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Dokumentenidentifikation DE2951452C2 08.09.1988
Titel Linsenrasterobjektiv
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Midorikawa, Koyo, Tokio/Tokyo, JP;
Tsunoda, Atsuo, Fuchu, Tokio/Tokyo, JP;
Murase, Hidetoshi;
Mochizuki, Noritaka, Yokohama, Kanagawa, JP;
Minami, Setsuo, Kawasaki, Kanagawa, JP;
Matsui, Yoshiya, Yokohama, Kanagawa, JP;
Moriwaki, Masazumi, Tokio/Tokyo, JP;
Suzuta, Mikio, Yokohama, Kanagawa, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 20.12.1979
DE-Aktenzeichen 2951452
Offenlegungstag 17.07.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.09.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.09.1988
IPC-Hauptklasse G02B 13/24
IPC-Nebenklasse G02B 27/18   G02B 3/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Linsenrasterobjektiv gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiges Linsenrasterobjektiv, wie es durch die DE-OS 28 13 763 bekannt ist, weist eine Vielzahl von identischen Teil-Linsensystemen auf, die jeweils aus zwei Stablinsen bestehen. Die Teil-Linsensysteme sind in zwei Reihen parallel zueinander bzw. nebeneinander angeordnet und weisen jeweils den gleichen Abstand voneinander auf. Jedes Teil-Linsensystem bildet einen Ausschnitt eines Objektfeldes unter Bildung eines Zwischenbildes als Teilbildfeld in einer Bildebene ab. Dabei ist jedes Teilbildfeld durch eine Feldblende in der Ebene des Zwischenbildes begrenzt und hat eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung. Die Teil-Bilder der Teil-Linsensysteme einer Reihe sind nebeneinander angeordnet und sollen ein über die gesamte Breite des Bildes, d. h. die Länge einer Reihe, gleichmäßige Helligkeit aufweisendes Bild erzeugen. Dies ist jedoch nur schwer zu erreichen, da es von der genauen Positionierung der Feldblenden und der einzelnen Teil-Linsensysteme relativ zueinander abhängig ist und da eine derartige genaue Positionierung einen hohen konstruktiven Aufwand und hohen Montageaufwand erfordert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Linsenrasterobjektiv derart weiterzubilden, daß über die Bildbreite eine möglichst gleichmäßige Helligkeit erreicht wird, ohne daß hierzu eine komplizierte konstruktive Ausbildung oder hoher Montageaufwand erforderlich sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bei einem erfindungsgemäßen Linsenrasterobjektiv ist vorgesehen, daß die Helligkeit in Richtung zum Teil- Bildfeldrand abnimmt und daß sich die Teil-Bilder überlappen. Genau positionierte Feldblenden zur scharfen Definition der Bildfeldränder und zur Vergleichmäßigung der Helligkeit innerhalb eines Teil-Bildes können dadurch entfallen. Noch verbleibende Schwankungen der Helligkeit über die Breite des gesamten Bildes sind durch die versetzte Anordnung der beiden Reihen weitestgehend ausgeglichen, wobei die durch die vorstehend genannten Maßnahmen herbeigeführte hohe Gleichmäßigkeit der Helligkeit auf konstruktiv einfache Weise durch die Fixierung der Teil- Linsensysteme mit Hilfe der Nuten oder Durchgangslöcher der Halterung gewährleistet ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Linsenrasterobjektivs gemäß Anspruch 1 sind Gegenstand der Unteransprüche.

In der älteren, aber nachveröffentlichten DE-OS 29 48 348 ist ein Linsenrasterobjektiv beschrieben, das ebenfalls eine Vielzahl von identischen, in zwei Reihen gegeneinander versetzt angeordneten Teil-Linsensysteme aufweist, die jeweils aus zwei Stablinsen bestehen und von einem Objektfeld ein Teil-Bildfeld entwerfen, das eine zum Teil-Bildfeldrand hin abnehmende Helligkeitsverteilung aufweist. Durch Überlagerung der Teil-Bildfelder wird ein Gesamtbild gleichmäßiger Helligkeit erzeugt. Über die erfindungsgemäß darüber hinaus vorteilhafte Lagerung und Halterung der einzelnen Teil-Linsensysteme, die in einfacher Weise deren genaue gegenseitige Positionierung ermöglicht, ist allerdings in der DE-OS 29 48 348 nichts ausgesagt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 ist eine schematische Ansicht eines Linsenrasterobjektiv;

Fig. 2 zeigt einzelne Elemente eines Teil-Linsensystems;

Fig. 3 bis 5 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Teil-Linsensystemes;

Fig. 6 und 7 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Teil-Linsensystems;

Fig. 8 veranschaulicht die Ausschaltung von Streulicht;

Fig. 9 und 10A sowie 10B veranschaulichen eine besondere Form einer Stablinse und ein Verfahren zu deren Herstellung;

Fig. 11 bis 18 veranschaulichen ein erstes Ausführungsbeispiel für die Linsenhalterung des Linsenrasterobjektivs, bei der mit Nuten versehene Blöcke verwendet werden;

Fig. 19 bis 22 veranschaulichen ein zweites Ausführungsbeispiel für die Linsenhalterung des Linsenrasterobjektivs, bei der ein einstückiger Block verwendet wird;

Fig. 23 veranschaulicht die Anwendung des Linsenrasterobjektivs in einem Kopiergerät.

Gemäß Fig. 1 weist ein Teil-Linsensystem 3 Stablinsen 1 und 2 auf, mittels derer ein spaltförmiger Bereich einer Vorlagenfläche bzw. eines Objektfeldes 4 auf einen spaltförmigen Bereich einer Bildebene 5 projiziert wird. Die Vorlagenfläche 4 und die Bildebene 5 werden in der Pfeilrichtung bewegt.

Die Fig. 2 zeigt verschiedene Elemente des Teil- Linsensystems 3. Hierbei wird zwischen der Stablinse 1 und der Stablinse 2 ein Zwischenbild 6 abgebildet.

