PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3627731C1 31.03.1988
Titel Fadenliefervorrichtung mit elektronischer Fadenspannungsregelung
Anmelder Memminger, Gustav, 7290 Freudenstadt, DE
Erfinder Memminger, Gustav, 7290 Freudenstadt, DE;
Kühn, Falk, 7407 Kiebingen, DE;
Fabschitz, Heinz, 8152 Westerham, DE
Vertreter Rüger, R., Dr.-Ing.; Barthelt, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7300 Esslingen
DE-Anmeldedatum 16.08.1986
DE-Aktenzeichen 3627731
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.03.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.1988
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
Zusammenfassung Eine Fadenliefervorrichtung mit elektronischer Fadenspannungsregelung für fadenverarbeitende Textilmaschinen, insbesondere Strick- oder Wirkmaschinen, weist ein den Faden im wesentlichen schlupflos förderndes, drehbar gelagertes Fadenlieferelement auf, dem Fadenleitelemente zugeordnet sind und das mit einem es antreibenden frequenzgeregelten elektrischen Motor gekuppelt ist. Im Fadenlaufweg hinter dem Fadenlieferelement liegen den von dem Fadenlieferelement ablaufenden Faden überwachende Fadenspannungs-Fühlmittel, die ein für die Spannung des ablaufenden Fadens kennzeichnendes elektrisches Signal abgeben, das einer Regeleinrichtung zugeführt wird, die den Motor mit einem Frequenzsignal speist. Um auch bei abrupten Änderungen des Fadenverbrauches eine einwandfreie Fadenlieferung zu gewährleisten, ist auf dem Fadenlaufweg hinter dem Fadenlieferelement eine Einrichtung zur Bildung einer Fadenreserve angeordnet, deren Größe zur Deckung des Fadenbedarfes während des Anlaufs des Motors ausreichend bemessen ist. Dieser Einrichtung sind Mittel zugeordnet, um die Fadenreserve spätestens nach dem Anlaufen des Motors selbsttätig wieder auf eine Ausgangsgröße aufzufüllen. Außerdem weist die Regeleinrichtung eine Schaltungsanordnung auf, die die zeitliche Änderung der Frequenz des Frequenzsignals zumindest während des Anlaufes des Motors derart begrenzt, daß der belastete Motor der Frequenzänderung zu folgen vermag.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fadenliefervorrichtung mit elektronischer Fadenspannungsregelung für fadenverarbeitende Textilmaschinen, insbesondere Strick- oder Wirkmaschinen, mit einem den Faden im wesentlichen schlupflos fördernden, drehbar gelagerten Fadenlieferelement, dem Fadenleitelemente zugeordnet sind und das mit einem es antreibenden frequenzgeregelten elektrischen Motor gekuppelt ist, mit im Fadenlaufweg hinter dem Fadenlieferelement liegenden und den von diesem ablaufenden Faden überwachenden Fadenspannungs- Fühlmitteln, die ein für die Spannung des ablaufenden Fadens kennzeichnendes elektrisches Signal abgeben, sowie mit einer dieses Signal verarbeitenden elektrischen Regeleinrichtung, die den Motor im Sinne der Konstanthaltung der überwachten Fadenspannung mit einem Frequenzsignal speist.

Bei einer aus der US-PS 38 58 416 bekannten Fadenliefervorrichtung dieser Art geben die ein linearbewegliches, den darüberlaufenden Faden abtastendes Fadenführelement aufweisenden Fühlmittel ein für die Fadenspannung kennzeichnendes analoges Spannungssignal ab, das mit einer fest eingestellten Sollwert-Spannung verglichen wird.

Die der Regelabweichung entsprechende Differenzspannung wird verstärkt und zur Erzeugung eines Stellsignales verarbeitet, das als Frequenzsignal dem frequenzgeregelten Antriebsmotor des Fadenlieferelementes zugeleitet wird. Dem Antriebsmotor ist ein Signalgeber zugeordnet, der ein für die Drehzahl des Antriebsmotors und damit die pro Zeiteinheit gelieferte Fadenmenge kennzeichnendes Signal abgibt, das - abhängig von der Stellung eines Umschalters - mit einem in eine analoge Spannung umgewandelten Synchronisationssignal verglichen werden kann, welches von einem die Drehzahl des Nadelzylinders der mit der Fadenliefervorrichtung ausgerüsteten Rundstrickmaschine messenden zweiten Signalgeber geliefert wird. Die so gewonnene, der Differenzspannung entsprechende Regelabweichung wird von dem Regler zu einem entsprechenden Stellsignal für den Motor verarbeitet, so daß die Drehzahl des Motors und damit die Fadenliefergeschwindigkeit mit der Drehzahl des Nadelzylinders der Rundstrickmaschine synchronisiert wird. Durch entsprechende Handbetätigung des Umschalters kann somit wahlweise konstante Fadenspannung oder eine in einer festen Abhängigkeit von der Drehzahl der Rundstrickmaschine stehende Fadenliefermenge eingeregelt werden.

Die grundsätzliche Schwierigkeit einer solchen Fadenliefervorrichtung besteht darin, daß sie schnellen Fadenspannungs- oder -laufgeschwindigkeitsänderungen nicht zu folgen vermag. Beispielsweise im sogenannten Ringelbetrieb treten aber bei Rundstrickmaschinen extrem schnell ablaufende Änderungen des Fadenverbrauches auf, was in geringerem Maße auch für Jacquard-Maschinen gilt. So beträgt z. B. bei einer herkömmlichen Rundstrickmaschine der Fadenverbrauch während des Ringelbetriebes an einer Strickstelle typischerweise ca. 4 m/sek. Wenn nun der Ringelapparat programmgemäß den mit dieser Geschwindigkeit laufenden Faden auslegt und gleichzeitig einen neuen, bisher nicht verarbeiteten und deshalb stillstehenden Faden einlegt, so erfolgt dieser Fadenwechsel innerhalb von Bruchteilen von Millisekunden. Dies bedeutet, daß der alte Faden innerhalb dieser kurzen Zeitspanne von seiner Fadenlaufgeschwindigkeit von ca. 4 m/sek. zum Stillstand gebracht und der neue Faden innerhalb der gleichen kurzen Zeitspanne auf die volle Fadenliefergeschwindigkeit von 4 m/sek. beschleunigt werden muß. Schon das unvermeidbare Trägheitsmoment des Motors und des Fadenlieferelementes schließen eine so rasche Beschleunigung aus, mit dem Ergebnis, daß in dem Faden unzulässige Spannungsspitzen auftreten. Andererseits gestattet es die Auslaufcharakteristik des Motors nicht, diesen in der erforderlich kurzen Zeitspanne stillzusetzen, was dazu führt, daß sich aus dem bis zum Stillstand des Fadenlieferelementes überlieferten Faden Schlaufen bilden und die Fadenspannung völlig zusammenbricht.

Hinzu kommt noch, daß bei einem frequenzgeregelten Motor, d. h. einem Synchronmotor oder einem Schrittmotor, der wegen seiner exakten Regelbarkeit von besonderem Vorteil ist, die Frequenz beim Anlaufen und beim Stillsetzen nicht beliebig schnell von der Startfrequenz auf die dem stationären Betrieb entsprechende Frequenz erhöht bzw. von dieser Frequenz auf die Stoppfrequenz abgesenkt werden kann, weil sonst der Motor nicht mehr in der Lage ist, mit seiner Drehzahl dieser raschen Frequenzänderung zu folgen; er fällt außer Tritt und bleibt stehen.

Die bekannte Fadenliefervorrichtung ist aus diesen Gründen nur für fadenverbrauchende Textilmaschinen geeignet, bei denen keine besonders schnellen oder abrupten Änderungen des Fadenverbrauches auftreten. Dies gilt bspw. für ungemusterte Schlauchware etc. arbeitende Rundstrickmaschinen.

Bei einem aus der DE-OS 26 51 857 bekannten, durch einen Fadenfühler gesteuerten Antrieb für eine Aufwickelvorrichtung einer als intermittierend arbeitender Zwischenspeicher ausgebildeten Fadenliefereinrichtung für fadenverarbeitende Textilmaschinen, insbesondere Webmaschinen und Strickmaschinen ist eine Trommel zur Aufnahme eines vorübergehend zu speichernden Fadenvorrates vorgesehen, mit der ein den Fadenvorrat abtastender Fadenfühler zusammenarbeitet und deren zugeordnete drehbar gelagerte Aufwickelvorrichtung durch einen von dem Fadenfühler ein- und ausschaltbaren Antriebsmotor in Gestalt eines Dreiphasen-Drehfeldmotors angetrieben ist. Der Fadenfühler enthält eine mit einem reflektierten Lichtstrahl arbeitende Lichtschranke, deren Fotozelle ein Signal abgibt, aus dem durch Integration eine trapezförmige Steuerspannung erzeugt wird, die in Funktion der Zeit in einer Beschleunigungsrampe stetig von einem Wert null auf einen einstellbaren Dauerwert anwächst, der die maximale Frequenz des zu erzeugenden Dreiphasen-Speisestroms des Antriebsmotors und damit auch dessen Dauer-Drehzahl bestimmt. Ist der Fadenvorrat aufgefüllt, so fällt das Signal der Fotozelle weg, was bewirkt, daß in einer entsprechenden Schaltung die Frequenz des Drehstromes des Antriebsmotors entsprechend verlangsamt wird, bis die Aufwickelvorrichtung stillsteht. Damit wird erreicht, daß der Drehstrom-Antriebsmotor der Frequenzänderung zu folgen vermag. Bei der mit diesem Antrieb ausgerüsteten Fadenliefervorrichtung ist aber keine Fadenspannungsregelung vorgesehen; der Faden wird aus dem Fadenvorrat vielmehr über Kopf von der Trommel im wesentlichen spannungsfrei abgezogen, wie dies z. B. bei Webspeichern üblich ist.

