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Dokumentenidentifikation DE2855453C2 20.10.1988
Titel Dichtungsanordnung zwischen einem inneren Teil, insbesondere einer Welle, und einem diesen umgebenden äußeren Teil
Anmelder K G Derman AB, Partille, SE
Erfinder Derman, Karl-Gustav, Partille, SE
Vertreter Delfs, K., Dipl.-Ing., 2000 Hamburg; Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 8000 München; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 21.12.1978
DE-Aktenzeichen 2855453
Offenlegungstag 05.07.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1988
IPC-Hauptklasse F16J 15/48

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung zum Abdichten eines Ringraumes zwischen einem inneren Teil, insbesondere einer Welle, und einem dieses umgebenden äußeren Teil, wobei die Teile gegeneinander drehbar sind, mit einem in dem Ringraum angeordneten Dichtungselement, das abdichtend mit einem der Teile verbunden ist und eine Dichtfläche aufweist, die mit einer gegenüberliegenden Dichtfläche des jeweils anderen Teils zusammenwirkt, sowie mit einer Einrichtung zum Zuführen von Druckfluid in einen Dichtungsspalt zwischen den Dichtflächen mit einem Druck, der höher ist als die Drücke in den Räumen zu beidenden Seiten des Dichtungselements, wobei die Breite des Dichtungsspaltes durch das Druckfluid erhöht wird.

Es ist eine Dichtung bekannt, die zwischen zwei rotationssymmetrischen Dichtteilen einen im wesentlichen V-förmigen Dichtspalt hat, dem Dichtflüssigkeit zugeführt werden kann. Die V-Form wurde dabei gewählt, um im Betrieb durch die Zentrifugalkraft das seitliche Abfließen von Druckfluid zu vermindern. Die zusammenwirkenden Dichtteile sind dabei offenbar im wesentlichen starr, so daß eine Dichtwirkung nur erzielt werden kann, wenn und solange Dichtflüssigkeit zugeführt wird.

Eine bekannte Dichtungsanordnung der eingangs genannten Art zum Abdichten des Ringspaltes zwischen einer Welle und einem sie umgebenden Gehäuse (DE-OS 22 54 383) umfaßt ein in den Ringspalt angeordnetes Dichtungselement in Form einer Hülse aus elastischem Material, zum Beispiel Gummi. Diese Dichtungsanordnung dichtet auch ab, wenn die Welle stillsteht und kein Druckfluid zugeführt wird, da dann die Hülse aus elastischem Material den Durchgang verschließt.

Die Hülse ist abdichtend mit dem Gehäuse verbunden, und in den Zwischenraum zwischen der Hülse und der Welle wird ein Fluid, z. B. Luft oder Wasser, mit einem Druck zugeführt, der höher ist als der Druck im Ringspalt auf beiden Seiten der Hülse. Hierdurch wird ein freier Spalt zwischen der Hülse und der Welle aufrechterhalten, der mit dem Fluid gefüllt ist, so daß die Reibung zwischen der Dichtungsanordnung und der Welle nahezu vernachlässigbar ist, und wobei das Fluid in die Ringräume zu beiden Seiten der Dichtungsanordnung austritt und hierdurch eine Verbindung zwischen diesen Ringräumen verhindert. Bei Dichtungsanordnungen dieser Art wie die Elastizität der Hülse aus elastischem Material ausgenutzt, da durch die Elastizität der Hülse ein Dichtungsspalt von geeigneter Breite sich zwischen der Dichtung und der Welle einstellen kann. Ein Nachteil liegt jedoch darin, daß die Gummihülse leicht beschädigt werden kann und keine hohen Temperaturen aushält.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Dichtung zu schaffen, die auch mit widerstandsfähigeren Materialien einwandfrei arbeitet und höheren Temperaturen zu widerstehen vermag.

Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Dichtflächen die Form von zur Achse geneigten Rotationsflächen aufweisen, z. B. von konischen Flächen, und daß die Dichtflächen relativ zueinander in Axialrichtung derart bewegbar sind, daß die Breite des Dichtungsspaltes zwischen den Dichtflächen mindestens teilweise durch Axialbewegung der Dichtflächen gegeneinander bestimmt wird.

