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Dokumentenidentifikation DE3201215C2 14.01.1988
Titel Magnetkopf und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP;
Canon Denshi K.K., Chichibu, Saitama, JP
Erfinder Higuchi, Tetsuo, Saitama, JP
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 6200 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Kramer, R., Dipl.-Ing., 8000 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 6200 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 16.01.1982
DE-Aktenzeichen 3201215
Offenlegungstag 02.09.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.01.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.01.1988
IPC-Hauptklasse G11B 5/265
Zusammenfassung Entsprechend dem vorgeschlagenen Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns wird ein Magnetspalt in eine Vielzahl Magnetspalte durch Nuten unterteilt, so daß Änderungen in den magnetischen Eigenschaften der Magnetkerne auf ein Minimum reduziert und die Reproduzierbarkeit verbessert wird. Ein Kernblock mit unterteilten Magnetspalten wird in eine Vielzahl Magnetkerne zerschnitten, so daß das Herstellungsverfahren vereinfacht wird und die Herstellungskosten niedriger werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Magnetkopf für eine von zwei Löschspuren flankierte Schreib/Lese-Spur eines magnetischen Datenaufzeichnungsträgers mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch 1 sowie auf ein Herstellungsverfahren hierfür.

Aufbau von Kern und Spur eines Magnetkopfes für magnetische Datenaufzeichnungsträger, speziell für sogenannte Floppydisks, sind verschieden von denen eines Magnetkopfs für allgemeine Tongeräte, da hier zwei Löschspuren, die die Schreib/Lese-Spur flankieren, vorgesehen sind.

Ein solcher Magnetkopf und sein Herstellungsverfahren sind aus US 38 46 840 bekannt. Sie sind nachstehend anhand der Fig. 1A bis 1C beschrieben, um die der Erfindung zugrundeliegende Problematik besser zeigen zu können.

Entsprechend Fig. 1A werden ein Magnetkern 1 mit U-Profil, ein Magnetkern 2 mit I-Profil, je aus hochpermeablem magnetischem Material, z. B. Ferrit, und ein unmagnetischer Körper 3 mit U-Profil, z. B. aus Keramik, unter Ausbildung von Magnetspalten 4a und 4b zwischen den Magnetkernen 1 und 2 zu einem Kernblock 5 zusammengefügt. Dieser wird dann längs der gestrichelten Linie 6a, 6b etc. in Kernstücke 5a, 5b etc. in der jeweils gewünschten Dicke zerschnitten. Die Kernstücke werden dann wie nach Fig. 1B angeordnet. Dementsprechend flanieren also dünnere Kernstücke 5a und 5b in gleichsinniger Ausrichtung ein hierzu gegensinnig angeordnetes dickeres Kernstück 5c. Die Teile 5a, 5b und 5c werden dann miteinander zu einem Magnetkopf (Fig. 1C) verklebt. Im Betrieb wird dann bei einem solchen Magnetkopf vom Kernstück 5c am Magnetspalt 4b Information eingeschrieben und ausgelesen. Die Kernstücke 5a und 5b löschen Informationen am Magnetspalt 4a.

Wie dargelegt, wird bei dem bekannten Magnetkopfherstellungsverfahren ein Kernblock 5 in entsprechende Kernstücke 5a-5c geschnitten, die dann für jede Spur entsprechend umgeordnet und in vorbestimmter Beziehung richtig miteinander verklebt werden müssen. Das Verfahren ist ersichtlich kompliziert und erfordert viel Arbeit von Hand, so daß die Herstellungskosten hoch sind. Außerdem ist die Maßhaltigkeit, d. h. der Abstand zwischen dem Schreib/Lese-Spalt 4a und dem Löschspalt 4b und die Dicke der Kittfugen zwischen den Teilen 5a-5c des zusammengesetzten Magnetkerns schlecht, was insgesamt zu Schwankungen in den magnetischen Eigenschaften, zu geringer Zuverlässigkeit und niedriger Ausbeute führt.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen Magnetkopf der vorausgesetzten Art bereitszustellen, bei dem die Maßhaltigkeit verbessert ist und Schwankungen in den magnetischen Eigenschaften auf ein Minimum reduziert sind und der eine einfache Herstellung mit weniger Handarbeit in höherer Ausbeute ermöglicht.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Ein bevorzugtes Herstellungsverfahren für einen solchen Magnetkopf ist Gegenstand des Anspruches 3.