Schließlich ist noch aus der DE-OS 34 29 207 eine Fadenliefervorrichtung für fadenverbrauchende Textilmaschinen bekannt geworden, die mit einem den Faden mit vorbestimmter Spannung schlupflos fördernden, drehbar gelagerten Lieferelement arbeitet, das durch einen in seiner Drehzahl regelbaren elektrischen Antriebsmotor, vorzugsweise einen Schrittmotor, angetrieben ist, dessen Drehzahl in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal von die Fadenlaufgeschwindigkeit des von dem Lieferelement geförderten Fadens überwachenden Fühlmitteln beeinflußbar ist. Bei einer Ausführungsform dieser Fadenliefervorrichtung ist auf dem Fadenlaufweg zwischen dem Lieferelement und den Fühlmitteln eine Fadenreserve angeordnet, deren Größe durch einen Regler auf einem Sollwert gehalten werden kann, wobei außerdem ein Fadenspannungsregler vorgesehen sein kann, der über zugeordnete Spannmittel die Fadenspannung auf dem Fadenlaufweg zwischen dem Lieferelement und den Fühlmitteln konstant hält. Die Fühlmittel sind dabei durch einen von dem von dem Lieferelement ablaufenden Faden angetriebenen Tachogenerator gebildet, der die Laufgeschwindigkeit des Fadens mißt. Diese Fadenliefervorrichtung weist schon wegen des Tachogenerators einen verhältnismäßig komplizierten Aufbau auf, was gelegentlich unerwünscht ist.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Fadenliefervorrichtung mit elektronischer Fadenspannungsregelung zu schaffen, die bei einfachem, betriebssicherem Aufbau und geringem Leistungsbedarf für Einsatzzwecke, bspw. im Ringelbetrieb arbeitende Rundstrickmaschinen, geeignet ist, bei denen ein sehr rasch und abrupt wechselnder Fadenverbrauch auftritt und gewährleistet werden muß, daß trotzdem der Faden mit möglichst konstanter Fadenspannung positiv geliefert wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Fadenliefervorrichtung erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Fadenlaufweg zwischen dem Fadenlieferelement und den Fadenspannungs-Fühlmitteln eine Einrichtung zur Bildung einer Fadenreserve angeordnet ist, deren Größe zur Deckung des Fadenbedarfes während des Anlaufes des Motors ausreichend bemessen ist, daß dieser Einrichtung Mittel zugeordnet sind, um die Fadenreserve spätestens nach dem Anlaufen des Motors selbsttätig wieder auf eine Ausgangsgröße aufzufüllen, und daß die Regeleinrichtung eine Schaltungsanordnung aufweist, die die zeitliche Änderung der Frequenz des Frequenzsignales zumindest während des Anlaufes des Motors derart begrenzt, daß der belastete Motor der Frequenzänderung zu folgen vermag.

Wenn bei dieser Fadenliefervorrichtung eine abrupte Änderung des Fadenbedarfes auftritt, bspw. indem der Ringelapparat den bisher stillstehenden Faden einlegt, so wird der augenblicklich erforderliche Fadenbedarf aus der Fadenreserve gedeckt, während gleichzeitig der Motor beschleunigt wird. Die Beschleunigung des Motors erfolgt entsprechend dessen Anlaufcharakteristik, ohne daß die Gefahr besteht, daß der Motor außer Tritt fällt. Andererseits ist der Faden während seiner Entnahme aus der Fadenreserve keinen übermäßigen Spannungsbeanspruchungen ausgesetzt.

Um zu vermeiden, daß bei einer plötzlichen starken Verringerung des Fadenbedarfs, wie sie bspw. auftritt, wenn der Ringelapparat den Faden auslegt, das mit dem Motor gekuppelte auslaufende Fadenlieferelement von dem Fadenverbraucher nicht mehr aufgenommenen und deshalb überschüssigen Faden nachliefert, der zur Bildung von Schlaufen und zum Zusammenbruch der Fadenspannung führt, ist es vorteilhaft, wenn die Schaltungsanordnung der Regelungseinrichtung die Änderung der Frequenz des Frequenzsignales auch zumindest während des Auslaufes des Motors derart begrenzt, daß der belastete Motor der Frequenzänderung zu folgen vermag, wobei der Einrichtung zur Bildung der Fadenreserve Mittel zugeordnet sind, um die während des Auslaufs gelieferte überschüssige Fadenmenge in die Fadenreserve aufzunehmen, so daß die Fadenspannung stets erhalten bleibt. Zur Begrenzung der Frequenzänderung des Frequenzsignales in Abhängigkeit von der Anlauf- bzw. Auslaufcharakteristik des mit dem Fadenlieferelement gekuppelten Motors kann die Schaltungsanordnung der Regeleinrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform einen Integrator für das für die Fadenspannung kennzeichnende elektrische Signal aufweisen, dessen Zeitkonstante und damit die Dauer der Anlauf- bzw. der Auslaufphase des Motors derart bemessen ist, daß der Motor der Frequenzänderung stets zu folgen vermag, ohne außer Tritt zu fallen. Da während der Beschleunigung des Motors dem antreibenden Drehmoment nicht nur das Massenträgheitsmoment, sondern auch das Reibungsdrehmoment entgegenwirken, während bei der Verzögerung des Motors das Reibungsdrehmoment bremsend wirkt, ist es zweckmäßig, wenn der dem Anlauf des Motors zugeordnete Integrator eine größere Zeitkonstante aufweist als der dem Auslauf des Motors zugeordnete Integrator. In einer einfachen, praktischen Ausführungsform kann dies dadurch erreicht werden, daß die beiden Integratoren durch ein RC-Glied gebildet sind, dessen Ohm'scher Widerstand signalabhängig auf zwei verschiedene Werte umschaltbar ist.

Die Einrichtung zur Bildung der Fadenreserve weist mit Vorteil ein auf einem vorbestimmten Weg beweglich gelagertes Fadenführelement auf, dem wenigstens ein feststehendes Fadenleitelement zugeordnet ist, das mit dem beweglichen Fadenführelement einen verlängerten Fadenlaufweg ausbildet, wobei das bewegliche Fadenführelement mit einer entgegen der an ihm angreifenden Fadenzugkraft wirkenden, einstellbaren Sollwert-Kraft beaufschlagt und mit einem Signalgeber der Fühlmittel gekuppelt ist, der als für die Fadenspannung kennzeichnendes Signal ein von der Stellung des beweglichen Fadenführelementes abhängiges Signal erzeugt.

Die Stellungsabtastung des beweglichen Fadenführelementes kann in apparativ sehr einfacher Weise durchgeführt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Signalgeber ein das bewegliche Fadenführelement oder einen mit diesem verbundenen Teil abtastender elektro-optischer Signalgeber, der deshalb für diesen Zweck sehr gut geeignet ist, weil er keinerlei Kräfte auf das bewegliche Fadenführelement ausübt, die zu einer Beeinflussung der Regelgenauigkeit führen könnten.

Dabei kann das von dem Signalgeber erzeugte Signal in einer vorgegebenen funktionellen Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des beweglichen Fadenführelementes stehen, derart, daß mit zunehmender Auslenkung des Fadenführelementes im Sinne zunehmender Fadenspannung das Signal nur unterproportional zunimmt, so daß auch der Auslenkweg des beweglichen Fadenführelementes nicht über die Gebühr ansteigt.

Das von dem Signalgeber abgegebene Signal ist somit nicht nur für eine Änderung der Fadenspannung kennzeichnend, sondern auch für die Stellung des Fadenführelementes und damit für die Größe der Fadenreserve. Von ihm wird in der Regeleinrichtung das Stellsignal für den mit dem Fadenlieferelement gekuppelten Motor abgeleitet, das die Drehzahl des Motors und damit die Fadenliefergeschwindigkeit so beeinflußt, daß zum einen die Fadenspannung auf dem jeweils vorgegebenen Sollwert gehalten und zum anderen die Größe der Fadenreserve - durch die Stellung des Fadenführelementes - bei einer Auslenkung des Fadenführelementes stets auf einen (von der Fadenlaufgeschwindigkeit abhängigen) Ausgangswert zurückgeführt wird.

