkylglycoside Anwendung, die im Saccharidteil aus einem Glycosidrest (Alkylmonoglycoside) oder mehreren Glycosidresten (Alkyloligoglycoside) bestehen. Bei den erfindungsgemäß verwendeten Alkylglycosiden werden bis zu 8 Saccharidreste glycosidisch miteinander verbunden und die daraus entstehenden Alkylmono- oder -oligolglycoside mit bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren der oben genannt Art abgemischt. Bevorzugt finden dabei Alkylmonoglycoside mit 1 bis 3 Saccharidresten, die glycosidisch miteinander verbunden sind, Verwendung. Dabei können dies beliebige Saccharidreste sein; bevorzugt werden jedoch Alkylglycoside verwendet, die 1 bis 3 Glucose- oder Maltosereste im Glycosidteil enthalten.

Im Alkylteil der erfindungsgemäß in Abmischung mit bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren verwendeten Alkylglycoside finden sich Alkylreste mit 1 bis 18 C-Atomen, wie sie von synthetischen und/oder aus nativen Quellen stammenden Fettalkoholen bekannt sind. Bevorzugt findet man Alkylreste mit 6 bis 18 C-Atomen. Die diesen Alkylglycosiden zugrundeliegenden Fettalkohole stehen in preiswerter Form aus nativen Quellen zur Verfügung.

Bei der Angabe der erfindungsgemäß in Abmischung mit den bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren verwendeten Alkylglycoside ist die Angabe der Zahl der Saccharidreste - wie üblich - als ein statistischer Mittelwert anzusehen, dem die bei derartigen Produkten übliche Verteilung zugrundeliegt. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung sind Alkylglycoside mit 10 bis 14 C-Atomen im Alkylrest und mit bis zu 2 Glycosidresten, vorzugsweise mit bis zu 1,5 Glycosidresten, besonders geeignet.

Bei der Verwendung der Alkylglycoside in Abmischung mit den bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren liegen die zur Potenzierung der mikrobiziden Wirkung der genannten Verbindungen erfindungsgemäß verwendeten Konzentrationen der Alkylglycoside im Bereich von 10 bis 2000 ppm, bevorzugt im Bereich von 50 bis 500 ppm, bezogen auf die gesamte Behandlungslösung. In bestimmten Abmischungen können jedoch auch sehr geringe Konzentrationen, beispielsweise 10 ppm, in Verbindung mit entsprechenden bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren zu einer deutlichen Wirkungsverstärkung führen. Für den Einsatz der genannten antimikrobiellen Wirkstoffe auf wichtigen Anwendungsgebieten erschließt sich damit die Möglichkeit, schon bei geringen Mengen an Alkylglycosiden als Potenzierungsmittel mit deutlich verringerten Wirkstoffgehalten arbeiten zu können und gleichwohl eine befriedigende mikrobizide Wirkung zu erzielen.

Dies zeigt sich insbesondere im Bereich der Bekämpfung grampositiver Keime. Es hat sich gezeigt, daß in Desinfektions- und Reinigungsmitteln mit bakterizider Wirkung gegen grampositive Keime eine besonders deutliche Wirkungssteigerung der antiseptischen Mittel zu erzielen ist. Dies spielt eine besondere Rolle auf dem Gebiet der Mittel zur Körperpflege. Als solche kommen in erster Linie Zahnpasten, Zahnpulver und Mundwässer in Frage. Es können jedoch auch andere Desinfektions- und Reinigungsmittel in ihrer bakteriziden Wirkung deutlich verstärkt werden.