Nachstehend ist die Erfindung anhand der Fig. 2 und 3 beschrieben; es zeigt

Fig. 2A und 2B Schrägansichten zur Darstellung eines erfindungsgemäß bevorzugten Herstellungsverfahrens für den erfindungsgemäßen Magnetkopf,

Fig. 2C eine Schrägansicht eines unmagnetischen Körpers, der bei diesem Verfahren benutzt wird, und

Fig. 3 eine Schrägansicht eines solcherart hergestellten Magnetkopfes.

Wie in Fig. 2A dargestellt, ist ein als unmagnetisches plattenförmiges Abstandsglied 7 dienendes I-Profil, beispielsweise aus Keramik, vorgesehen, das von plattenförmigen Magnetkern- I-Profilen 8a und 8b beidseits flankiert ist. Weiterhin sind Magnetkern-U-Profile 9a und 9b vorgesehen, die an die freien Außenseiten der Magnetkern-I-Profile 8a bzw. 8b angrenzen und diese so je zu einem D-Profil ergänzen. Die Magnetkern- Profile 8a, 8b, 9a und 9b sind aus hochpermeablem magnetischem Material wie Ferrit hergestellt.

Magnetspalte 10a und 10b sind an der Grenze zwischen dem Magnetkern-I-Profil 8a und dem Magnetkern-U-Profil 9a gebildet, um einen Magnetkreis zu definieren. Magnetspalte 11a und 11b sind an der Grenze zwischen dem Magnetkern-I-Profil 8b und dem Magnetkern-U-Profil 9b gebildet, um den anderen Magnetkreis zu definieren. Wie in Fig. 2B dargestellt, werden Nuten 13a und 13b in den aus den Magnetkern-Profilen 8a, 8b, 9a und 9b und dem unmagnetischen I-Profil 7 bestehenden Kernblock 12 eingearbeitet. Die Nuten 13a und 13b schneiden die Magnetkern-Profile 9a und 8a vollständig durch, das unmagnetische I-Profil 7 aber nur teilweise, also nicht vollständig durch.

Die Nuten 13a und 13b haben eine Breite t und eine Tiefe d und unterteilen die Magnetspalte 10a und 10b.

Wie in Fig. 2C dargestellt, wird eine Vielzahl unmagnetischer plattenförmiger Abstandsglieder 13 (der Breite t und der Tiefe d) aus Keramik oder dergleichen hergestellt und in die Nuten 13a und 13b/Fig. 2B) eingesetzt und verklebt. Der Kernblock 12 wird längs der gestrichelten Linien 14, 14a und 14b zum Erhalt getrennter Magnetköpfe 12, 12b etc. (Fig. 3) geschnitten. Wie in Fig. 3 dargestellt, definieren die Magnetkern-Profilstücke 8b und 9b und der Magnetspalt 11a eine Schreib/Lese-Spur, und die Magnetkern-Profilstücke 8a und 9a und der Magnetspalte 10a zwei Löschspuren. Vergleicht man den vorliegenden Magnetkopf mit dem bekannten Magnekopf nach Fig. 1C, dann sieht man, daß die Breite des Schreib/ Lese-Spaltes 11a größer ist als die des Schreib/Lese- Spaltes 4b des bekannten Magnetkopfes. Jedoch werden von den Informationen, die am Magnetspalt 11a in dessen voller Breite im Aufzeichnungsmedium (Magnetscheibe, nicht dargestellt) aufgezeichnet werden, die an den beiden seitlichen Rändern gelegenen Teile längs der Spur des Magnetspaltes 10a praktisch vollständig wieder gelöscht. Daher bleiben die Breite der Schreib/Lese-Spur und die der Löschspuren praktisch die gleichen wie die im Falle des üblichen Magnetkopfes.