Die das bewegliche Fadenführelement beaufschlagende Sollwert-Kraft kann an sich bspw. durch eine Sollwert-Feder aufgebracht werden, die eine mehr oder minder steile Federkennlinie aufweist. Als zweckmäßig hat es sich aber erwiesen, wenn diese Sollwert-Kraft im wesentlichen wegunabhängig konstant ist. Dazu kann das bewegliche Fadenführelement mit einem die Sollwert-Kraft erzeugenden elektromagnetischen Sollwert-Geber gekuppelt sein, dessen Regelstrom einstellbar ist. Ein solcher elektromagnetischer Sollwert-Geber ist bspw. ein permanent erregter Gleichstrommotor oder eine dem Meßwerk eines Drehspulmeßinstrumentes oder dergl. vergleichbare Anordnung. Für einen solchen ein Soll-Drehmoment erzeugenden Sollwert-Geber ergeben sich besonders einfache Verhältnisse, wenn das bewegliche Fadenführelement ein schwenkbar gelagerter, ein Fadenleitorgan tragender Fadenführhebel ist, der mit der Achse des Sollwert-Gebers starr gekuppelt ist. Ein elektromagnetischer Sollwert-Geber hat den Vorteil, daß die Sollwert-Kraft in sehr einfacher Weise auf elektrischem Wege eingestellt werden kann.

Ohne daß damit ein größerer schaltungstechnischer Aufwand verbunden wäre, kann der elektromagnetische Sollwert-Geber mit der Regeleinrichtung verbunden sein, die bei Auftreten einer Änderung des für die Fadenspannung kennzeichnenden elektrischen Signals zeitweilig ihm ein die Sollwert-Kraft in einem der Änderung der Fadenspannung entgegenwirkenden Sinne beeinflussendes Kompensations-Signal aufschaltet. Auf diese Weise wird erreicht, daß das bewegliche Fadenführelement bei plötzlich zu- oder abnehmendem Fadenverbrauch an einer zu weiten Auslenkung gehindert bzw. sehr schnell wieder in seine Soll-Stellung zurückgeführt wird, so daß sich sehr kurze Regelzeiten ergeben. Dabei ist es zweckmäßig, wenn das Kompensations-Signal über ein Differenzglied von dem für die Fadenspannung kennzeichnenden Signal abgeleitet wird.

Im übrigen kann der elektromagnetische Sollwert-Geber auch einen Eingang für von einem zentralen Geber kommende, die Sollwert-Kraft verstellende Signale aufweisen, so daß eine Ferneinstellung der Spannung des von der Fadenliefervorrichtung gelieferten Fadens möglich ist. Insbesondere bei mehrsystemigen Rundstrickmaschinen eröffnet sich damit die Möglichkeit, von einer zentralen Stelle aus - auch während des Maschinenlaufs - ohne Aufwand die Fadenspannungen in einzelnen Stricksystemen zweckentsprechend kurzfristig einstellen zu können oder programmgemäß zu verändern.

Schließlich ist es von Vorteil, wenn der Bewegungsweg des beweglichen Fadenführelementes begrenzt ist, wobei in der Nähe der Grenzen mit dem Fadenführelement zusammenwirkende Fühler angeordnet sind, die jeweils ein Abschaltsignal für den Motor und/oder die Maschine abgeben. Damit erübrigen sich eigene Auslaufabsteller, deren Aufgabe darin besteht, nach Auftreten eines Fadenbruches die Maschine stillzusetzen. Es kann auch an der einen Grenze des Bewegungsweges des beweglichen Fadenführelementes lediglich der Motor und damit das Fadenlieferelement stillgesetzt werden; dadurch wird eine Ansteuerung der Fadenliefervorrichtung über die von dem Fadenverbraucher aufgenommene Fadenmenge erreicht. Nimmt der Verbraucher keinen Faden mehr ab, so wandert das Fadenführelement an eine Grenze seines Bewegungsweges; von dem zugeordneten Fühler wird ein Abschaltsignal für den Motor abgegeben, womit die Fadenlieferung unterbrochen wird. Die bis zum Stillstand des Motors gelieferte überschüssige Fadenmenge wird, wie bereits eingangs erläutert, in die Fadenreserve aufgenommen, ohne daß die Fadenspannung zusammenbricht.

Im Normalbetrieb einer Strickmaschine ist es erwünscht, daß den einzelnen Strickstellen eine genau vorgegebene, von der Drehzahl der Maschine abhängige Fadenmenge zugeliefert wird. Um dies zu erreichen, kann die Regeleinrichtung einen Eingang für ein von einer äußeren Synchronisationsquelle - bspw. einem Drehzahlgeber der Rundstrickmaschine - kommendes Synchronisationssignal aufweisen und der Motor nach Erreichen einer der eingestellten Sollwert-Fadenspannung entsprechenden Drehzahl durch die Regeleinrichtung selbsttätig mit dem Synchronisationssignal synchronisierbar sein.

Der Antriebsmotor des Fadenlieferelementes ist frequenzgeregelt; es kann ein Synchronmotor oder insbesondere aber ein Schrittmotor sein.

In der praktischen Ausgestaltung der neuen Fadenliefervorrichtung ist es vorteilhaft, wenn der mit dem beweglichen Fadenführelement gekoppelte Signalgeber ein analoges, für die Fadenspannung kennzeichnendes Signal abgibt und die Regeleinrichtung einen der dieses analoge Signal verarbeitenden Schaltungsanordnung nachgeschalteten Spannungs-/Frequenzwandler aufweist, der das Frequenzsignal erzeugt. Dabei kann zwischen dem Integrator und dem Spannungs-/Frequenzwandler eine Schwellwertschaltung für die übertragene Signalspannung angeordnet sein, die verhindert, daß unterhalb einem unteren Schwellwert liegende Spannungen zu dem Eingang des Spannungs-/Frequenzwandlers gelangen. Auch weist der Spannungsfrequenzwandler ausgangsseitig mit Vorteil eine einstellbare Nullpunktsunterdrückung auf, derart, daß die Ausgangsfrequenz auf die Start-/Stop-Frequenz des jeweiligen Motors abgestimmt ist. Um die einer bestimmten Fadenlaufgeschwindigkeit zugeordnete Stellung des Fadenführelementes und damit die Größe der Fadenreserve beeinflussen zu können, ist schließlich der Spannungs-/Frequenzwandler zweckmäßigerweise mit einer Einrichtung zur Änderung seiner Steilheit versehen.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine Fadenliefervorrichtung gemäß der Erfindung, in perspektivischer schematischer Darstellung,

Fig. 2 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1, geschnitten längs der Linie II-II der Fig. 1, in einer Seitenansicht, mit weggelassener eingangsseitiger Fadenbremse,

Fig. 3 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1, in einer abgewandelten Ausführungsform, in einer Schnittdarstellung ähnlich Fig. 2, sowie im Ausschnitt,

Fig. 4 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1, in einer weiteren abgewandelten Ausführungsform, in einer Schnittdarstellung ähnlich Fig. 2 und im Ausschnitt,

Fig. 5 ein Diagramm zur Veranschaulichung der Anlaufkennlinie des Motors und des Fadenrades der Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 6 ein Diagramm zur Veranschaulichung der Auslaufkennlinie des Motors und des Fadenrades der Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 7 ein schematisches Blockschaltbild der elektronischen Einrichtungen der Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 8 ein vereinfachtes Schaltbild der Schaltung zu dem Blockschaltbild nach Fig. 7,

Fig. 9 ein Diagramm zur Veranschaulichung des funktionellen Zusammenhanges zwischen dem Stellwinkel des Fadenführarmes und der von dem elektrooptischen Signalgeber abgegebenen Signalspannung bei der Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1, und

Fig. 10 ein Blockschaltbild ähnlich Fig. 7 einer mit einer äußeren Synchronisationsquelle synchronisierbaren Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1.

Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Fadenliefervorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, das einen Halter 2 trägt, der zur Befestigung an dem Gestellring einer nicht weiter dargestellten Rundstrickmaschine eingerichtet ist und in dessen Bereich ebenfalls nicht weiter veranschaulichte elektrische Anschlußeinrichtungen für die im Inneren des Gehäuses 1 untergebrachten elektrischen und elektronischen Bauelemente angeordnet sind. Wie aus Fig. 2 zu ersehen, ist in dem oberen Teil des Gehäuses 1 ein elektrischer Schrittmotor 3 angeordnet, der mit seiner Welle 4 durch eine entsprechende Öffnung in der Gehäusevorderwand ragt und ein auf die Welle 4 drehfest aufgesetztes Fadenrad 5 antreibt. Das Fadenrad 5 besteht aus einer auf die Welle 4 aufgesetzten Nabe 6 und einer Anzahl mit der Nabe 6 endseitig verbundener, im wesentlichen U-förmiger Drahtbügel 7, von denen jeder ein im wesentlichen achsparalleles Fadenauflageteil 8 und eine daran anschließende Einlaufschräge 9 aufweist. Zur guten Wärmeabfuhr aus dem Gehäuse ist der Schrittmotor 3 mit seinem Lagerschild an einem aus Leichtmetall bestehenden plattenartigen Kühlkörper 10 befestigt, der seinerseits auf die Außenseite der Vorderwand des Gehäuses 1 aufgeschraubt ist und sich im wesentlichen hinter dem Fadenrad 5 erstreckt. Der Kühlkörper 10 trägt angeformte Kühlrippen 11, die die der Wärmeabgabe an die Umgebungsluft dienende Oberfläche vergrößern.

Dem das Fadenlieferelement bildenden Fadenrad 5sind an dem Gehäuse 1 angeordnete ortsfeste Fadenleitelemente zugeordnet, die aus einer an einem gehäusefesten Halter 12 vorgesehenen Einlauföse 13, einem an der Gehäusevorderwand in der Nähe des Fadenrades 5 angeordneten Faden-Umlenkhaken 14 und zwei auf der Fadenauslaufseite des Fadenrades 5 an dem Gehäuse angeordneten Fadenösen 15, 16.