Gerade auf diesem Gebiet kommt der Vorteil der erfindungsgemäßen Verwendung von Alkylglycosiden in Abmischung mit bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren zur Potenzierung der mikrobiziden Wirkung, der genannten Verbindungen besonders gut zum tragen, da die in derartigen Mitteln, beispielsweise Zahlpasten, zugelassenen bakteriostatischen Mittel in den erlaubten Konzentrationen eine echte anti-Plaque-Wirkung derzeit nicht erzielen können. Es ist jedoch bekannt, daß bei der Bildung des Zahnbelags und der dadurch mit ausgelösten Kariesentwicklung grampositive Bakterien eine besondere Rolle spielen und dabei deren Bekämpfung besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die erfindungsgemäße Möglichkeit der Wirkungsverstärkung gerade gegenüber den grampositiven Bakterien erschließt hier den Zugang zu weitaus wirkungsvolleren Mitteln als sie bisher zur Verfügung standen, ohne daß es dazu einer Erhöhung der Wirkstoffkonzentration bedarf.

Die erfindungsgemäßen Desinfektions- und Reinigungsmittel mit bakterizider Wirkung, die durch einen im oben genannten Bereich liegenden Gehalt an Wirkstoffgemischen aus Alkylglycosiden der genannten Art und bakteriziden Alkoholen oder Carbonsäuren gekennzeichnet sind, weisen im Normalfall einen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 9,5 auf; ein bevorzugter Bereich liegt zwischen 6 und 8. Die erfindungsgemäß verwendete Wirkstoffkombination aus Alkylglycosiden und bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren wird gegebenenfalls zusammen mit geeigneten Träger- und Hilfsmaterialien eingesetzt, die ihrerseits an sich bekannte Funktionen derartiger Desinfektions- oder Reinigungsmittel übernehmen. Im Einzelfall kann die Trägerkomponente eines derartigen Mund- und/oder Zahnpflegemittels oder ähnlichen Desinfektions- und Reinigungsmittels eine übliche Zahnpaste, Mundspülzubereitung, wässrige Lösung, Kaugummimasse, ein Gelee oder dergleichen sein.

Beispielsweise enthalten Zahnpflege- bzw. Zahnputzmittel ein schleifend bzw. scheuernd wirkendes Poliermittel und normalerweise Schaumbildner, Geschmacksstoffe und Süßmittel. Zahnpasten enthalten außerdem meist Feuchthaltemittel, Bindemittel und Wasser. Bekannte geeignete Poliermittel sind beispielsweise Calciumcarbonat, Dicalciumorthophosphat-dihydrat, Calciumpyrophosphat, Calciumpolymetaphosphat und unlösliches Natriumpolymetaphosphat, Aluminiumtrihydroxid, alpha- Aluminiumoxid und Kieselsäuren, insbesondere Gelkieselsäuren und Fällungskieselsäuren. Die Verwendung von Schleif- bzw. Scheuermitteln, die mit den bakterizid wirkenden Alkoholen bzw. Carbonsäuren kompatibel sind, kann besonders bevorzugt sein. Auch hierzu wird auf die Angaben des Standes der Technik verwiesen, wie sie beispielsweise in der DE-OS 26 27 548 angegeben sind.

Der Gesamtanteil an Schleif- bzw. Scheuermitteln kann in den als Zahnputzmittel geeigneten erfindungsgemäßen Desinfektions- und Reinigungsmitteln mit bakterizider Wirkung etwa 0,5 bis 95% des Gewichts des gesamten Mittels betragen. Üblicherweise liegt ihr Anteil bei Zahnpasten im Bereich von 6 bis 60 Gew.-%, bei Zahnpulvern im Bereich von 20 bis 95%.

Zahnpflege- bzw. Zahnputzmittel enthalten üblicherweise Tenside als Schaumbildner. Es können dazu übliche, nicht-seifenartige, nichtionische, kationischen, zwitterionische und amphotere organische synthetische Tenside verwendet werden. Besonders geeignet sind jedoch die erfindungsgemäß als Wirkungsverstärker verwendeten Alkylglycoside, deren Tensideigenschaften ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannt sind. Geeignete nichtionische Detergentien sind Kondensationsprodukte von Alkylenoxiden mit organischen hydrophoben Verbindungen, die beispielsweise einen aliphatischen oder alkylaromatischen Rest enthalten. Schaumbildner werden, soweit sie eingesetzt werden, in Zahnputz- bzw. Zahnpflegemitteln üblicherweise in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-% verwendet.