Im Gegensatz zur vorbekannten Dichtungsanordnung wird die Breite des Dichtungsspaltes nicht durch elastische Deformation zum Beispiel des Gummis verändert, sondern durch Axialverschiebung von Dichtteilen, die aus festen und temperaturstabilen Materialien bestehen können.

Bei der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung kann das Dichtungselement aus einem starren Ring, z. B. einem Metallring bestehen, dessen Dichtungsfläche mit einer gegenüberliegenden Dichtungsfläche, beispielsweise der Welle, zusammenwirkt und durch axiale Verschiebung den geeigneten Dichtungsspalt zwischen den Dichtflächen bildet. Der Metallring kann auch teilweise ausgebildet sein. Ein teilbarer Ring kann leicht ein- und ausgebaut werden, ohne daß das die Welle umgebende Gehäuse abgenommen werden muß. Der Ring kann hohe Temperaturen und hohe Drehgeschwindigkeit zwischen den Dichtflächen aushalten.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Ring federbelastet, so daß das Dichtelement in eine Stellung gedrückt wird, bei der sich die Dichtflächen berühren, falls kein Druckfluid zwischen die Dichtflächen zugeführt wird.

Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 bis 7 zeigen jeweils im Axialschnitt sieben verschiedene Ausführungsformen von Dichtungsanordnungen gemäß der Erfindung.

In Fig. 1 ist mit 2 ein Teil eines Gehäuses bezeichnet, das eine Durchgangsöffnung für eine Welle 4 bildet. Der Raum im Inneren des Gehäuses ist mit 6 und der Raum außerhalb des Gehäuses mit 8 bezeichnet. Die Welle 4 hat einen Abschnitt 10 mit kleinerem Durchmesser und einen Abschnitt 12 mit größerem Durchmesser, und die beiden Abschnitte sind durch einen konisch verlaufenden Abschnitt 14 verbunden, der eine Dichtfläche bildet. In dem Ringraum zwischen der Wand der Durchgangsöffnung des Gehäuses 2 und der Welle 10 ist ein Dichtungselement 16 angeordnet, das eine im wesentlichen zylindrische Außenfläche 18 und eine im wesentlichen konische Innenfläche 20 aufweist. Die zylindrische Außenfläche 18 ist abdichtend mit dem Gehäuse 2 verbunden, während die konische Innenfläche 20 eine Dichtfläche bildet, die mit der Fläche 14 der Welle zusammenwirkt. Die abdichtende Verbindung zwischen der Außenfläche 18 und dem Gehäuse 2 wird dadurch bewirkt, daß das Dichtungselement 16 ringförmige Vorsprünge 22 aufweist, die zwischen sich eine Nut zur Aufnahme eines O-Rings 24 bilden, und daß ferner eine weitere Nut zur Aufnahme eines O-Rings 28 vorgesehen ist.

Zwischen der Durchgangsöffnung des Gehäuses 2 und der Außenfläche 18 des Dichtungselements 16 ist zwischen den beiden in Nuten gelagerten O-Ringen 24 und 28 eine ringförmige Kammer 30 ausgebildet. Diese ringförmige Kammer 30 ist über eine Öffnung 32 im Gehäuse 2 an eine Druckmittelquelle anschließbar. Der Spalt zwischen der konischen Dichtfläche 20 des Dichtungselements 16 und der konischen Dichtfläche 14 der Welle ist mit der Kammer 30 über mehrere radial verlaufende Kanäle 34 verbunden, die im Dichtungselement 16 ausgebildet und in Abständen über den Umfang verteilt sind. Die Kanäle 34 sind an ihrem inneren Ende mit einer Ringnut 36 verbunden, die in der konischen Innenfläche 20 des Dichtungselementes 16 ausgebildet ist. Es ist auch möglich, das Dichtungselement 16 mit axialverlaufenden Verteilungsnuten (nicht dargestellt) zu versehen, wobei jede Nut vorzugsweise gegenüber einem der Kanäle 34 angeordnet ist.