Der von einer nicht weiter dargestellten Fadenquelle, bspw. einer Spule, kommende Faden 17 läuft durch die Einlauföse 13 über eine an dem Halter 12 angeordnete einstellbare Faden-Tellerbremse 18 und den Umlenkhaken 14 auf die Fadentrommel 5 im Bereiche der Anlaufschräge 9 der Drahtbügel 7 auf, die die sich bildenden Fadenwindungen auf die Fadenauflageteile 8 der Drahtbügel 7 schieben, auf welchen sich somit ein aus einer Anzahl Fadenwindungen 19 ( Fig. 2) bestehender Speicherwickel bildet, der zusammen mit den schmalen Auflagebereichen 8 eine im wesentlichen schlupflose Mitnahme des Fadens 17 am Umfang des Fadenrades 5 gewährleistet.

Von dem Speicherwickel 190 aus läuft der Faden 17 durch die erste ortsfeste auslaufseitige Fadenöse 15, von dort durch eine Fadenöse 19 am Ende eines ein bewegliches Fadenführelement bildenden, anderenends bei 20 an dem Gehäuse 1 schwenkbar gelagerten Fadenführarmes 21 und von da zurück zu der zweiten ortsfesten Fadenöse 16, die etwas unterhalb, aber seitlich in unmittelbarer Nähe der ersten Fadenöse 15 angeordnet ist.

Von der zweiten Fadenöse 16 aus geht der Faden zu einem nicht weiter dargestellten Fadenverbraucher, bei einer Strickmaschine zu den Nadeln einer Strickstelle.

Auf der Einlaufseite wird der Faden 17 in dem Bereich zwischen der Fadenbremse 18 und dem Umlenkhaken 14 von einem Fadeneinlauffühler 22 überwacht, der bei Fadenbruch einen von seinem Fühlerarm betätigten, in dem Gehäuse 1 angeordneten Schalter umschaltet, der sodann ein die Stillsetzung der Maschine bewirkendes elektrisches Abschaltsignal abgibt.

Auf der Ausgangsseite des Fadenrades 5 bildet der schwenkbar gelagerte Fadenführarm 21 mit seiner Fadenöse 19 zwischen den feststehenden Fadenösen 15, 16 einen im wesentlichen V-förmigen verlängerten Fadenlaufweg aus, der eine Fadenreserve darstellt, deren Größe von der Winkelstellung des Fadenführarmes 21 abhängt.

Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, daß in einem durch eine Trennwand 23 abgeteilten unteren Gehäuseteil 24 an der Gehäusevorderwand ein kleiner Gleichstrommotor 25 befestigt ist, der mit seiner Welle 26 durch eine entsprechende Öffnung der Gehäusevorderwand ragt und einen drehfest aufgesetzten, im wesentlichen L-förmigen Betätigungshebel 27 trägt, welcher sich an seinem Ende einseitig gegen den Fadenführarm 21 abstützt und damit diesen, bezogen auf Fig. 1, im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken bestrebt ist.

Der vorzugsweise als sogenannter Glockenläufer-Motor ausgebildete, permanent erregte Gleichstrommotor 25 kann wegen des beschränkten Drehwinkelbereiches des mit ihm gekuppelten Fadenführarmes 21 auch durch eine Anordnung ähnlich dem Meßwerk eines Drehspulmeßinstrumentes etc. ersetzt sein; er bildet einen elektromagnetischen Sollwert-Geber, der über den Betätigungsarm 27 eine genau vorgegebene einstellbare Sollwert-Kraft auf den Fadenführarm 21 und dessen Öse 19 ausübt. Diese Sollwert-Kraft ist der von dem durch die Öse 19 geführten Faden ausgeübten, von der Fadenspannung abhängigen Zugkraft entgegengerichtet, d. h., bezogen auf Fig. 1, weist die Sollwert-Kraft nach links.

Mit der Achse 20 des Fadenführarmes 21 ist ein elektro-optischer Signalgeber 28 gekuppelt, der die Winkelstellung des Fadenführarmes 21 abtastet und - wie noch im einzelnen erläutert werden wird - ein für die Spannung des durch die Fadenöse 19 des Fadenführarmes 21 verlaufenden Fadens 17 kennzeichnendes Signal abgibt, das gleichzeitig auch für die Winkelstellung des Fadenführarmes 21 und damit die Größe der oben erwähnten Fadenreserve kennzeichnend ist.

Der Signalgeber 28 besteht aus einer Leuchtdiode 29 und einem im Strahlenweg der Leuchtdiode 29 liegenden Fototransistor 30, die beide an einem gehäusefesten Halter 31 sitzen. In den Strahlengang der Leuchtdiode 29 ragt mehr oder minder mit ihrer Berandung eine auf die Achse 20 des Fadenführarmes 21 aufgeteilte Abblendscheibe 32, deren Berandung grundsätzlich die in Fig. 9 dargestellte Gestalt aufweist, die im wesentlichen einer e-Funktion folgt.

Abhängig von der Verschwenkung des Fadenführarms 21 wird durch die Abblendscheibe 32 der Fototransistor 30 mehr oder weniger gegen die Leuchtdiode 29 abgeschirmt, so daß am Ausgang des Fototransistors 30 ein analoges Signal erscheint, das in einer durch den Umriß der Abblendscheibe 32 gegebenen festen funktionellen Abhängigkeit von der Winkelstellung des Fadenführarmes 21 steht.

Die Schwenkbewegung des Fadenführarmes 21 ist in beiden Drehrichtungen durch zwei Anschlagstifte 33, 34 (Fig. 1) begrenzt. Erfolgt keine Fadenabnahme, so befindet sich der Fadenführarm 21 in der Nähe des linken Anschlags 33; er bewegt sich mit steigender Fadenlaufgeschwindigkeit, d. h. zunehmender Drehzahl des Fadenrades 5, nach rechts auf den anderen Anschlagstift 34 zu, ohne diesen im Normalbetrieb erreichen zu können. An dem Anschlagstift 33 oder dem Anschlagstift 34 kommt der Fadenführarm 21 lediglich im Störfall zur Anlage:

Wenn ein Fadenbruch auftritt oder aus einem anderen Grunde die Spannung des von dem Fadenrad 5 ablaufenden Faden zusammenbricht, wird der Fadenführarm 21 zu dem linken Anschlagstift 33 verschwenkt und durch diesen stillgesetzt; wenn andererseits, bspw. durch einen in dem Faden 17 enthaltenen Knoten, der die Fadenöse 19 nicht passieren kann, der Fadenführarm 21, bezogen auf Fig. 1, nach rechts gerissen wird, wird seine Bewegung durch den rechten Anschlagstift 34 begrenzt.

Auf der Achse 20 des Fadenführarmes 21 ist in dem unteren Gehäuseteil 24 ein Schaltexzenter 35 drehfest angeordnet, der mit einem in dem Gehäuse 1 untergebrachten Schalter 36 derart zusammenwirkt, daß über entsprechende Schaltnocken des Schaltexzenters 35 der somit einen Stellungsfühler bildende Schalter 36 betätigt wird und ein Abschaltsignal für die Maschine abgibt, bevor der Fadenführarm 21 an dem linken oder rechten Anschlagstift 33 bzw. 34 zur Anlage kommt. Eine in einem farbigen Leuchtenteil 37 an der Unterseite des Gehäuses 1 angeordnete Signalleuchte 38 leuchtet auf, wenn entweder der Einlauffadenfühler 22 anspricht, oder der Schalter 36 betätigt wird und demgemäß ein Abschaltsignal für die Maschine abgegeben wurde. Auf diese Weise ist eine schnelle Lokalisierung der Fehlerstelle an der Rundstrickmaschine möglich.

In dem Gehäuse 1 ist ein von außen her betätigbares Potentiometer 39 (Fig. 1) angeordnet, das in einer im einzelnen noch zu erläuternden Steuerschaltung des Gleichstrommotors 25 liegt, und es gestattet, die von diesem auf den Fadenführarm 21 ausgeübte Sollwert-Kraft, und damit die Fadenspannung, zu verstellen. Außerdem ist oberhalb des Potentiometers 39 in dem Gehäuse 1 ein Hauptschalter 40 vorgesehen, der es gestattet, die Gesamtstromversorgung der Fadenliefervorrichtung ein- und auszuschalten, derart, daß im ausgeschalteten Zustand das ganze Gerät stromlos ist, wobei dann auch kein Maschinenstoppsignal von dem Schalter 36 oder dem Einlauffühler 22 mehr abgegeben wird. Eine Anzeigeleuchte 41 zeigt bei eingelegtem Hauptschalter 40 die Betriebsbereitschaft der Fadenliefervorrichtung an, während ein in der gleichen Gehäusewand vorgesehener Handtaster 42 ein Handspulen des Fadenrades 5 oder ein automatisches Aufspulen von einer genauen Anzahl von Fadenwindungen des Speicherwickels 19 erlaubt.