Die Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Teil-Linsensystems 3. Ein Hauptlichtstrahl 7 tritt in die Mitte einer ersten Fläche der Stablinse 1 ein. Die Stablinse 1 ist bildseitig telezentrisch, während die Stablinse 2 objektseitig telezentrisch ist; der Hauptlichtstrahl 7 tritt aus der zweiten Fläche der Stablinse 1 parallel zur optischen Achse aus und trifft auf die erste Fläche der Stablinse 2. Die zweite Fläche der Stablinse 1 und die erste Fläche der Stablinse 2 wirken als eine Feldlinse, als ob sie eine Luftlinse bilden würden (eine konkave Linse, deren innerer Brechungsindex kleiner als der äußere Brechungsindex ist, ist einer gewöhnlichen Konvexlinse äquivalent), so daß das Licht ohne Lichtintensitätsverlust zu der Bildebene übertragen wird. Es ist jedoch anzumerken, daß der Ausschnitt des Objektfeldes, der ohne Verlust an Lichtintensität in der Bildebene abgebildet wird, in dem begrenzten mittleren Bereich Φ&sub0; bzw. in dem Bereich der Fläche Φ&sub2; in der Zwischenbildebene liegt. Wenn der Innendurchmesser eines Lichtstrahl-Steuerelements, das auch als Gehäusetubus oder -rohrelement 8 wirkt, gleich Φ&sub2;&sub1; ist, wird der Lichtstrahl aus demjenigen Abschnitt des Objektfeldes 4, der in der Zwischenbildebene in dem über den Bereich Φ&sub2; hinausgehenden Bereich Φ&sub2;&sub1; abgebildet wird, d. h. aus dem Abschnitt des Objektfeldes, der über den Abschnitt Φ&sub0; hinausgeht, von der Innenoberfläche des Lichtstrahl- Steuerelements abgefangen, so daß eine Apertur- Abdeckung bzw. Abdunkelung entsteht. Das Ausmaß dieser Abdunkelung wird von Φ&sub0; nach Φ&sub0;&sub1; hin größer und bei Φ&sub0;&sub1; wird sie zu 100%, d. h., die Intensität des zu der Bildebene übertragenen Randlichtstrahls wird zu Null. Der Querschnitt der dabei auftretenden Lichtintensitätsverteilung in der Bildebene ist in Fig. 4 gezeigt. In der Fig. 4 stellt die vertikale Achse die Lichtintensität dar, während die horizontale Achse die Bildhöhe bzw. den Bildwinkel darstellt. Hierbei entsprechen die Abschnitte Φ&sub4; und Φ&sub4;&sub1; in der Bildebene den Abschnitten Φ&sub0; und Φ&sub0;&sub1; des Objektfeldes. Wenn Teil-Linsensysteme mit einer derartigen Lichtintensitätsverteilung in der Bildebene unter gleichen Abständen in einer Reihe nebeneinander angeordnet werden, hat die Verteilung der in einer zur Anordnungsrichtung senkrechten Richtung integrierten Belichtungsmenge Sinusform. Wenn die Teil-Linsensysteme 3 gemäß der Darstellung in Fig. 5 in zwei Reihen gegeneinander versetzt angeordnet werden, wird die Lichtintensitätsverteilung in der Anordnungsrichtung im wesentlichen eben bzw. gleichmäßig. Der Abstand 1 zwischen einer ersten Reihe und einer zweiten Reihe wird in geeigneter Weise entsprechend der Spaltbreite festgelegt.

Die vorstehend beschriebene Gleichmäßigkeit wird in einem Toleranzbereich von einigen Prozent erzielt, wenn die Beziehung zwischen dem Teilungsabstand a und dem wirksamen Objektfeld Φ&sub0;&sub1; die folgende Bedingung erfüllt:



Es sei angenommen, daß n&sub1;&min; der Hauptbrechungsindex des Werkstoffs der Stablinse 1, nämlich der Brechungsindex für eine bestimmte Konstruktions-Wellenlänge ist und



die Quervergrößerung des Zwischenbilds 6 gegenüber dem Objektfeld 4 sowie Fe die objektseitig wirksame F-Zahl der Stablinse 1 ist. Dabei ergibt sich die folgende Gleichung:



Ferner ergibt sich der Zusammenhang zwischen der Vergrößerung β&sub1; und den Linsen-Konstruktionsdaten durch die folgende Gleichung:



wobei gilt:



Aufgrund des Umstands, daß die zweite Brennkraft, d. h. 1/φ&sub2;, gleich und äquivalent zu e&sub1;&min; ist, wird die Bedingung, daß der Hauptstrahl 7 der von dem Objektfeld kommenden Einfallichtstrahlen, d. h. der durch die Mitte der ersten Fläche laufende Lichtstrahl, aus der zweiten Fläche austritt und danach parallel zur optischen Achse verläuft, durch die folgende Gleichung dargestellt:



Aufgrund des Umstands, daß der untere Strahl der Lichtstrahlen durch die erste Fläche gelangt und danach längs des Rands der Stablinse 1 parallel zur optischen Achse verläuft, wird als Bedingung dafür, daß der von dem Rand des wirksamen Objektfeldes Φ&sub0; in die Stablinse 1 eintretende Lichtstrahl nicht abgefangen bzw. ausgeschaltet wird, die folgende Gleichung erzielt:



Schließlich wird aus der Bedingung, daß der Abstand S&sub2;&min; von der zweiten Fläche der Stablinse 1 zu dem Ort des Zwischenbildes auf einem geeigneten Wert gehalten wird, der folgende Zusammenhang notwendig:

S&sub2;&min; = β&sub1; × {(1-φ&sub1;e&sub1;&min;)S&sub1;-e&sub1;&min;} (5)

Durch gleichzeitiges Auflösen der Gleichungen (1) bis (5) nach r&sub1;, r&sub2;, d&sub1;&min;, Φ&sub1; und Φ&sub0; werden die folgenden Ergebnisse erzielt:



Entsprechend sei angenommen, daß n&sub2;&min; der Hauptbrechungsindex des Werkstoffs der Stablinse 2, d. h. der Brechungsindex für eine typische Konstruktions- Wellenlänge ist, und



die Quervergrößerung des Endbildes gegenüber dem Zwischenbild 6 sowie Fe&min; die bildseitig wirksame F-Zahl ist. Daraus wird folgende Gleichung erzielt:



Der Zusammenhang zwischen der Quervergrößerung β&sub2; und den Konstruktionsdaten der Stablinse 2 ergibt sich durch folgende Gleichung:



wobei gilt:



Damit der einfallende Lichtstrahl, der einen zur optischen Achse parallelen Hauptstrahl aufweist, durch diese Stablinse ohne Überschuß und Fehler für den wirksamen Durchmesser Φ&sub3; der Stablinse gelangt, ist es wünschenswert, daß die zweite Fläche dieser Stablinse eine Austrittspupille hat. Aufgrund des Umstands, daß die Brennweite der ersten Fläche, d. h. 1/φ&sub3;, gleich und äquivalent zu e&sub2;&min; ist, wird für diese Erfordernis die folgende Beziehung erzielt:



Aufgrund des Umstands, daß der untere Lichtstrahl der Lichtstrahlen durch die erste Fläche läuft und danach längs des Rands der Stablinse 2 parallel zu der optischen Achse verläuft, wird als Bedingung dafür, daß der von dem Rand des wirksamen Zwischenbild-Durchmessers Φ&sub2; in die Stablinse 2 eintretende Lichtstrahl nicht abgefangen wird, die folgende Beziehung erzielt:



Schließlich wird aus der Bedingung, daß der Abstand S&sub3; von der ersten Fläche der Stablinse 2 zu dem Ort des Zwischenbildes auf einem geeigneten Wert gehalten wird, die folgende Beziehung notwendig:

S&sub3; = 1/β&sub2; × {(1-d&sub4;e&sub2;&min;) S&sub4;&min;+e&sub2;&min;} (15)



Durch gleichzeitiges Auflösen der Gleichungen (11) bis (15) nach r&sub3;, r&sub4;, d&sub2;&min;, Φ&sub3; und Φ&sub4; werden die folgenden Ergebnisse erzielt:



Aus der Bedingung, daß das Endbild ein aufrechtes, einfach vergrößertes Bild ist, werden folgende Gleichungen erzielt:



Damit die Stablinse 1 und die Stablinse 2 einander gleich werden, werden folgende Beziehungen notwendig:

r&sub3; = -r&sub2;, r&sub4; = -r&sub1;, d&sub2;&min; = d&sub1;&min;, n&sub2;&min; = n&sub1;&min;,

Φ&sub3; = Φ, Φ&sub4; = Φ&sub0;, β&sub2; = 1/β&sub1;, S&sub3; = -S&sub2;&min;,

S&sub4;&min; = -S&sub1;, Fe&min; = Fe.

In der nachstehenden Tabelle werden Konstruktionswerte für Beispiele 1 bis 10 angegeben, bei denen die Stablinse 1 und die Stablinse 2 in bezug auf die Zwischenbildebene symmetrisch angeordnet sind.

Ein weiteres Beispiel des Teil-Linsensystems 3 ist in Fig. 6 gezeigt. Wenn man einen Lichtstrahl 10, der von dem Rand des wirksamen Objektfelds ausgeht und am oberen Rand der ersten Fläche der Stablinse 1&min; in diese eintritt, und einen Lichtstrahl 11 betrachtet, der von dem Rand des wirksamen Objektfelds ausgeht und am unteren Rand der zweiten Fläche der Stablinse 1&min; aus dieser austritt, so wird als Hauptlichtstrahl 9 ein Lichtstrahl angesehen, der genau in der Mitte zwischen den Lichtstrahlen 10 und 11 an der zweiten Fläche der Stablinse 1&min; austritt und parallel zur optischen Achse zur Stablinse 2&min; hin verläuft, d. h. der die Mitte der Austrittslichtstrahlen bildet. Die Stablinse 1&min; ist somit bildseitig telezentrisch, während die Stablinse 2&min; objektseitig telezentrisch ist. Das Licht, das ein Zwischenbild gebildet hat, wird mittels der Stablinse 2&min; ohne Verlust an Lichtintensität auf der Bildebene abgebildet. Auf diese Weise haben durch Ausbildung der Stablinsen 1&min; und 2&min; als telezentrische Linsen die bildseitige Fläche der Stablinse 1&min; und die objektseitige Fläche der Stablinse 2&min; die Funktion einer Feldlinse, da sie eine konkave Luftlinse bilden, deren innerer Brechungsindex kleiner als der äußere Brechungsindex ist und die einer gewöhnlichen konvexen Linse äquivalent ist. Gemäß der Darstellung in Fig. 7 ergibt ein derartiges Teil-Linsensystem für die Lichtintensität im wesentlichen eine Gaußsche Verteilung, wobei die horizontale Achse die Bildhöhe bzw. den Bildwinkel und die vertikale Achse die Lichtintensität I in der Bildebene darstellt. Hierbei entspricht Φ&sub4;&sub1; entsprechend dem Wert Φ&sub0;&sub1; des Objektfeldes.

Gemäß Fig. 6 verläuft der Lichtstrahl 11 zu dem unteren Rand der zweiten Fläche der Stablinse 1&min;, während ein niedriger als der Lichtstrahl 11 einfallender Lichtstrahl 12 durch die erste Fläche der Stablinse 1&min; hindurchgelangt und anschließend auf ein auch als Gehäuse wirkendes Lichtstrahl-Steuerelement 8&min; tritt, von dem er gedämpft bzw. abgefangen wird. Der in die Eintrittspupille, d. h. die erste Fläche der Stablinse 1&min; eintretende wirksame Lichtstrahl tritt in einen vorbestimmten Teilbereich des wirksamen Linsendurchmessers, nämlich in die tatsächliche Linsenöffnung oder Linsenapertur ein, wobei sich die Apertur-Abdunkelung mit der Bildhöhe bzw. dem Bildwinkel so ändert, daß die Lichtintensitätsverteilung in der Bildebene zu einer Gaußschen Verteilung wird. Das Lichtstrahlen-Steuerelement 8&min; dient als eine sich in Richtung der optischen Achse erstreckende Blende, die die Übertragung von unnötigen Lichtstrahlen verhindert und die gewünschte Lichtintensitätsverteilung bewirkt.

Ein weiteres Merkmal des Teil-Linsensystems des Linsenrasterobjektivs liegt darin, daß die Quervergrößerung klein gewählt ist und das wirksame Objektfeld groß ist, d. h., daß die Stablinsen Weitwinkel-Linsen sind bzw. einen weiten Bildwinkel aufweisen. Wenn Teil-Linsensysteme mit einer oben beschriebenen Gaußschen Lichtintensitätsverteilung in der Bildebene unter gleichen Abständen in mehr als einer Reihe von parallelen Anordnungen angeordnet werden, ergibt sich eine mehrfache gegenseitige Überlappung der wirksamen Objektfelder der jeweiligen Teil-Linsensysteme, so daß die Verteilung der Lichtintensität in Anordnungsrichtung und senkrecht zur Anordnungsrichtung, d. h. in Abtastrichtung, im wesentlichen gleichförmig wird. Die Gleichförmigkeit wird weiter verbessert, wenn statt der Parallelanordnungen von mehr als einer Reihe eine gegeneinander versetzte Anordnung verwendet wird. Der Abstand zwischen einer ersten Reihe und einer zweiten Reihe wird in geeigneter Weise entsprechend der Spaltbreite festgelegt.

