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Dokumentenidentifikation DE2832022C2 20.10.1988
Titel Anordnung zum Umsetzen einer Eingangswechselspannung in eine Ausgangswechselspannung konstanter Amplitude
Anmelder Vierling, Werner, Dipl.-Ing.;
Vierling, Manfred, Dipl.-Ing., 8553 Ebermannstadt, DE
Erfinder Peuser, Wolfgang, Dipl.-Phys. Dr.-Ing.;
Kemmler, Marieluise, 8553 Ebermannstadt, DE
Vertreter Kemmler, M.; Peuser, W., Dr.-Ing., 8553 Ebermannstadt
DE-Anmeldedatum 21.07.1978
DE-Aktenzeichen 2832022
Offenlegungstag 31.01.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1988
IPC-Hauptklasse H03G 3/20
IPC-Nebenklasse H03G 3/00   H04B 3/48   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Umsetzen einer Eingangswechselspannung mit veränderlicher Amplitude und in weiten Grenzen schwankender Frequenz in eine Ausgangswechselspannung der jeweils gleichen Frequenz, aber konstanter Amplitude.

Derartige Anordnungen werden zum Beispiel zum Messen von Fernmeldeleitungen in beiden Verkehrsrichtungen von einem Leitungsende aus benötigt, um die frequenzabhängige Dämpfung in Richtung Gegenstelle-Meßstelle zu ermitteln. Die Frequenz der von der Gegenstelle zu sendenden Spannungen wird hierbei durch die Meßstelle bestimmt, die Spannungen der jeweils gewünschten Frequenz zur Gegenstelle sendet, wo sie unter Beibehaltung der Frequenz auf konstante Amplitude gebracht und zurück zur Meßstelle gesendet werden.

Es ist bereits bekannt, dafür einen Regelverstärker einzusetzen (DE-PS 12 16 372), der aber eine verhältnismäßig lange Einschwingzeit hat, was vor allem beim Wobbeln stört. Eine weitere Lösung setzt zwei Modulatoren ein, die von einer über dem Doppelten der höchsten Meßfrequenz liegenden Hilfsspannung gesteuert werden. Diese Schaltung zeichnet sich durch geringeres Einschwingen aus (DE-PS 12 30 088), arbeitet aber wie die erste rein analog, was an die Stabilität der Bauteile hohe Anforderungen stellt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie mit digitaler Genauigkeit und Reproduzierbarkeit arbeitet, aber dennoch einen stetigen Frequenzübergang (Wobbeln) ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens zwei m-stufige Zähler vorgesehen sind, die durch aus der Eingangswechselspannung über eine Impulsformerstufe in konstanten Phasenwinkelabständen abgeleitete Umsteuersignale abwechselnd eingangsseitig von einem Taktgenerator mit Zählimpulsen beaufschlagt werden und ausgangsseitig ihren Zählerstand einem Komparator zuführen, der ihn mit dem jeweiligen Stand eines weiteren m-stufigen Zählers, der von Zählimpulsen der 2nfachen Frequenz beaufschlagt wird, vergleicht und bei jeder Übereinstimmung einen Zähler mit n+1 Stufen weiterschaltet, der einen die Sinuswerte von 2n digital gestuften Winkeln der Größe



sowie ggf. ein Vorzeichensignal in binär kodierter Form enthaltenden Festwertspeicher ansteuert, dem ein Digital-Analog-Wandler nachgeschaltet ist.

Hier werden zweierlei Zählimpulse eingesetzt, deren Frequenzen im Verhältnis 1 : 2n zueinander stehen. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Zählimpulse verschiedener Frequenz einem gemeinsamen Taktgenerator entnommen werden, dem eine Untersetzerschaltung zur Ableitung der niedrigeren Frequenz nachgeschaltet ist.

Die Auswahl und Umsteuerung der m-stufigen Zähler, die in Abhängigkeit vom Eingangssignal einmal Zählimpulse aufsummieren und zum anderen ihren Zählerstand im Vergleich mit der 2nfachen Frequenz zuführen müssen, wird nach einer Weiterbildung der Erfindung besonders einfach dadurch erreicht, daß die Umsteuersignale über Eingangs-Torschaltungen auf die Eingänge und über Ausgangs-Torschaltungen auf die Ausgänge der m-stufigen Zähler wirken.