Sofern erwünscht, können auch den erfindungsgemäßen Desinfektions- und Reinigungsmitteln, insbesondere den für die Zahn- bzw. Mundpflege geeigneten Mitteln geeignete Geschmacksstoffe zugesetzt werden. Derartige Geschmacksstoffe sind beispielsweise Methylsalicylat, Pfefferminzöl, Sassafras-Öl und Anisöl. Geschmacksstoffe werden üblicherweise in Mengen von 0,01 bis 2,0 Gew.-% verwendet. In Ergänzung dazu bzw. stattdessen können gegebenenfalls auch Süßmittel bzw. Süßstoffe verwendet werden, deren Menge üblicherweise im Bereich von 0,05 bis 2 Gew.-% liegt.

Ebenfalls möglicherweise mitverwendbare Verdickungsmittel sind die üblichen Verdickungsmittel wie Hydroxyethylcellulose und wasserlösliche Salze von Celluloseethern, natürlichen Gummen bzw. Pflanzenschleimen. Verwendbar sind auch kolloidale anorganische Komponenten, wie feinzerteiles Siliciumdioxid oder kolloidales Magnesiumaluminiumsilikat. Für die möglicherweise im Betracht zu ziehende Mitverwendung derartiger Substanzen wird auf den bereits zitierten druckschriftlichen Stand der Technik verwiesen. Die Mengen an Verdickungsmitteln liegen üblicherweise im Bereich von 0,1 bis 5,0 Gew.-% des jeweiligen Mittels, beispielsweise der Zahnpasta. Sofern erwünscht, können auch Feuchthaltemittel zugesetzt werden. Als solche geeignet sind beispielsweise Glycerin, Sorbit und andere mehrwertige Alkohole sowie deren Mischungen. Sie können in Mengen von etwa 1 bis 50 Gew.-% des jeweiligen Mittels, beispielsweise der Zahnpastenzubereitung, vorliegen und sind üblicherweise mit Wasser abgemischt.

Mundspülmittel enthalten meist eine Wasser-/Ethylalkohol- Lösung und gewünschtenfalls weitere Komponenten, wie Geschmacksstoffe, Süßmittel und Feuchthaltemittel der erwähnten Art. Im erfindungsgemäßen Sinn enthalten sie die geschilderte Kombination von antimikrobiell wirksamen Alkoholen oder Carbonsäuren und Alkylglycosiden, wobei die Wirkkomponenten in den oben genannten Mengen vorliegen.

Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.

A. Mikrobizide Wirksamkeit

Die mikrobizide Wirksamkeit der erfindungsgemäß verwendeten Abmischungen aus bakterizid wirksamen Alkoholen oder Carbonsäuren und Alkylglycosiden wurde gegenüber folgenden Testkeimsuspensionen bestimmt:

a) Staphylococcus aureus: 2 × 109 Keime/ml;

b) Streptococcus mutans: 1 × 109 Keime/ml;

c) Escherichia coli: 2 × 109 Keime/ml;

d) Candida albicans: 2 × 108 Keime/ml.

Die Abtötungszeiten der zu untersuchenden Kombinationen wurden mit Hilfe des Suspensionstests ermittelt. Unter Verwendung von Wasser einer Härte von 17°dH wurden Testlösungen hergestellt, die die in den Tabellen angegebenen Mengen an Alkylglycosid sowie die ebenfalls angegebenen Mengen an bakterizid wirkendem Alkohol bzw. an Carbonsäure enthielten. Daneben wurden Vergleichslösungen hergestellt, die einerseits nur bakterizid wirkende Verbindungen in den angegebenen Konzentrationen und andererseits nur Alkylglycoside in einer Konzentration von 10 000 ppm enthielten.