Wenn bei den vorstehend genannten Parallelanordnungen aus mehr als einer Reihe der wirksame Durchmesser der Stablinse mit Φ&sub1; und der Teilungsabstand mit a bezeichnet ist, kann eine Gleichförmigkeit in einem Toleranzbereich von einigen Prozent erzielt werden, wenn folgende Bedingung eingehalten wird:

K&sub1;×Φ&sub1;<a<K&sub2;×Φ&sub1; (K&sub1; = 1.18, K&sub2; = 1.36)

Nachstehend werden wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel die verschiedenen Elemente der Teil- Linsensysteme beschrieben.

Zunächst ergibt sich die Definition der F-Zahl zu:



Ferner folgt aus der paraxialen Strahlenberechnung:



wobei gilt:



Als nächstes ergeben sich aus der Bedingung, daß der Hauptlichtstrahl des wirksamen Einfallichtstrahlenbündels vom Objekt aus der zweiten Fläche austritt und danach parallel zur optischen Achse verläuft, die folgenden Bedingungen:



Durch die Bedingung, daß der Öffnungswirkungsgrad bei dem notwendigen maximalen Bildwinkel zu Null wird, wird folgende Beziehung notwendig:



Schließlich wird aus der Bedingung, daß der Abstand S&sub2;&min; von der zweiten Fläche der Stablinse 1&min; zu dem Ort des Zwischenbildes auf einem geeigneten Wert gehalten wird, die folgende Beziehung notwendig:



Durch Auflösen der Gleichungen (23) bis (28) nach r&sub1;, r&sub2;, d&sub1;&min;, Φ&sub1; und Φ&sub0; erhält man die folgenden Ergebnisse:

r&sub1; = -(n&sub1;&min;-1)S&sub1; (29)

r&sub2; = S&sub1;×β&sub1; × (1-n&sub1;&min;) (30)

d&sub1;&min; = 2×n&sub1;&min; × S&sub1; × β&sub1; (31)



Nunmehr wird die Stablinse 2&min; beschrieben.

Die Quervergrößerung für das Zwischenbild 6 ist durch



gegeben. Die bildseitige wirksame F-Zahl dieser Stablinse 2&min; ist Fe&min;.

Die wirksame F-Zahl wird aus Bedingungen für die Helligkeit des projizierten Bilds folgendermaßen bestimmt:



wobei



gelten.

Ferner ergibt sich aus der Bedingung, daß der Hauptstrahl des wirksamen vom Objekt her einfallenden Strahlenbündels beim Eintritt in die erste Fläche der Stablinse 2&min; zu der optischen Achse parallel ist:



Aus der Bedingung, daß bei dem notwendigen maximalen Bildwinkel der Öffnungs-Wirkungsgrad zu Null wird, ergibt sich notwendigerweise die folgende Beziehung:



Schließlich ergibt sich aus der Bedingung, daß der Abstand S&sub3; von der ersten Fläche der Stablinse 2&min; bis zu dem Ort des Zwischenbildes auf einem geeigneten Wert gehalten wird, notwendigerweise die folgende Beziehung:



Durch gleichzeitiges Auflösen der Gleichungen (34) bis (39) nach r&sub3;, r&sub4;, d&sub2;&min;, Φ&sub3; und Φ&sub4; werden die folgenden Ergebnisse erzielt:



Hieraus werden aus der Bedingung, daß das letzte bzw. Endbild ein aufrechtes Bild mit einfacher Vergrößerung bzw. Vergrößerung 1 : 1 ist, die folgenden Gleichungen erzielt:



Damit die Stablinse 1&min; und die Stablinse 2&min; einander gleich werden, sind folgende Beziehungen nötig:

r&sub3; = -r&sub2;, r&sub4; = -r&sub1;, d&sub2;&min; = d&sub1;&min;, n&sub2;&min;-n&sub1;&min;, Φ&sub3; = Φ&sub1;,

Φ&sub4; = Φ&sub0;, β&sub2; = 1/β&sub1;, S&sub3; = -S&sub2;&min;, S&sub4;&min; = -S&sub1;, Fe &min; = Fe

Ferner wurde durch Versuchskonstruktionen festgestellt, daß die Stablinse 1&min; und die Stablinse 2&min; mit Toleranzen in der Größenordnung von ±10% von den vorstehend genannten Bedingungen (29) bis (33) sowie (40) bis (44) abweichen können. Somit gilt:

-K&sub1; × S&sub1; × (n&sub1;&min;-1) ≤r&sub1; ≤ -K&sub2; × S&sub1; × (n&sub1;&min;-1)

K&sub2; × S&sub1; × β&sub1; × (1-n&sub1;&min;) ≤r&sub2; ≤K&sub1; × S&sub1; × β&sub1; × (1-n&sub1;&min;)

2 × K&sub1; × n&sub1;&min; × S&sub1; × β&sub1; ≤d&sub1;&min; ≤ 2 × K&sub2; × n&sub1;&min; × S&sub1; × β&sub1;



wobei K&sub1; = 0,9, K&sub2; = 1,1 gilt.

Unter Berücksichtigung dieser Bedingungen ergeben sich Daten gemäß der nachstehend gezeigten Tabelle.