Die Ausführungsform nach Fig. 3 unterscheidet sich von der im Vorstehenden anhand der Fig. 1, 2 erläuterten Ausführungsform lediglich dadurch, daß sowohl der Betätigungsarm 27 als auch der Fadenführarm 21 jeweils mit einem permanent erregten Gleichspannungsmotor 25 bzw. 25a oder einem anderen gleichwirkenden elektromagnetischen Sollwert-Geber gekuppelt ist, so daß die der an der Fadenöse 19 angreifenden Fadenzugkraft entgegenwirkende Sollwert-Kraft von diesen beiden Gleichstrommotoren 25, 25a aufgebracht wird. Dies hat für bestimmte Anwendungsfälle den Vorteil, daß anstelle eines verhältnismäßig großen Motors lediglich zwei kleinere Motoren zum Einsatz kommen können. Der Signalgeber 28 sitzt wiederum auf der Welle 26 des mit dem Betätigungsarm 27 gekuppelten Gleichstrommotors 25; sein Aufbau wurde bereits anhand der Fig. 2 erläutert; gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Anstelle des Schaltexzenters 35 und des Schalters 36 der Fig. 2 ist in diesem Falle dem Fadenführarm 21ein berührungsloser Grenzlagenfühler zugeordnet, der aus einer entsprechend gestalteten, auf die Welle 26a aufgesetzten Abblendscheibe 43 und einer Lichtschranke 44 besteht, in deren Strahlengang die Abblendscheibe 43, abhängig von der Winkelstellung des Fadenführarmes 21, mehr oder weniger eintaucht. Der Fototransistor 45 der Lichtschranke 44 gibt Abschaltsignale ab, sowie der Fadenführarm 21 Grenzstellungen in der Nähe der beiden Anschlagstifte 33, 34 erreicht.

Auch die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht im wesentlichen jener nach den Fig. 1, 2, mit dem Unterschied jedoch, daß anstelle des Schaltexzenters 35 und des Schalters 36 der berührungslose elektro-optische Grenzwertfühler 43-45 der Ausführungsform nach Fig. 3 vorgesehen ist, dessen Abblendscheibe 43 unmittelbar auf die Welle 26 des mit dem Fadenführarm 21 unmittelbar gekuppelten Gleichstrommotors 25 verbunden ist. Auf den Betätigungsarm 27 ist hierbei verzichtet.

Die elektrische Schaltung für den das Fadenrad 5 antreibenden Schrittmotor 3 und den als Sollwert-Geber dienenden Gleichstrommotor 25 ist in den Fig. 7, 8 veranschaulicht:

Wie aus dem Blockschaltbild (Fig. 7) zu entnehmen, wird das von dem Fototransistor 30 des Signalgebers 28 abgegebene Analogsignal, das für die Winkelstellung des Fadenführarmes 21 - und damit die Größe der Fadenreserve - sowie für die Spannung des die Fadenreserve durchlaufenden Fadens 17 kennzeichnend ist, über ein Tiefpaßfilter 50 und einen Spannungsfolger 51 in eine Regeleinrichtung 52 eingespeist, die das Signal verarbeitet und ausgangsseitig ein Frequenzsignal einer bestimmten Impulsfolgefrequenz erzeugt, das bei 53 angedeutet ist und einer Steuerelektronik 54 zugeleitet wird, die über eine nachgeschaltete Leistungsendstufe 55 dem Schrittmotor 3 ein Stellsignal in Gestalt einer entsprechenden Schrittimpulsfolge zuleitet. Das Tiefpaßfilter 50 filtert aus dem von dem Signalgeber 28 kommenden Analogsignal höherfrequente Störsignale aus, die bspw. von mechanischen Vibrationen des Fadenführarms 21 etc. herrühren. Der Spannungsfolger 51 liefert ausgangsseitig mit verhältnismäßig niedriger Ausgangsimpedanz ein Signal-Spannungspotential, das von der jeweiligen Winkelstellung α des Fadenführarmes 21 abhängig ist. Die durch die spezielle Gestaltung der Abblendscheibe 32 gegebene funktionelle Abhängigkeit des dem Eingang der Regeleinrichtung 52 zugeführten Signal-Spannungspotentials U von der Winkelstellung des Fadenführarmes 21 ist in Fig. 9 veranschaulicht; sie folgt, wie bereits vermerkt, etwa einer e-Funktion; die Kennlinie ist deshalb progressiv gestaltet, um zu erreichen, daß bei zunehmender Fadenliefermenge pro Zeiteinheit der erforderliche Stellwinkelbereich des Fadenführarmes 21 nicht über Gebühr ansteigt.

Der als Sollwert-Geber dienende permanent erregte Gleichstrommotor 25 wird von einer Konstantstromquelle 56 aus über eine Leistungsendstufe 57 mit konstantem Strom versorgt, so daß er an seiner Welle 26, unabhängig von der Winkelstellung des Betätigungsarmes 27, ein konstantes Drehmoment abgibt. Die Größe dieses Drehmomentes und damit der Sollwert der Fadenspannung können durch das bereits erwähnte Potentiometer 39 eingestellt werden.

Außerdem wird das von dem Spannungsfolger 51 abgegebene analoge Spannungssignal über ein mit dem Potentiometer 39 gekuppeltes zweites Potentiometer 58 einem Differenzierglied 59 zugeleitet, wo es differenziert wird. Der Ausgang des Differenziergliedes 59 ist über ein Addierglied 60 und einen Spannungsfolger 61 mit dem Potentiometer 39, d. h. dem Stelleingang der Konstantstromquelle 56 verbunden. Auf diese Weise wird auf den Stelleingang der Konstantstromquelle 56 ein Kompensationssignal aufgeschaltet, das insbesondere bei auf eine niedrige Fadenspannung (kleiner ca. 3 p ) eingestelltem Fadenspannungs-Sollwert wirksam wird und das von dem Gleichstrommotor 25 auf den Betätigungsarm 27 ausgeübte Drehmoment bei Auftreten einer abrupten Regelabweichung vorübergehend im Sinne der Rückführung des Fadenführarmes 21 in die Soll-Winkelstellung beeinflußt.

Über ein Trennglied 62 und das Addierglied 60 sowie den Spannungsfolger 61 kann schließlich noch von einer äußeren Signalquelle, bspw. einer zentralen Steuereinrichtung für alle oder eine bestimmte Anzahl von Fadenliefervorrichtungen einer Rundstrickmaschine, über das Potentiometer 39 dem Stelleingang der Konstantstromquelle 56 ein äußeres Stellsignal zugeleitet werden, das eine Ferneinstellung des Drehmoments des Gleichstrommotors 25 und damit der auf den Fadenführarm 21 ausgeübten Sollwert-Kraft gestattet.

Im stationären Betrieb treibt der Schrittmotor 3 das Fadenrad 5 mit einer durch das Frequenzsignal 53 bestimmten Drehzahl an, so daß der Faden 17 mit einer entsprechenden Geschwindigkeit dem Verbraucher zugeliefert wird. Der Fadenführarm 21 steht in einer bestimmten Winkelstellung zwischen den beiden Anschlagstiften 33, 34; die auf ihn über die Fadenöse 19 von dem laufenden Faden 17 ausgeübte Kraft steht im Gleichgewicht mit der an ihm über den Betätigungshebel 27 angreifenden, von dem Gleichstrommotor 25 erzeugten Sollwert-Kraft.

Bei Auftreten einer Regelabweichung, bspw. nachlassendem Fadenverbrauch, beginnt der Fadenführarm 21 aus seiner Soll-Winkelstellung auszuwandern, so daß das der Regeleinrichtung 52 zugeführte analoge Spannungssignal U + ΔU eine entsprechende Änderung erfährt. Die Regeleinrichtung 52 regelt das Stellsignal 53 für den Schrittmotor 3 und damit die Fadenliefergeschwindigkeit entsprechend nach, bis wieder ein stationärer Zustand erreicht ist, bei dem der Fadenführarm 21 eine feste Winkelstellung einnimmt, in der die Fadenzugspannung mit der von dem Betätigungsarm 27 ausgeübten Sollwert-Kraft im Gleichgewicht steht. Da die Sollwert-Kraft, unabhängig von der Winkellage des Betätigungsarmes 27 und des Fadenführhebels 21, konstant ist, ist im stationären Zustand bei jeder Fadenliefergeschwindigkeit, und damit auch jedem Fadenverbrauch pro Zeiteinheit, innerhalb des Regelbereiches die Fadenspannung konstant.

Beim Auftreten einer sehr raschen abrupten Änderung des Fadenverbrauches, wie sie bspw. bei einer im Ringelbetrieb arbeitenden Rundstrickmaschine auftritt, wenn der Ringelapparat einen Fadenwechsel vornimmt, ist der Schrittmotor 3 mit dem angekuppelten Fadenrad 5 und dem darüberlaufenden Faden 17 zu träge, um dem raschen Ablauf des Regelungsvorganges zu folgen. So muß bspw. bei dem erwähnten Ringelbetrieb beim Einlegen eines neuen Fadens der vorher stillstehende Faden innerhalb von Bruchteilen einer Millisekunde auf die normale Fadenfördermenge von ca. 4 m/sek. beschleunigt werden. Der Schrittmotor 3 kann aber nur innerhalb bestimmter Grenzen, die durch die Anlaufcharakteristik gegeben sind, einer Frequenzänderung (Frequenzerhöhung) des Stellsignales 53 folgen. Fig. 5 und 6 veranschaulichen die Anlauf- und die Auslaufcharakteristik des Schrittmotors 3 in einer typischen Ausführung der beschriebenen Fadenliefervorrichtung. Aus Fig. 5 ist zu entnehmen, daß der Schrittmotor 3 mindestens ca. 50 ms benötigt, um eine Umfangsgeschwindigkeit von 4m/sek. an dem Fadenrad 5 zu erreichen. Bei einem Versuch, ihn schneller zu beschleunigen, würde er mit dem Frequenzsignal 53 außer Tritt fallen und stehenbleiben.