Bei Raumtemperatur wurden jeweils 0,1 ml Testkeimsuspension in Reagenzgläser pipettiert und mit jeweils 10 ml der oben beschriebenen Test- oder Vergleichslösungen vermischt. Nach unterschiedlichen Einwirkungszeiten (bis zu 60 min) wurden den Reagenzgläsern mit Hilfe einer Impföse ca. 0,05 ml Material entnommen und auf einem Nähragar, das als Enthemmer 3% Tween 80 und 0,3% Lecithin enthielt, ausgestrichen. Das Nährmedium bestand für die Keime (a) bis (d) aus 2,5 gew.-%iger Standard-I-Bouillon (Merck) und für den Keim (e) aus Würze-Buoillon pH 5 (Merck), die zur Verfestigung jeweils 1,2 Gew.-% Agar enthielten. Die Proben wurden bei 37°C bzw. 30°C bebrütet. Nach frühestens 3 Tagen wurden die Kulturen makroskopisch auf Wachstum beurteilt und auf diesem Weg die Abtötungszeit oder der Restkeimgehalt ermittelt.

In den nachfolgenden Tabellen bedeuten:

"+" weniger als 50,

"++" weniger als 200,

"+++" mehr als 200 Restkeime nach 60 Minuten Einwirkungszeit.

Beispiel 1

Zur Feststellung der Steigerung der mikrobiziden Wirkung von Alkoholen durch eine Abmischung mit

  • A. C12/14-Alkyl-oligoglukosid (Oligomerisierungsgrad 1,5), dessen Alkylreste sich von einem n-Dodecanol/n-Tetradecanolgemisch im Gewichtsverhältnis 70 : 30 ableiten bzw.
  • B. Undecenyl-monoglucosid


in Mengen von jeweils 0, 100 und 1000 ppm wurde ein halbquantitativer Suspensionstest durchgeführt. Die Konzentrationen an mikrobizidem Wirkstoff sind Spalte 2 der nachfolgenden Tabellen 1 und 2 zu entnehmen. Die mikrobizide Wirkung der Alkohole wurde an Staphylococcus aureus (a), Escherichia coli (d) und Candida albicans (e) geprüft. Die Ergebnisse (Abtötungszeiten bzw. Restkeimgehaltes nach 60 Minuten der Einwirkung der Wirkstoffkombination) sind den nachfolgenden Tabellen 1 und 2 zu entnehmen.

Tabelle 1 Suspensionstest halbquantitativ Steigerung der mikrobiziden Wirkung von Alkoholen durch Kombination mit Alkylglycosid (A)




Tabelle 2 Suspensionstest halbquantitativ Steigerung der mikrobiziden Wirkung von Alkoholen durch Kombination mit Alkylglycosid (B)


Ergebnis:

Wie sich in den Tabellen 1 und 2 entnehmen läßt, ergeben sich bei der Verwendung von Alkylglycosiden in Abmischungen mit Alkoholen deutliche Wirkungssteigerungen hinsichtlich der mikrobiziden Wirkung der jeweiligen Alkohole. Diese zeigen sich am deutlichsten für Ethanol und n-Propanol.

Beispiel 2

Zur Überprüfung der Steigerung der mikrobiziden Wirkung organischer Carbonsäuren durch Abmischung mit den Alkylglycosiden

  • A. C12/14-Alkyl-oligoglucosid (Oligomerisierungsgrad 1,4) dessen Alkylreste sich von einem n-Dodecanol/n-Tetradecanolgemisch im Gewichtsverhältnis 70 : 30 und
  • B. Undecenyl-monoglucosid


wurde ein halbquantitativer Suspensionstest durchgeführt, in dem die mikrobizide Wirkung der Abmischungen gegenüber Staphylococcus aureus (a), Escherichia coli (d) und Candida albicans (e) überprüft wurde. Die Konzentrationen der mikrobizid wirkenden Carbonsäuren sind Spalte 2 der Tabellen 3 und 4 zu entnehmen; die eingesetzten Carbonsäuren waren Benzoesäure, Milchsäure, Propionsäure-Natriumsalz, Salicylsäure und Sorbinsäure. Die Ergebnisse sind den nachfolgenden Tabellen 3 und 4 zu entnehmen.