Zum Verhindern der Innenflächen-Reflexion kann die zu der optischen Achse parallele Außenumfangsfläche der Stablinse als rauhe Fläche ausgebildet und der rauhe Flächenbereich in ein Lichtabsorptions-Material eingebettet oder mit diesem bestrichen werden. Des weiteren kann gemäß der Darstellung in Fig. 8 die Außenfläche der Stablinse mit einer Lichtabsorptionsschicht 13 beschichtet werden, die im wesentlichen den gleichen Brechungsindex wie der Werkstoff der Stablinse hat, so daß dadurch die Innenflächen-Reflexion an dem äußeren Umfangsbereich der Stablinse verhindert wird. Das Licht, das den äußeren Umfangsbereich der Stablinse erreicht, wird vollständig in den Lichtabsorptionsabschnitt mit dem nicht unterschiedlichen Brechungsindex übertragen und in diesem Abschnitt absorbiert und gedämpft. Die Lichtabsorptionsschicht 13 wird auf die Stablinse aufgebracht und mittels eines Gehäusetubus bzw. Körpertubus 15 gehalten. Die Lichtabsorptionsschicht 13 und der Körpertubus 15 können aber auch zu einer Einheit zusammengefaßt werden.

Ferner wird zwischen der Stablinse 1 bzw. 1&min; und der Stablinse 2 bzw. 2&min; eine Lichtabsorptionsschicht 14 angebracht, durch die diejenigen Lichtstrahlen abgefangen werden, die den Bereich wirksamen Durchmessers überschreiten. Die Lichtabsorptionsschicht 14 ist mit Luft in Berührung, so daß daher der Brechungsindex-Unterschied gewöhnlich nicht auf Null gebracht werden kann. Als Lichtabsorptionsschicht 14 ist aber eine Schicht erwünscht, die so weit wie möglich die Innenflächen-Reflexion verhindert und Streulicht völlig ausschaltet; beispielsweise ist eine Schicht mit einer Innenfläche brauchbar, die zu einer rauhen Fläche oder einer Lichtabsorptionsfläche geformt ist.

Die Lichtabfangwirkung steht mit der Dicke d des Lichtabsorptionsabschnitts und dem Absorptionskoeffizienten μ in Zusammenhang, wobei sich die Beziehung dieser Werte zu dem Durchlaßfaktor T durch folgende Gleichung ergibt:

Te-μd

Bei dem Teil-Linsensystem der Projektionsvorrichtung, bei dem Acryl mit eingemischtem schwarzem Farbstoff verwendet wird, ergibt sich für eine Dicke d = 0,2 mm ein Durchlaßfaktor T = 8%, so daß eine ausreichende Wirkung bei der Unterdrückung der Innenflächen- Reflexion erzielt ist.

Als Werkstoff für die Stablinsen wird transparentes Acrylharz verwendet, während als Lichtabsorptions- Material eingeschwärztes Acrylharz verwendet wird; es können jedoch auch für die Stablinsen transparente Kunststoffe wie Polystyrol oder Polycarbonat oder Glas und als Lichtabsorptions-Material eingefärbte Kunststoffe verwendet werden. Eine Linse aus Kunststoff oder dgl. pflegt gewöhnlich Staub oder dgl. in elektrostatischer Weise anzuziehen, so daß es für die Anwendung besser ist, einen Werkstoff, in den ein antistatisches Mittel eingemischt ist, oder auf die Oberfläche einer geformten Linse ein antistatisches Mittel aufzubringen.

Im vorstehenden wurden der wirksame Durchmesser und der Außendurchmesser der Stablinse als einander gleich beschrieben; es ist jedoch ausreichend, einen den Bereich wirksamen Durchmessers überschreitenden Lichtstrahl zu unterdrücken, wenn der Außendurchmesser Φ&sub2;&sub1;&min; einer Stablinse 16 größer als der wirksame Durchmesser Φ&sub2;&sub1; ist. Hierbei ist es notwendig, daß ein außerhalb des wirksamen Durchmessers liegender Bereich 17 der ersten und der zweiten Fläche bzw. der Stirnfläche der Stablinse kein Licht in das Innere der Linse eintreten läßt, d. h., eine rauhe Fläche oder eine Lichtabsorptions-Fläche ist.

Ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Stablinse wird nunmehr anhand der Fig. 10A und 10B beschrieben. Zunächst wird gemäß der Darstellung in Fig. 10A transparentes Acryl bzw. Acrylharz 19 in den Mittelteil einer Form 18 gegossen, während in den Randbereich der Form 18 schwarzes Acryl 20 gegossen wird und nach dem Strangpreßverfahren ein Kernelement für die Stablinse geformt wird. Dieses Kernelement für die Stablinse, das einen Zweischicht-Aufbau hat und beispielsweise stabförmiges Acryl ist, wird in vorbestimmte Größen geschnitten und dann gemäß der Darstellung in Fig. 10B in eine Form 21 eingesetzt, wonach eine in bezug auf die Form 21 verschiebbare Form 23 unter geeigneter Umgebungstemperatur gegen eine Aufnahmeform 22 gepreßt wird. Dadurch wird eine Stablinse mit sphärischen Bereichen an ihren einander gegenüberliegenden Enden geformt. Die Formen 22 und 23 haben in ihrer Mitte konkave Bereiche, die der Fläche bzw. dem Bereich wirksamen Durchmessers der Linse entsprechen, während die Randbereiche 24 der Formen rauhe Flächen sind, die zur Formung von rauhen Flächen an den entsprechenden Bereichen der Stablinse beitragen. Dadurch wird verhindert, daß durch eine Parallelitäts-Abweichung zwischen dem Kernelement für die Stablinse und dem konkaven Bereich der Form der Bereich wirksamen Durchmessers der Linse beeinträchtigt wird; somit kann eine Abweichung bei der Herstellung zugelassen werden.

Bei einem Teil- Linsensystem mit zwei Stablinsen sind im Hinblick auf die optische Leistungsfähigkeit folgende Punkte von Bedeutung:

  • (1) daß die beiden das jeweilige Teil-Linsensystem bildenden Stablinsen koaxial verlaufen, d. h., frei von einer Exzentrizität sind;
  • (2) daß die das jeweilige Teil-Linsensystem bildenden beiden Stablinsen genau in vorbestimmten Lagen in Richtung der optischen Achse eingestellt sind und
  • (3) daß in jedem Teil-Linsensystem die Innenflächen- Reflexion ausgeschaltet wird und äußeres Streulicht abgefangen wird.