Da ein Schrittmotor bekanntlich eine bestimmte Start-/Stopp-Frequenz aufweist, geht die Kennlinie in Fig. 5 nicht durch den Nullpunkt.

Grundsätzlich Gleiches gilt auch für die Verhältnisse beim Stillsetzen der Fadenlieferung; auch dieser Vorgang kann nur innerhalb des unterhalb der in Fig. 6 dargestellten Auslaufcharakteristik liegenden Bereiches geschehen, ohne daß der Schrittmotor 3 mit dem Frequenzsignal 53 außer Tritt kommt.

Um zu vermeiden, daß wegen der geschilderten Trägheit der aus Schrittmotor 3 und dessen Steuerung bestehenden Einheit bei einer sehr schnellen Vergrößerung des Fadenverbrauchs, bspw. beim Einlegen eines Fadens in den Ringelapparat, die Fadenspannung auf der Ablaufseite des Fadenrades 3 unzulässig ansteigt oder der Faden sogar reißt, und daß andererseits bei einem plötzlichen Unterbrechen der Fadenabnahme das verhältnismäßig langsam mit dem Schrittmotor 3 auslaufende Fadenrad 5 überschüssigen Faden nachliefert, der zur Schlaufenbildung und zum Zusammenbruch der Fadenspannung und damit zur Betätigung des Maschinenstoppschalters 36 führt, sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

Zwischen den feststehenden Fadenösen 15, 16 und der beweglichen Fadenöse 19 ist, wie bereits erläutert, eine Fadenreserve vorgesehen. Die Größe dieser Fadenreserve ist so bemessen, daß sie zur Deckung des Fadenbedarfes während der durch die Anlaufcharakteristik (Fig. 5) gegebenen Anlaufzeit des Schrittmotors 3 ausreicht. Diese Größe kann anhand der bekannten Anlaufcharakteristik und des ebenfalls bekannten Fadenbedarfes während der Anlaufphase einfach berechnet werden; durch entsprechende Wahl der Länge des Fadenführarms 21 und der Größe dessen Stellwinkelbereiches kann die Fadenliefervorrichtung darauf eingestellt werden.

Außerdem ist in der Regeleinrichtung 52 eine im wesentlichen aus zwei Integratoren 63, 64 bestehende Schaltungsanordnung vorgesehen, die eine auf die jeweilige Anlauf- bzw. Auslaufcharakteristik (Fig. 5, 6) des Schrittmotors 3 abgestimmte Zeitkonstante aufweist und damit die zeitliche Änderung der Frequenz des Frequenzsignales 53 während des Anlaufs bzw. des Auslaufs des Schrittmotors 3 derart begrenzt, daß der von dem Faden 17 und dem Fadenrad 5 etc. belastete Schrittmotor 3 der Frequenzänderung zu folgen vermag. Praktisch bedeutet dies, daß die Anlauf- und die Auslaufkurve des von dem Frequenzsignal 53 gesteuerten Schrittmotors 3 unterhalb der Anlauf- bzw. Auslaufcharakteristik nach Fig. 5 bzw. Fig. 6 liegen.

Damit wird erreicht, daß während der Anlaufzeit des Schrittmotors 3 der Fadenverbraucher seinen Fadenbedarf aus der Fadenreserve decken kann, wobei die Fadenspannung durch das stellwinkelunabhängige Sollwert-Drehmoment des Gleichstrommotors 25 immer auf ihrem Sollwert gehalten bleibt. Gleichzeitig kann während dieser Zeit der Schrittmotor 3 das Fadenrad 5 auf die der erforderlichen Fadenlaufgeschwindigkeit entsprechende Drehzahl innerhalb einer Zeit beschleunigen, deren Länge durch die Anlaufcharakteristik bestimmt ist und die gewährleistet, daß der Schrittmotor 3 mit dem Frequenzsignal 53 in Tritt bleibt.

Da der Signalgeber 28 die Winkelstellung des Fadenführarmes 21 abtastet, wird mit zunehmender Drehzahl des Schrittmotors 3 und damit zunehmender, von dem Fadenrad 5 gelieferter Fadenmenge pro Zeiteinheit der Fadenführarm 21 von dem Betätigungsarm 27 ebenfalls in zunehmendem Maße selbsttätig in eine Winkelstellung überführt, die dem stationären Zustand entspricht, bei dem die von dem Fadenrad 5 gelieferte Fadenmenge genau dem Fadenverbrauch entspricht. Wenn dieser stationäre Zustand erreicht ist, steht der Fadenführarm 21 wieder in einer durch die jeweilige Fadenliefergeschwindigkeit bestimmten Zwischenstellung zwischen den Anschlagstiften 33, 34, d. h. die Fadenreserve ist wieder auf einem Ausgangswert aufgebaut.

Grundsätzlich Gleiches geschieht bei einer plötzlichen Unterbrechung der Fadenlieferung. In diesem Falle beginnt der Fadenverbrauch plötzlich nachzulassen; der Fadenführarm 21 wird von dem Betätigungsarm 27 zunehmend verschwenkt, so daß die nicht mehr abgenommene Fadenmenge in die Fadenreserve aufgenommen wird. Gleichzeitig gibt der Signalgeber 28 ein für diese Verschwenkung des Fadenführarmes 21 kennzeichnendes Signal ab; die Regeleinrichtung 52 ändert die Frequenz des Frequenzsignales 53 im Sinne des Stillsetzens des Schrittmotors 3, wobei die Geschwindigkeit der Frequenzänderung aber durch den Integrator 54 auf einen Wert begrenzt ist, der unterhalb der Auslaufcharakteristik nach Fig. 5 liegt, so daß der Schrittmotor 3 bis zum Stillstand exakt der Frequenzänderung des Frequenzsignales 53 folgt.

Da beim Auslaufen des Schrittmotors 3 und der mit diesem gekuppelten Elemente das Reibungsmoment zusätzlich bremsend wirkt, was in dem Unterschied zwischen der Auslaufcharakteristik und der Anlaufcharakteristik zum Ausdruck kommt, ist die Zeitkonstante des dem Auslauf des Schrittmotors 3 zugeordneten Integrators 64 kleiner als jene des dem Motoranlauf zugeordneten Integrators 63. Das Verhältnis der beiden Zeitkonstanten ist in der Regel kleiner als etwa 4 : 1.

Der aus den Integratoren 63, 64 gebildeten Schaltungsanordnung ist eine Diodenstrecke 65 nachgeschaltet, deren Ausgang über ein Tiefpaßfilter 66 mit einem Spannungs-/Frequenzwandler 67 verbunden ist, der das Frequenzsignal 53 liefert. Die Diodenstrecke 65 bildet eine Schwellwertschaltung, die verhindert, daß dem Spannungs-/Frequenzwandler 67 unterhalb eines unteren Schwellenwertes liegende Signalspannungen zugeleitet werden, die zur Folge hätten, daß vorübergehend ein Frequenzsignal mit für den Schrittmotor 3 unzulässig niedriger Frequenz abgegeben wird. Das Tiefpaßfilter 66 verhindert Störungen des Spannungs-/Frequenzwandlers 67.

Der Spannungs-/Frequenzwandler 67 ist aus den erwähnten Gründen ausgangsseitig mit einer Nullpunktsunterdrückung ausgebildet. Außerdem kann die Steilheit seiner Kennlinie verändert werden, um damit die Winkelstellung des Fadenführarmes 21 und somit die Größe der Fadenreserve für eine bestimmte stationäre Fadenlaufgeschwindigkeit zweckentsprechend einstellen zu können.

Die dem Blockschaltbild nach Fig. 7 entsprechende Schaltung ist in ihren Einzelheiten in Fig. 8 veranschaulicht, wobei sich die Beschreibung auf wesentliche Einzelheiten beschränkt:

Dem Fototransistor 30 des Signalgebers 28 ist über das durch den Widerstand 70 und den Kondensator 71 gebildete Tiefpaßfilter 50 ein Transistor T2 in Emitterfolgeschaltung mit Emitterwiderstand 90 nachgeschaltet, der den Spannungsfolger 51 bildet. Mit dem Emitter des Transistors T1 ist ein Widerstand 72 verbunden, an den ein zweiter Widerstand 73 angeschlossen ist, der im Emitterkreis eines Transistors T1 liegt, dessen Basis über einen Widerstand 74 mit Masse und über eine Diode 75 mit dem Emitter des Transistors T1 verbunden ist. Parallel zu dem Transistor T2 liegt ein Kondensator 76.

Der Kondensator 76 bildet im wesentlichen mit dem Widerstand 72 den dem Motoranlauf zugeordneten Integrator 63, dessen Zeitkonstante bspw. 100 µsek. beträgt.

