Die Erfindung betrifft eine Mähvorrichtung an Erntemaschinen für stengeliges
Erntegut, insbesondere Maishäckslern, mit wenigstens zwei spitz zulaufenden, einen
Durchtrittskanal einschließenden Abteilern und wenigstens einer, im Durchtrittskanal
angeordneten Schneidvorrichtung, die aus Mähkreiseln mit Messern und darüber angeordneten
Mitnehmerringen gebildet wird.
Eine Vorrichtung dieser Art ist z.B. aus der DE-OS 21 57 088 bekannt,
bei der die Pflanzenstengel zwischen zwei Abteilerbalken hindurch auf eine Schneidvorrichtung
trifft und zwischen einem Walzenpaar mit an der Walzenunterseite umlaufenden Messern
(Mähkreisel mit Mitnehmern) abgeschnitten und gegriffen werden. Für große Arbeitsbreiten
wie z.B. für sechs Reihen Mais, entsprechend einer Arbeitsbreite von über vier
Meter, ergibt sich jedoch das Problem, daß ein Transport auf öffentlichen Straßen
wegen Überbreite unmöglich ist.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, mit baulich
einfachen Mitteln eine Mähvorrichtung zu schaffen, deren Arbeitsbreite für Transportzwecke
auf einfache Weise reduziert werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß wenigstens die jeweils äußeren
Mähkreisel der Schneidvorrichtung um die Drehachsen eines weiter innen angeordneten
Mähkreisels in eine Transportstellung vor der Schneideinrichtung herumschwenkbar
ausgebildet sind.
Durch diese schwenkbare Ausführung des äußeren Mähkreisels um die
Drehachse eines weiter innen angeordneten Mähkreisels nimmt die Mähvorrichtung für
den Transport eine geringere Breite ein. Insbesondere bei der ausgesstaltung nach
Anspruch 2 ist durch das fächerartige Zusammenklappen der Randabteiler eine einfache
und leicht zu bedienende Umstellung von der größeren Arbeitsbreite in eine schmälere
Transportstellung möglich.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform wird die
Erfindung beschrieben und näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 eine Seitenansicht der Mähvorrichtung;
- Fig. 2 eine Draufsicht auf die rechte Hälfte der Mähvorrichtung gemäß Fig. 1
mit zusätzlicher Querförderschnecke.
Fig. 1 und 2 zeigen einen schematisch dargestellten Häcksler mit
einem Häcksleraggregat 1 in Fig. 1 als Scheibenrad- und in Fig. 2 als Trommelbauart.
Diesem sind mehrere Einzugs walzen 5 und ggf. eine Querförderschnecke 10 vorgelagert.
Vor der Querförderschnecke 10 mit dem Schneckenblech 10a, Mitnehmerprofilen 10b
und mittigen Mitnehmerleisten 10c, ist die Schneidvorrichtung 4 angeordnet, die
aus mehreren Mähkreiseln 4d gebildet wird.
Die äußeren Mähkreisel 4d - vgl. Fig. 2 - können zusammen mit ihren Randabteilern
17 in eine schmälere Transportstellung 4d′ bzw. 17′ um die Drehachse
4c des inneren Mähkreisels 4d geschwenkt werden. Die inneren Mähkreisel 4 sind
mit Mitnehmerringen 12 versehen und teilweise durch Stengelheber 18 abgedeckt.
Über der Schneidvorrichtung 4 können Abteilerstangen 2 mit Rückhaltemittlen 3 angeordnet
sein, so daß die Pflanzenstengel entlang dem Pfeil 19′ in den Durchtrittskanal
19 eintreten. Sie werden von den Mähkreiseln 4d erfaßt und im Zusammenwirken mit
der unteren Leitfläche 14 der Abdeckhaube 13 in eine Schräglage gebracht, wobei
der Stengel durch Auflageflächen 9 gestützt werden kann.
Fig. 1 zeigt weiterhin die vordere Schnittebene 4b und die waagrechte Schnittebene
4a der Schneidvorrichtung 4, sowie die mittels eines Hydraulikzylinders 6 um die
Achse 7 höhenverstellbaren Abteilerstangen 2, die nach Fig. 2 ebenso wie die Mähkreisel
4d mit den Randabteilern 17 in eine schmälere Transportstellung 2′ um die
Achse 8 geschwenkt werden können.