Tabelle 3 Suspensionstest halbquantitativ Steigerung der mikrobiziden Wirkung organischer Säuren durch Kombination mit Alkylglycosid (A)




Tabelle 4 Suspensionstest halbquantitativ Steigerung der mikrobiziden Wirkung organischer Säuren durch Kombination mit Undecenylglucosid (B)


Ergebnis:

Wirkungssteigerungen sind bei allen genannten Carbonsäuren festzustellen, wobei Steigerungsfaktoren bis zu 10 beobachtet werden.

Beispiel 3

Der halbquantitative Suspensionstest des Beispiels 2 wurde mit Benzoesäure und Milchsäure als mikrobizid wirkenden Carbonsäuren gegenüber Staphylococcus aureus (a) und Escherichia coli (e) wiederholt, wobei zu Beispiel 2 unterschiedliche Wirkstoffkonzentrationen in den Abmischungen eingesetzt wurden. Die Ergebnisse sind der nachfolgenden Tabelle 5 zu entnehmen.

Tabelle 5 Halbquantitativer Suspensionstest Wirkstoffe in Kombination mit 1000 ppm Undecenylglucosid (B) bzw. ohne Glucosid


Ergebnis:

Auch bei Konzentrationen der mikrobiziden Wirkstoffe in den in Tabelle 5 angegebenen Bereichen führte der Zusatz von 1000 ppm des Glucosids zu einer beträchtlichen Steigerung der mikrobiziden Wirksamkeit von Benzoesäure bzw. Milchsäure. Während ohne Glucosidzusatz bei 2000 bzw. 5000 ppm allenfalls schwache mikrobizide Effekte der Benzoesäure bzw. der Milchsäure erkennbar sind, wird durch Zusatz von 1000 ppm des Glucosids schon bei Bakterizidkonzentrationen von 500 bis 1000 ppm eine befriedigende Abtötung der Prüfkeime bewirkt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verwendung von Alkylglycosiden in Abmischung mit bakerizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren in wasserhaltigen Behandlungslösungen zur Potenzierung der mikrobiziden Wirkung dieser Verbindungen.
  2. 2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit aliphatischen oder phenyl- aliphatischen, eine oder mehrere Hydroxylgruppen enthaltenden Alkoholen abgemischt werden.
  3. 3. Verwendung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einem oder mehreren geradkettigen oder verzweigten, unsubstituierten oder monosubstituierten oder disubstituierten aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen im Alkyl- oder Alkylenrest abgemischt werden.
  4. 4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einem oder mehreren geradkettigen oder verzweigten unsubstituierten aliphatischen Alkoholen mit 2 bis 4 C-Atomen im Alkyl- oder Alkylenrest abgemischt werden.
  5. 5. Verwendung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einem oder mehreren Alkoholen aus der Gruppe Ethanol, n-Propanol und Isopropanol abgemischt werden.
  6. 6. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einem oder mehreren geradkettigen oder verzweigten, mit einem oder mehreren Substituenten aus der Gruppe Cl, Br und NO2 substituierten aliphatischen Alkoholen mit 2 bis 4 C-Atomen abgemischt werden.
  7. 7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit 2-Bromo-2-nitro-1.3-propandiol abgemischt werden.
  8. 8. Verwendung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einem oder mehreren geradkettigen oder verzweigten, unsubstituierten, mono- oder disubstituierten phenylaliphatischen Alkoholen mit 1 bis 3 C-Atomen im Alkylenrest abgemischt werden.
  9. 9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einem oder mehreren geradkettigen, unsubstituierten oder mit einem oder zwei Substituenten aus der Gruppe Cl, Br und NO2 substituierten phenylaliphatischen Alkoholen mit 1 bis 3 C- Atomen abgemischt werden.
  10. 10. Verwendung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit Benzylalkohol abgemischt werden.