Wenn ein Druckmittel durch die Öffnung 32 zugeführt wird, verteilt es sich rund um das Dichtungselement 16 in der Kammer 30, und das Druckmittel wird jedem Kanal 34 in dem Dichtungselement 16 zugeführt. Der Druck des Druckmittels ist größer als die Drücke in den Räumen zu beiden Seiten des Dichtungselements, wodurch auf das Dichtungselement eine Kraft ausgeübt wird, durch die es nach rechts in Fig. 1 verschoben wird, um einen freien Dichtungsspalt zwischen den Flächen 14 und 20 zu bilden. Hierdurch kann das Druckmittel an den Enden dieses Dichtspaltes in die Räume 6 und 8 entweichen, so daß keine Verbindung zwischen den Räumen 6 und 8 besteht und diese Räume voneinander getrennt und abgedichtet sind. Das Dichtungselement 16 stellt ein berührungsfreies Dichtungselement dar, welches einen freien Dichtspalt zwischen den Dichtflächen 14 und 20 schafft, wobei die Breite dieses Dichtungsspaltes gleichförmig ist und von dem Druck des ihm zugeführten Druckmittels und von den Drücken in den Räume 6 und 8 abhängt. Da die axiale Projection der Dichtfläche 20 größer ist als die von dem inneren der Vorsprünge 22 und dem Dichtungsring 24 gebildete Stirnfläche der Kammer 30, wird die axiale Position des Dichtungselementes 16 stabilisiert, indem der Druck gegen die Fläche 20 abnimmt, wenn sich der Spalt zwischen den Dichtflächen verbreitert, während der Druck in der Kammer 30 im wesentlichen konstant ist aufgrund der Drosselung des durch die Kanäle 34 fließenden Druckmittels.

Fig. 2 zeigt im Axialschnitt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Auch bei dieser Ausführungsform erstreckt sich eine Welle 40 durch eine Durchgangsöffnung eines Gehäuses 42. In der ringförmigen Öffnung zwischen der Wand der Durchgangsöffnung des Gehäuses und der Welle 40 ist ein Dichtungselement 44 angeordnet. Die Welle 40 hat eine konische Dichtfläche 46, die mit einer entsprechenden konischen Fläche 48 des Dichtelementes 44 zusammenwirkt. Das Dichtungselement 44 steht unter Federbelastung durch eine Anzahl von üblichen Schraubenfedern 50, die zwischen einem mit dem Dichtungselement verbundenen Ring 54 und einer gegenüberliegenden Stirnfläche des Gehäuses 42 angeordnet sind. Die Federn 50 üben eine Kraft aus, die die konischen Dichtflächen 46 und 48 zur Berührung gegeneinander andrücken. Somit wird bei dieser Ausführungsform das Dichtungselement 44 in einer vorgegebenen Position gehalten unabhängig von den Drücken in den Räumen zu beiden Seiten des Dichtungselements. Eine ringförmige Kammer 54 ist zwischen dem Gehäuse und dem Dichtungselement vorgesehen und über einen im Gehäuse 42 ausgebildeten Kanal 56 mit einer Druckmittelquelle verbunden. Die Kammer 54 ist mit einer Anzahl von radial verlaufenden Kanälen 58 verbunden, die im Dichtungselement 44 ausgebildet und in Abständen über den Umfang verteilt sind und in eine Ringnut 60 des Dichtungselements 44 münden.

Wenn Druckmittel durch den Kanal 56 der Kammer 54 zugeführt wird, wird das Dichtungselement 44 in Fig. 2 nach rechts verschoben, und es bildet sich ein Dichtungsspalt zwischen den konischen Dichtflächen 46 und 48, wobei das Druckmittel in die Räume zu beiden Seiten des Dichtungselementes 44 entweicht. Somit arbeitet die Dichtungsanordnung gemäß Fig. 2 in gleicher Weise wie die Anordnung gemäß Fig. 1 und verhindert eine Verbindung zwischen den Räumen zu beiden Seiten des Dichtungselementes und schafft eine berührungsfreie, reibungslose Dichtung. Wenn die Zufuhr des Druckmittels beendet wird, führen die Federn 50 das Dichtungselement in die Stellung zurück, in der die Dichtflächen einander berühren.

