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Dokumentenidentifikation DE3728433C1 19.05.1988
Titel Zeichenplatte mit einer Klemmschiene
Anmelder A. W. Faber-Castell GmbH & Co, 8504 Stein, DE
Erfinder Schiefnetter, Harald, 8662 Helmbrechts, DE;
Zahn, Werner, 8671 Geroldsgrün, DE
DE-Anmeldedatum 26.08.1987
DE-Aktenzeichen 3728433
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1988
IPC-Hauptklasse B43L 5/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zeichenplatte mit einer an einer ihrer Längsseiten unterhalb der Auflagefläche versenkt angeordneten Klemmschiene, die zum Befestigen von Aufzeichnungsträgern mittels eines Energiespeichers gegen eine schräge Anlagefläche der Zeichenplatte andrückbar ist und wobei die Klemmschiene einen, entsprechend der schrägen Anlagefläche der Zeichenplatte geneigten Klemmschenkel aufweist, zu dem axialsymmetrisch, etwa im gleichen Winkel, ein Führungssteg angeordnet ist, der in einem Führungsschacht längsbeweglich geführt ist.

Um einen Aufzeichnungsträger auf der Zeichenplatte lagegerecht zu orientieren, muß die Klemmschiene in der geöffneten Lage gehalten werden können. Der nachfolgende Betätigungsvorgang, um die Klemmschiene zu schließen und dabei möglicherweise zu entriegeln, darf nicht dazu führen, daß ein Verrutschen des Aufzeichnungsträgers erfolgen kann.

Es ist bereits eine Verriegelungsvorrichtung an einer Zeichenplatte bekannt (DE-PS 28 56 118), die einen Schieber aufweist, mit dem die Klemmschiene in der geöffneten Lage verriegelt werden kann. Der Benutzer muß, um einen Aufzeichnungsträger auf der Zeichenplatte auszurichten und zu befestigen, mehrere verschiedene Betätigungen vornehmen. Zunächst ist die Klemmschiene gegen Federkraft zu öffnen und der Schieber in die Rastlage zu verschieben. Nach dem Einlegen des Zeichenblattes ist der Schieber wieder zu lösen und die Klemmschiene zu schließen. Eine Klemmschiene dieser Art arbeitet sehr sicher; erfordert jedoch eine gewisse Aufmerksamkeit beim Bedienen.

Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Zeichenplatte mit einer Klemmvorrichtung zu schaffen, bei der die Klemmschiene in der geöffneten Lage verriegelbar ist und die zum Öffnen und Schließen einfach betätigt werden kann.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Klemmschiene innerhalb einer Griffmulde, die durch Seitenwände und ein Bodenteil gebildet wird, einen elastischen Sperrarm mit einer Stützfläche aufweist, die in der geöffneten Stellung der Klemmschiene an einem Stützarm der Zeichenplatte verriegelbar ist. Der Sperrarm legt sich automatisch beim Öffnen der Klemmschiene an die Stützkante an und verriegelt die geöffnete Schiene. Zum Schließen ist es wiederum nur notwendig, den Sperrarm zu lösen, wozu ein leichtes Antippen des Sperrarms, der einstückig mit der Klemmschiene hergestellt werden kann, ausreicht.

Von Vorteil ist eine Ausführung nach den Merkmalen des Anspruchs 2, bei der die Klemmschiene in geöffnetem Zustand exakt parallel zu der Anlagefläche der Zeichenplatte gehalten wird. Damit wird ein Spalt gleicher Breite zwischen Schiene und Anlagefläche erreicht, der notwendig ist, um auch dickere Aufzeichnungsträger einzuspannen. Durch die Merkmale des Anspruchs 3, nämlich eine Nut, die sich quer zu dem Sperrarm im Abstand zu der Stützfläche erstreckt, kann der Drehpunkt des Armes festgelegt und seine Funktion sichergestellt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben:

Es zeigen:

Fig. 1 die Zeichenplatte mit Klemmschiene in Draufsicht,

Fig. 2 einen Schnitt durch die Zeichenplatte mit geschlossener Klemmschiene nach der Linie A-B,

Fig. 3 einen Schnitt durch die Zeichenplatte mit geöffneter Klemmschiene,

Fig. 4 einen Schnitt im Bereich der Feder und des Führungselementes nach der Linie C-D.