  11. 11. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit aliphatischen und/oder aromatischen, eine oder mehrere Carboxylgruppen enthaltenden Carbonsäuren oder wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  12. 12. Verwendung nach Ansprüchen 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einer oder mehreren geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten, unsubstituierten oder mono- oder disubstituierten aliphatischen Monocarbonsäuren oder Dicarbonsäuren mit 1 bis 12 C-Atomen oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  13. 13. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einer oder mehreren geradkettigen oder verzweigten, unsubstituierten aliphatischen Monocarbonsäuren mit 3 bis 6 C-Atomen oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  14. 14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure und/oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  15. 15. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einer oder mehreren geradkettigen oder verzweigten, einfach oder mehrfach ungesättigten aliphatischen Monocarbonsäuren mit 3 bis 6 C-Atomen und/oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  16. 16. Verwendung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit Sorbinsäure und/oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  17. 17. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit einer oder mehreren geradkettigen oder verzweigten gesättigten oder ungesättigten, mit einem oder zwei Substituenten aus der Gruppe Cl, Br und OH substituierten aliphatischen Monocarbonsäure und/oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  18. 18. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit Milchsäure und/oder deren Salzen abgemischt werden.
  19. 19. Verwendung nach Ansprüchen 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit unsubstituierten oder mit einem oder zwei Substituenten aus der Gruppe Cl, Br und OH substituierten einringigen aromatischen Carbonsäuren und/oder deren Salzen abgemischt werden.
  20. 20. Verwendung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylglycoside mit Benzoesäure oder Salicylsäure oder deren wasserlöslichen Salzen abgemischt werden.
  21. 21. Verwendung nach Ansprüchen 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß als wasserlösliche Carbonsäuresalze die Natriumsalze verwendet werden.
  22. 22. Verwendung nach Ansprüchen 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an bakterizid wirksamen Komponenten im Bereich von 0,01 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Behandlungslösung liegen.
  23. 23. Verwendung nach Ansprüchen 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkylglycoside ein oder mehrere Alkylmonoglycoside oder Alkyloligoglycoside mit bis zu 8 glycosidisch verbundenen Saccharidresten mit bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren abgemischt werden.
  24. 24. Verwendung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkylglycoside ein oder mehrere Alkyloligoglycoside mit 1 bis 3 glycosidisch verbundenen Saccharidresten mit bakterizid wirkenden Alkoholen oder Carbonsäuren abgemischt werden.
  25. 25. Verwendung nach Ansprüchen 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkylglycoside solche mit 1 bis 3 Glucose- oder Maltoseresten verwendet werden.
  26. 26. Verwendung nach Ansprüchen 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkylglycoside solche mit 1 bis 18 C-Atomen in den Alkylresten verwendet werden.
  27. 27. Verwendung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß Alkylglycoside solche mit 6 bis 18 C-Atomen im Alkylrest verwendet werden.
  28. 28. Verwendung nach Ansprüchen 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an Alkylglycosiden im Bereich von 10 bis 2000 ppm, bezogen auf die gesamte Behandlungslösung liegen.
  29. 29. Verwendung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationen an Alkylglycosiden im Bereich von 50 bis 500 ppm, bezogen auf die gesamte Behandlungslösung liegen.
  30. 30. Desinfektions- und Reinigungsmittel mit bakterizider Wirkung, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Wirkstoffgemischen aus Alkylglycosiden und bakteriziden Alkoholen oder Carbonsäuren nach Ansprüchen 1 bis 30, sowie gegebenenfalls an für derartige Mittel bekannten Träger- und Hilfsstoffen.






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