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Dokumentenidentifikation DE3626785A1 17.03.1988
Titel Raubgerät für Ausbauschilde des Untertagebetriebes
Anmelder Hebben, Rolf, Dipl.-Volksw., 4322 Sprockhövel, DE;
Fischbach, Manfred, Ing.(grad.), 4320 Hattingen, DE
Erfinder Hebben, Rolf, Dipl.-Volksw., 4322 Sprockhövel, DE;
Fischbach, Manfred, Ing.(grad.), 4320 Hattingen, DE
Vertreter Betzler, E., Dipl.-Phys., 8000 München; Herrmann-Trentepohl, W., Dipl.-Ing., 4690 Herne; Bockhorni, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 07.08.1986
DE-Aktenzeichen 3626785
Offenlegungstag 17.03.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.1988
IPC-Hauptklasse E21D 15/60

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Raubgerät für Ausbauschilde des Untertagebetriebes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Ausbauschilde des Untertagebetriebes werden wegen ihrer Vorteile häufig in weniger standfestem Nebengestein als Strebausbau eingesetzt. Im allgemeinen besteht ein Ausbauschild aus einem Hangendschild, der an seiner speziell bei Schrämbetrieben einen Lagenabweiser und sonst häufig eine Vorpfändkappe aufweist, einem damit gelenkig verbundenen Bruchschild, der in der Regel abgestempelt ist, einem Versatzschild und einer Liegendschwelle, welche die Abstempelung trägt und gelegentlich über einen Versatzzwischenkasten mit dem Versatzschild gelenkig verbunden ist. Solche und ähnliche Ausbauschilde erreichen hohe Transportgewichte von z.B. 19 t. Sie werden in der Regel als Ganzes geraubt und aus dem Streb in eine Begleitstrecke geschleppt. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um das Rauben des Strebausbaus, jedoch können Raubgeräte auch zur Erleichterung des Einbaus, jedenfalls von Teilbetriebsvorgängen beim Einbauen von Ausbauschilden eingesetzt werden.

Im allgemeinen benötigt man für den Abtransport der eingeraubten Schilde im Streb eine Transportgasse. Sie wird am Abbaustoß gesondert aufgefahren und ausgebaut. Die Sohle der Transportgasse wird von dem Strebliegenden gebildet und ist bei gebrächem Nebengestein meistens weich und mechanisch wenig widerstandsfähig. Nachdem man gelernt hat, das Eingraben der Liegendschwelle in das weiche Nebengestein während des Abbaus zu vermeiden, ist das beim Transport der Schilde nach dem Einrauben durch die Transportgasse nur schwer zu erreichen. Denn je nach Entfernung von dem Beginn der Raubarbeiten wird das Liegende in der Transportgasse von einer wachsenden Anzahl von Schilden und daher besonders hoch beansprucht.

Der Ausbauschild wird je nach den örtlichen Verhältnissen nach einem bestimmten Schema geraubt. Zum Beispiel zieht man einen Schild zunächst nach vorn in die Transportgasse und verspannt ihn dort, um einen Ausbau der Transportgasse für den in Transportrichtung folgenden Schild zu gewinnen. Der zum Ausbau der Transportgasse in diese gezogene Ausbauschild wird geraubt und wieder gesetzt, bevor der folgende Ausbauschild eingeraubt und abtransportiert wird. An das Einrauben des Schildes schließt sich in jedem Fall eine Drehung des Schildes auf der Liegendschwelle an, weil die Breite der Transportgasse nur die schmalere Schilddimension aufnehmen kann und der Schild mit der Spitze des Hangendschildes nach vorn durch die Transportgasse geschleppt wird. Der Abtransport eines geraubten Schildes umfaßt also das Herausziehen des Schildes aus seiner Strebposition in die Transportgasse mit Drehung zur Herstellung der Transportrichtung in die Gasse.