Wenn Stablinsen in einer vorbestimmten Richtung in einer zur optischen Achse senkrechten Ebene angeordnet werden und bei einem Linsenrasterobjektiv oder dgl. in einem Kopiergerät verwendet werden, wird eine Vielzahl von ersten bzw. objektseitigen Stablinsen in Richtung senkrecht zur optischen Achse zur Bildung eines ersten Linsenblocks angeordnet und getrennt hiervon eine Mehrzahl zweiter Stablinsen bzw. bildseitiger Linsen zur Bildung eines zweiten Linsenblocks angeordnet, wonach diese beiden Linsenblöcke zur Bildung einer Projektionsvorrichtung miteinander verbunden werden. Dabei ist wegen gegenseitiger Teilungsabstandsabweichungen gewöhnlich ein Hochpräzisions-Verfahren notwendig, um die Linsen jedes Teil-Linsensystems koaxial auszurichten. Die Lageeinstellung in Richtung der optischen Achse kann in genauer Weise durch Verwendung eines Werkzeugs oder durch Schaffen einer Bezugslage an den Linsen selbst bewerkstelligt werden.

Die Fig. 11 bis 18 betreffen Anordnungen, bei welchen die Teil-Linsensysteme der Länge nach in Nutenabschnitten eines Nutenblocks angeordnet werden, der V-förmige oder gerundete Nuten in Richtung der optischen Achsen hat. Die Fig. 11A und 11B zeigen Nutenblöcke 25 und 26 mit V-förmigen bzw. gerundeten Nuten. Die Teil- Linsensysteme werden längs der Nuten in Richtung der optischen Achsen angeordnet, wie es in Fig. 12A gezeigt ist. Der Querschnitt der Teil-Linsensysteme in Richtung der optischen Achse ist in Fig. 12B gezeigt. Die längs der Nuten angeordneten Stablinsen 1 und 2 werden gemäß der Darstellung in Fig. 12C mittels eines Blatts 27 angedrückt und mit Hilfe eines Lichtabsorptions-Klebemittels oder dgl. mit den Nuten verbunden. Das Blatt 27 verhindert eine Streulichtübertragung zwischen den Teil-Linsensystemen. Insbesondere dann, wenn die Teil-Linsensysteme in mehr als zwei Reihen angeordnet sind, ist das Abfangen des Lichts durch das zwischen den Reihen angeordnete Blatt 27 von großer Bedeutung. Natürlich ist das Blatt 27 nicht notwendig, wenn das Abfangen des Lichts mittels einer anderen Einrichtung bewerkstelligt wird. Das vorstehend genannte Streulicht zwischen den Teil-Linsensystemen entsteht hauptsächlich zwischen den einander entgegengesetzten Linsen-Stirnflächen, wenn an den Seitenflächen der ersten und der zweiten Stablinsen Lichtabfangeinrichtungen angebracht sind. In diesem Fall kann ein Zwischenring als Abstandselement für die Ausrichtung der End- bzw. Stirnflächen der ersten und der zweiten Linse verwendet werden und zugleich als Element für die Unterdrückung von Streulicht und Innenflächen-Reflexion herangezogen werden. In diesem Fall muß jedoch der Zwischenring lichtundurchlässig sein, während seine Innenfläche einer Behandlung zur Ausschaltung der Innenflächen- Reflexion unterzogen werden muß. Die Linsen-Lageeinstellung in Richtung der optischen Achse kann dadurch bewerkstelligt werden, daß gemäß der Darstellung in Fig. 13A der Abstand zwischen den beiden Stablinsen gleichförmigen Durchmessers mit Hilfe eines Werkzeugs 28 eingestellt wird, wobei die Stablinsen 1 und 2 an die Endfläche des Werkzeugs herangeführt werden. Eine andere Einrichtung zur Lageeinstellung in Richtung der optischen Achse kann dadurch geschaffen werden, daß gemäß der Darstellung in Fig. 13B in dem von dem wirksamen Linsendurchmesser verschiedenen Bereich eine oder mehrere Nuten angebracht werden, ein Nutenblock 29 mit entsprechenden Vorsprüngen 30 versehen wird und die Nuten mit den Vorsprüngen zusammengepaßt werden. Falls ferner gestufte bzw. mit einem Vorsprung oder Absatz versehene Stablinsen 31 und 32 gemäß der Darstellung in Fig. 14 verwendet werden, wird die Lageeinstellung in Richtung der optischen Achse außerordentlich einfach.

Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung werden die Stablinsen selbst längs der Nuten in diesen angeordnet; gemäß der Darstellung in Fig. 15 können jedoch Stablinsen mit gleichförmigem Durchmesser in Rohre 33 eingesetzt werden, die längs der Nuten der Nutenblöcke 25 und 26 angeordnet werden. In diesem Fall müssen der Innendurchmesser und der Außendurchmesser der Rohre und die Exzentrizität der Linsenfläche überprüft werden. Die Stablinsen können auch gestufte Linsen sein. Die an den Nutenblöcken 25 und 26 befestigten Teil-Linsensysteme können in gewöhnlichen Fällen so wie sie sind verwendet werden; wenn jedoch eine Vielzahl von Teil-Linsensystemen vorhanden ist, müssen sie bei ihrem Aufstapeln vereinigt werden. Wenn in diesem Fall die Teil-Linsensysteme gemäß der Darstellung in Fig. 16 unter Zwischensetzung des Blatts 27 so zusammengesetzt werden, daß sie aneinanderstoßen, muß die Exzentrizität bzw. Ausrichtung der Linsen korrigiert werden, die sich aus einer Verwerfung der Nutenblöcke 34 und 35 ergibt. Ferner sollten die Zwischenräume zwischen benachbarten Teil- Linsensystemen vorzugsweise mit einem Lichtabsorptions- Klebemittel (Vergußmittel) gefüllt werden. Wenn die Nutenblöcke in mehreren Stufen angeordnet werden und eine versetzte Anordnung aufweisen, bei der benachbarte Reihen gegenüber den anderen um jeweils einen halben Teilungsabstand versetzt sind, wird die Gleichförmigkeit der Verteilung der in Abtastrichtung integrierten Lichtmenge verbessert. Im Hinblick auf die Festigkeit ist das Material für die Nutenblöcke vorzugsweise ein Metall wie Aluminium, während im Falle eines Kopiergeräts oder dgl. Kunststoffe wie Phenolharz oder Polycarbonatharz im Hinblick auf die Entladung zwischen den Nutenblöcken und der photoempfindlichen Trommel bzw. einem Lader vorzuziehen sind. Das Blatt 27 ist vorzugsweise aus flexiblem Kunststoff oder dgl. hergestellt. Wie schon angemerkt wurde, ist das Blatt 27 nicht unbedingt notwendig. Wenn jedoch benachbarte Stablinsen aneinander anliegen und kein Blatt 27 dazwischen angeordnet ist, kann unerwünschtes Streulicht von einer Stablinse in eine andere gelangen. Zum Abfangen des Streulichts aus den Zwischenräumen zwischen den Stablinsen und den Nutenblöcken ist daher gemäß der Darstellung in den Fig. 17A und 17B eine Maske 36, die mit im wesentlichen den Flächen wirksamen Linsendurchmessers entsprechenden Öffnungen versehen ist, in der Nähe der objektseitigen Stirnfläche, d. h. der Eintrittspupillen- Fläche, der Nutenblöcke 25 und 26 oder in der Nähe der objektseitigen oder bildseitigen Stirnfläche der Teil- Linsensysteme angebracht. Die Maske 36 kann ein dünnes Metallblatt oder Kunststoffblatt sein und durch Pressen, Stanzen, Ätzen, elektrisches Formen oder Gießen geformt sein. Ihre Befestigung erfolgt unter Verwendung eines Klebstoffs, von Schrauben, Wärmekraft-Befestigungsmitteln, Schmelzen oder Einrastbefestigung.