Wird beim Auslauf des Schrittmotors 3 wegen der entsprechenden Auswanderung des Fadenführarmes 21 das an dem Emitter des Transistors T1 abgegebene Spannungssignal im Verhältnis zu dem an dem Kondensator 76 liegenden Spannungspotential negativ, so legt der als Emitterfolger geschaltete Transistor T2 den Widerstand 73 parallel zu dem Widerstand 72 und zu dem Kondensator 76. Der Transistor T2 wirkt deshalb als Schalter für das jeweilige Ein- oder Abschalten des Parallelwiderstandes 73 zu dem Widerstand 72.

An den Kondensator 76 schließt sich die von den beiden Dioden 77, 78 gebildete Diodenstrecke 65 an, deren beide Dioden 77, 78 durch einen Kondensator 79 überbrückt sind. Durch die Dioden 77, 78 wird der flache Verlauf der Entladekurve des Kondensators 76 im unteren Spannungsabschnitt unterdrückt. Um beim Hochlauf des Schrittmotors 3 ein sofortiges Ansprechen des Spannungs-/Frequenzwandlers 67 zu erreichen, sind die beiden Dioden 77, 78 durch den Kondensator 79 überbrückt, der aufgrund seiner Dimensionierung nur bei sprunghaften Spannungsänderungen wirksam ist.

Die Auslaufzeitkonstante des aus den Widerständen 72, 73 und dessen Kondensator 76 gebildeten Integrators 64 beträgt ca. 1/4 der Zeitkonstante des dem Anlauf zugeordneten Integrators 63, der - wie erwähnt - von dem Widerstand 72 und dem Kondensator 76 gebildet ist. Wegen der Diodenstrecke 65 sind etwa nur 2-3 Auslaufzeitkonstanten bis zum völligen Abschalten des Schrittmotors 3 erforderlich.

An die Diodenstrecke 65 schließt sich das aus einem Widerstand 80 und einem Kondensator 81 bestehende Filter 66 an, an das ausgangsseitig der Spannungs-/Frequenzwandler 67 angeschlossen ist (4151/IC1).

Der von einem IC gebildete Spannungs-/Frequenzwandler 67 ist auf seinem entsprechenden Steuereingang über einen Spannungsteiler 82, 83 auf eine vorbestimmte Spannung negativ vorgespannt (ca. 50 mV). Durch diese Nullpunktunterdrückung wird erreicht, daß in der Ruhestellung des Fadenführarmes 21 mit Sicherheit keine Impulse, d. h. kein Frequenzsignal 53, abgegeben werden. Im übrigen erzeugt der Spannungs-/Frequenzwandler 67 ein Frequenzsignal 53, dessen Impulsfolgefrequenz direkt proportional dem Spannungspotential des Eingangssignales ist. Die Steilheit des Spannungs-/Frequenzwandlers 67 kann durch ein Potentiometer 84 verändert werden. Auf diese Weise kann einer bestimmten Fadenlaufgeschwindigkeit eine bestimmte stationäre oder Ruhestellung des Fadenführarmes 21 in dem Bereich zwischen den Anschlagstiften 33, 34 zugeordnet werden. Durch einen äußeren Widerstand 85, der durch einen Kondensator 86 überbrückt ist, ist die maximale Impulsfrequenz des Frequenzsignales 53 derart eingestellt, daß bei der bei der maximalen Faden-Fördermenge pro Zeiteinheit eingenommenen Endstellung des Fadenführarmes 21 und damit maximaler Signalspannung auf dem Eingang 87 des Spannungs-/Frequenzwandlers 67 sich eine Fadenfördermenge von ca. 10 m/sek. ergibt.

Die Widerstände 88, 89 sowie die Kondensatoren 90, 91 dienen lediglich zur betriebsmäßigen Beschaltung des den Spannungsfrequenzwandler 67 bildenden IC und bedürfen deshalb keiner weiteren Erläuterung.

Der die Sollwert-Kraft auf den Fadenführhebel 21 ausübende Gleichstrommotor 25 ist permanent erregt und durch die Konstantstromquelle 56 mit konstantem Strom versorgt, die ihrerseits wiederum durch ein IC (IC2-PPL 3717) gebildet ist, welches gleichzeitig auch die Leistungsendstufe 57 enthält. Über ein Spannungssignal auf einen Eingang 91 dieses IC lassen sich der Motorstrom und damit das von dem Gleichstrommotor 25 ausgeübte Drehmoment exakt auf einen jeweils gewünschten Wert einstellen. Die dazu erforderliche Signalspannung wird an dem Schleifer des Einstellpotentiometers 39 abgegriffen und dem Eingang 91 über einen von einem Transistor T3 gebildeten Emitterfolger zugeleitet. Der Einstellbereich wird am oberen Ende mittels eines Potentiometers 93 und am unteren Ende über einen von einem Transistor T4 und einem Emitterwiderstand 94 gebildeten Emitterfolger vorgegeben, der den Spannungsfolger 61 zusammen mit dem Addierglied 60 (Fig. 7) bildet. Auf die Basis des Transistors T4 kann entweder über das aus einem Widerstand 95 und einer nachgeschalteten Diode 96 bestehende Trennglied 62 ein Fernstellsignal aufgegeben werden, durch das der mit dem Potentiometer 39 eingestellte Spannungswert verändert wird, bzw. es wird an dieser Stelle ein Kompensationssignal aufgeschaltet, das von dem Differenzierglied 59 herrührt. Das Differenzierglied 59 besteht im wesentlichen aus einem Kondensator 97 und einem durch eine Diode 98 überbrückten Widerstand 99. Die Einstellung des Kompensationssignales erfolgt über das Potentiometer 58, dem das am Ausgang des von dem Transistor T1 mit dem nachgeschalteten Emitterwiderstand 90 gebildeten Spannungsfolger 51 auftretende Analogsignal zugeführt wird. Die Schleifer der beiden Potentiometer 58, 93 sind miteinander gekuppelt. Im übrigen ist diese Kompensationssignalaufschaltung derart auf die physikalischen Eigenschaften des ganzen Fadenführarmmechanismus einschließlich des Gleichstrommotors 25 abgestimmt, daß sie vorzugsweise nur bei verhältnismäßig kleinen Fadenspannungseinstellungen (≤3 p) wirksam wird. Dies wird insbesondere durch entsprechende Auslegung des Potentiometers 58 und eines zugeordneten Widerstandes 100 erreicht. Widerstände 101 und 102 dienen zur annähernden Linearisierung des Einstellbereiches. Die Diode 98 verhindert, daß eine negative Spannungsflanke den eingestellten Motorstromwert verringert. Die Diode 96 des Trenngliedes 62 bewirkt, daß der an dem Potentiometer 39 eingestellte Motorstromwert nur erhöht, jedoch nicht verringert werden kann.

Die im Vorstehenden beschriebene Ausführungsform der Fadenliefervorrichtung ist autark, d. h., das Gerät sorgt ohne Synchronisation mit einer äußeren Signalquelle stets dafür, daß die Spannung des abgegebenen Fadens, unabhängig von der Fadenliefergeschwindigkeit, d. h. dem Fadenverbrauch, stets auf einem vorgegebenen Sollwert gehalten wird, wobei innerhalb des Betriebsbereiches jede geforderte Fadenmenge positiv geliefert wird.

Durch eine einfache Ergänzung der elektrischen Schaltung, wie sie in Fig. 10 veranschaulicht ist, kann die Fadenliefervorrichtung auch mit einem externen Synchronisationssignal, das bspw. von einem zentralen Drehimpulsgeber der Rundstrickmaschine geliefert wird, derart angesteuert werden, daß die Fadenliefermenge mit diesem Synchronisationssignal synchronisiert ist. Diese Betriebsweise ist von Bedeutung bspw. bei schnellaufenden Ringelmaschinen, Sockenstrickmaschinen etc., bei denen die Strickgeschwindigkeit und die sich daraus ergebende Fadenliefergeschwindigkeit oberhalb eines unteren Wertes liegt, der durch die Start-/Stopp-Frequenz des jeweiligen Schrittmotors 3 vorgegeben ist.

Da die Fadenliefervorrichtung aufgrund der beschriebenen Ausbildung in der Lage ist, den extremen Änderungen der Fadenliefermenge beim Fadenwechsel zufolge der vorübergehenden Entleerung oder Auffüllung des Fadenspeichers zu folgen, ist die Fadenliefervorrichtung an sich für solche Maschinen hervorragend geeignet. Nach dem Hochlaufen des Fadenrades 5 und des Schrittmotors 3 anschließend an einen Fadenwechsel erfolgt eine positive Fadenlieferung, um damit einen absolut gleichmäßigen Warenausfall zu gewährleisten. Das Umschalten der Fadenliefervorrichtung von dem erläuterten autarken Betrieb während des Anlaufvorganges auf die positive Betriebsart in Synchronisation mit einem äußeren Synchronisationssignal erfolgt selbsttätig, so daß keine zusätzlichen externen Mittel, bspw. eigene Steuerimpulse und dergl., hierfür benötigt werden.

In Fig. 10 sind die zum Verständnis erforderlichen Teile des Blockschaltbildes nach Fig. 7 mit den gleichen Bezugszeichen eingezeichnet; sie sind im einzelnen nicht weiter erläutert.

