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Dokumentenidentifikation DE2710354C2 20.10.1988
Titel Vorrichtung zum Einfüllen von Beton od.dgl. in Formen
Anmelder Henke Maschinenfabrik KG, 4952 Porta Westfalica, DE
Erfinder Schmid, Norbert, 8400 Regensburg, DE
Vertreter Wasmeier, A., Dipl.-Ing.; Graf, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8400 Regensburg
DE-Anmeldedatum 10.03.1977
DE-Aktenzeichen 2710354
Offenlegungstag 14.09.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1988
IPC-Hauptklasse B28B 13/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einfüllen von Beton od. dgl. in Formen von Maschinen zum Herstellen von Stufen, Platten oder dergl. mit einem Vorratsbehälter und einer diesem nachgeordneten Dosiervorrichtung mit einer mit einem Verschluß versehenen Abgabeöffnung.

Aus der DD-PS 1 20 829 ist eine Vorrichtung dieser Art mit einer Zellenradschleuse am unteren Auslaß eines Materialbunkers bekannt. Das Material wird mit einer derartigen Zellenradschleuse volumetrisch dosiert. Die Dosierung kann hierbei nur sehr unvollkommen erfolgen, da das Material in den einzelnen Kammern zwischen jeweils zwei benachbarten Flügeln nacheinander abgegeben wird, so daß die Materialabgabe relativ langsam und in kleinen Portionen erfolgt. Zellenradschleusen haben bei Abgabe von Beton od. dgl. Material den Nachteil, daß das Material sich am Einlauf in die Schleuse zwischen Gehäuseseitenwand und Flügel klemmen kann, z. B. indem Körner größerer Dimensionen eingeklemmt werden und ein Weiterdrehen des Schleusenrades verhindert wird. Dieser Nachteil wird bei der Vorrichtung nach der DD-PS 1 20 829 dadurch zu beheben versucht, daß die Seitenwände der Zellenradschleuse beweglich ausgebildet werden. Diese Auslenkbarkeit der Seitenwände der Zellenradschleuse führt jedoch notwendigerweise dazu, daß die Dosierung erheblich ungenauer wird, weil bei einem stärkeren Auslenken der Seitenwände mehr Material durch die Schleuse bewegt wird als bei einem geringeren Auslenken. Eine genaue Dosierung ist deshalb mit einer solchen Vorrichtung nicht zu erreichen.

Des weiteren ist aus der CH-PS 4 18 944 eine Einrichtung zum Herstellen von Betonfertigteilen bekannt, bei der Rohmaterialien in ein unterteiltes Silo eingebracht sind und unterhalb dieses Silos Wiegevorrichtungen vorgesehen sind, die die einzelnen Rohmaterialien abwiegen und an einen Materialmischer geben, von wo das Gemisch in ein Zwischensilo gelangt. Das Wiegen erfolgt hierbei zu dem Zweck, das Mischungsverhältnis der Rohmaterialien bzw. die Zusammensetzung des Betons festzulegen, wird also vor dem Zwischensilo vorgenommen. Eine Dosierung des in die Formen einzubringenden Betons findet somit nicht statt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß eine genauere Dosierung des Betons od. dgl. möglich ist.