Um zu verhindern, daß Druckmittel aus dem Raum 62 auf der linken Seite der Dichtungsanordnung in den Innenraum des Gehäuses austreten kann, ist ein Dichtungsring 64 auf der Welle 40 angeordnet, der mit einer am Gehäuse befestigten Ringscheibe 66 zusammenwirkt. Das in den Raum 62 zwischen dem Dichtungselement 44 und dem Dichtungsring 64 entweichende Druckmittel wird in diesem Raum gesammelt und durch eine Bohrung 68 abgeführt, von wo es zur Druckmittelquelle zurückgeführt werden kann, um erneut dem Druckmittelkanal 56 zugeführt zu werden.

Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform der Dichtungsanordnung umfaßt ein Dichtungselement 70, welches in der ringförmigen Öffnung zwischen einer Welle 72 und einem Gehäuse 74 angeordnet ist, durch die sich die Welle erstreckt. Das Dichtungselement 70 umfaßt einen äußeren Ring 76, der im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und am Gehäuse 74 dicht festgeklemmt ist, einem inneren Ring 78 aus steifem Material, z. B. Bakelit, und einem Teil 80 aus elastischem bzw. elastomerem Material, der zwischen den Ringen 76 und 78 angeordnet ist und diese miteinander verbindet. Der Teil 80 besteht vorzugsweise aus weichem Gummi. Der innere Ring 78 hat eine konische Dichtfläche 82, die mit einer konischen Dichtfläche 84 der Welle 72 zusammenwirkt. Der Gummiteil 80 hat einen dünneren Mittelteil 86, der es ermöglicht, daß der innere Ring 82 in Axialrichtung beweglich ist, um einen Dichtungsspalt zwischen den Dichtflächen 82 und 84 zu bilden, wobei zusätzlich auch Radialbewegungen des Rings 78 möglich sind zur Anpassung an exzentrische Bewegungen der Welle 72. Wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen ist in dem Gehäuse ein Zuführungskanal 88 für ein Druckmittel, eine Verteilungskammer 90 in dem Gehäuse, radiale Kanäle 92 in dem Dichtungselement und eine Ringnut 94 in der konischen Dichtfläche 82 des Dichtungselementes vorgesehen.

Wenn Druckmittel der Anordnung zugeführt wird, bildet sich ein freier Dichtungsspalt zwischen den konischen Dichtflächen 82 und 84, wobei das Druckmittel an den Enden des Dichtungsspaltes in die Räume zu beiden Seiten des Dichtungselementes austritt und diese dichtungsmäßig voneinander trennt. Wenn die Druckmittelzufuhr beendet wird, kehren die Dichtflächen 82 und 84 aufgrund der Elastizität des Gummis in ihre Berührungslage zurück.

Fig. 4 ist ein Axialschnitt einer Dichtungsanordnung, die zur Verwendung bei gewöhnlichen, d. h. nicht besonders angepaßten Wellen und sie umgebenden Durchführungsöffnungen eines Gehäuses od. dgl. geeignet ist. Die Dichtungsanordnung umfaßt einen äußeren Ring 100 mit einem Druckmittelzuführungskanal 102, der an eine Druckmittelquelle anschließbar ist. Der Ring 100 wird in ein Gehäuse od. dgl. vorzugsweise mit Pressitz eingeführt, wobei der Kanal 100 mit einer Öffnung in dem Gehäuse fluchtet, die ihrerseits an die Druckmittelquelle anschließbar ist.

In dem Ring 100 ist ein Dichtungselement 104 angeordnet, auf welchem Dichtungsringe in Form von O-Ringen 108 angeordnet sind zur Abdichtung des Ringspaltes zwischen dem Ring 100 und dem Dichtungselement 104. Die O-Ringe 108 erlauben eine begrenzte axiale Relativbewegung zwischen dem Ring 100 und dem Dichtungselement 104. Die Innenfläche des Dichtungselements 104 ist als konische Dichtfläche 110 ausgebildet. Zwischen dem Ring 100 und dem Dichtungselement 104 ist zwischen den Dichtungsringen 108 eine Verteilungskammer 112 gebildet, die rund um das Dichtungselement 104 verläuft zur Verteilung des durch den Kanal 102 zugeführten Druckmittels.