Zwischen dem Ausgang der Regeleinrichtung 52 und der Ansteuerelektronik 54 des Schrittmotors 3liegt ein elektronischer Schalter 105, der es gestattet, wahlweise das von der Regeleinrichtung 52 abgegebene Frequenzsignal 53 (autarker Betrieb), oder ein über einen Eingang 106 von einer äußeren Synchronisationsquelle zugeführtes Synchronisations-Frequenzsignal 107 zuzuführen. Zur Ansteuerung des elektronischen Schalters 105 dient eine Steuerschaltung 108, die einen Spannungs-/Frequenzwandler 109 , ein Einstellpotentiometer 110 und einen eine gewisse Hysterese aufweisenden Komparator 111 enthält. Der Spannungs-/Frequenzwandler 109 wandelt das externe Synchronisations-Frequenzsignal 107 in eine analoge Spannung um die über einen Widerstand 112 an dem Einstellpotentiometer 110 anliegt, das auf der anderen Seite über einen Widerstand 113 mit dem Analogsignal am Ausgang der Integratoren 63, 64 beaufschlagt ist. Der Komparator 111 vergleicht die beiden Spannungen und gibt sodann ein Umschaltsignal auf den elektronischen Schalter 105. Das Einstellpotentiometer 110 gestattet es, den Umschaltpegel einzustellen.

Wenn der Anlaufvorgang des Schrittmotors 3 beendet ist, nimmt der Fadenführarm 21 die der jeweiligen Fadenlaufgeschwindigkeit im stationären Zustand entsprechende Stellung ein, so daß auch das am Ausgang der Integratoren 62, 63 über den Widerstand 113 abgegriffene Analogsignal eine bestimmte Größe aufweist. Durch Vergleich dieser Größe mit der dem äußeren Synchronisations-Frequenzsignal 107 entsprechenden Analogspannung erkennt der Komparator 111 selbsttätig die Beendigung des Anlaufsvorganges des Schrittmotors 3, womit er das Umschaltsignal von autarkem Betrieb auf Positivbetrieb abgibt. Für das Zurückschalten des elektronischen Schalters 105, bspw. beim Auslegen des Fadens durch den Ringelapparat gilt Entsprechendes.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenliefervorrichtung mit elektronischer Fadenspannungsregelung für fadenverarbeitende Textilmaschinen, insbesondere Strick- oder Wirkmaschinen, mit einem den Faden im wesentlichen schlupflos fördernden, drehbar gelagerten Fadenlieferelement, dem Fadenleitelemente zugeordnet sind und das mit einem es antreibenden, frequenzgeregelten elektrischen Motor gekuppelt ist, mit im Fadenlaufweg hinter dem Fadenlieferelement liegenden und den von diesem ablaufenden Faden überwachenden Fadenspannungs-Fühlmitteln, die ein für die Spannung des ablaufenden Fadens kennzeichnendes elektrisches Signal abgeben, sowie mit einer dieses Signal verarbeitenden elektrischen Regeleinrichtung, die den Motor im Sinne der Konstanthaltung der überwachten Fadenspannung mit einem Frequenzsignal speist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Fadenlaufweg hinter dem Fadenlieferelement (5) eine Einrichtung (15, 16, 19) zur Bildung einer Fadenreserve angeordnet ist, deren Größe zur Deckung des Fadenbedarfes während des Anlaufes des Motors (3) ausreichend bemessen ist, daß dieser Einrichtung (15, 16, 19) Mittel (28, 52) zugeordnet sind, um die Fadenreserve spätestens nach dem Anlaufen des Motors (3) selbsttätig wieder auf eine Ausgangsgröße aufzufüllen, und daß die Regeleinrichtung (52) eine Schaltungsanordnung (63, 64) aufweist, die die zeitliche Änderung der Frequenz des Frequenzsignals (53) zumindest während des Anlaufes des Motors (3) derart begrenzt, daß der belastete Motor (3) der Frequenzänderung zu folgen vermag.
  2. 2. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schaltungsanordnung (63, 64) die Änderung der Frequenz des Frequenzsignales (53) auch zumindest während des Auslaufes des Motors (3) derart begrenzt ist, daß der belastete Motor (3) der Frequenzänderung zu folgen vermag und daß der Einrichtung zur Bildung der Fadenreserve Mittel (28, 52, 25) zugeordnet sind, um die während des Auslaufes des Motors (3) gelieferte überschüssige Fadenmenge in die Fadenreserve aufzunehmen.
  3. 3. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung einen Integrator (63, 64) für das für die Fadenspannung kennzeichnende elektrische Signal aufweist.
  4. 4. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Anlaufen des Motors (3) zugeordnete Integrator (63) eine größere Zeitkonstante aufweist als der dem Auslaufen des Motors (3) zugeordnete Integrator (64).
  5. 5. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Integratoren (63, 64) durch ein RC-Glied (72, 73; 76) gebildet sind, dessen Ohm'scher Widerstand signalabhängig auf zwei verschiedene Werte umschaltbar ist.
  6. 6. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Bildung der Fadenreserve mindestens ein auf einem vorbestimmten Weg beweglich gelagertes Fadenführelement (21) aufweist, dem wenigstens ein feststehendes Fadenleitelement (15; 16) zugeordnet ist, das mit dem beweglichen Fadenführelement (21) einen verlängerten Fadenlaufweg ausbildet und daß das bewegliche Fadenführelement (21) mit einer entgegen der an ihm angreifenden Fadenzugkraft wirkenden, einstellbaren Sollwert-Kraft beaufschlagt und mit einem Signalgeber (28) der Fühlmittel gekuppelt ist, der als für die Fadenspannung kennzeichnendes Signal ein von der Stellung des beweglichen Fadenführelementes (21) abhängiges Signal erzeugt.
  7. 7. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber (28) ein das bewegliche Fadenführelement (21) oder ein mit diesem verbundenes Teil (32) abtastender elektro- optischer Signalgeber ist.
  8. 8. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem Signalgeber (28) erzeugte Signal in einer vorgegebenen funktionellen Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des beweglichen Fadenführelementes (21) steht, derart, daß mit zunehmender Auslenkung des Fadenführelementes (21) im Sinne zunehmender Fadenspannung das Signal unterproportional zunimmt.
  9. 9. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die das bewegliche Fadenführelement (21) beaufschlagende Sollwert-Kraft im wesentlichen wegunabhängig konstant ist.
  10. 10. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Fadenführelement ein schwenkbar gelagerter, mindestens ein Fadenleitorgan (19) tragender Fadenführhebel (21) ist.
  11. 11. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Fadenführelement (21) mit einem die Sollwert-Kraft erzeugenden elektromagnetischen Sollwert-Geber (25) gekuppelt ist, dessen Strom einstellbar ist.
  12. 12. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der elektromagnetische Sollwert-Geber mit der Regeleinrichtung (52) verbunden ist, die bei Auftreten einer Änderung des für die Fadenspannung kennzeichnenden elektrischen Signales zeitweilig ihm ein die Sollwert-Kraft in einem der Änderung der Fadenspannung entgegenwirkenden Sinne beeinflussendes Kompensationssignal aufschaltet.
  13. 13. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Kompensationssignal über ein Differenzierglied (59) von dem für die Fadenspannung kennzeichnenden Signal abgeleitet wird.
  14. 14. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der elektromagnetische Sollwert-Geber (25) einen Eingang (bei 62) für von einem zentralen Geber kommende, die Sollwert-Kraft verstellende Signale aufweist.
  15. 15. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsweg des beweglichen Fadenführelementes (21) begrenzt ist und daß in dem Bewegungsweg in der Nähe der Grenzen (33, 34) mit dem Fadenführelement (21) zusammenwirkende Fühler (35, 36; 43, 44) angeordnet sind, die jeweils ein Abschaltsignal für den Motor (3) und/oder die Maschine abgeben.
  16. 16. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung (52) einen Eingang (106) für ein von einer äußeren Synchronisationsquelle kommendes Synchronisationssignal (107) aufweist und daß der Motor (3) nach Erreichen einer der eingestellten Sollwert- Fadenspannung entsprechenden Drehzahl durch die Regeleinrichtung (52) selbsttätig mit dem Synchronisationssignal (107) synchronisierbar ist.
  17. 17. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung (52) einen elektronischen Schalter (105) aufweist, der von einer Steuerschaltung (108) angesteuert ist, die Mittel (110, 111) enthält, um das ihr zugeleitete Synchronisationssignal (107) mit dem für die Fadenspannung kennzeichnenden, von dem Signalgeber (28) abgegebenen Signal zu vergleichen und, abhängig von dem Vergleichsergebnis, ein Umschaltsignal an den elektronischen Schalter (105) abzugeben.
  18. 18. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber (28) ein analoges, für die Fadenspannung kennzeichnendes Signal abgibt und die Regeleinrichtung (52) einen der dieses analoge Signal verarbeitenden Schaltungsanordnung (63, 64, 65, 66) nachgeschalteten Spannungs-/Frequenzwandler (67) aufweist, der das Frequenzsignal (53) erzeugt.
  19. 19. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Integrator (63, 64) und dem Spannungs-/Frequenzwandler (67) eine Schwellwertschaltung (65) für die übertragene Signalspannung angeordnet ist.
  20. 20. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungs-/Frequenzwandler (67) eine einstellbare Nullpunktsunterdrückung aufweist, derart, daß der Minimalwert der Ausgangsfrequenz auf die Start-/Stopp-Frequenz des Motors (3) abgestimmt ist.
  21. 21. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungs-/Frequenzwandler (67) eine Einrichtung (84) zur Veränderung seiner Steilheit aufweist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com