Gemäß der Erfindung wird dies mit den Merkmalen im Kennzeichen des Anspruches 1 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Dosiervorrichtung ist zweckmäßigerweise eine Federwaage, so daß der Federausschlag ein Maß für das Materialgewicht in der Dosiervorrichtung ist. Wenn die Dosiervorrichtung selbst als Federwaage ausgebildet ist, ist sie an einem starren Teil der Vorrichtung federnd und vertikal beweglich aufgehängt, und läuft vorzugsweise auf Rollen. Hat das in der Dosiervorrichtung angesammelte Material ein bestimmtes, vorgegebenes und einstellbares Gewicht erreicht, wird selbsttätig die weitere Materialzufuhr zur Dosiervorrichtung unterbunden, z. B. die Materialzufuhr abgeschaltet. Dies kann so erfolgen, daß durch den Ausschlag der Federwaage ein mechanischer, elektrischer od. dgl. Kontakt betätigt wird. Eine entsprechende Kontaktbetätigung bewirkt neben der Unterbindung der weiteren Materialzufuhr, daß für die Bedienungsperson ein optisches oder akustisches Signal gegeben wird, so daß die Bedienungsperson, vorzugsweise durch Servobetätigung, den unteren Abschluß der Dosiervorrichtung der z. B. als Schieber ausgebildet ist, öffnet und damit die gewichtsmäßig genau festgelegte Materialmenge im Dosierbehälter in die Stufenform eingefüllt wird. Diese Materialabgabe durch Schieber und Schieberbetätigung kann durch eine Programmsteuerung selbsttätig vorgenommen werden.

Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines speziellen Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2 eine spezielle Ausführungsform einer Dosiervorrichtung in Seitenansicht,

Fig. 3 in schematischer Darstellung eine weitere Ausführung einer in vertikaler Richtung beweglichen Dosiervorrichtung in Verbindung mit einer Wendeformmaschine,

Fig. 4 und 5 eine schematische Darstellung ähnlich der nach Fig. 3, jedoch für einen Stufenfertiger mit teilbarer Form,

Fig. 6 und 7 weitere Seitenansichten der Dosiervorrichtung.

In den Vorratsbehälter 1 wird in Pfeilrichtung Material (Betonwerkstein) eingefüllt. Der Behälter 1weist trichterförmig geneigte Seitenwandungen 2 und 3 auf, die sich über die Breite der Stufenform erstrecken. Der Behälter 1 ist an einem mit dem Stufenfertiger befestigten Träger 4 befestigt. Am unteren, austrittsseitigen Ende des Behälters 1 ist eine Rührvorrichtung 5 vorgesehen, die z. B. ein umlaufendes Kratzerband mit Kratzern 6 oder eine Förderschnecke sein kann, mit deren Hilfe das vom Behälter 1 abgegebene Material in Bewegung gehalten wird, damit ein Festsetzen des Materials, eine Brückenbildung oder eine Verdichtung vermieden wird. Die Zuführrinne 7 bzw. der Zuführkanal hat einen Boden 8, der mit einem Rüttelantrieb 9 verbunden ist, so daß das in der Rinne 7 befindliche Material in Pfeilrichtung längs der Rinne 7 bewegt und in die Dosiervorrichtung 10 übergeführt wird, die am Träger 4 und ggf. an weiteren Rahmenteilen der Vorrichtung befestigt ist. Die Dosiervorrichtung 10 ist bei der speziellen Ausführungsform der Erfindung als Federwaage ausgebildet, die sich unter dem Einfluß des Gewichtes des in der Dosiervorrichtung 10 befindlichen Materiales geführt relativ zur Vorrichtung bewegt. In Fig. 2 ist mit 11 die Spannfeder angedeutet, die über eine Verbindung 12 an einem starren Teil 13 des Trägers 4 aufgehängt ist. Am entgegengesetzten Ende der Feder 11 ist eine Verbindung 14 vorgesehen, in die ein Spannanker 15 eingreift, der eine Schraubverstellvorrichtung 16 aufweist, mit deren Hilfe die Federvorspannung eingestellt werden kann. Der Spannanker 15 ist mit der Dosiervorrichtung 10 verbunden. Der untere Abschluß der Dosiervorrichtung 10 ist als Schieber 17 ausgebildet und wird beispielsweise durch einen Hydraulikkolben 18, der mit der Dosiervorrichtung 10 verbunden ist, betätigt. Die Vorrichtung ist über einen Sockel 19 mit einem Adapter 21 mit einem Stufenfertiger 22 verbunden. Über die Dosiervorrichtung wird bei Öffnung des Schiebers 17 eine Stufenform 23 mit Material gefüllt. Der Stufenreiniger 22 ist dabei mit einem Schwenkdeckel 24 angedeutet.