Die Anordnung arbeitet mit einer Verzögerungszeit von jeweils einem Phasenwinkelabstand, d. h., bei fallender Frequenz nimmt die Verzögerungszeit in Abhängigkeit von der Zeit zu, bei steigender Frequenz ab. Die Zunahme läßt sich nach einer Weiterbildung der Erfindung verringern, und zwar durch mindestens einen weiteren Komparator, der die Zählerstände des jeweils gerade mit Zählimpulsen beaufschlagten m-stufigen Zählers und des seinen Zählerstand dem ersten Komparator zuführenden m-stufigen Zählers miteinander vergleicht und bei Übersteigen des Zählerstandes des erstgenannten Zählers über den des zweitgenannten Zählers den Eingang des zweitgenannten Zählers über Torschaltungen zur Aufnahme weiterer Zählimpulse freischaltet (Fig. 2).

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit genauen und preisgünstigen Digitalbausteinen gearbeitet werden kann, keine Kompensations- und Stabilisierungsmaßnahmen vonnöten sind und ferner neben der analogen Ausgangswechselspannung deren Amplitudenverlauf in digitalen Codewörtern erhalten wird, so daß auch eine Weitergabe des Umsetzungsergebnisses über Datenleitungen, PCM-Strecken usw. möglich ist, an die sich bei Bedarf eine spätere Digital-Analog-Umsetzung anschließen kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 ein Prinzipschaltbild des Ausführungsbeispiels,

Fig. 2 eine Schaltungsvariante,

Fig. 3 den Signalverlauf an verschiedenen Punkten von Fig. 1.

Die Anordnung von Fig. 1 enthält einen Taktgenerator 1 von 11,2 MHz. Ihm ist eine fünfstufige Untersetzerschaltung 2 mit dem Untersetzungsfaktor 32 nachgeschaltet, die ausgangsseitig Zählimpulse von 350 kHz abgibt. Der Untersetzungsfaktor ist durch die digitale Winkelstufung der Sinusfunktion im Festwertspeicher 17 gegeben, auf den später noch eingegangen wird.

Die 350-kHz-Zählimpulse wirken über eine Torschaltung 5 auf einen 10stufigen Zähler 9, wenn eine von der Eingangswechselspannung gesteuerte Impulsformerstufe 3 kein bzw. negatives Signal liefert, und über eine Torschaltung 6 auf einen ebenfalls 10stufigen Zähler 10, wenn die Impulsformerstufe 3 positives Signal abgibt. Die Impulsformerstufe 3 formt die Eingangswechselspannung E in eine Rechteckspannung um, deren Flanken mit den Nulldurchgängen der Eingangswechselspannung übereinstimmen. Eine weitere Impulsformerstufe 4 leitet darauf differenzierte positive und negative Signale ab, die zur Rückstellung der Zähler 9 und 10 dienen, und zwar stellen die positiven Signale, angedeutet durch eine Diode 7, den Zähler 10 und die negativen Signale, angedeutet durch eine Diode 8, den Zähler 9 zurück.

Die Zähler 9 und 10 sind Binärzähler mit einer Zählkapazität von 2¹º=1024. Dieser Wert ergibt sich daraus, daß der Fernmeldeübertragungsbereich Frequenzen von 200 Hz bis 3,5 kHz umfaßt und die Zählfrequenz hier 350 kHz beträgt. Bei der niedrigsten Frequenz von 200 Hz können somit pro Halbperiode 875 Zählimpulse anfallen, die mit einem 10stufigen Zähler noch sicher zu verarbeiten sind.