Die Anordnung gemäß der vorstehenden Beschreibung führt zu einer außerordentlich genauen Ausrichtung der Teil- Linsensysteme.

Wenn die Teil-Linsensysteme aus in kreisförmige oder Polygonal-Rohre eingesetzten Stablinsen gemäß der Darstellung in den Fig. 18A und 18B miteinander mittels eines Lichtabsorptions- bzw. Lichtsperr-Klebemittels 37 so verbunden werden, daß ihre Außenumfangsabschnitte einander berühren, ergibt sich eine preiswerte Projektionsvorrichtung.

Die Stablinsen werden in mindestens einer Reihe angeordnet, wobei ihre optischen Achsen in einer vorbestimmten Richtung festgelegt werden. Die gegenseitigen Abstände zwischen den Außendurchmessern benachbarter Rohre werden angeglichen. Die Fig. 18A zeigt einen Aufbau, bei dem die Teil-Linsensysteme in parallelen Reihen gestapelt sind, während die Fig. 18B einen Aufbau zeigt, bei dem die Teil-Linsensysteme gegeneinander jeweils um einen halben Teilungsabstand versetzt sind. Die letzte Ausbildung führt zu einer verbesserten Gleichförmigkeit der Lichtintensitätsverteilung in der Bildebene.

Als Lichtabsorptions-Klebemittel bzw. als Vergußmittel ist schwarzes oder nahezu schwarzes Epoxyharz, Polyesterharz oder Acrylharz verwendbar. Wenn die Zwischenräume groß sind, wird mit dem Klebemittel bzw. dem Vergußmittel vorzugsweise ein Zusatzmittel wie pulverisiertes Metall oder Glasfaser-Material vermischt, um die Verdichtung und die Zusammenziehung des Klebemittels zu verringern.

Im vorstehenden wurden die Teil-Linsensysteme in die Nuten der Nutenblöcke eingesetzt, welche als Linsenhalterung dienen; nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 19 bis 22 eine Halterung beschrieben, bei der in einem einstückigen Block Durchgangslöcher ausgebildet sind.

Gemäß Fig. 19 werden die Teil-Linsensysteme unter gleichen Abständen und mit hoher Genauigkeit in gegeneinander versetzter zweireihiger Anordnung in Durchgangslöchern gehalten, die in einem Block 38 ausgebildet sind. Die Querschnitte des Blocks 38 in Richtung der optischen Achsen sind in den Fig. 20 bis 22 gezeigt. Wenn es schwierig sein sollte, die relativ langen Durchgangsöffnungen auszubilden, können alternativ mit Öffnungen versehene Blätter aufeinandergestapelt werden, um auf diese Weise einen Block zu bilden.

Gemäß Fig. 20A sind Stablinsen 1 und 2 mit gleichem Durchmesser mittels der Durchgangslöcher in dem Block 38 festgelegt. Zwischen den Stablinsen 1 und 2 ist eine Zwischenblende 39 eingesetzt. Gemäß Fig. 20B ist im Mittelabschnitt eine Innenoberfläche 40 des Durchgangslochs als rauhe Fläche gestaltet, während die Stablinsen 1 und 2 mit einer Lichtabsorptions- Schicht 41 beschichtet sind, die den gleichen Brechungsindex wie der Werkstoff der Stablinsen hat.

Gemäß Fig. 20C ist in dem Mittelabschnitt des Durchgangslochs ein Zwischenring 42 für die Ausblendung bestimmter Lichtstrahlen eingesetzt. Auf ähnliche Weise zeigen die Fig. 21A, B und C Anordnungen, bei denen die Stablinsen 1 und 2 miteinander mittels eines Rohrs 33 verbunden sind. Die Fig. 22A, B und C zeigen Anordnungen, bei denen Teil-Linsensysteme aus den im Zusammenhang mit Fig. 9 beschriebenen Stablinsen 31 und 32 mit Hilfe von in dem Block 38 ausgebildeten Durchgangslöcher festgelegt sind. Die Seitenflächen der Stablinsen 31 und 32 an dem objektseitigen und dem bildseitigen Ende sind mit einer Lichtabsorptions-Schicht 43 beschichtet, während die sich über den Bereich wirksamen Durchmessers heraus erstreckenden Bereiche 44 der Stablinsen 31 und 32 als rauhe Flächen ausgebildet sind. Die Lichtabsorptions- Schicht 43 kann zu einer Einheit mit der Lichtabsorptions- Schicht 41 zusammengefaßt werden und die Bereiche 44 können auch Lichtabsorptions-Flächen sein.