Dieser Schwenkdeckel 24 ist in der schematischen Darstellung nach Fig. 3 geöffnet dargestellt, so daß die Form 23 des Stufenfertigers 22 offen liegt. Die Dosiervorrichtung 10 ist in einer normalen Position angedeutet, die bei geschlossenem Deckel eingenommen wird. Die Höhe der Unterkante der Dosiervorrichtung 10 über dem Stufenfertiger bzw. der Form 23 ist dabei durch den Schwenkweg des Deckels 24 bestimmt. Ist der Deckel 24 geöffnet, wird die Dosiervorrichtung 10 um einen gewünschten Betrag nach abwärts bewegt, so daß die Fallhöhe des Materials beim Einfüllen in die Form wesentlich verringert ist.

In den Fig. 4 und 5 ist eine andere Ausführungsform eines Stufenfertigers schematisch dargestellt, bei dem der Oberteil der Form zum Füllen der Form weggeschwenkt wird. Auch hier wird für das Wegschwenken der Form soviel Platz benötigt, daß die Dosiervorrichtung in ziemlich großer Höhe über der Form angeordnet sein muß, damit die Schwenkbewegung des schwenkbaren Formteiles nicht behindert wird. Bei geöffneter Form ist auch hier die Dosiervorrichtung in die gestrichelt dargestellte Position absenkbar, um den Tritteil der Form mit Material zu beschicken. Bei einer derartigen Ausführungsform des Stufenfertigers ist es zusätzlich erforderlich, die Dosiervorrichtung auch in horizontaler Richtung beweglich auszubilden, damit auch der Stegteil einwandfrei gefüllt werden kann.

In Fig. 6 ist eine Ausführungsform der Führung der Dosiervorrichtung 10 dargestellt. Ein als Rundeisen ausgebildetes Führungseisen 25 ergibt eine seitliche wie auch eine vordere und hintere Führung der Dosiervorrichtung. Die Rollen 26 und 28 sind mit der Dosiervorrichtung 10 verbunden. Die Rolle 26 ist in einem Halteeisen 27, die Rolle 28 in einem Halteeisen 29 gelagert. Mit 30 ist ein fester Anschlag bezeichnet.

Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform der Gewichtseinstellung für die Dosiervorrichtung 10. Es sind hierzu voneinander unabhängig arbeitende Endschalter 30&min; und 31 vorgesehen, die mit Nocken 32 und 33 zusammenarbeiten. Der Nocken 32 ist ein fest angeordneter Nocken, der die obere Stellung der Dosiervorrichtung festlegt. Der untere Nocken 33 ist in vertikaler Richtung verstellbar, und zwar mit Hilfe einer Gewindespindel 34 über einen von außen zugänglichen Handgriff 35.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Einfüllen von Beton oder dergl. in Formen von Maschinen zum Herstellen von Stufen, Platten od. dgl. mit einem Vorratsbehälter und einer diesem nachgeordneten Dosiervorrichtung mit einer mit einem Verschluß versehenen Abgabeöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiervorrichtung (10) als Wiegevorrichtung ausgebildet ist, daß bei Erreichen eines vorgegebenen Materialgewichts innerhalb der Dosiervorrichtung eine weitere Materialzufuhr zur Dosiervorrichtung unterbunden und die Abgabeöffnung der Dosiervorrichtung geöffnet wird und daß die Betätigung des Verschlusses der Abgabeöffnung selbsttätig oder in Abhängigkeit von einem Füllsignal von Hand erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiervorrichtung (10) eine Federwaage ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, durch gekennzeichnet, daß der untere Abschluß der Dosiervorrichtung (10) als Schieber (17) ausgebildet ist, dessen Betätigung selbsttätig oder von Hand erfolgt.






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