Am Ende der Transportgasse werden die Ausbauschilde in eine Abbaustrecke geschleppt, wo der betreffende Ausbauschild meistens schon am Übergang Streb/Strecke auf ein Transportmittel verladen wird. Im allgemeinen beschränkt sich das erfindungsgemäße Raubgerät nicht auf eine bestimmte Lagerung, etwa auf die totsöhlige flache Lagerung, sondern erfaßt einen bestimmten Einfallensbereich. Grundsätzlich geht man davon aus, daß der Einfallensbereich von totsöhlig bis ca. 35 gon möglichst mit einem Raubgerät beherrschbar sein soll. Es ist dann erforderlich, im Übergang Streb/Strecke den Schild in die Strecke zu drehen und zu kippen, wenn der Streb gegenüber der totsöhligen Lagerung um einen bestimmten Winkel einfällt. In der flachen bis halbsteilen Lagerung beherrscht das erfindungsgemäße Transportgerät die Drehung in die Begleitstrecke über einen verhältnismäßig großen Bereich von Einfallenswinkeln des Strebes und verlangt daher keine getrennten Vorrichtungen für das Drehen und Kippen des Schildes am Übergang Streb /Strecke.

Das Schleppen eines Ausbauschildes durch die Transportgasse bis in die Abbaustrecke setzt eine bestimmte und wechselnde Traktionskraft voraus. Da die Ausbauschilde auf den Sohlbalken geschleppt werden, jedoch anders als im Abbau nicht mit dem Gebirgsdruck belastet sind, stellt sich je nach Einfallen, Ausbauwiderstand und Schleppkraft ein bestimmter Schleppwiderstand ein, der durch die Traktion ausgeglichen werden muß. Der Schleppwiderstand ist häufig extrem hoch und liegt wesentlich über der Traktionskraft, welche auf den eingebauten Ausbauschild von den Rückzylindern aufgebracht wird.

Die Erfindung geht von einem vorbekannten Raubgerät aus (Glückauf 115 (1979) 10 49/52). Er besteht aus einer in der Transportgasse endlos umlaufenden Kette, an die die eingeraubten Ausbauschilde angeschlagen werden. Die Kettenumkehr ist an den in der Transportgasse verspannten Ausbauschild angeschlossen, während zum Kettenantrieb eine in der Begleitstrecke aufgestellte Kettenwinde dient. Das in Transportrichtung laufende Kettentrum zieht den eingeraubten Ausbauschild in die Transportgasse und in dieser auf dem Strebliegenden bis in die Abbaustrecke. Ein solches Raubgerät verlangt am Abbaustoß zusätzliche Maßnahmen, um dort eine Führungsbahn für die transportierten Ausbauschilde zu schaffen. Es ist außerdem erforderlich, im Zuge der Raubarbeiten die Kettenumkehr zusammen mit dem in der Transportgasse verspannten Ausbauschild zu verlegen.

Voraussetzung ist im übrigen ein standfestes Liegendgestein, das durch die reibende Beanspruchung der Ausbauschilde nicht übermäßig erodiert wird. Außerdem muß am Ende der Transportgasse der Ausbauschild mit besonderen Vorrichtungen in die Abbaustrecke gezogen werden. Dafür kommen insbesondere Schwerlastbahnen mit einer Hubvorrichtung auf einem Drehgestell in Frage. Die mit der Übernahme der Ausbauschilde in der Abbaustrecke verbundenen Arbeiten sind aufwendig und vermindern die Raubleistung entsprechend.

Besondere Schwierigkeiten entstehen jedoch dadurch, daß das ziehende Kettentrum mit einer unter Umständen sehr hohen Traktionskraft belastet wird, was von den wechselnden Bedingungen abhängt, die das hoch beanspruchte Strebliegende für das Schleppen der Ausbauschilde in die Transportgasse und durch die Transportgasse bis in die Begleitstrecke schafft.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Raubgerät der als bekannt vorausgesetzten Art zu schaffen, welches unter ungünstigen Nebengesteinvoraussetzungen die Raub- und Transportarbeiten bis in die Abbaustrecke vereinfacht und beschleunigt.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Mit dem erfindungsgemäßen Raupenschlepper ist es möglich, dem Anbaukran eine optimale Standfläche zu verschaffen, welche die Voraussetzungen für die standsichere Einleitung der Reaktionskräfte in die Stand- bzw. Transportsohle bildet. Mit Hilfe der Drehzapfen kann die Schlepperwanne um eine Querachse gegenüber beiden Raupen nach zwei Richtungen geschwenkt und dadurch zur Überwindung von Unebenheiten des Liegenden ausgependelt werden. Die vertikale Verstellbarkeit der Drehzapfenlager ermöglicht den Ausgleich eines unterschiedlichen Nieveaus unter der Schlepperwanne und unter den Raupenfahrwerken, also von Verhältnissen der Schleppsohle, die u.a. durch die Fahrspuren des Schleppers im weichen Liegenden entstehen. Im Zusammenwirken mit der beschriebenen Pendelung ist es möglich, alle Ungleichmäßigkeiten mit einer hoch beanspruchten und entsprechend erodierten Schlepp- bzw. Standsohle auszugleichen.