Die Ausgänge der Zähler 9 und 10 sind über Torschaltungen 11 und 12 miteinander verbunden und führen zu einem Komparator 14. Die Torschaltung 11 wird direkt und die Torschaltung 12 über einen Inverter 13 von den Ausgangssignalen der Impulsformerstufe 3 gesteuert. Somit sind jeweils nur die Ausgänge eines Zählers zum Komparator 14 durchgeschaltet, und zwar desjenigen Zählers, dessen Eingangs-Torschaltung 5 bzw. 6 gesperrt ist. (Zur Entkopplung am Zusammenführungspunkt kann man ODER-Gatter einsetzen oder für die Torschaltungen 11 und 12 handelsübliche Bausteine mit sogenannten Tri-State-Ausgängen, von denen der dritte Status durch Hochohmigkeit gekennzeichnet ist, verwenden.)

An den Komparator 14 ist ein weiterer 10stufiger Zähler 15 angeschlossen, der vom Taktgenerator 1 Zählimpulse von 11,2 MHz erhält. Er wird jeweils von dem Signal zurückgestellt, das der Komparator 14 bei Übereinstimmung der Zählerstände abgibt. Dieses Signal beaufschlagt ferner einen 6stufigen Zähler 16, der fünf Stufen zur Ansteuerung des Festwertspeichers 17 für die Sinustabelle und eine sechste zur Abgabe eines Vorzeichensignals S umfaßt. Dabei ist vorausgesetzt, daß die Sinusfunktion hier in 32 Stufen pro Halbwelle unterteilt ist. Bei feinerer oder gröberer Unterteilung ist natürlich die Stufenzahl des Binärzählers 6 sowie der Untersetzerschaltung 2 entsprechend zu verändern.

Der Festwertspeicher 17 gibt zu jedem binären Eingangswert den der digitalen Winkelstufung entsprechenden Sinuswert in binär kodierter Form auf mehereren Ausgangsleitungen ab, z. B. bei einem Eingangswert (Zähler 16) von 1 sin 5,625° (180° : 32)= 0,098, im Dualcode 00011001, bei einem Eingangswert von 3 sin 16,875°=0,29, dual: 01001010, usw. Dieser dual codierte Wert, zuzüglich des Vorzeichensignals S für die positive oder negative Halbwelle, kann direkt an den Klemmen 18 digital abgenommen und weitergeleitet werden. Er entspricht zu jedem Zeitpunkt, um eine Halbwelle versetzt, der Frequenzinformation der am Eingang E anstehenden Wechselspannung. Um daraus wieder eine Wechselspannung zu gewinnen, wird er einem Digital- Analog-Wandler 19 zugeführt, der jedem Kodewert einschließlich des Vorzeichensignals S eine Gleichspannung entsprechender Höhe zuordnet und somit den Sinusverlauf durch Gleichspannungsstufen annähert. Diese gestufte Spannung kann noch durch einen Tiefpaß geglättet werden, sofern man die Tiefpaßwirkung nicht der für die Rückübertragung eingesetzten Fernmeldeleitung überläßt.

Die Wirkungsweise der Anordnung von Fig. 1 wird nun anhand von Fig. 3 verdeutlicht. Sie zeigt in Zeile I die am Eingang E anstehende Eingangswechselspannung, deren Amplitude frequenzabhängig schwankt.

Die Impulsformerstufe 3, bestehend z. B. aus Verstärker, Begrenzer und Schmitt-Trigger, formt sie in Rechteckspannungen um, die am Punkt a erscheinen (Zeile II). Die positiven und negativen Flanken der Rechteckspannung entsprechen den Nulldurchgängen der Eingangswechselsapnnung, haben also zueinander den konstanten Phasenwinkelabstand von 180°. Die Impulsformerstufe 4 formt jede positive Flanke in einen positiven Impuls um, der am Ausgang b erscheint und in Zeile III zu sehen ist, und jede negative Flanke in einen negativen Impuls am Ausgang c (Zeile IV). Während der positiven Halbwellen der Rechteckspannung an a gelangen Zählimpulse von der Untersetzerschaltung 2 über die Torschaltung 6 zum Eingang e des Zählers 10, in Zeile VI dargestellt, während sie für die Dauer der negativen Halbwellen über die Torschaltung 5 dem Eingang d des Zählers 9 zugeführt werden. Dies ist in Zeile V zu sehen. Die Impulse an b stellen den Zähler 10, die an c den Zähler 9 zurück. Zu Beginn wird also der Zähler 10 zurückgestellt und erhält dann für die Dauer der ersten Halbwelle Zählimpulse von 350 kHz. Die erste Halbwelle sei 286 µs lang, entsprechend einer Frequenz von 1,75 kHz, dann beträgt der Zählerstand am Ende 100. Dieser Zählerstand wird für die Dauer der nächsten Halbwelle beibehalten, da jetzt die Torschaltung 6 sperrt und die Torschaltung 5 öffnet, woraufhin in den Zähler 9 eingezählt wird. Dies ist aus den Zeilen VII und VIII ersichtlich, die den Ausgängen f des Zählers 9 und g des Zählers 10 zugeordnet sind. Je kleiner die Frequenz, um so höher wird der in der entsprechenden Halbwelle erreichte Zählerstand.