In Fig. 23 ist ein Beispiel für die Verwendung des erläuterten Linsenrasterobjektivs in einem Kopiergerät gezeigt. Gemäß Fig. 23 wird eine Trommel 160 in Pfeilrichtung mittels eines nicht gezeigten Motors mit einer konstanten Geschwindigkeit drehend angetrieben, wobei die Trommel 160 an ihrem Außenumfang ein photoempfindliches Material 161 trägt, das aus einem elektrisch leitenden Substrat, einer photoleitfähigen Schicht und einer transparenten Isolierdeckschicht besteht, die in der genannten Reihenfolge aufeinanderfolgend aufgeschichtet sind. Das photoempfindliche Material 161 wird zuerst einer gleichförmigen Ladung mittels eines Koronaladers 162 unterzogen, deren Polarität positiv ist, wenn die photoleitfähige Schicht ein n-Halbleiter ist, und deren Polarität negativ ist, wenn die photoleitfähige Schicht ein p-Halbleiter ist. Darauffolgend wird das photoempfindliche Material 161 mit Bildlicht von einer Vorlage 164 belichtet, die auf einem transparenten Vorlagenschlitten 163 aufliegt, welcher synchron mit der Drehung der Trommel 160 und mit einer Geschwindigkeit in Pfeilrichtung bewegt wird, die sich durch Multiplizieren der Umfangsgeschwindigkeit der Trommel 160 mit dem Kehrwert der Abbildungs-Vergrößerung ergibt, wobei im Falle der Bilderzeugung mit der Vergrößerung 1 : 1 die Geschwindigkeit gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Trommel 160 ist. Dieses Bild wird mittels eines Linsenrasterobjektivs 165 auf das photoempfindliche Material 161 projiziert. Der Bereich der Vorlage 164, der dem Linsenrasterobjektiv 165 gegenüberliegend angeordnet ist, d. h. der Bereich der Vorlage 164, der auf dem photoempfindlichen Material 161 abgebildet wird, wird mittels eines Beleuchtungssystems 166, das aus einer Lampe und einem Reflektor besteht, beleuchtet. Hierbei kann durch Einstellen der Beleuchtungslichtmenge die Belichtungsmenge des photoempfindlichen Materials 161 eingestellt werden.

Zugleich mit dem Aufprojizieren des Bildlichts mittels des Linsenrasterobjektivs 165 wird das photoempfindliche Material 161 einer Entladung mittels eines Koronaladers 167 mit zur Polarität des Koronaladers 162 entgegengesetzter Polarität unterzogen, wodurch auf dem photoempfindlichen Material 161 ein dem Bildlicht der Vorlage 164 entsprechendes Ladungsmuster erzeugt wird. Danach wird dieses photoempfindliche Material 161 gleichförmig mittels einer Totalbelichtungs- Lampe 168 beleuchtet, wodurch an dem photoempfindlichen Material 161 ein elektrostatisches Ladungsbild mit hohem Kontrast erzeugt wird. Das auf diese Weise gebildete Ladungsbild wird mittels einer Entwicklungsvorrichtung 169 in Kaskaden- Ausführung oder Magnetbürsten-Ausführung zu einem Tonerbild entwickelt. Danach wird dieses Tonerbild auf Übertragungs- bzw. Bildempfangspapier 172 übertragen, das von einer nicht gezeigten Zuführvorrichtung dem photoempfindlichen Material 161 mit der gleichen Geschwindigkeit wie dieses zugeführt wird und mit diesem mit Hilfe von Walzen 170 und 171 in Berührung gebracht wird. Zur Steigerung des Bildübertragungs- Wirkungsgrad wird auf die Rückseite des Bildempfangspapiers 172 an der Bildübertragungsstation eine Ladung aufgebracht, die in der Polarität dem das entwickelte Bild formenden Toner entgegengesetzt ist. Dies wird mittels eines Koronaladers 173 bewerkstelligt. Das auf das Bildempfangspapier 172 übertragene Tonerbild wird mittels einer geeigneten Fixiervorrichtung wie einer Heiz-Fixiervorrichtung fixiert, die mit einem Paar von Walzen 174 und 175 versehen ist, welche gegen das Bildempfangspapier gedrückt werden. Das Bildempfangspapier wird dann in eine nicht gezeigte Aufnahmevorrichtung befördert.

Nach Abschluß der Bildübertragung wird die Oberfläche des photoempfindlichen Materials 161 mit der Kante einer elastischen Klinge 176 gereinigt, die gegen das photoempfindliche Material 161 gedrückt wird, um damit zurückgebliebenen Toner zu entfernen und das photoempfindliche Material 161 für einen weiteren Zyklus des vorstehend beschriebenen Bilderzeugungsvorgangs bereitzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Linsenrasterobjektiv mit Teil-Linsensystemen, die in zwei parallenen Reihen in jeder Reihe parallel und gleichabständig angeordnet sind, wobei jedes Teil- Linsensystem von einem Objektfeld-Ausschnitt ein Teil- Bild entwirft und jeweils aus zwei Stablinsen gebildet ist, zwischen denen ein reelles, umgekehrtes Zwischenbild des Objektfeld-Ausschnitts entworfen wird, und mit einer Halterung für die Teil-Linsensysteme, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Teil-Bildfelder der von den Teil-Linsensystemen (3) einer Reihe entworfenen Teil- Bilder überlappen, wobei jedes Teil-Linsensystem (3) eine von seiner optischen Achse zum Teil-Bildfeldrand abnehmende Helligkeitsverteilung besitzt, daß die beiden Reihen um einen halben Teilungsabstand gegeneinander versetzt sind und daß in der Halterung (25, 26, 39, 34, 35, 38, 38&min;) Nuten oder Durchgangslöcher zur Aufnahme und gegenseitigen Fixierung der Stablinsen ausgebildet sind.
  2. 2. Linsenrasterobjektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang der Stablinsen (1, 2; 31, 32) ein Lichtabsorptionselement (41, 43) für die Ausblendung derjenigen Lichtstrahlen angebracht ist, die von einem Bereich außerhalb des wirksamen Durchmessers jeder Stablinse in diese einfallen.
  3. 3. Linsenrasterobjektiv nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stablinse (1, 2) einen über ihre Länge konstanten Durchmesser hat.
  4. 4. Linsenrasterobjektiv nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende jeder Stablinse (31, 32) einen Außendurchmesser hat, der größer als der wirksame Durchmesser der Stablinse ist, und daß ein von dem Bereich wirksamen Durchmessers verschiedener Bereich der Endoberfläche jeder Stablinse ein lichtundurchlässiger Bereich (17, 44) ist.
  5. 5. Linsenrasterobjektiv nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtabsorptionselement (41, 43) im wesentlichen den gleichen Brechungsindex wie die Stablinse (1, 2; 31, 32) aufweist.
  6. 6. Linsenrasterobjektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stablinsen eines Teil-Linsensystems mit Hilfe von Rohrelementen (8; 15; 33) miteinander verbunden sind.






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