Die Wippbarkeit des Anbaukranauslegers und dessen horizontale Drehbbarkeit über das Drehwerk ermöglicht es, bei in der Transportgasse ausgerichtetem Schlepper den Ausleger an die Spitze der Hangendkappe bzw. an anderer geeigneter Stelle des eingeraubten Ausbauschildes anzuschlagen, den Ausbauschild durch Heben oder Senken des Auslegers vorn anzuheben oder abzusenken, ihn aber auch gleichzeitig mit dem Drehwerk zu schwenken. Damit läßt sich der Ausbauschild aus seiner geraubten Position in die Transportgasse und aus dieser in die Begleitstrecke drehen, ohne daß es dazu besonderer Vorrichtungen bedarf. Während des Transportes ermöglicht der Anbaukran durch seine beschriebenen Bewegungsmöglichkeiten jede Veränderung der Traktionskraft an den Schlepperraupen durch Einstellung der Lage des Ausbauschildes auf die jeweils optimale Traktionskraft mit Rücksicht auf den Zustand der Schleppsohle. Hierdurch läßt sich die Einsatzfähigkeit des Raubgerätes gemäß der Erfindung über größere Einfallensbereiche gewährleisten und die Antriebskräfte können optimal eingesetzt werden.

Die Pendelung und der Niveauausgleich des Raupenfahrwerks bzw. der Schlepperwanne lassen sich mit den beschriebenen Bewegungsmöglichkeiten des Anbaukrans kombinieren. Dadurch ist es auch bei sehr ungünstigen Schleppsohlen möglich, die Ausbauschilde vorwärts zu bewegen.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß sie infolge der Bewegungsmöglichkeiten des Anbaukranes eine weitgehende Schonung des Ausbaus der Transportgasse ermöglicht, so daß sich in der Regel besondere Maßnahmen am Abbaustoß zur Bildung einer Führungsbahn für die eingeraubten Ausbauschilde erübrigen. Das erfindungsgemäße Raubgerät erübrigt auch alle Umbauarbeiten zwischen den Raubvorgängen und gestattet es, am Übergang Streb/ Strecke die Ausbauschilde in die Begleitstrecke zu ziehen. Das erfindungsgemäße Raubgerät ist zudem auch bei weichen Schleppsohlen verwendbar, weil es deren Unebenheiten ausgleichen und optimale Traktionsverhältnisse schaffen kann.

Vorzugsweise und mit den Merkmalen des Patentanspruches 2 vermindert man die Höhe des Raubgerätes gemäß der Erfindung möglichst weitgehend, um dem in der Höhe und Breite begrenzten, in der Länge jedoch größeren Raumangebot Rechnung zu tragen, welches der Streb, die Transportgasse und die Begleitstrecke den Raub- und Transportarbeiten vorgeben. Die Raupenfahrwerke und die Schlepperwanne liegen dann zwischen der vorderseitigen Traverse und dem rückwärtigen Anbau. Die Gewichte der verschiedenen Baugruppen lassen sich so verteilen, daß für die Raupen günstige Traktionsvoraussetzugnen entstehen. Hierbei kann die beschriebene Auspendelung der Wanne unterstützend wirken, wenn über die relativ große Länge des Raupenschleppers verteilte Unebenheiten der Schlepp- bzw. Standsohle einen Ausgleich erfordern.