Die Zählerausgänge f sind über Torschaltungen 11 während der positiven Halbwellen der Eingangswechselspannung an die Komparatoreingänge h angeschlossen, die Zählerausgänge g über Torschaltungen 12 während der negativen Halbwellen. Der auf den Leitungen h dem Komparator angebotene Zählerstand ist somit immer der, der in der vorigen Halbwelle erreicht wurde, d. h. während in den Zähler 9 die der Dauer der zweiten Halbwelle entsprechenden Impulse einlaufen, steht am Komparator das Zählergebnis der ersten Halbwelle von 100 aus dem Zähler 10 an. Während der dritten Halbwelle wird dann wieder in den Zähler 10 eingezählt und dem Komparator der Zählwert der zweiten Halbwelle, der hier wiederum 100 beträgt, aus dem Zähler 9 angeboten usw. Zeile IX zeigt die jeweiligen Zählerstände an den Komparatoreingängen h.

Der Komparator 15 vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen Stand des Zählers 15 (Eingänge i), der 11,2-MHz-Zählimpulse empfängt, und gibt bei jeder Übereinstimmung ein Signal k ab, das den Zähler 15 zurückstellt und vom Zähler 16 gezählt wird. Da während der ersten Halbwelle 100 Impulse gezählt wurden, beträgt der für die Dauer der zweiten Halbwelle an h anstehende Vergleichswert 100. Diesen Wert erreicht der Zähler 15 bereits nach jeweils 8,93 µs, das bedeutet, während der Dauer der zweiten Halbwelle insgesamt 32mal. Der Zähler 16 erhält folglich 32 Impulse k, die in Zeile X wiedergegeben sind, und läuft damit von 0 bis 31 hoch. Der zeitabhängige Zählerstand an seinen Ausgängen l ist in Zeile XI zu sehen. Der Festwertspeicher gibt zu jedem Zählwert den entsprechenden Sinuswert ab, was nach Digital-Analog-Wandlung zu einer Wechselspannung konstanter Amplitude am Ausgang A gemäß Zeile XIII führt. Jeweils beim Zählwert 32 des Zählers 16 wird dessen sechste Stufe eingeschaltet und liefert das Vorzeichensignal -, das beim Übergang auf den Zählwert 0 wieder verschwindet. Das Umschalten des Vorzeichensignals S ist in Zeile XII dargestellt.

Bei fallender Frequenz werden die Halbperioden länger und führen zu höheren Zählerständen der Zähler 9 und 10, z. B. bei 1,4 kHz zum Zählerstand 125. Das Signal k wird jetzt nur alle 11,16 µs abgegeben, was aber bei einer dieser Frequenz entsprechenden Halbperiodendauer von 357 µs wiederum 32 Impulsen k und folglich einer Halbwelle der im Festwertspeicher enthaltenen Sinusfunktion entspricht. Nur beim Übergang von einer höheren zu einer niedrigeren Frequenz tritt eine Phasenverschiebung dergestalt auf, daß mehr als eine Halbwelle der höheren Frequenz abgegeben wird. Ebenso verschiebt sich beim Übergang von einer niedrigeren zu einer höheren Frequenz die Phase, da jetzt weniger als eine Halbwelle der niedrigeren Frequenz erzeugt wird. Es wird aber weder ein Wert ausgelassen noch tritt ein Phasensprung auf. Da beim Wobbeln normalerweise ein sehr allmählicher Übergang vor der einen Frequenz zur nächsten erfolgt, pro Halbwelle liegt der Frequenzhub unter 1 Hz, tritt die Phasenverschiebung fast überhaupt nicht in Erscheinung.