Das Dichtungselement 104 ist mit einer Anzahl von radial verlaufenden Kanälen 114 versehen, die in Winkelabständen voneinander angeordnet sind, und durch die das Druckmittel dem Spalt zwischen der konischen Dichtfläche 110 und einer gegenüberliegenden konischen Dichtfläche 116 eines inneren Ringes 118 zuführbar ist. Dieser innere Ring 118 hat eine zylindrische Innenfläche 120 mit einer Nut zur Aufnahme eines Dichtungsringes 122. Der Ring 118 kann auf einer gewöhnlichen, glatt durchgehenden Welle angeordnet werden und bildet die konische Gegendichtfläche, die bei den vorhergehenden Ausführungsformen unmittelbar an der Welle ausgebildet war.

Die Dichtungsanordnung nach Fig. 4 arbeitet in gleicher Weise wie die vorhergehenden Ausführungsformen, d. h. das durch den Kanal 102, die Verteilungskammer 122 und die Kanäle 114 zugeführte Druckmittel bewirkt eine axiale Verschiebung des Dichtungselements 104 derart, daß ein freier Dichtungsspalt zwischen den konischen Dichtflächen 110 und 116 gebildet wird, wobei das Druckmittel an beiden Enden des Dichtungsspaltes entweicht. Somit bildet die Dichtungsanordnung gemäß Fig. 4 eine Dichtung, die bei praktisch allen Konstruktionen einbaubar ist, bei denen eine Welle sich durch ein Gehäuse od. dgl. erstreckt.

Auch die Ausführungsform nach Fig. 5 dient zur Abdichtung des Ringraumes zwischen einer Welle 130 und einem diese umgebenden Gehäuse 132. Auf der Welle 130 ist ein Ringelement 134 angeordnet, welches eine konische Außenfläche 136 aufweist und an der Welle abgedichtet ist mittels eines O-Rings 138, der in eier Nut in der Welle bzw. dem Ringelement 134 gelagert ist. Das Ringelement 134 ist umgeben von einem Dichtungselement 140 mit einer konischen Dichtfläche 142, die der Fläche 136 gegenüberliegt. Die Außenfläche des Dichtungselements 140 ist mit dem Gehäuse 132 durch eine Ringhülse 144 aus elastomerem Material verbunden. Vorzugsweise besteht diese Ringhülse aus Gummi und ist mit einer federförmigen Verstärkung 146 versehen. Die Ringhülse 144 ist vorzugsweise an die Außenfläche des Dichtungselements 140 und an dessen eine Stirnfläche anvulkanisiert, wie in der Zeichnung dargestellt, während sie an ihrem anderen Ende zwischen dem Gehäuse 132 und einem Klemmring 148 eingespannt ist, der durch (nicht dargestellte) Schrauben od. dgl. mit dem Gehäuse 132 verbunden ist. Der Raum innerhalb der Ringhülse 144 auf der einen Seite des Dichtungselements 140 ist mittels einer Endscheibe 150 und einem Dichtungsring 152 abgeschlossen. Das Dichtungselement 140 ist mit einer Anzahl von radial verlaufenden Kanälen 153 versehen, um ein Druckmittel dem Raum zwischen den konischen Dichtflächen 136 und 142 zuzuführen. Wenn das Druckmittel zugeführt wird, bildet sich ein freier Dichtungsspalt zwischen den konischen Dichtflächen, wobei das Druckmittel an beiden Enden des Dichtungsspaltes entweicht. Das auf der linken Seite aus dem Dichtungsspalt austretende Druckmittel wird von dem durch die Scheibe 150 und dem Dichtungsring 152 abgeschlossenen Raum durch einen Kanal 154 abgezogen. Die Ausführungsform nach Fig. 5 kann abgeändert werden, indem er die Dichtfläche 136 bildende Ring 134 nach links verlängert wird und mit geeigneten Schultern und Nuten versehen wird, um den Dichtungsring 152 und/oder z. B. ein Kugellager anzubringen und zu fixieren.

Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform, bei der die konische Dichtfläche des Dichtungselements eine besondere Form hat. Wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen hat das Dichtungselement 160 eine Anzahl von radial verlaufenden Kanälen 162. Diese münden nicht, wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen, in eine gemeinsame Ringnut, sondern jeder Kanal 162 mündet in eine gesonderte Druckkammer 164. Diese Ausbildung der konischen Dichtfläche des Dichtungselements bewirkt eine verbesserte Zentrierung und eine verbesserte Einstellung der Breite des mit der gegenüberliegenden Dichtfläche gebildeten Dichtungsspaltes.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist die mit der konischen Innenfläche 172 des Dichtungselements 174 zusammenwirkende konische Dichtfläche 170 der Welle mit einer Anzahl von axial verlaufenden Nuten versehen, um durch Verteilung des dem Dichtungsspalt zwischen den Dichtflächen 172 und 170durch die Kanäle 176 in dem Dichtungselement 174 zugeführten Druckmittels die Wirkungsweise der Dichtung zu verbessern.


Anspruch[de]
  1. 1. Dichtungsanordnung zum Abdichten eines Ringraumes zwischen einem inneren Teil, insbesondere einer Welle, und einem dieses umgebenden äußeren Teil, wobei die Teile gegeneinander drehbar sind, mit einem in dem Ringraum angeordneten Dichtungselement, das abdichtend mit einem der Teile verbunden ist und eine Dichtfläche aufweist, die mit einer gegenüberliegenden Dichtfläche des jeweils anderen Teils zusammenwirkt, sowie mit einer Einrichtung zum Zuführen von Druckfluid in einen Dichtungsspalt zwischen den Dichtflächen mit einem Druck, der höher ist als die Drücke in den Räumen zu beiden Seiten des Dichtungselements, wobei die Breite des Dichtungsspaltes durch das Druckfluid erhöht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtflächen (14, 46, 84, 116, 136, 186 bzw. 20, 48, 82, 110, 142, 172, 188) die Form von zur Achse geneigten Rotationsflächen aufweisen, z. B. von konischen Flächen, und daß die Dichtflächen relativ zueinander in Axialrichtung derart bewegbar sind, daß die Breite des Dichtungsspaltes zwischen den Dichtflächen mindestens teilweise durch Axialbewegung der Dichtflächen gegeneinander bestimmt wird.
  2. 2. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (44) derart federbelastet ist, daß die Dichtflächen (46, 48) einander abdichtend berühren, falls kein Druckfluid dem Dichtungsspalt zwischen den Dichtflächen zugeführt wird.
  3. 3. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Dichtfläche (110) des Dichtungselements (104) gegenüberliegende Dichtfläche (116) an einem auf der Welle angebrachten Ring (118) ausgebildet ist.
  4. 4. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der äußeren Fläche des Dichtungselements (16, 44, 140, 184) und dem äußeren Teil (2, 42, 74, 132, 180) Dichtungsmittel (24, 28, 108, 144, 190) derart angeordnet sind, daß das Dichtungselement relativ zum äußeren Teil axial verschiebbar ist unter Aufrechterhaltung der Abdichtung zwischen dem Dichtungselement und dem äußeren Teil.
  5. 5. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (16, 44, 104, 140, 160, 174) zur Gänze aus einem starren Ring, vorzugsweise aus Metall, besteht.
  6. 6. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (70) aus einem mit dem äußeren Teil (74) verbundenen äußeren Ring (76), einem starren inneren Ring (78), der die Dichtfläche (84) des Dichtungselements aufweist, und einem die Ringe verbindenden Zwischenteil (80) aus einem elastomerem Material, vorzugsweise Gummi, besteht.
  7. 7. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens einer der Dichtflächen Kammern (164) ausgebildet sind, die mit Kanälen (162) zur Zuführung von Druckfluid verbunden sind.
  8. 8. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Dichtflächen (172) mit mehreren axial verlaufenden Nuten (171) versehen ist.






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