Mit den Merkmalen des Patentanspruches 3 läßt sich bei stehendem Raupenschlepper eine Traktion auf einen Ausbauschild übertragen, welcher an den Teleskopausleger angeschlagen ist. Diese Möglichkeit läßt sich vielfach vorteilhaft nutzen, insbesondere wenn ein Ausbauschild aus seiner Strebposition in die Transportgasse geschleppt und geschwenkt werden muß oder wenn es gilt, den Ausbauschild aus dem Streb in die Begleitstrecke zu verbringen. Die Sohlenabstützung ersetzt im ausgefallenen Zustand die Abstützung der Schlepperwanne durch das Raupenfahrwerk und entlastet dementsprechend die Raupenfahrwerke von den Reaktionskräften des Krans. Allerdings kann die durch die Teleskopbewegung des Wippauslegers gegebene Bewegungsmöglichkeit auch während des Schleppens, d.h. also auch bei eingefallener Sohlenabstützung eingesetzt werden.

Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen

Fig. 1 das Raubgerät gemäß der Erfindung in Seitenansicht,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand der Fig. 1,

Fig. 3 in der Fig. 2 entsprechender Darstellung, jedoch in abgebrochener Wiedergabe und in vergrößertem Maßstab einen der Drehzapfen des erfindungsgemäßen Raubgerätes,

Fig. 4 eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 3 und

Fig. 5 eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 2 in Richtung des Pfeiles V.

Gemäß der Darstellung der Fig. 1 dient als Raubgerät ein allgemein mit (1) bezeichneter Raupenschlepper mit einem Anbaukran (2) und zwei Raupenfahrwerke (3 bzw. 4), welche eine Schlepperwanne (5) einschließen. Die beiden Raupenfahrwerke sind in übereinstimmender Weise mit der Schlepperwanne (5) verbunden. Die dazu dienende Vorrichtung ist insbesondere in den Fig. 3 und 4 wiedergegeben.

Nach Fig. 3 ist der seitliche Schild (6) des im übrigen dort nicht wiedergegebenen Raupenfahrwerkes drehfest bei (7) an einen Drehzapfen (8) angeschlossen. Der Drehzapfen liegt in einem Drehlager (9), das eine horizontale Drehachse (10) aufweist. Über die in Fig. 3 dargestellten Schrauben (11, 12) und einen Sperrkeil (14) ist der Drehzapfen drehfest mit der Basis einer Kurbelschwinge (16) verbunden. Das freie Ende der Kurbelschwinge (16) ist als Gabellager (17) für einen druckmittelbetätigten Schwenkzylinder (18) vorgesehen, der sich auf einem Drehlager (19) abstützt, welches in der Wanne angebracht ist. Durch Ein- und Ausfahren der Kolbenstange (20) des Arbeitszylinders (19) läßt sich der Drehzapfen um einen Drehwinkel α aus der Horizontalen (h) nach oben und unten verschwenken (Fig. 1). Die wie beschrieben an jeder Seite der Wanne vorgesehenen Kurbelschwingen (16) sind über eine Traverse (21) miteinander drehfest verbunden. Dadurch werden die Drehzahpfen (8) beider Raupenfahrwerke (3, 4) synchron geschwenkt.

Wie die Darstellung der Fig. 2 erkennen läßt, lassen sich die Drehzahpfenlager über insgesamt vier hydraulische Arbeitszylinder (22, 23 bzw. 24, 25), welche paarweise den Raupenfahrwerken (3 bzw. 4) zugeordnet sind, anheben und absenken. Die Fig. 4 läßt erkennen, daß die hydraulischen Zylinder, wie am Beispiel des Zylinders (24) dargestellt, oben an der betreffenden Seitenwand (26) der Wanne (5) des Raupenschleppers angelenkt sind. Ihre Kolbenstangen (27) dienen zur Aufhängung der Traverse (21). Der im Zusammenhang mit der Darstellung der Fig. 3 beschriebene Anschluß (7) trägt einen Gabelkopf (30), der zwischen das Ober- und Untertrum (28, 29) des betreffenden Raupenfahrwerkes (4) reicht. Der Gabelkopf trägt mit seinen Zinken (31, 32) einen Zapfen (33), der zur Aufhängung des Raupenfahrwerkes bei (34 und 35) dient.