Die Zeichenplatte 1 weist an der Oberseite eine Auflagefläche 2 auf, in die parallel zu wenigstens einer Seitenkante eine Vertiefung 3 und eine Aussparung 4 eingeformt sind. In der Vertiefung 3 sind Stützarme 5 ausgebildet. Das zu befestigende Zeichenpapier läßt sich an einem Papieranschlag 6 ausrichten und auf der schrägen Anlagefläche 7 festklemmen. In die Zeichenplatte 1 sind wenigstens zwei Führungsschächte 8 und Federtaschen 9 eingeformt, mit deren Hilfe eine unter Wirkung einer Druckfeder 10 stehende Klemmschiene 11 befestigt ist. In der Klemmschiene 11 ist eine Griffmulde 12 angeordnet, deren Bodenteil als Sperrarm 13 mit einer Stützfläche 14 ausgebildet ist.

Um den Drehpunkt des elastischen Sperrarmes 13 genau zu bestimmen, ist eine Querschnittsverjüngung durch eine Nut 15 vorgesehen. Seitenwände 16 und eine Längswand 17 begrenzen die Griffmulde 12. Zum Öffnen der Klemmschiene 11 genügt es, mit einem Finger gegen die Griffwand 18 zu drücken, wodurch gegen die Wirkung der Druckfeder 10 die Klemmschiene 11 geöffnet werden kann. Zur Führung der Klemmschiene dient bei dieser Bewegung ein Führungssteg 19, der so in dem Führungsschacht 8 geführt ist, daß der Klemmschenkel 20 sich von der schrägen Anlagefläche 7 abhebt. Dabei kann der Sperrarm 13 federnd dem Stützarm 5 ausweichen und beim Zurückfedern der Klemmschiene 11 trifft die Stützfläche 14 auf den Stützarm 5 auf und wird dort verriegelt.

Zum Schließen der geöffneten Klemmschiene 11 ist es ausschließlich erforderlich, durch leichtes Antippen den Sperrarm 13 in der Griffmulde 12 nach unten zu bewegen, wodurch dieser den Stützarm 5 verläßt und die Verriegelung aufgehoben wird.

Selbstverständlich ist auch ein Öffnen der Klemmschiene 11 ohne Verriegelung möglich, dies geschieht dann, wenn die Klemmschiene nur so weit geöffnet wird, daß der Sperrarm 13 nicht an dem Stützarm 5 einrastet.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenplatte mit einer an einer ihrer Längsseiten unterhalb der Auflagefläche versenkt angeordneten Klemmschiene, die zum gefestigen von Aufzeichnungsträgern mittels eines Energiespeichers gegen eine schräge Anlagefläche der Zeichenplatte andrückbar ist und wobei die Klemmschiene einen, entsprechend der schrägen Anlagefläche der Zeichenplatte geneigten Klemmschenkel aufweist, zu dem axialsymmetrisch, etwa im gleichen Winkel, ein Führungssteg angeordnet ist, der in einem Führungsschacht längsbeweglich geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmschiene (11) innerhalb einer Griffmulde (12), die durch Seitenwände (16, 17) und ein Bodenteil gebildet wird, einen elastischen Sperrarm (13) mit einer Stützfläche (14) aufweist, die in der geöffneten Stellung der Klemmschiene an einem Stützarm (5) der Zeichenplatte (1) verriegelbar ist.
  2. 2. Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenteil der Griffmulde (12) den elastischen Sperrarm (13) bildet und die Stützfläche (14) an zwei, im Abstand voneinander angeordneten Stützarmen (5) verriegelbar ist.
  3. 3. Zeichenplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich quer zu dem Sperrarm (13) im Abstand von der Stützfläche (14) eine Nut (15) erstreckt.






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