Im Ergebnis sind bereits mit der Herstellung des Kernblocks 12 (Fig. 2B) die Breite der Schreib/Lese-Spur und die Abstände zwischen den Magnetspalten 10a und 11a und zwischen den Magnetspalten 10b und 11b (die Summe von Dicke des unmagnetischen Körpers 7 und Dicken der Magnetkerne 8a und 8b) fixiert und ändern sich nicht mehr in den nachfolgenden Schritten, da kein Zusammenbau geschnittener magnetischer Einzelteile erforderlich ist. Daher haben die aus dem Kernblock 12 gearbeiteten Magnetköpfe weit bessere Maßhaltigkeit und führen zu guter Ausbeute. Der letzte Schritt beim vorliegenden Verfahren ist den Kernblock 12 zu schneiden, und zwar längs der gestrichelten Linie 14, die die Magnetkreise durchquert, und längs der Linien 14a, 14b etc., die im wesentlichen in der Mitte zwischen den Nuten 13a, 13b etc. verlaufen (Fig. 2B).


Anspruch[de]
  1. 1. Magnetkopf für eine von zwei Löschspuren flankierte Schreib/Lese-Spur eines magnetischen Datenaufzeichnungsträgers, mit

    1. - einer plattenförmigen Magnetkernanordnung mit einem sich über die Plattendicke erstreckenden Magnetspalt für die Schreib/Lese-Spur und
    2. - zwei plattenförmigen Magnetkernanordnungen mit je einem sich über die Plattendicke erstreckenden Magnetspalt für die beiden Löschspuren, wobei die Lösch-Magnetspalte, gesehen in Aufzeichnungsträger-Laufrichtung, vor oder hinter dem Schreib/Lese-Magnetspalt liegen und getrennt sind durch ein plattenförmiges unmagnetisches Abstandsglied,


  2. dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - die Plattendicke der Schreib/Lese-Magnetkernanordnung (8b, 9b) gleich groß ist wie die Dicke der aus den beiden Löschmagnetkernanordnungen (8a, 9a) und dem Abstandsglied (13) bestehenden Stapel-Einheit und
    2. - die Schreib/Lese-Magnetkernanordnung (8b, 9b) und die Stapeleinheit mit ihren Stirnseiten über ein weiteres unmagnetisches plattenförmiges Abstandsglied (7) bündig zusammengefügt sind.


  3. 2. Magnetkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem weiteren Abstandsglied (7) eine Nut vorgesehen ist, in die das Abstandsglied (13) der Stapeleinheit eingreift.
  4. 3. Verfahren zum Herstellen des Magnetkopfes nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - die folgenden Profilteile, nämlich
      1. - - ein unmagnetisches I-Profil (7),
      2. - - zwei Magnetkern-I-Profile (8a, 8b) beidseits des unmagnetischen I-Profils und
      3. - - zwei Magnetkern-U-Profile (9a, 9b), die die beiden Magnetkern-I-Profile auf deren freier Seite je zu einem D-Profil ergänzen,
    2. unter Ausbildung von Magnetspalten (10a, 10b; 11a, 11b) zwischen aneinandergrenzenden Magnetkernprofilen miteinander verbunden werden,
    3. - sodann in die Sandwichstruktur von einer Seite aus Nuten (13a, 13b) im Abstand voneinander eingearbeitet werden, die die beiden diesseits des unmagnetischen I-Profils gelegenen Magnetkernprofile vollständig durchtrennen,
    4. - sodann in die Nuten zu deren Verfüllung ein unmagnetisches Abstandsglied (13) eingesetzt wird und
    5. - sodann die Sandwichstruktur zum Erhalt je gleicher Magnetköpfe zerschnitten wird, und zwar einmal längs der Mittelebene (14a, b) der zwischen den Nuten (13a, b) stehengebliebene Stege (12b) und einmal in der hierzu senkrechten Symmetrieebene (14) der beiden Magnetkern-U- Profile (9a, b).


  5. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (13a, b) so tief eingebracht werden, daß sie in das unmagnetische I-Profil (7) eindringen, ohne dieses vollständig zu durchschneiden.






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