Wie sich hieraus ergibt, kann mit Hilfe der Arbeitszylinder (22 bis 25) auch die Traverse (21) angehoben und abgesenkt werden. Hierbei bewegen sich die Drehzapfenlager (9) mit ihren Lagerschalen (36) in je einer vertikalen Längsführung (37), welche an der Innenseite (38) der betreffenden senkrechten Wand (26) der Wanne (5) befestigt sind.

Mit Hilfe der Arbeitszylinder (18) kann die Wanne wie beschrieben um den Winkel alpha ausgependelt werden. Mit Hilfe der synchrongesteuerten Arbeitszylinder (22, 25) läßt sich die Wanne nach oben und unten verstellen, wodurch ein Niveauausgleich erreichbar ist, der sich aus der strichpunktierten Stellung der Raupen bei (39) in Fig. 1 in die in ausgezogenen Linien wiedergegebene Raupenstellung (40) und umgekehrt ergibt.

Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Wanne (5) an einer Frontseite (41) eine Traverse (42) aufweist.

Die Traverse ist starr mit der Vorderwand der Schlepperwanne (5) verbunden. Sie dient zur Verlagerung des nicht drehbaren Teiles (43) eines Drehwerkes (44) des beschriebenen Anbaukrans (2). Die Verstellmöglichkeiten des Anbaukranes bzw. des Drehwerkes sind aus der Darstellung der Fig. 2 in strichpunktierter Linienführung ersichtlich.

Aus der neutralen Mittelstellung (45) läßt sich der Wippausleger (46) über einen Bogen von ca. 38° wie bei (47) dargestellt, nach beiden Seiten verschwenken. Zur Verschwenkung dienen zwei hydraulische Arbeitszylinder (48, 49), welche über ein auslegerfestes Joch (50) den Wippausleger um einen senkrechten Drehzapfen (51) verschwenken. Das Wippen des Auslegers (46) erfolgt um einen Drehzapfen (52) mit Hilfe des aus der Darstellung der Fig. 1 ersichtlichen Arbeitszylinders (53), der an dem nicht drehbaren Teil (43) des Drehwerkes bei (54) und an einer Konsole (55) unter dem Wippausleger angelenkt ist. Aus der neutralen Stellung läßt sich der Wippausleger (46) über einen relativ größeren Bogen (56) von z.B. ca. 40° aus nach unten um den kleineren Bogen (57) um ca. 19° verschwenken.

Der Wippausleger ist als Teleskop ausgebildet. Sein äußerer an den Drehzapfen (52) angeschlossener rohrförmiger Abschnitt (58) dient zur Verlagerung eines nicht dargestellten Schubkolbenantriebes, welcher das Innenteleskop (59) in die strichpunktierte Stellung der Fig. 2 ausschieben bzw. in die Ausgangsstellung zurückziehen kann, die in ausgezogenen Linien wiedergegeben ist. An der äußeren Spitze trägt das ausfahrbare Teleskop (59) einen als Anschlagelement (61) dienenden verschließbaren Haken, der über einen Schäkel (62) an eine Öse (60) angeschlossen ist.

An der anderen Frontseite (63) trägt die Wanne einen mit ihrer Querwand (64) fest verbundenen Anbau (65). Dieser Anbau hat eine Plattform (66), unter der Scheinwerfer (67, 68) befestigt sind und die außerdem einen Elektromotor (69) aufnimmt. Dieser Elektromotor ist Teil eines elektrohydraulischen Druckerzeugers (70), der in der Wanne untergebracht ist. Der dazu erforderliche Behälter (71) zur Aufnahme der hydraulischen Arbeitsflüssigkeit schließt sich in Richtung auf die Frontseite (41) an. Unter Abdeckgittern (72, 73) und daher aus der Darstellung der Fig. 2 nicht ersichtlich, sind zwei Ölkühler untergebracht, zwischen denen die zuvor beschriebene Vorrichtung zum Auspendeln der Wanne (5) und für den Niveauausgleich (39, 40) untergebracht ist.

