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Dokumentenidentifikation DE3703223A1 18.08.1988
Titel Einbauherd
Anmelder Buderus Küchentechnik GmbH, 6348 Herborn, DE
Erfinder Plücker, Eugen;
Merz, Heinrich;
Wieder, Helmut, 6348 Herborn, DE;
Schmidt, Hans-Adolf, 3565 Breidenbach, DE;
Weyel, Erwin, 6348 Amdorf, DE
DE-Anmeldedatum 04.02.1987
DE-Aktenzeichen 3703223
Offenlegungstag 18.08.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.1988
IPC-Hauptklasse F24C 15/30
IPC-Nebenklasse F24C 3/08   F24C 3/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen aus einer in den Ausschnitt einer Abdeckplatte von Unterschränken einzupassenden gasbeheizten Kochmulde und einem Unterbaubackofen bestehenden Einbauherd gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In Einbauküchen werden derartige Einbauherde eingebaut, indem der Unterbaubackofen von vorn unter die Abdeckplatte der Unterschränke eingeschoben wird, während die Kochmulde mit den einzelnen Kochstellen von oben in die Abdeckplatte eingelassen wird. Vom Installateur müssen an Ort und Stelle nach dem Einbau noch die Gaseinstell-Armaturen, welche sich an der Vorderseite des Unterbaubackofens befinden, mit den Kochstellen gasführend verbunden werden. Wegen der nicht immer genauen Übereinstimmung des Ausschnittes der Abdeckplatte für die Kochmulde mit dem untergebauten Backofen hat man bereits vorgeschlagen, die Gaseinstell-Armaturen mit den Gasbrennern durch flexible Wellrohre gasführend zu verbinden (DE-OS 25 24 492). Auf diese Weise ist zwar ein Ausgleich der Lage von Kochmulde und Unterbaubackofen möglich, ohne daß die Gefahr auftretender Undichtigkeiten der gasführenden Rohre besteht, die gasführenden flexiblen Rohre können aber nach dem Einbau lediglich über eine Steckverbindung mit den Kochstellen verbunden werden, oder aber der Ausschnitt für die Kochmulde in der Abdeckplatte muß U-förmig sein, d. h. auch die vordere, später wieder einzubauende Leiste umfassen.

In der DE-PS 28 28 772 ist zur möglichst weitgehenden Vormontage aller gasführenden Teile vom Hersteller bereits vorgeschlagen worden, die Armaturenteile in einer selbständigen Einbaueinheit zusammenzufassen, welcher auf dem Unterbaubackofen montiert und mittels flexibler Rohre an der Kochmulde befestigt wird. Ein Nachteil dieser Konstruktion ist, daß der Backofenbrenner immer noch nachträglich an Ort und Stelle an das Armaturenteil angeschlossen werden muß.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Einbauherd mit einer gasbeheizten Kochmulde und einem Unterbaubackofen anschlußfertig anliefern zu können und doch beim Einbau Ungenauigkeiten zwischen dem Ausschnitt der Abdeckplatte des Unterschrankes und der Kochmulde bzw. dem Unterbaubackofen gefahrlos auszugleichen.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale vorgeschlagen.

Unterbaubackofen, Armaturenteil und Stativbrennerteile sind fabrikfertig bezüglich aller gasführenden Teile montiert. Beim Einbau an Ort und Stelle sind nur noch mechanische Montagearbeiten vorzunehmen und das Gerät an die Gasleitung anzuschließen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung

dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 den Schnitt durch den Bereich einer Kochstelle im eingebauten Zustand

Fig. 2 den Schnitt durch den Bereich einer Kochstelle durch den Stativbrennerteil vor der Montage

Fig. 3 die Gesamtansicht des Einbauherdes.

Der Einbauherd besteht im Wesentlichen aus

  • a) dem Unterbaubackofen 1 mit der Gasanschlußleitung 2 und dem von der Herdvorderseite aus bedienbaren Armaturenteil 3, sowie
  • b) der die einzelnen Stativbrennerteile 4 höhenverschiebbar tragenden Montageplatte 5 und
  • c) der Fangschale 6 nebst Brennerkelch 7.


Die Stativbrennerteile 4 sind über flexible Leitungen 8 mit dem Armaturenteil 3 gasführend verbunden und unterhalb jeweils einem Ausschnitt 9 der Montageplatte 5 über die Hängebolzen 10 höhenverschiebbar befestigt. Die Stativbrennerteile 4 sind mit je einem Thermoelement 11 für die Zündsicherung und einer Zündkerze 12 versehen. Thermoelement 11 und Zündkerze 12 sind fertig montiert und justiert. Die Montageplatte 5 ist seitlich mit Auflagewinkeln 13 versehen, welche über Langlöcher gegenüber der Montageplatte horizontal verschiebbar sind und so ein Durchführen der Montageplatte 5 durch den Ausschnitt 14 der Abdeckplatte 15 des Unterschrankes gestatten.