Für Anwendungen, die einen höheren Frequenzhub erwarten lassen, bringt die Anordnung von Fig. 2 eine Phasenangleichung bei fallenden Frequenzen. Sie besteht im wesentlichen aus den gleichen Teilen wie Fig. 1, enthält aber einen zusätzlichen Komparator 25, der die Zählerstände der Zähler 9 und 10 miteinander vergleicht. Hat der Zähler 9 einen kleineren Zählerstand als der Zähler 10, erscheint an der Klemme 24 ein Signal u, das über eine mit der Torschaltung 5 durch ein ODER-Gatter 22 verknüpfte Torschaltung 20 Zählimpulse in den Zähler 9 gelangen läßt. Steht umgekehrt der Zähler 10 auf einem kleineren Wert, schaltet ein Signal v an der Klemme 26 über eine Torschaltung 21 und ein ODER-Gatter 23 den Eingang des Zählers 10 zur Aufnahme weiterer Zählimpulse frei.

Dadurch wird folgende Wirkung erzielt. Die vorhergehende Halbwelle habe z. B. in 286 µs 100 Zählimpulse im Zähler 10 aufsummiert (Frequenz 1,75 kHz), die nächste Halbwelle sei aber 357 µs lang (Frequenz 1,4 kHz). Während dieser Zeit würden in der Anordnung von Fig. 1, die 357 µs lang den Vergleichswert 100 dem Komparator 14 zur Verfügung stellt, 40 Impulse im Abstand von 8,93 µs erzeugt werden, was eine halbe und eine achtel Periode der Frequenz 1,75 kHz bedeutet, also eine Phasenverschiebung um 45° bewirkt. In der Anordnung von Fig. 2 liefert der Komprator 25 nach 288 µs, wenn der Zähler 9 den Zählerstand 101 erreicht (Zähler 10 habe wie oben den Zählerstand 100), ein Signal an Klemme 26, das die Torschaltung 21 öffnet. Jetzt wird gleichzeitig in die Zähler 9 und 10 hineingezählt. Da der Stand des Zählers 10 immer nur 1 hinter dem des Zählers 9 zurückbleibt, steht das Signal an Klemme 26 mindestens bis zum Ende der laufenden Halbperiode an. Der dem Komprator 14 zugeführte Vergleichswert beträgt demnach 288 µs lang 100, was etwa einer Halbwelle von 1,75 kHz entspricht, und läuft dann bis 124 hoch, womit in der Ausgangsspannung sukzessive die 1,4 kHz angenähert werden, die die nächste Halbwelle der Ausgangsspannung haben wird. Der Zähler 9 hat am Ende der zweiten Halbwelle den Stand 125. Fällt die Frequenz weiter, so wird die nächste Halbperiode, in der wieder in den Zähler 10 nach dessen Rückstellung hineingezählt wird, länger als die vorhergehende, und der Zähler 10 erhält mehr als 125 Zählimpulse. Ab dem Zählerstand 126 liefert dann die Klemme 24 des Komparators 25 ein Signal u, das die Torschaltung 20 öffnet, über die jetzt gleichzeitig der Zähler 9 beaufschlagt wird. In der Ausgangsspannung wirkt sich dies wiederum als allmähliche Frequenzabsenkung in Richtung auf den Wert, den die Eingangsspannung während der laufenden Halbwelle hat und die Ausgangsspannung in der folgenden haben wird, aus.