Der Anbau trägt einen Ventilblock (74), dessen Steuerventile zur Betätigung der unterschiedlichen Funktionen der beschriebenen hydraulischen Arbeitszylinder bzw. Schubkolbengetriebe Verwendung finden. Hierzu gehören auch je zwei hydraulisch aus- und einfahrbare Stützen (75, 76) des hinteren Anbaues (65 und 77, 78) der vorderen Traverse (42). Mit diesen Stützen läßt sich die Wanne ausheben und unmittelbar auf der Sohle unter gleichzeitiger Entlastung der Raupen (3, 4) abstützen.

Der beschriebene, als Raubgerät dienende Raupenschlepper (1) wird mit einem nicht dargestellten Schleppkabel betrieben, das den Elektromotor (69) mit einer stationären Stromquelle verbindet. Er weist auch an der Fronttraverse Scheinwerfer (79, 80) zur Beleuchtung der jeweiligen Arbeitsstelle auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Raubgerät für Ausbauschilde des Untertagebetriebes, an das die Ausbauschilde mit der Kappenspitze in Raub- und Transportrichtung nach vorn angeschlagen und auf dem Liegenden aus einem Streb geschleppt werden, gekennzeichnet durch einen Raupenschlepper (1) mit einem Anbaukran (2), wobei der Raupenschlepper eine mit beiden Raupenfahrwerken (3, 4) durch ein Drehlager (9) mit horizontaler Drehachse (10) verbundene Wanne (5) aufweist, dessen Drehzapfen (8) an jeweils einem Raupenfahrwerk (3, 4) fest und über Kurbelschwingen (16) mit druckmittelbetätigten Arbeitszylindern (18) zum Auspendeln der Wanne (5) verstellbar sind und an der Wanne (5) Drehzahpfenlager (9) vorgesehen sind, welche mit druckmittelbetätigten Arbeitszylindern (22-25) zum Niveauausgleich (39, 40) verstellbar sind, und wobei der Kran (2) einen Wippausleger (46) auf einem Drehwerk (43, 51) mit senkrechter Drehachse aufweist.
  2. 2. Raubgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Basis des Anbaukranes (2) eine Fronttraverse (42) der Schlepperwanne (5) dient, an die der nicht drehbare Teil (43) des Drehwerkes (51) und seiner Schubkolbenantriebe (48, 49) sowie der Schubkolbenantrieb (53) des Wippauslegers (2) angebaut sind, und daß an der anderen Frontseite (63) an der Schlepperwanne (5) ein Anbau (65) zur Unterbringung von Teilen (69, 74) eines hydraulischen Druckerzeugers (70) und der Bedienung (74) vorgesehen ist.
  3. 3. Raubgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fronttraverse (42) und der Anbau (65) ausfahrbare Sohlenabstützungen (75 bis 78) aufweisen und daß der Wippausleger (46) als Teleskopauslgeger (58, 59) mit einem an der Spitze des ausfahrbaren Teleskopes (59) angebrachten Anschlagelementes (61) versehen ist.
  4. 4. Raubgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (69) des elektrohydraulischen Druckerzeugers (70) auf dem Anbau (65) und die übrigen Teile hinter der Querwand (64) in der Schlepperwanne (5) untergebracht sind, wobei die Drehzapfenlager (9) mit ihren hydraulischen Arbeitszylindern (22 bis 24) zwischen zwei Ölkühlern (72, 73), von denen einer hinter der Fronttraverse (42) in der Wanne angeordnet ist, liegen, während zwischen dem elektrohydraulischen Antrieb (70) und dem anderen Ölkühler (72) ein Tank (71) für die hydraulische Flüssigkeit angeordnet ist.
  5. 5. Raubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Teil des Drehwerkes aus einem Joch (50) besteht, welches den Drehzapfen (52) des Wippwerkes aufnimmt und mit seinen Jochenden an je einen Arbeitszylinder (48, 49) angeschlossen ist, der mit dem nicht drehbaren Teil (43) des Drehwerkes verbunden ist und als Drehantrieb dient.
  6. 6. Raubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Wippantrieb ein Schubkolbengetriebe (53) dient, welches den Ausleger (46) aus der Neutralstellung nach oben über einen größeren Bogen (56) als nach unten über einen kürzeren Bogen (57) verschwenkt.






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