Der Stativbrennerteil 4 besitzt einen unteren Anschlußfuß 16, in welchen das Gas über die flexible Leitung 8 eintritt und über eine einschraubbare Düse 17 unter Verbrennungsluftbeimischung in das Leitungsstück 18 wieder eintritt und von dort in den aufgesetzten Brennerkelch 7 gelangt. Es handelt sich also um einen Nachmischbrenner. Die Düse 17 kann mittels eines Spezialschlüssels durch das Leitungsstück 18 hindurch von oben ausgetauscht werden, weil Düse und Leitungsstück in derselben Achsrichtung liegen.

Der Montageablauf ist folgender:

Die als Transportsicherung dienende Verschraubung 19 der Montageplatte 5 auf dem Unterbaubackofen 1 wird gelöst und die Auflagewinkel 13 nach innen geschoben, so daß die Montageplatte durch den Ausschnitt 14 der Abdeckplatte 15 hochgeschoben werden kann.

Der Unterbaubackofen 1 mit der Montageplatte 5 wird von vorne in den Unterbauschrank eingeschoben (Stellung Fig. 2), die Montageplatte 5 mit den Stativbrennerteilen gelöst und bis oberhalb der Abdeckplatte 15 hochgezogen und die Auflagewinkel 13 nach außen geschoben, so daß diese sich mit ihrer äußeren Abkantung 20 auf die Abdeckplatte 15 aufsetzen. Die Auflagewinkel 13 werden wieder mit der Montageplatte 5 fest verschraubt. Auch der Stativbrennerteil 4 wird bis unter die Montageplatte 5 angehoben, wobei sie in den Hängebolzen 10 geführt sind, und mittels der Schrauben 21 an der Montageplatte befestigt. Nachdem die Gasanschlußleitung 2 mit dem Gasnetz verbunden worden ist, muß nur noch die Fangschale 6 von oben in den Anschnitt 14 aufgesetzt und mit der Abdeckplatte 15 bzw. der Montageplatte fest verbunden werden. Die Brennerkelche 7 werden auf das Leitungsstück 18 des Stativbrennerteils 4 gesetzt und mit diesem verschraubt. Dabei wird der zwischen Stativbrennerteil und Brennerdeckel liegende Fangschalenteil vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Dichtung mit dem Kochbrenner fest verspannt. Nach dem Aufsetzen der Brennerdeckel 71 auf die Brennerkelche 7 ist das Gerät betriebsfertig, ohne daß Installtionsarbeiten an den gasführenden Teilen des Gerätes vorgenommen werden müssen.


Anspruch[de]
  1. 1. Einbauherd, bestehend aus einer in den Ausschnitt einer Abdeckplatte der Unterschränke einzupassenden gasbeheizten Kochmulde und einem Unterbaubackofen nebst zugehörigen, von vorne zu bedienenden Armaturen, welche mit den Kochbrennern der Kochmulde über flexible Leitungen gasführend verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kochbrenner aus einem Stativbrennerteil (4) mit fest montiertem und justiertem Thermoelement (11) und/oder Zündkerze (12) besteht, welcher mit einer Montageplatte (5) höhenverschiebbar verbunden ist, und daß auf das Stativbrennerteil (4) von oberhalb der Fangschale (6) der Kochmulde ein mit dem Stativbrennerteil (4) verschraubbarer Brennerkelch (7) aufgesetzt ist, wobei die Fangschale (6) zwischen Stativbrennerteil (4) und Brennerkelch (7) eingespannt ist.
  2. 2. Einbauherd nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (5) mit seitlichen, querverschiebbaren Auflagewinkeln (13) versehen ist.
  3. 3. Einbauherd nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die über flexible Leitungen (8) mit dem Armaturenteil (3) verbundenen Stativbrennerteile (4) mit der Montageplatte (5) über Hängebolzen (10) höhenverschiebbar verbunden ist.
  4. 4. Einbauherd nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stativbrennerteil (4) als Nachmischbrenner mit einer in einen Verbrennungsluft- Ansaugeraum mündenden auswechselbaren Düse (17) ausgebildet ist, und in Düsenachsrichtung oberhalb des Verbrennungs-Luft-Ansaugeraumes ein den Brennerkelch (7) aufnehmendes Leitungsstück (18) aufweist.






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