Anstelle von zwei Zählern 9 und 10 kann man in den Anordnungen von Fig. 1 und 2 auch drei und mehr Zähler vorsehen und die Eingangs-Torschaltungen 5 und 6 sowie die Ausgangs- Torschaltungen 11 und 12 durch Ringzähler steuern, die von den aus der Eingangswechselspannung in konstanten Phasenwinkelabständen abgeleiteten Signalen der Impulsformerstufe 3 weitergeschaltet werden, wobei jeweils zwei oder mehrere Halbwellen gespeichert werden, bevor sie ausgesandt werden. Durch Vergleich der gespeicherten Halbwellen ist eine Tendenzbeobachtung und Korrektur der zu sendenden Halbwelle möglich.

Im Ausführungsbeispiel werden die Nulldurchgänge der Eingangswechselspannung für die Frequenzinformation ausgewertet. Die Umsteuerung der Zähler geschieht also in Phasenwinkelabständen von 180°. Wenn man der Impulsformerstufe 3 Differenzierglieder zur Ableitung der Maximal und Minima der Eingangswechselspannung vorschaltet, ist eine Umsteuerung im Abstand von 90° möglich. Die konstante Ausgangswechselspannung ist gegenüber der Eingangswechselspannung dann nur noch um eine Viertelwelle verzögert. Entnimmt man der Eingangswechselspannung noch weitere phasenabhängige Signale, z. B. im Abstand von 45°, ist noch eine weitere Herabsetzung der Verzögerung möglich. Allerdings steigt der Aufwand für die Impulsformerstufe 3 beträchtlich, so daß dies nur in speziell gelagerten Anwendungsfällen zweckmäßig und vom Ergebnis her auch nötig sein wird. Beim beschriebenen Anwendungsfall des Messens von Fernmeldeleitungen reicht die Halbwellenumsteuerung bei weitem aus.


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung zum Umsetzen einer Eingangswechselspannung mit veränderlicher Amplitude und in weiten Grenzen schwankender Frequenz in eine Ausgangswechselspannung der jeweils gleichen Frequenz, aber konstanter Amplitude, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei m-stufige Zähler (9, 10) vorgesehen sind, die durch aus der Eingangswechselspannung über eine Impulsformerstufe (3) in konstanten Phasenwinkelabständen abgeleitete Umsteuersignale abwechselnd eingangsseitig von einem Taktgenerator (1, 2) mit Zählimpulsen beaufschlagt werden und ausgangsseitig ihren Zählerstand einem Komparator (14) zuführen, der ihn mit dem jeweiligen Stand eines weiteren m-stufigen Zählers (15), der von Zählimpulsen der 2nfachen Frequenz beaufschlagt wird, vergleicht und bei jeder Übereinstimmung einen Zähler (16) nur n+1 Stufen weiterschaltet, der einen die Sinuswerte von 2n digital gestuften Winkeln der Größe



    sowie ggf. ein Vorzeichensignal in binär kodierter Form enthaltenden Festwertspeicher (17) ansteuert, dem ein Digital-Analog-Wandler (19) nachgeschaltet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählimpulse verschiedener Frequenz einem gemeinsamen Taktgenerator (1) entnommen werden, dem eine Untersetzerschaltung (2) zur Ableitung der niedrigeren Frequenz nachgeschaltet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuersignale über Eingangs-Torschaltungen (5, 6) auf die Eingänge und über Ausgangs-Torschaltungen (11, 12) auf die Ausgänge der m-stufigen Zähler (9, 10) wirken.
  4. 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mindestens einen weiteren Komparator (25), der die Zählerstände des jeweils gerade mit Zählimpulsen beaufschlagten m-stufigen Zählers (9 oder 10) und des seinen Zählerstand dem ersten Komparator (14) zuführenden m-stufigen Zählers (10 oder 9) miteinander vergleicht und bei Übersteigen des Zählerstandes des erstgenannten Zählers (9 oder 10) über den des zweitgenannten Zählers (10 oder 9) den Eingang des zweitgenannten Zählers (10 oder 9) über Torschaltungen (21, 23 oder 20, 22) zur Aufnahme weiterer Zählimpulse freischaltet (Fig. 2).






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